Facebook ist auch nur ein Mensch

Ok – so manch Eigentümer von Apple- oder Samsung-Aktien mag neidisch auf die Facebook-Anleger blicken, konnte doch das Gesichtsbuch seinen Netto-Gewinn im letzten Quartal verachtfachen.

Doch bitte vergesst nicht, welch eine Last nun auf Zuckerbergs Baby lastet: wenn der Gewinn sich im ersten Quartal 2014 nicht verneunfacht, dann sind doch die Facebook-Aktionäre ebenfalls tief enttäuscht.

Dazu wird jetzt schon orakelt, dass es mit dem bereits 10-jährigen Facebook ohnehin bergab gehen würde, weil die Nachkommen der Gesichtsbuch-Generation sicherlich nicht die gleichen Kommunikationsmittel wie die Eltern benutzen wollen.

Ich sehe da ein noch viel gravierenderes Problem:   Welche Nachkommen?

Wenn es heute als 16-jähriger cooler ist, 2000 virtuelle Freunde zu haben, als eine reale Freundin – in Zeiten wo Cyber-Sex immer mehr boomt und die Kinder schon alles gesehen haben, was die selbst experimentierfreudigsten Eltern nie auszuprobieren wagten – wo bleibt da noch Zeit und Lust auf Nachkommen?

Und selbst die wenigen Verrückten, die sich lieber ein Kind als zweimal im Jahr ein neues Smartphone zulegen wollen, werden resignieren:

Einen Stammhalter oder eine Stammhalterin in eine Welt ohne Wachstum zu gebären – ist das moralisch zu vertreten?

Facebook wird sterben – wie jeder Mensch!

 

Noch eine Anmerkung zum Schluss:

Als die Facebook-Aktie zu einem Preis von 38 US-Dollar auf den Markt kam, schüttelten viele Experten den Kopf, denn der eigentliche Wert des Unternehmens war nur ein Bruchteil von dem, was an Aktien auf den Markt ausgeschüttet wurde. Eine solche Aktie steht derzeit bei 60 Dollar. – Sie bläht sich also weiter auf, die virtuelle Facebook-Wert-Blase!

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Tierische Neuentdeckungen

Wer denkt, dass wir die Erde kennen, der irrt.
Immer wieder werden neue Pflanzen entdeckt und auch völlig neue Tierarten.

Viele davon sind richtig skurril.

Da hat man tief unten im Pazifik einen Schwamm entdeckt, der Fleisch frisst. Also ich fand bisher -umgekehrt – Schwammerln zu einem Stück Fleisch- lecker.

Oder die neue Tausendfüßler-Gattung aus Tansania, die dort „wandernde Wurst“ genannt wird und wirklich aussieht wie ein Kringel Fleischwurst mit Beinchen dran. So lange diese Wurst bei uns nicht in die Wurst wandert, ist mir die jedoch Wurst.

Optisch recht ansprechend:  die blaue Tarantel, die deshalb so heißt, weil sie komplett blau ist. Nicht vom Alkohol, sondern von der Körperfarbe.

Ebenfalls mit einem blauen Hintern versehen – aber kurioser Weise nicht „Blau-Po-Affe“ genannt sondern Lesula: der Primat der neulich im Regenwald des Kongo entdeckt wurde. Sieht aus wie ein kurz-rasierter, bärtiger Hippie aus den 70ern und hat auch so den Blick drauf, als habe er sich irgendeine bewusstseinserweiternde Substanz reingezogen.

Da wundern wir uns, dass wir mit dem Auffinden von Außerirdischen Probleme haben, wenn wir die Auferirdischen und Innerirdischen nicht einmal vollständig kennen.

Wenn selbst der süße Apfel sauer aufstößt

Ich hatte doch dieser Tage davon berichtet, dass die Anleger des koreanischen Herstellers Samsung vom letzten Quartal enttäuscht seien, weil (trotz Rekordumsatz) die alten Gewinne aus den drei Monaten davor nicht erzielt wurden.

