Es trifft nicht immer die, die sich treffen

Heute Morgen war es wieder klasse:

Drei Fahrzeuge auf einem dreispurigen Stück Autobahn – das sollte kein Problem sein. Denkste!

Ok – auf Höhe Raunheim ist die Linke Spur erst einmal zum Auffahren und die rechte Spur wird später zur Abzweigung zur A3 – doch trotzdem sollte das für drei PKW großer Auftrag werden und zu einem Stau führen. Doch es ist eindeutig machbar.

Der Reihe nach:

Auf dem Mittelstreifen fuhr – sehr langsam – ein PKW. Doch statt nach rechts zu wechseln (da es nichts zu überholen gab) blieb der Wagen auf der Mittelspur.

Dem eigentlich nicht schnelleren Corsa auf der ganz linken Spur verließ offensichtlich der Mut, noch den Überholvorgang die nächsten 500 Meter zu schaffen. Also den Opel kräftig im Tempo reduziert, was den Fahrer des hinter ihm rasch sich nähernden Pritschenwagen zu einer Vollbremsung nötigte. Der war wohl davon ausgegangen, dass nicht nur der Corsa den Mittelstreifen noch packen würde – sondern auch er selbst.

Es kam folglich zu einem Gedränge auf der Mittelspur und zu fast völligem Stillstand der drei Autos.

Mich hätte die Schuldfrage interessiert, falls es zum Crash statt nur zum Stau gekommen wäre.

Der eigentlich Verursacher – der permanente Mittelspur-Fahrer wäre vermutlich ungeschoren davon gekommen.

Der Corsa-Fahrer, den plötzlich die Panik befallen hat (bei der Feststellung: „Ich überhole eigentlich nicht sondern fahre Formation“) wohl ebenfalls.

Der Pritschenwagenfahrer – der einzige, der wirklich sich korrekt verhalten hat, denn nur er befand sich für einen Überholvorgang auf der richtigen Spur – den hätte es wahrscheinlich erwischt.

Mich ärgert das, wenn zwei Unfähige das Glück eines Dritten herausfordern und der dann noch Schuld gehabt hätte, falls das Glück ihm nicht hold gewesen wäre.

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