Ultra-Megaperls-Super-Heldinnen

Es ist erst wenige Jahrzehnte her, da versuchte sich „Wonderwoman“ zwischen Superman, Batman & Co. als Kämpferin gegen böse Unholde zu etablieren.

Ihre Gegner bezwang sie zwar – gegen die Superhelden jedoch hatte sie keine echte Chance.

Auch sexy Catwoman – besonders sexy von Halle Berry dargestellt – maunzte sich leider nicht sonderlich erfolgreich durch.

Mittlerweile hat sich jedoch die Emanzipation auch im Bereich der Comic-Figuren durchgesetzt.

Hulk würde sich grün ärgern, wenn er es nicht schon wäre, wie Dark Phoenix oder Michonne den Markt aufrollen und auch Supermann muss den Gürtel an seinem roten Höschen enger schnallen, denn die Supermädels sind fett im Geschäft.

Es sind nicht die Verbrecher, die den Superhelden ausgehen, sondern das andere Geschlecht macht ihnen Konkurrenz. Da kann sich Wolverine mit seinen Krallen den Wolf scharren – der Trend ist eindeutig.

Das schwache Geschlecht ist längst auch im normalen Leben kein solches mehr!

Ich traue mich beispielsweise nicht, in den Abendstunden in der Nähe einer einzelnen Frau zu laufen.

Entweder kann die irgendeine Kampfsportart wie Kickboxen und wenn nicht, dann hat sie Pfefferspray oder einen Elektro-Schock-Gerät dabei.

Da fehlen mir dann die Superkräfte – bin eben kein Superheld – nur ein Kerl!

 

Mit den großen pinkeln gehen wollen

Der Frankfurter Flughafen ist die Nummer 11 der Welt, obwohl Frankfurt selbst (mit nicht einmal 700-tausend Einwohnern) zu den „Ferner-liefen“-Cities der Welt gehört, was die Bewohner angeht.

Es gibt AIrports auf unserem Erdball, die sind weit genug entfernt von Ballungszentren und es gibt welche dort, wo der Mensch und seine Gesundheit keine große Rolle spielt.

Beispielsweise in Hongkong oder aktuell Beijing; dort plant man die 4te Startbahn zu bauen.

Wir leben hier in Deutschland und damit einem Land, wo zwar immer mehr die Gier nach Profit vor dem Wohlbefinden des Individuums steht, doch noch findet das Ganze gebremst statt.

So versucht natürlich auch der Betreiber des Frankfurter Flughafens, die FAG, die Gewinne zu steigern und da dies durch den Flugverkehr alleine nicht zu bewerkstelligen ist, eben auch auf non-flight-Wegen.

Bin ich selbst in jungen Jahren einige Male vom Frankfurter Airport aus geflogen, der damals weitgehend aus Abflughalle, Abfertigungsterminals und dahinter dem Duty-Free-Bereich bestand, so hat man aktuell das Gefühl durch eine Nobel-Einkaufszeile zu gehen.

Der beste Beweis dafür: es ist ein Auto zum Verkauf ausgestellt und auf der gegenüberliegenden Seite steht der Preis: 335.000 Euro

Auch ansonsten: lauter Geschäfte, die Ware anbieten, die sich ein Standard-Angestellter oder Arbeiter kaum leisten kann.

Wenn es offensichtlich genug Passagiere gibt, die High-End-Shopping zwischen den Flügen vornehmen, dann kann die FAG auch entsprechend bei der Pacht zuschlagen und kein Wunder also, dass man erpicht ist, den Bau eines dritten Terminals anzugehen.

Ist dieses erst da, müssen mehr Flieger her, damit das Terminal auch ausgelastet wird.

Ich brauche keine frischen Südfrüchte im Winter – und keine Steaks aus Argentinien. Ich möchte einfach nur Nachts ruhig schlafen können.

Die Menschen, die zu Ihren Urlaubsorten oder Arbeitsplätzen fliegen müssen, sei der Flug gegönnt – jedoch eben zu üblichen Zeiten und nicht zwischen 22 und 6 Uhr.

Deshalb gehe ich neuerdings auch zu der Montags-Demo, die es bereits 108x gab.