Nun hat das gleiche Schicksal das Obst aus Amerika ereilt: Rekordumsätze bei Apple, doch der Gewinn nicht erwartet hoch und damit Frust bei den Anlegern, was sofort zu ersten Panik-Verkäufen und damit Kurseinbrüchen führt.

Wir kommen also in das Zeitalter gefrusteter Anleger, weil es zwar Wachstum gibt – doch nicht mehr schnell bzw. groß genug. Nicht auszudenken was passiert, wenn die ersten Quartale mit Verlusten gemeldet werden. Denn wann auch immer: der Zeitpunkt wird kommen!

Extrem interessant auch die Kommentierung dazu bei  tagesschau.de

Meint eine Person, das läge einfach daran, dass die Anleger zu gierig seien und sich nicht mit dem zufrieden geben, was erreicht wird.

Das sei keine Gier, sondern nur eine Erwartung die sich nicht erfüllt habe und deshalb wären die Anleger enttäuscht, entgegnet ein anderer.

Also wollen wir einmal einen Blick auf die Definition von Gier legen:

Gier bzw. Begierde oder Begehren bezeichnet den seelischen Antrieb zur Behebung eines subjektiven Mangelerlebens mit einem damit verbundenen Aneignungswunsch eines Gegenstandes oder Zustandes, welcher geeignet erscheint, diesen Mangel zu beheben.

Wenn ich also ein Apple-Aktionär bin und es mich enttäuscht, dass man nur 13,10 Milliarde Dollar Gewinn in drei Monaten erzielt hat, dann ist das doch in der Tat ein rein subjektives Mangel-Erlebnis.

Wieso soll die Bezeichnung Gierig da nicht zutreffen???

Erwartung ist doch Gier (klingt nur netter) und Enttäuschung das Ergebnis wenn sie unerfüllt bleibt!

Nun könnte ich sagen:  der Kommentar war einfach nur zu blöd und Verfasser hat nicht nachgedacht, bevor er schrieb!

Doch damit ich nicht unverstanden bin bleibe, passe ich mich an:

Der Kommentar war nicht blöde, sondern nur intellektuell unter-nivelliert und ein gewisses Recherche-Defizit sollte dem Verfasser nicht zu sehr angelastet werden.

KI – Künstliche Intelligenz

Google hat für vermutete 500 Millionen Dollar eine Firma gekauft, die sich auf KI (=künstliche Intelligenz) spezialisiert hat – und damit Facebook einen dicken Fisch vor der Angel abgezogen.

Natürlich geschieht das alles nur zum Wohle der Menschheit bzw. Kunden.

Ich möchte mich zu diesem Thema einmal kurz fassen und hoffe, dass nicht schon jemand diesen Satz geäußert hat:

Lieber künstliche Intelligenz – als natürliche Dummheit!

(Sollte man uns jedoch künstlich dumm halten wollen, damit intelligent an uns viel verdient wird, wäre dieser Satz natürlich hinfällig.)

Günstiger Nervenkitzel durch SM

Sie möchten gerne Nervenkitzel pur erleben, haben jedoch nicht genügend Geld für Bungee-Jumping, Sky-Diving und ähnliche Extrem-Sportarten?

Da kann ich Ihnen folgende, kostengünstige Alternative anbieten, die ebenso den Adrenalinspiegel anhebt:  SM   (= Smartphone Modding)

Sie benötigen dazu:

Das Handy Ihrer Frau/Partnerin (im Idealfall mit einem Betriebssystem ausgestattet, das Ihnen fremd ist)

Eine Frau/Partnerin (im Idealfall eine, die genervt ist, dass das Handy-Speicher schon fast voll ist und das durch lauter unnötiger sowie fest implementierter Apps vom Hersteller)

Eine Internetverbindung (im Idealfall finden Sie bei Ihren Recherchen schon nach wenigen Stunden ein paar wirkliche Tools und Tipps, die man probieren könnte)

Nun suchen Sie sich einen Freitagabend aus, unterbreiten Ihrer Holden den Vorschlag, das System durch ein paar Eingriffe so zu modifizieren, dass man das Recht bekommt, auf seinem eigenen Handy die Produkte nur noch darauf zu haben, die man wirklich will/benötigt.

