Wenn geben genauso unselig wie nehmen ist!

Sofern eine fremde Person vor der Haustür steht und die mir plötzlich gratis den Teppich saugen möchte oder mir eine Zeitschrift oder Zeitung schenken will, lehne ich dankend ab.

Bekomme ich am Telefon mitgeteilt, dass ich bei einem Preisausschreiben gewonnen habe, an dem ich nicht teilgenommen habe, lege ich danken auf.

Selbstverständlich nehme ich auch an keiner Gratisbusfahrt mit Kaffeenachmittag teil.

Warum?

Weil mir die Erfahrung gelehrt hat, dass es nicht umsonst gibt und an den ganzen Geschenken ein mehr als großer Haken ist.

Aus diesem Grunde macht es mich auch mehr als misstrauisch, warum Microsoft das Flaggschiff unter den Textverarbeitungen nun gratis verteilt. Okay – nur in abgespeckter Version und auch mit Werbung behaftet, so ist doch Word und Excel als Starter-Paket für Windows und sogar als als Ipad App gratis beziehbar.

Irgendetwas führen die Jungs des Softwareriesen im Schilde und ich bin gespannt, was das ist.

Erinnert Sie mich bitte daran, wenn hierzu in einiger Zeit die ersten wahren Hintergründe erkennbar sind.

Apropos Flaggschiff:

Die neuen US-Zerstörer der Zumwalt-Klasse (welche die USA derzeit zum Stückpreis von 3 Milliarden US-Dollar bauen lässt) werden mit 16 IBM-Blade-Servern betrieben, die als Betriebssystem Red-Hat-Linux nutzen.

Klar, warum da kein Windows zum Einsatz kommt: wäre schon peinlich, wenn man vor der Krim auf und ab schippert und dann im entscheidenden Moment nicht eingreifen kann, weil gerade der Patchday-Dienstag das System blockiert!

Oder durch den Tausch eines defekten Mainboards die Lizenz nicht mehr gültig ist – eine Systemwiederherstellung auch nichts gebracht hat und keine Installations-DVD vorhanden ist, weil Microsoft eine solche nicht zur Verfügung stellt.

Ganz klar: das amerikanische Militär hat (im Gegensatz zu vielen anderen Firmen) seine Hausaufgaben gemacht und umgeht Windows. So wie auch Autohersteller Ford – ein ebenfalls amerikanischen Unternehmen, das seine bisher auf Windows basierenden Multimedia-Komponenten auf QNX umstellt.

Leider spielen die anderen Nutzer weitgehend Mücken im Schwarm, die auf das Licht zu fliegen, weil sie es einfach nicht anders gelernt habe.

Nach dem verschlimmbesserten Windows 7 Weiterentwicklung, die unter der Bezeichnung Windows 8 im Umlauf ist, warten nun viel Anwender wie auch Unternehmen auf das so toll angepriesene Windows 9.

Im Grunde eine geschickte Marketing-Strategie: Führe ein OS ein, dass den Leuten nicht gefällt – kündige eine neue (und bessere) Version an und stelle für die alte (und bessere) Version den Support ein. Schon kann es die Mehrzahl der Nutzer nicht erwarten, bis man das neue Release nutzen darf.

Obama´s Armee und Ford – die haben die Zeichen der Zeit erkannt.

Der große Rest freut sich weiterhin über Gratis-Produkte made by Microsoft!

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