Die Akte Wulff

Zwei Jahre herrschte Wirbel um den Ex-Bundespräsidenten.

Job verloren – die Ehefrau sowie den guten Ruf ebenfalls.

Doch vor Gericht letztendlich gewonnen, nachdem alle Anklagepunkte im Laufe der Zeit dahinschmolzen wie Eiswürfel in einem Longdrink.

Ein ungeschickter Angeklagter und eine ungeschickte Beweisaufnahme sowie eine sensations-gierige Presse führten zu diesem, in der Geschichte der Bundesrepublik einmaligen Prozess.

Die Gerichtskosten dürften gering bleiben, bei einem Streiwert von 760 Euro!

😉

Ich hoffe nur, dass die Staatsanwaltschaft clever genug ist, nicht wirklich in Revision zu gehen. 

Es ist genug der Peinlichkeiten! 

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Betrügen wie geschmiert

Im Jahre 2011 hatten wir schon einen Olivenöl-Skandal, verbunden mit der Behauptung, dass 80 Prozent des italienischen Olivenöls gepanscht seien.

Die gute Nachricht 2-1/2 Jahre später:

Nun geht man nur noch von 70% aus – allerdings wurde das Olivenöl stellenweise sogar mit Erdöl gestreckt.

Da stellen wir Bio-Diesel aus Pflanzen her und mischen diese Pflanzenöle zu 5 oder 10 Prozent auch unter unseren normalen Sprit.

Und nun das… verkehrte Welt, die unheimlich viele neue Fragen aufwirft:

Muss ich künftig nicht nur darauf achten, dass das Olivenöl kalt gepresst wird und extra vergine ist (Jungfräulichkeit wird ohnehin überbewertet) sondern zudem die Viskositäts-Klasse überprüfen?

Wenn ich also ein Ganzjahres-Olivenöl speisen möchte, wäre SAE  5w-40 empfehlenswert?

Soll ich meinen italienischen Gerichten dann doch lieber gleich ein Produkt von liqui-moly – besser noch von Agip beimischen und nutze damit wenigstens ein Öl mit höherem Reinheitsgehalt?

Kann ich nicht auch das günstige Supermarkt-Olivenöl in meinen Motor schütten, anstatt das teure Zeug von der Tankstelle zu nutzen?

Auf jeden Fall plädiere ich dafür dass auf der Flasche festgehalten wird, aus welchem Gebiet die Oliven stammen – und von welchem Bohrturm (zumindest von welchem Mineralöl-Konzern) die Beimischungen stammen.

Oder nehme ich doch besser Raps-Öl? Halt – geht nicht – das brauchen wir ja für den Kraftstoff!

Staatenteilungen und ihre dramatischen Auswirkungen

Da reist unsere Kanzlerin nach Israel mit der Idee bzw. Forderung im Gepäck, aus Israel das Palästina heraus zu lösen und damit zwei Staaten zu schaffen.

Eine ähnliche 2-Staaten-Lösung könnte sich auch in der Ukraine ergeben, die dann vermutlich Nord- und Süd-Ukraine heißen.

Ehrlich gesagt kann ich mich mit diesen Splittungen nicht anfreunden, wenn ich da in der auf Staaten wie Nord- und Süd-Vietnam, Nord- und Süd-Korea oder auch auf das ehemalige Jugoslawien blicke.

Doch mal von dem innerpolitischen Spannungsfeldern abgesehen – wäre das auch unmittelbar für  Deutschland eine heikle Angelegenheit.

Wenn wir nämlich beim nächsten Eurovision Song Contest (bei uns besser bekannt unter der alten Bezeichnung  „Grand Prix Eurovision de la Chanson“) am 10. Mai 2014 statt gegen 43 andere Teilnehmer, dann gegen 45 Länder konkurrieren – verbunden mit der Chance, den schlechtesten Platz „ever“ einzufahren . 

Kann man unter diesen Umständen die Vorhaben unserer Kanzlerin noch begrüßen?

Brauner Bär und Windows

 

Vielleicht können Sie sich auch noch daran erinnern: da gab es das leckere Eis am Stil das sich „Brauner Bär“ nannte und wer lieber Wasser- statt mit Milchspeiseeis mochte, der nahm sich „ein Split“.

Wann immer ich auch bei reiferen Menschen davon spreche, sehe ich einen Glanz in den Augen und die meisten antworten: „Au ja, wie lecker! Schade, dass es das wohl nicht mehr gibt!“

So wird es uns mit Windows auch ergehen, denn in diesem Jahr stellt Microsoft ab April den Support von XP ein und ab 31. Oktober 2014 wird dann auch Windows 7 offiziell nicht mehr verkauft.

Getreu dem Motto: wenn der Computernutzer freiwillig unser Windows 8 nicht kaufen möchte, dann müssen wir ihn dazu zwingen!

