Tolle Neuigkeiten von der Frusthansa

Okay – ich gebe zu – die Neuigkeiten sind nur befristet toll und auch nur für Leute, die in der Nähe des Frankurter Flughafens leben sowie sich schon zu den aktuellen Preisen keine Flugtickets leisten können.

Bei der Lufthansa stehen die Zeichen auf Streik und das heißt für uns Anwohner:

Vorübergehend weniger Fluglärm durch ein reduziertes Aufkommen an Starts sowie Landungen!

Wobei ich die Lufthansa-Mitarbeiter total verstehen kann.

Man hatte nämlich zum Jahresende 2013 die Vertragsvereinbarung aufgekündigt, mit 55 Jahren für 60 Prozent des Einkommens in den vorgezogenen Ruhestand zu gehen.

Dass die sauer sind – wen wundert das?

Für 60 Prozent des Einkommens eines Lufthansa-Mitarbeiters würde ich sogar liebend gerne arbeiten gehen.

Arbeiten, das wollen die unter 55-jährigen bei der Lufthansa auch – aber eben für 10 Prozent mehr Gehalt – und da ist das Angebot von 3 Prozent der Arbeitgeber natürlich weit weg von dem erhofften Ziel.

Sollte der Arbeitgeber tatsächlich in die Knie gezwungen werden, dann bedeutet das: Preiserhöhung für Tickets und/oder Reduzierung der Wartungskosten.

Folglich werden noch mehr Passagiere auf Billigflieger ausweichen oder die Lufthansa qualitativ zur Billig-Airline werden.

Das Leben im Bereich der Start- und Landbahnen wird damit noch riskanter und vielleicht können dann irgendwann die Lufthansa-Mitarbeiter mit 55 nicht nur in Rente gehen – vielleicht müssen sie es sogar.

Anders ausgedrückt: der Ast auf dem die Lufthansa-Mitarbeiter sitzen wird nicht nur von diesen abgesägt sondern fällt noch auf uns Anwohner – und wir wären froh, wenn es sich nur um einen Ast handeln würde.

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Einen Toast auf den homo sapiens

Der Mensch ist an sich schon genial:

Kaum entwickelt er ein Fahrzeug, das ohne Pferde oder Ochsen gezogen werden kann, schon landen diese in Suppen oder in Lasagne.

Es wird das Öl knapp – dann baut man eben Raps an und gewinnt daraus Treibstoff.

Niemand will Atomstrom – also gibt es welchen aus Wind.

Den wollen auch nur die, die keine Windräder oder Masten ansehen müssen – doch da wird sich sicherlich noch eine Verblendungsmöglichkeit finden.

Nun steht wohl ab 2015 eine neue bahnbrechende Erfindung zum allgemeinen Verkauf  und plötzlich verliert das Thema an Brisanz, dass sich in Zukunft immer weniger Menschen dritte Zähne leisten können.

Die werden nämlich nicht mehr nötig sein, denn das Brot ohne Kruste geht in Serie!!

Weich wie ein ungetoastetes Toastbrot oder Sandwich – jedoch gesünder soll es sein, dank Anreicherung von Mineral- und Aromastoffen.

Ob diese auf Dauer gesundheitsschädlich sind, sei dahin gestellt und ist bei der Versorgung älterer Menschen auch nicht mehr so relevant.

Das Beste daran: es soll nur 10 Prozent teurer in der Herstellung sein, als herkömmliches Brot mit Kruste – wird damit vermutlich nur 25 Prozent teurer auf den Markt gebracht werden.

Ein Schnäppchen, wenn man die Kosten für dritte Zähne oder Astronauten-Nahrung dagegen rechnet.

Ich gehe davon aus, dass das erst der Anfang der Entwicklung ist und wir eines Tages in der Lages sein werden, mit knapp 100 Lenzen noch ein T-Bone-Steak im Mund zu schmelzen.

Gut, das wird dann aus Tofu und Aromastoffen bestehen – doch es schenkt uns ein zahnloses Lächeln.  

Puhh – die bertät beginnt!

Wenn Sie die Frage stellen würden: „Warum gibt es Kriege?“ und die spontane Antwort wäre: „Weil wir Menschen sind!“ – würde Ihnen das reichen?

Oder auf die Frage: „Wieso gibt es so viele Sterne im Weltall?“  ein „Weil´s halt so ist!“ käme, wäre das auch sicherlich unbefriedigend!?