Interessant war da eine Aussage eines Mannes in Facebook:

Geflogen wird ja nur deshalb so viel, weil die öffentlichen Verkehrsmittel so dürftig ausgebaut sind!“

Quatsch – denn zwischen den Städten mit Flughäfen, da gibt es in der Regel auch gute Bahn-Verbindungen. Doch Fliegen ist einfach schicker!

In Deutschland wird jeder Larve und jedem Frosch Beachtung geschenkt und das behindert den Fortschritt!“

Stimmt – in manchen „fortschrittlichen“  Ländern achtet man nicht einmal das Wohlbefinden der eigenen Art:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/china-mega-smog-verkuerzt-lebenserwartung-um-fuenf-jahre-a-910138.html

Wollen wir da hinkommen?

Bin ich wirklich (O-Ton) „verbohrt“ weil ich wünsche dass man nächtliche Transit-Flüge an Flughäfen durchführt, die nicht in Ballungszentren liegen?

Oder weil ich möchte, dass Leute die fliegen, überprüfen ob es wirklich ein Nachtflug sein muss, um morgens um 9 Uhr bereits die Liege am Hotelstrand belegen zu können?

Ist jeder geschäftliche Flug denn wirklich nötig oder kann man nicht kürzere Veranstaltungen via Video-Konferenz führen?

Wenn Leute genervt sind, weil Menschen nichts anderes wünschen, als Nachtruhe sowie sinnvollen Flugverkehr und am Ball bleiben, weil sich seit zwei Jahren nur wenig seitens Betreiber tut, dann kann ich nur ungläubig staunen.

Zu bewundern sind diese engagierten Menschen, denn es geht darum, die Heimat des Anwohners zu respektieren und seinen Wunsch nach gesunder Ruhe zu würdigen.

Das Flugrecht ist in unserem Grundgesetz nicht verankert – jedoch die Würde des Einzelnen!

Also wenn Ihr schon nicht aktiv etwas unternehmen wollt, dann haltet euch wenigstens raus und macht euch nicht mit Sätzen wie: „Dann zieht halt weg, wenn Euch der Lärm stört!“ lächerlich.

Spannend Wohnen

Eigentlich müssten hier in Hochheim und Umgebung die Wohnungen und Häuser sowie Mieten günstig sein.

Natürlich in erster Linie wegen dem Fluglärm – doch offensichtlich schwimmen hier nicht nur genügend Immobilien-Haie herum sondern auch reichlich Adrenalin-Junkie-Sprotten.

Mal abgesehen davon, dass hier irgendwann eine vollgetankte Maschine einmal abschmieren kann und es dann kein dicker A380 sein muss, um ordentlich Verwüstung anzurichten – so haben wir auch in Krisenzeiten einiges zu bieten:

Der Airport als zentrales Organ – den Hauptsitz der europäischen NSA gerade um die Ecke und das alles noch mit Tanklagern umgeben; dazu auch noch das Bankenviertel in Frankfurt.

Wenn ich Feind wäre, würde ich meinen ersten Bombenangriff sicherlich nicht zunächst auf den Taunus oder Odenwald konzentrieren.

Doch es ist nicht nur „der Russe“ oder neuzeitlich der fanatische Islamist, der hier sein Vernichtungsbestreben befriedigen könnte. Es gibt da auch ganz kleine Feinde.

So hat man am Frankfurter schon einen Notfallplan, falls der Ebola-Virus über ein Flug seine 5000-Kilometer-Reise nach Europa antritt.

Das beruhigt doch ungemein: wenn der Virus es schaffen sollte, dann wird er hier um Frankfurt herum vermutlich am schnellsten seine Ausbreitung finden. Wie gut, dass es da einen Notfallplan am Airport gibt – vermutlich die Rekrutierung von Leiharbeitern, wenn krankheitsbedingt Personal der FAG ausfällt.

Sterben muss man sich leisten können

Im Grunde wäre es fair: zahle ich beispielsweise 10 Jahre den Vereinsbeitrag bei Katholiken oder Evangelisten, dann steht mir für den gleichen Zeitraum ein Platz auf dem Friedhof zu, nachdem ich gestorben bin.

Doch Ableben wird zu einem Luxusartikel.

Eine normale Erdbestattung ist in Ballungsräumen richtig teuer, nimmt doch so ein Grab Platz weg, der sich gewinnbringender mit einer Immobilie statt mit ein paar Toten bestücken ließe.