Wir Anwender haben nun die Qual der Wahl:

Hamsterkäufe starten und vorsorglich noch ein paar Versionen von Windows 7 erwerben

oder

abwarten auf Windows 9, das dann sicherlich wieder besser werden wird, bevor Microsoft Windows 10 einführt und wir erneut verzweifelt auf Windows 11 warten.

Eigentlich eine geniale Verkaufsstrategie:

Abwechselnd ein stabiles und dann ein schlechtes Betriebssystem verkaufen, dass man a) erst froh ist, noch nicht umgestiegen zu sein und b) erleichtert auf das „gute“ System upgradet.

Beispiel:

Hätte Microsoft nach Windows XP gleich Windows 7 veröffentlich und uns nicht erst mit Windows Vista das Computer-Leben erschwert, so würde das Einstellen des XP Supportes viel mehr Verunstimmung im Volk erzeugen. So aber ist es das drittletzte Betriebssystem und da ist es doch legitim, wenn Microsoft dafür keine Zeit mehr verschwendet.

Mein persönlicher Tipp:

Warten Sie auf Windows 9 und erwerben Sie davon reichlich.

Windows 10 wird wohl nur noch in der Cloud zu nutzen und grottenschlecht sein. 2020 folgt dann Windows 11 und ab dann hat der Anwender jegliche Kontrolle über das Betriebssystem verloren. Dann ist es gut, wenn sie mit Windows 9 noch bis 2030 halbwegs autark arbeiten können.

Das hat zwar (als vorletztes Betriebssystem) auch keinen Support mehr, doch wenn es mal klemmt, dann schnappt man sich zur Beruhigung ein Eis… vielleicht ist´s sogar ein „Brauner Bär reloaded“

Fischsterben und andere tierische Entwicklungen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag konnte für einige Stunden nicht auf FaceApp (formerly known as WhatsApp) zugegriffen werden.

Offizielle Aussage: Server-Probleme

Ich gehe einmal davon aus, dass dieser Shutdown nötig war, damit sich Facebook verbinden konnte. Wichtig, bevor doch der ein oder andere User kündigt (so wie ich) und die Daten nur noch aus Backups zu entnehmen sind.

Mal im Ernst:

Wir werden von allen möglichen Institutionen wie NSA oder BND wie auch von Apps abgehört. Die einen tun es aus Neugier, die anderen, um die Daten an Werbefirmen zu verkaufen.

Schon jetzt verbringe ich täglich mehr Zeit damit, die Spam-Mails zu entfernen und in meinem Spammail-Ordner die automatisiert dort abgelegten „echten“ Mails herauszusuchen sowie  als non-spam zu markieren, als mit dem Lesen der echten Eingangspost.

Auch die pop-ups von tabulosen Frauen, die in und um Hochheim wohnen und mit mir nichts anderes tun wollen als wilden Sex (und wenn ich in Aachen bin, mich die gleiche „Tanja“ anlächelt, jedoch nun plötzlich auch dort wohnt), klicke ich nur noch einfach weg.

Ich war lange Zeit der lässigen Ansicht: „Sollen die doch meine Daten ansehen – ich habe nichts zu verbergen!“

Doch nun bekommt mit der Fusion von Facebook und WhatsApp die Datensammlung eine völlig neue Dimension.

WhatsApp benötigt bei der Einrichtung Zugriffs-Erlaubnis auf sämtliche Bereiche des Smartphones und wie mir bekannt ist, werden ordentlich Daten abgezogen die mit dem eigentlichen Messaging-Dienst wenig zu tun haben. Nicht umsonst zählt diese App auf den mobilen Geräten die mein Arbeitgeber einsetzt zu den definitiven no-go Applikationen (obwohl facebook-Nutzung erlaubt ist).

Mit den Daten aus dem Privatleben des Facebook-User plus den mobilen Daten des WhatsApp-Nutzer (angefangen von den gespeicherten Rufnummer, über die genutzten Apps, dem Schriftwechsel sowie der Standortbestimmung) kann ein nahezu komplettes Bild des Alltages einer Person zusammengestellt werden.

Schon jetzt werden wir in Supermärkten durch bestimmte Musik und Anordnungen der Waren-Aufbauten bei unserem Kaufverhalten beeinflusst. Künftig wird das auch im medialen Umfeld passieren und das noch effektiver, denn hier können gezielt die Bedürfnisse geweckt werden.

So wird dann der Single vielleicht weniger Werbung bekommen, mit welchem Potenzmittel er sein Sexualleben wieder auf Vordermann bringen kann, jedoch  bei welchem Dating-Unternehmen er die Frau vorfindet, die ebenso sportlich ist wie er (weil man die Runtastic-App-Daten vorliegen hat) – aber auch sehr gerne italienische Speisen liebt (denn der User ist laut GPS-Informationen immer wieder in einem Ristaurante anzutreffen)  aber auch gerne mal einen Fantasy-Film sich ansieht (weil in Facebook da entsprechend ein paar likes vorhanden sind) und Side in der Türkei liebt (weil er dort immer seinen Urlaub verbringt).