Sobald sich der eigentlich nette Nachwuchs zu einem mentalen Alien entwickelt, wieso erwartet man da, dass ich mich mit der Aussage „Das ist die Pubertät!“ zufrieden gebe?

Wenn Frauen Kinder gebären, dann schüttet der Körper direkt nach der Geburt irgendein Hormon aus, dass die Schmerzen vergessen lässt. Ähnlich muss das bei uns Erwachsenen sein, denn auch wir waren einmal pubertär – doch kann sich jemand daran erinnern, dass wir so anstrengend waren?

Das fängt schon mit der Kleidung an:

Schaue ich mir alte Bilder an, dann sahen wir schon mit den beigen Kordhosen und der flaschengrünen Bomberjacke verboten aus. Doch Hand auf´s Herz:  hätten wir damals Shirt´s mit einer Möve darauf angezogen, nur weil die teuer sind?

„Hohl ist er!“ hätten wir zu so einem Hollister-Träger gesagt, weil sie/er so ein Angeber-T-Shirt trägt und der/die wäre ab sofort wieder maximal mit einem Fruit-of-the-Loom-Shirt aufgekreuzt.

Protzen war damals einfach unangesagt!

Wir hätten auch sicherlich lieber barfuß Fußball gespielt, statt uns als Jungs in Barbie-pink-farbenen Schuhen zu präsentieren. Okay – das machen die Kids heute auch nur, weil irgendein Fußballstar diese Farbe trägt. Doch ein Beckenbauer oder Gerhard Müller, die hätten einst mit solchen Schluppen gar nicht erst zum Spiel antreten dürfen.

Ich habe noch so viele Fragen:

Haben wir damals auch erst zu allem NEIN gesagt und dann erst nachgedacht?

Waren wir auch der Ansicht, dass wir nur unseren Eltern zuliebe zur Schule gehen?

Würden wir genauso unsere Freizeit hauptsächlich virtuell verbringen und auf die Frage „Was würden Sie am meisten brauchen, wenn sie auf einer einsamen Insel stranden?“ mit „Eine Internetverbindung!“ antworten?

Wurde von uns auch gesagt „Ich habe tierisch Hunger!“ und hatten dann keinen mehr, weil wir uns die Stulle selbst schmieren sollten?

Haben wir auch jeden Morgen 20 Minuten die Haare geföhnt und dann keine Zeit mehr gehabt uns die Zähne zu putzen? Getreu dem Motto: „Meine Frisur sieht man permanent – und da ich die Zähne ohnehin nicht auseinander nehme, ist deren Zustand unwichtig!“

Wenn ich mit 14, 15 oder 16 Jahren schon alles gesehen habe, was die Erwachsenen sich regulär nicht einmal zu tun trauen, kann man sich dann als Volljähriger überhaupt noch für irgendwas begeistern?

Präziser formuliert: wenn ich mit 14 Lenzen schon die Spiele spiele, die erst ab 18 sind – was kaufe ich dann mit 18? 

Vielleicht Games für Senioren?

Und wenn ich als Jugendlicher im Internet die Menschen sich nur noch in Gruppen sowie richtig derbe penetrieren sehe, kann mich dann eine Person, die auch noch zärtlich sein will, wirklich in Stimmung bringen?

Doch wenn ich diese Fragen in meinem Umfeld zu stellen anfange, winkt man mir nur lächelnd ab und argumentiert:  „Das ist nur die Pubertät!“

„Ach so!“

Kampf-Dackel und Krampf-Rechtsprechung

Als Jugendlicher wurde ich während des Zeitungsaustragens vom Langhaardackel der Nachbarn gebissen.

Eine Tetanus-Spritze war fällig und ich konnte am nächsten Tag am Klassenausflug in´s Schwimmbad nicht mit teilnehmen.

Mehr passierte nicht!

Heute überlege ich, ob ich diesbezüglich die Nachbarn nicht nochmals aufsuche und von den ca. 5000 Euro die man durch mich gespart hat, einen Anteil nachfordere.

Denn hätten wir damals den Dackelbiss gemeldet, wäre der Teckel zu einem gefährlichen Hund eingestuft worden und die Steuer für Kampfhunde beträgt ungefähr das 10-fache gegenüber dem Satz für übliche Kläffer.

Sie meinen ich übertreibe?

Leider nicht!