Dazu kommen ökologische Probleme: so ein Leichnam ist meist mit medikamentösen Stoffen versetzt und von Amalgam-Zahnfüllungen bis hin zur Teflon-Hüfte befindet sich häufig sowie reichlich Material im menschlichen Körper, welches das Grundwasser verseuchen kann.

Die übliche Alternative, die Verbrennung, führt ebenfalls zur Schadstoffbildung.

Es wird also nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir auf Implantate und Medikamente eine Öko-Steuer im Falle des Versterbens zu entrichten haben.

Interessant ist da eine Bestattungsmethode aus Norwegen, die in 36 Ländern zum Patent angemeldet wurde. Deutschland hat das Verfahren allerdings bereits abgelehnt (hier zieht man wohl doch eher die Steuerzahlung vor):

Der Leichnam wird zunächst bei -18 Grad Schock-Gefroren, wie man das bei der Nahrungsmittel-Herstellung schon kennt.

Danach ein letztes Bad – allerdings nichts für Warmduscher- in -196 Grad kaltem, flüssigem Stickstoff.

Dadurch wird der Tote absolut fest und kann hinterher mit einer speziellen Schall-Behandlung zu Pulver zerbröselt werden.

Die Metalle wie Zahngold und Prothesen werden heraus gesiebt und der Rest ist dann eine kleine Menge biologisch abbaubares Humus-Pulver. Angeblich völlig frei von bedenklichen Rückständen und dann auf engstem Raum in einem biologisch abbaubaren Sarg bestattbar. Nach einem halben Jahr ist nicht nur unser Erbe weg sondern auch sämtliche Reste unseres Seins.

Schon skurril sowie makaber, dass wir irgendwann als Kompost-Konzentrat in einem Mini-Grab enden und vermutlich ein Bestattungstourismus beginnt:

„Lassen Sie sich in den Anden komfortabel in einem 8 Quadratmeter-Grab beerdigen!“

Oder:

„Noch zwei Plätze in einem syrischen Massengrab preiswert zu erwerben!“

Wenn Helden sterben

Als 1966 zum ersten Mal das Raumschiff „Orion“ mit seiner Besatzung durch den deutschen Äther flog, habe ich sicherlich noch nichts davon sehen dürfen oder zumindest mitbekommen.

Doch Dank der Wiederholung der Serie, Anfang der 70er, durfte ich mich auf 7 Teile Weltraum-Action erfreuen.

Unvergessen, diese etwas wimmernde Anfangsmelodie mit einem markigen Text eines Sprechers und das Raumschiff Orion, welches in Augsburger-Puppenkiste-Manier über den Röhren-Bildschirm zappelte.

Apropos zappeln: ich fand den Tanz cool, den Commander Cliff Allister McLane mit seinerm weiblichen Sicherheitsoffizier im „Starlight Casino“ unter Wasser tanzte, bevor man gemeinsam gegen die außerirdischen Frogs vor ging, die überirdisch komisch aussahen.

Jahre darauf ging es mit dem Frust los:

1. Auch auf dem brandneuen Color-TV waren die Wiederholung der wiederholten Serie, Ende der 70er, weiterhin schwarz-weiß!

2. Das futuristische Amaturenbrett der Orion bestand aus aus einem Bügeleisen und anderen Alltagsgegenständen!

3. Die Unterwasserstarts wurden mit Hilfe von drei Alka-Selzer-Tabletten und ein paar Tricks gedreht.

4. Der „Overkill“ war in Wirklichkeit eine mit Reis, Rosinen, gemahlenem Kaffee sowie Mehl gefüllte Gipskugel!

4. McLane hieß im wahren Leben Dietmar Schönherr und die Sicherheitsoffizierin mit dem rassigen Namen Tamara Jagellovsk, schlicht: Eva Pflug!

5. Der Storch brachte nicht die Kinder , sondern der Vorgang war viel komplexer!

Kein Wunder also, dass mich irgendwann „Raumschiff Enterprise“ mehr interessierte – und wenn schon „Orion“ – dann der diskrete Versandhandel für erotisches Material.