Auf die Frage „Und wie lange dauert das?“ bekommen Sie den ersten Adrenalin-Kick –  antworten jedoch kontrolliert und selbstbewusst: „Ein Stunde – mehr denke ich nicht!“

Starten Sie nun Ihren persönlichen Nervenkitzel mit der Installation einiger Produkte und dem Einsatz merkwürdiger Tastatur-Kombinationen. Spüren Sie die Erleichterung, wenn eine Aktion wirklich die Sachen auf dem Display erscheinen lässt, die laut Anleitung auftauchen soll.

Dann wird es dunkel (nicht nur draußen, sondern auch auf dem Display) und ein Counter zählt hoch.

Spüren Sie das entspannende Gefühl, es gleich geschafft zu haben und legen Sie das Handy zur Seite, nachdem Sie bis ca. 200 dem Counter beim hochzählen zugesehen haben. All das in dem Bewusstsein: Ihre Frau wird Sie in wenigen Minuten noch mehr lieben und wertschätzen!

Halbe Stunde später – der Counter hat eben die 1700 überschritten – ganz offensichtlich gibt es viel umzustellen und die auf die Frage der Holden „Bist du bald fertig damit?“ antworten Sie selbstsicher: „Kann nicht mehr lange dauern, Schatz!“

Zwei Stunden später – nichts hat sich getan, außer dass eben die 8000er Marke geknackt und Ihr Puls steigt merklich bei der Aussage: „Du hättest besser die Finger davon lassen sollen!“ Der Blick vom Schatz deutet gleiches an.

Mitternacht: immer noch zählt das Smartphone wacker hoch – deine Gattin legt sich in´s Bett mit den Worten „Warum kannst du nicht einfach abbrechen? – Mal sehen ob das alles funktioniert!? – Das war das letzte Mal dass ich dich an mein Handy lasse!“

Du brichst nicht ab, aus Angst!

Du schläfst schlecht, aus Angst!

Und du versprichst dir selbst: „Das war das letzte Mal, dass ich an dieses Handy gehe!“

Stunden später…

Ein neuer Tag hat begonnen – der Counter auf dem Display hat wacker die 1.262.000 überwunden, während die Stimmung auf dem Nullpunkt angelangt ist.

Hastig wird noch gut eine halbe Stunde recherchiert, was für Folgen ein Abbruch haben könnte und du kommst zu dem Ergebnis: alles ist denkbar!

Nun kommt der Moment, vergleichbar mit dem Sprung beim Bungee: du entschließt dich, den Vorgang abzubrechen – auch auf die Gefahr hin, dass du noch im Laufe des Samstages deiner Partnerin ein adäquates Handy kaufen musst.

Welche Glücksgefühle, weil das Gerät offensichtlich keinen Schaden genommen hat und von diesen Endorphinen motiviert probierst du noch eine Alternative aus – damit dein Leiden nicht völlig umsonst war.

Alles funktioniert prächtig – nach 5 Minuten ist man Herr über das Handy – ein Gefühl der Macht macht sich breit, beim Entfernen der ersten unnötigen Apps, die sich vorher nicht entfernen ließen.

Du fühlst dich stolz – dein mutiges, zeitintensives Engagement wurde belohnt.

Die Freude der Partnerin fällt nicht ganz so üppig aus, als du strahlend das Telefon überreichst.

Doch das ist egal, denn den Körper belohnt dich genug – Glücksgefühle durchströmen dich warm.