Die 10-jährige Rauhhaardackel-Dame Alexa hatte ebenfalls ihren Nachbarn gebissen und auf dessen Anzeige hin, wurde dieses Tier als Kampfhund eingestuft.

Natürlich zog der Hundebesitzer vor Gericht und konnte durch Aussagen von Nachbarn plus einem erfolgreichen Wesenstest belegen, dass sein Hund keine Kampfhund-Mentalität aufweist  sondern durch Ärgern vom Nachbarn zu dieser Tat gereizt wurde.

Er verlor den Prozess – Alexa bleibt weiterhin ein Kampf-Dackel!

Der Wesenstest war in dem Fall unerheblich – sondern man bezog sich rein auf den Tatbestand.

???????

Nacktbilder von Kindern zu kaufen – das ist erlaubt!

Bei häuslicher Gewalt müssen Beweise vorgelegt werden, dass es sich um solche handelt!

Ein Mörder kriegt mildernde Umstände wenn er in Notwehr oder Vollrausch gehandelt hat.

Bei Vergewaltigungen wird mildernd geurteilt, wenn das Opfer -durch sexy Bekleidung- den Täter zu sehr gereizt hat.

Kinderschänder werden zur Bewährung auf Freien Fuß gesetzt und wenn es zu einem Rückfall kommt, dann ist das eben bedauerlich – aber ein Einzelschicksal.

Doch wehe ein Dackel beißt – dann wird hart durchgegriffen.

Ganz ehrlich: die deutsche Rechtsprechung lässt mich nicht nur immer wieder den Kopf schütteln – sie macht mir stellenweise Angst!

Wer blöd macht….

Stellen Sie sich vor Sie sind Arzt und eine extrem übergewichtige Person kommt wegen Herz-Rhythmus-Störungen zu Ihnen in die Praxis.

Nach einem Check teilen sie ihm mit, dass

a) abnehmen angesagt wäre

b) mehr Bewegung

c) gesündere Ernährung

um eine Herz-OP zu verhindern.

Und der Patient entgegnet: „Da kann gar nicht sein – bisher habe ich eine Tablette genommen und gut war´s!“

Jetzt haben Sie als Arzt die Wahl, den Patienten mit der Tablette heimzuschicken oder mit ihm eine Grundsatzdiskussion bezüglich Ihrer Kompetenz zu beginnen.

Glückwunsch – als Arzt haben Sie noch eine Wahl!

Ich als Supporter habe diese leider nicht.

Ich muss argumentieren können, wieso ein mobiles Gerät einen Geburtstagstermin für den 15.1.2254 nicht verarbeiten kann, anstatt sich der User in Erklärung bringen muss, was in aller Welt in seinem Kopf vorgegangen ist, diese Vorgänge so weit in die Zukunft zu terminieren. Denn mit optimistischer Einschätzung einer gesteigerten Lebenserwartung kann das nichts zu tun gehabt haben.

Wenn ich wenigstens noch sagen dürfte: „Tut mir leid, dass Sie Blödsinn eingegeben haben – das Gerät ist eben intelligenter als Sie!“ – jedoch das darf nicht.

Da wünsche ich mir wieder Mutti her, denn die hätte gesagt:

„Wer blöd macht kriegt gar nichts!“ und hätte dem User sein Smartphone abgenommen!

So aber stelle ich immer wieder fest:

Eine Prosituierte stellt für Geld ihren Körper zu Verfügung – ein Supporter seinen Verstand und seine Würde!

Qual der Wahl

Was unterscheidet die gestrigen Wahlen in Bayern von der in der Ukraine?

Auf den ersten Blick einmal nichts, denn bei beiden Ländern war der Wahlausgang klar!

Einen gravierenden Unterschied gab es allerdings:

Während sich in der Ukraine die Nicht-Pro-Russland-Wähler zur Wahl meist nicht trauten (wer wirft schon gerne seinen Stimmzettel in eine gläserne Urne im Hauptraum ein, wenn diese von der Mehrheit abweicht) trauen die Bayuwaren der Opposition nicht.

Getreu eines bayrischen Spruches aus dem Volksmund: „Never touch a running system!“

Und weil es mit der CSU recht gut läuft, sieht es auch weiterhin schwarz und damit rosig für den Freistaat aus.

Ein einfaches jedoch offensichtlich wirksames Konzept, wenn man diverse Studien betrachet.  