Nun ist Dietmar Schönherr im Alter von 88 Jahren verstorben. Eigentlich ein ansprechendes Alter für den Tod – doch uneigentlich immer zu einem unpassenden Zeitpunkt, wenn er jemand erreicht.

Da dieser Mensch auch privat sehr viel gutes getan und nicht nur für ein paar nette Stunden vor der Glotze gesorgt hat, widme ich ihm heute als kleines „Dankeschön!“ diesen Beitrag!

Die einen 4 Sterne am Trikot und andere manch Stroh im Kopf

Eigentlich ist Fußball recht simpel: 11 Personen versuchen einen Ball in ein Tor zu schießen und wenn das klappt brüllen alle Anhänger „Tooor“.

Bei einem zweiten Tor auf der gegenüber liegenden Seite muss aufgepasst werden, dass da der Ball hier nicht durch geht, sonst rufen die Fans „Scheiße“.

Damit das Ganze nicht so langweilig wird, stellt man weitere 11 Leute auf den Platz, die genau umgekehrt zuständig sind und die Fans konträr reagieren.

Eigentlich ein spaßiges und völlig harmloses Spielchen, doch umgangssprachlich werden die Gegner „platt gemacht“ – „Tore geschossen“ – es wird „gefighted“ oder „gekämpft“.

Wenn im Fußballstadion Gesänge wie „Zieht den Bayern die Lederhose aus!“ ertönen, so dürften wohl die wenigsten Zuschauer wirklich Wert darauf legen, dass die Spieler in Unterhose agieren.

Wen also wundert es da, dass Jungs um Jogi Löw  im Weltmeister-Freudentaumel auf der Berliner Fanmeile u. a. einen Gesang anstimmen, der von seinem textlichen Inhalt her natürlich zotig ist?

Dass frustrierten Fans aus Argentinien, denen schon die Niederlage im Endspiel sauer aufstößt, davon nicht begeistert sind, ist völlig klar.

Dass allerdings manche Menschen in Deutschland nicht in der Lage sind, a) einmal junge Menschen sich überschwänglich freuen zu lassen und b) gleich Panik bekommen, dass unser Image in der Welt angekratzt werden könnte, dieses finde ich schlichtweg erbärmlich.

Es müssen uns nicht alle nett finden!

Sicherlich wird nun unsere Kanzlerin, Angela Merkel, auf irgendeinem Titelblatt einer Zeitungsausgabe in dieser Welt im deutschen Trikot und mit Hitler-Bärtchen gezeigt werden.

Das wäre nicht nur langweilig sondern auch inhaltlich falsch: denn Hitler war Österreicher und die waren bei dieser WM nicht dabei.

So what?

Schul(un)wesen – und leeren Körpern statt Lehrkörper

Hatte mich bereits im Februar darüber ausgelassen, wie viele Stunden hier einem hessischen Schüler in der 9ten Klasse entfallen, weil diese durch Krankheit der Lehrer, Sonder-Seminare und -Veranstaltungen sowie Ferien und Klassenfahrten verloren gehen.

Die Sommerferien beginnen dieses Jahr sehr spät in Hessen, nämlich erst Ende Juli.

Offensichtlich hat sich das bei den Lehrkörpern noch nicht herumgesprochen, denn bereits Ende Juni waren hier Zeugniskonferenzen. Klar: auch wieder mit Ausfall von Unterrichtsstunden verbunden.

Nun haben die ohnehin lust- und ziellosen Pubertäts-Kids noch weniger Motivation an einem Unterricht teilzunehmen, der

a) scheinbar keinen Sinn mehr macht

und

b) tatsächlich keinen Sinn mehr macht.

Denn die letzten Wochen werden die Schüler mit einer Art Notunterricht versorgt.

Deshalb mein Appell:

Entweder zieht den Unterricht wirklich bis zur letzten Woche durch und führt dann die Zeugnis-Konferenzen durch (ist mal eine harte Zeit – die jedoch mit 6 Wochen Freizeit entschädigt wird) oder habt den Mut zu sagen:

Wir haben keinen Bock mehr – gebt den Kindern eben 10 Wochen Sommerferien!“

So aber werden wir Eltern gezwungen, die Kinder irgendwie zu einem Unterricht zu zwingen, dessen Sinn sich uns Erwachsenen schon entzieht.