Weit in den Windungen deines Gehirns befindet sich plötzlich ein neuer kleiner Gedanke: „Wäre da nicht auch was bei meinem Handy-Betriebssystem machbar?“

Er wird wachsen der kleine Bursche – und dann wird er wieder kommen, der Kick – und das hoffentlich mit einem Happy End.

Alles was du brauchst:  dein Handy – Zeit und eine Internetverbindung – das hast du alles!

Feiern nach Maß

Die türkische Gemeinde wünscht sich die Einführung eines muslimischen Feiertages.

 

Als hessischer Leiharbeiter würde ich das begrüßen, fehlen mir doch schon die Feiertage:

* Heilige Drei Könige im Januar

* Maria Himmelfahrt im August

* Buß- und Bettag im November

 

Dazu gingen in den letzten Jahren auch noch halbe Tage

* am Faschingsdienstag

* nach Pfingsten (Wäldchestag)

* am Geburtstag

verloren und mittlerweile sind auch Heilig Abend sowie Silvester für mich reguläre Arbeitstage.

 

Da wäre -als Ausgleich zu den 6-1/2 verlorenen Frei-Tagen- so ein neuer Feiertag eine kleine Entschädigung.

 

Doch mal ernsthaft:

Ich wäre dafür, dass man die Feiertage nach der Glaubens-Zugehörigkeit regelt!

Wieso soll der Buddhist am 6.1. frei haben, nur weil er in Bayern wohnt und der katholische Bürger nicht, weil der in Hessen lebt?

 

Mein Vorschlag:

Der Katholike bekommt für seine Kirchensteuerzahlungen die dortigen Feiertage – der Evangelische Bürger die seines Vereines und der Muslime die seines, wie auch der Jude und so weiter und so weiter.

Die jeweiligen Religionsgemeinschaften zahlen den jeweiligen Arbeitgebern eine kleine Vergütung für den Arbeitsverlust des Gläubigen an solch einem Tag. Können aber im Gegenzug auch Leistungsforderungen an die Mitglieder stellen. Also beispielsweise die Ostertage werden nur dann vergütet, wenn der Gläubige bereits drei Kirchenbesuche in dem Jahr nachweisen kann oder Spendenaufwendungen von einer noch festzulegenden Höhe.

Die Bundesbürger ohne einer Religionszugehörigkeit haben eben nur den 1. Mai und den 3. Oktober frei, doch dafür sind sie auch von der Zahlung einer Kirchensteuer enthoben.

Weiterer Vorteil für unser Land: Entzerrung der Verkehrssituation, wenn nicht halb Deutschland unterwegs ist, weil ein einheitlicher Feiertag wieder zu einem Brückentag-Wochenende einlädt.

Der Alternativ-Vorschlag:

Jedes Bundesland bekommt nur die Personen einer Glaubensrichtung zugeteilt. Also im Land der CSU-Wähler sind es nur die Katholen – nach Hessen kommen die Evangelen – nach NRW die Buddhisten – in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin die Muslime und so weiter und so weiter.

Ob dieses Verfahren allerdings realisierbar ist, wage ich zu bezweifeln:

Welches Unternehmen würde sich schon freiwillig in einem Land ansiedeln, das nur von jüdischen Gläubigen bewohnt ist, die bekanntlich eine sehr hohe Anzahl an Feiertagen besitzen?

Oder wenn ich als Bayer mal türkisch Essen gehen will, muss ich dann nach Berlin reisen?

Also doch der dritte Vorschlag:

Jeder Bürger bekommt drei Urlaubstage mehr im Jahr und kann die dann beliebig für die (gänzlich unfreien) Feiertage seiner Wahl nutzen – das sogar dann religions-übergreifend.

Hier aber wären wieder Rentner, Arbeitslose und Langzeit-Patienten benachteiligt.

Ich bin gespannt, für welches Konzept sich unsere Regierung entscheiden wird!