Ein Doktor macht noch keinen Arzt

Ich arbeite im Support und habe dort die Aufgabe, mich mit echten Problemen und den hausgemachten zu beschäftigen sowie solchen, die keine sind.

Die eine Person bedankt sich für die zugeschickte Anleitung, weil sie klar und präzise sei.

Der nächste Kandidat bzw. Kandidatin empfindet die gleiche Unterlage als extrem unverständlich.

Die eine Klientel möchte genaue Zusammenhänge wissen – bei dem nächsten Typ sage ich „Nehmen Sie einmal den Akku raus – legen ihn wieder ein und starten Sie unter Eingabe der 4-stelligen SIM-Karten-PIN das Gerät neu!“ und bekomme zur Antwort: „Kann da nicht jemand vorbeikommen – ich bin kein IT-Profi!“

Auch immer wieder herrlich:

„Die SIM-Karte – da sind vier Ziffern die sie dann eingeben müssen!“

„Groß oder klein geschrieben?“

Pfff……..

Nun denkt vielleicht der ein oder andere Leser, dass das nur bei Mitarbeitern auf der Niedrig-Lohn-Ebene erfolgt.

„Iwoh!!!“

Es ist genau umgekehrt!

Fragen und Aussagen aus der Kategorie „strange“ stammen extrem häufig von Personen die ein „Dr.“ als bzw. im  Titel führen. Ich dachte immer, das dies die Abkürzung für Doktor sei. Mittlerweile vermute ich es eher als Synonym für: „Denken reduziert“

Keine Ahnung was sich diese Brüder (und auch Schwestern) während des Studiums alles reingezogen haben – gesund war das allerdings offensichtlich nicht.

Ich möchte das einmal an einem Beispiel zu einem aktuellen Fall verdeutlichen:

Stellen Sie sich vor, sie fahren ein Auto…. Irgendwann blinkt die Warnlampe an der Tankanzeige. Sie ignorieren dies, weil sie ja kein KFZ-Mechaniker sind und sich damit auskennen müssen.

Ein paar Tage später werden Sie erinnert: „Ihr Sprit ist fast verbraucht – es wird Zeit zu tanken, sonst geht der Motor aus!“

Sie ignorieren das erneut, denn sie haben einen Titel und wenn jemand Forderungen stellen darf, dann Sie und nicht so ein schnödes Fahrzeug.

Kurze Zeit darauf, springt das Auto mangels Sprit nicht mehr an und nun wird der Support kontaktiert: „Wagen springt nicht an – bitte zeitnah beheben!“

(Zeitnah – auch so ein modernes schickes Wort, dass die dahinter versteckte Aufforderung „sofort“ netter klingen lassen soll.)

Freundlich macht man seitens Support darauf aufmerksam, dass Ihrem Wagen Sprit fehlt und nennt ihnen noch die nächste Tankstelle und gibt Tipps für die Nutzung des Kanisters.

Sie veranlasst das zu einem Rundschreiben an diverse Leute und teilen diesen beschwerend sowie frech formuliert mit, dass Sie nicht wissen wollen wie das Fahrzeug wieder funktionieren kann sondern dass es das tut.

Weil Sie einen Doktortitel tragen wird natürlich sofort jemand beauftragt, für Sie an die Tankstelle zu gehen und Treibstoff zu besorgen – und wenn diese Person schon aktiv ist, kann da gleich auch noch ein Rundum-Check durchgeführt werden.

Zwischenzeitlich wartet irgendwo unterwegs eine Person mit einem kapitalen Motorschaden auf Hilfe – doch für die titel-lose Personen sind momentan einfach keine Kapazitäten frei.

Sie denken, ich hätte jetzt spaßig übertrieben?

Leider nein!

Und an dieser Stelle kann ich all diesen Unternehmensführungen, die momentan mit dem Gedanken spielen Mitarbeiter abzubauen, um Gewinne zu erhöhen, nur einen Rat geben:

Seht euch auch mal bei den Angestellten um, welche die Bezeichnung Mit-Arbeiter nicht verdienst haben, weil sie eigentlich nur Arbeits-Delegierer sind.

Da spart man im Personen-Vergleich nicht erheblich nur mehr Lohnkosten – sondern auch bei den Neben-Nebenkosten die Überheblichkeiten und Arroganz verursachen.

Denn wichtig ist noch lange nicht der, der wichtig tut!