Das ist so sinnvoll wie Schafe auf einen asphaltierten Parkplatz zu treiben, mit der Begründung: Ihr müsst doch was fressen!

Weltmeister nach 24 Jahren

Blick zurück:

1974 – ich war in einem Zeltlager und sah das WM-Endspiel an einem Röhrenfernseher der auf einem Regal in der Ecke eines Gastraumes einer Wirtschaft stand.

Der Ball war kaum erkennbar – aber die Wiese schon grün – denn so lange war das Farbfernsehen noch nicht auf dem Markt (zumindest war meine Familie eine der letzten, die auf Color-TV umgerüstet haben) und letztendlich war die Bildqualität egal: wir wurden Weltmeister!

1990 – endlich war es wieder so weit – immer noch Röhren-Fernseher, aber schon mit ansehnlicher Qualität wurden wir erneut Weltmeister.

2014 – mittlerweile Full HD – 4K und public viewing (Regen inklusive) auf Groß-Leinwänden. Nach einem harten Spiel gegen Argentinien und einem Schiedsrichter aus Italien, der gefühlt auch nicht wollte, dass die Deutschen es schaffen, haben „wir“ es wir den Titel doch geholt.

Was wird sein, wenn wir das nächste Mal Weltmeister werden?

3D und 8k Fernsehen?

Hologramm-TV?

Hocken wir alle mit einer Brille von Google da und betrachten das Endspiel?

Oder tragen wir eine Art Badekappe und Sensoren, die legen uns dann direkt die Bilder im Hirn ab?

Wir sitzen also in einem Stadion, das es real nicht gibt. Selbst Blinde können die WM betrachten und die eigentlichen Spieler agieren in einer Halle und bekommen auf einer Leinwand fiktives Publikum und deren Geräuschkulisse eingespielt?

Sind wir vielleicht sogar schon so weit, dass nur noch die Frauen-Fußball-WM wirklich interessant ist?

Oder alles wird nur noch auf einer Console betrieben: unser deutscher Zocker gewinnt dann mit „Fifa 2030“ auf der Playstation 11 den begehrten Pokal?

Wie auch immer: ich hoffe, dass der nächste WM Titel nicht so lange auf sich warten lässt und ich ihn vor allem miterleben werde!

Sie natürlich auch!

Geburtstag – mal ganz anders

Während man als Kind Kind jedem Geburtstag entgegen fieberte, sieht man das beim 53ten Jubiläumstag dann schon eher entspannt.

Gleiches gilt, wenn man als Biertrinker sich auf den Weg zu einem beginnenden Weinfest macht.

Spannend war da schon eher die dunkle Wolkenfront die sich im Rücken abzeichnete und wo ich beruhigend meiner Frau sagte: „Keine Angst, Schatz– das kommt nicht zu uns, das hängt über Frankfurt!“

Ich hatte Recht: es befand sich über Frankfurt – doch ich irrte, denn es war auf dem direkten Weg nach Hochheim.

Im Moment der Ankunft auf dem Weinfest-Gelände, brach die Dorfkapelle ihren Auftritt ab und bevor ich richtig wahr genommen hatte, dass unsere Freunde (die alle da waren) sich nicht zufällig dort getroffen hatten, brach dafür das Unwetter los.

Wir flohen in den Vor-Raum er städtischen Sparkasse und dort erlebte ich meine wohl schrägste Geburtstagsparty: videoüberwacht erhielt ich Geschenke und ein Stapel Donuts mit brennenden Kerzen erzeugte so eine Traumschiff-Atmosphäre.

Selbst als das Gewitter abgezogen war und damit leichtem Regen wich, blieben wir alle noch lange zusammen unter dem Vordach eines Standes gequetscht stehen.

Als meine Frau und ich noch den Rest des Abends die heimischen Kellerräume von Überschwemmung beseitigen mussten und ich mich zwischendurch noch in irgendwelche Hecken übergab, blieb ich ganz entspannt sowie glückselig.

Es war der unperfekteste Geburtstag meines Lebens – und ich hatte bereits einige – doch irgendwie war es der beeindruckendste zugleich.

Da waren Leute zusammen gekommen, um mit mir zu feiern und haben auch bei miesem Wetter ausgeharrt.

Kann es ein schöneres Geburtstagsgeschenk geben?