Diese Chance, den Anwender gezielt zu manipulieren, lässt sich Facebook über 45 Dollar pro WhatsApp-User kosten und es zeigt, wie extrem wertvoll dieses gebündelte Wissen über die einzelne Person ist.

Was kann ich dagegen tun?

Versuchen, mit meinem Freundeskreis auf vermeindlich sichere Messenger umzusteigen.

Dieses Hopping wird natürlich nur zeitlich befristet  funktionieren. Denn so ein bisher kleiner Anbieter wie beispielsweise Threema wird spätestens dann vom Hai namens Facebook geschluckt werden, wenn er eine interessante Größe erreicht hat.

In der Tat werden wir nur dann ein halbwegs milch-gläserenes Profil schaffen, wenn wir uns daran gewöhnen Nutzungs-Nomaden zu sein und wirklich alle zwei Jahre zu einem anderen Anbieter wechseln.

Dem Hai wird zumindest das Leben schwer gemacht und vielleicht verliert er die Lust daran, ständig nach Beute Ausschau zu halten.

Deep Throat

Im Frankfurter Senckenberg-Museum kann man eine Schlange sehen, die gerade einen Frischling in einem Satz verschlingt.

Dieses gruselig wirkende Szenario kommt mir jetzt wieder bei den Schlagzeilen in den Sinn, dass Facebook das Unternehmen WhatsApp für 16 Milliarden US Dollar (zuzüglich weiterer 3 Milliarden zu einem späteren Zeitpunkt) erwirbt.

Es war auch höchste Zeit, denn WhatsApp entwickelte sich in 5 Jahren zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz. Also „letzte Eisenbahn“  den Frischling zu schlucken, bevor aus ihm ein gefährliches Wildschwein wird.

Laut Facebook Gründer Mark  Zuckerberg, will er durch diesen Deal die Welt offener und verbundender machen. 

Das entspricht sicherlich der Wahrheit: noch offener wird der Users sein und noch stärker kann er mit gezielten Marketing-Maßnahmen an Firmen angebunden werden.

Als Beispiel-Szenario:

Ich schicke einer Freundin per Whatsapp einen Gruß – über Facebook werden die Vorlieben geprüft und kurze Zeit später  bekomme ich die Nachricht, dass Amazon bereits ein passendes Geschenk für mich an die Dame verschickt hat – und das Ziel-Objekt bzw. die Objektin postet bereits automatisiert, dass sie sich über mein Geschenk sehr freut. Natürlich habe ich noch die Möglichkeit, den Deal zu stornieren. Doch will ich die Dame unglücklich machen und meine Freunde bekommen alle via Whatsapp den Warnhinweis, dass  ich kein guter Freund sei.

Nein, da bin ich lieber ein noch schlechterer Kerl und hoffe, dass diverse Leser aus Versehen auf den „Will ich auch“-Button drücken und es diese dann genauso erwischt wie es mich hat.

Zurück aus der Fiktion:

Okay, whatsapp war schon ohne Facebook bekannt für seine Datenschnüffelei – doch in Verbindung mit diesem Kommunikationsmittel wird es dann noch ausgefeilter und der User noch gläserner als bisher.

Laut Aussagen bleiben beide Unternehmen autark und für den Nutzer würde sich nichts ändern.

Da stelle ich mir die Frage: „Warum denn nicht?“

Und schon wieder bin ich gedanklich im Senckenberg-Museum:

Würden Sie der Schlange Glauben schenken, wenn sie zuvor gesagt hätte:  „Ich probiere nur kurz ob´s passen würde – dann spucke ich wieder aus!“

Fliegender Wechsel

Noch vor kurzem herrschte in meinem Kopf folgendes Bild über Flugkapitäne:

Stolze Herren der Lüfte, die von Ihren Stewards sowie Stewardessen angebetet werden und denen die Welt sprichwörtlich zu Füßen liegt.

Die einzigen vier natürlichen Feinde eines Piloten:

Unwetter, Jetlag, ungewollte Schwangerschaften sowie Flugzeugentführer

Und nun das… der Pilot einer Maschine der Ethiopian Airlines hat seinen eigenen Flieger entführt.

Also von Feuerwehrleuten die sich als Brandstifter entpuppen, davon konnte man gelegentlich schon lesen.

Doch wo führt das nun hin?

Bankangestellte, die sich selbst als Geiseln nehmen?

Wirte, die sich selbst in´s Koma saufen?

Selbstmord-Attentäter, die fortan lieber Rasen als sich selbst sprengen?

Zugführer, die frei entscheiden an welchen Bahnhöfen sie halten und sich von Fahrplänen nicht mehr diktieren lassen?

Ich höre schon im Verkehrssender die Durchsage: „Vorsicht auf der A3 Richtung Würzburg – auf der Höhe Kelsterbach….. Der Fahrer eines schwarzen Suzuki SX4 hat sein Fahrzeug entführt. Bitte sind Sie vorsichtig und versuchen Sie Ihn nicht aufzuhalten! Die örtliche Autobahnpolizei kümmert sich darum.“