Leckere Pupsereien

Eigentlich erzeugen wir Menschen bei der Verdauung im Darmtrakt gewisse Gase, die den Körper dann irgendwann auch verlassen müssen. Uneigentlich scheint es nur ein Männerphänomen zu sein, wo man solche Abwinde mit entsprechender Geräuschkulisse sowie auch Würze immer wieder zur Kenntnis nehmen muss.

Bis heute ist es mir ein Rätsel, wie Frauen es schaffen, den Darmtrakt so zu kontrollieren oder vielleicht durch permanenten Durchzug, die entweichende Luft frisch sowie geräuschlos zu lassen.

Denn hier kriegt man(n) selten etwas mit.

Kein Wunder, dass jetzt hauptsächlich Frauen im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen, wo es nun eine Pille geben soll (sicherlich für davor und nicht für danach), die das körperinnere Lüftchen so umwandelt, dass es mit Schokoduft versehen sei.

Doch ist das wirklich ein erstrebenswertes Ziel?

Verbessert diese Wunderpille wirklich die Lebensqualität?

Gehen Sie doch mal in die Backstube einer Konditorei und der penetrante Geruch von Kakau(butter) wird Sie in Kürze nerven!

Wenn Sie bei Freunden oder Familie künftig eingeladen werden, so sollte es da möglichst keinen Schokokuchen geben, weil dieser Sie automatisch an Ihren Partner erinnert – oder vielleicht auch an Sie selbst.

Schrecklich der Gedanke, dass der Duft nach Kakao fortan immer zu dem Konflikt führt: handelt es sich um echte Schokolade oder nur um einen getunten Pfurz?

Ich wünsche mir, dass sich diese Pille nicht durchsetzen wird. Auch auf die Gefahr hin, dass es mal riecht wie in einer Bio-Tonne im Hochsommer – so möchte ich beim einatmen deutlich unterscheiden können, was die Natur auf dem Baum wachsen ließ und was im Hintern eines Lebewesens.

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Außersinnlicher Advent

Woran erkennt man ein Adventswochenende?

Ja – okay – teilweise auch an einem Adventskranz, an dem 1 bis 4 Lichter brennen und das muss auch kein Kranz mehr sein, sondern einfach nur vier Kerzen, die in irgendeiner Vorrichtung stecken.

Würde mich nicht wundern, wenn ein Autonarr seinen 4-Zylinder-Motorblock ausbaut, weil der ebenfalls vier (Zünd-)Kerzen beinhaltet.

Doch woran erkennen wir noch den Advent?

Richtig: am Beginn des Weekends erfährt man in den Nachrichten, dass der Einzelhandel sich ein umsatzstarkes Wochenende erhofft. Am Sonntag dann ist meist das Gejammer, weil es eben bei einer Hoffnung geblieben ist.

Da der Antrag des Einzelhandels scheiterte, auch noch ein legales fünftes und sechstes Adventswochenende einzuführen, blickt man erwartungsvoll auf den 4,5ten Advent.

Für die Leser, die diesen modernen Ausdruck noch nicht kennen und an alten Namensgebungen kleben:  Heilig Abend ist gemeint!

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen das Weihnachtsfest und die damit verbundenen Geschenke-Einkäufe, überraschend erwischt.

Pedanten weisen nun darauf hin, dass man bereits ab August in den Supermärkten durch Marzipankartöffelchen & Co. auf das Fest der Feste hingewiesen wird – doch so sehr sich auch die Zeit zwischen Ende August und 4tem Advent hinzieht – dann geht doch alles extrem rasch.

Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Einzelhandel auch über Weihnachten die Läden geöffnet lässt, zum Last-Christmas-Shopping .

Wenn ich dann am 24.12. die Nachrichten hören werde, erhofft sich der Einzelhandel noch an diesen Tagen einen Endspurt mit Umsatzplus.

Am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages dann die ernüchternden Verkaufszahlen, weil die Menschen mehr mit dem Umtausch beschäftigt als im Kaufrausch sind.

Doch vielleicht reißen es die Silvesterböller raus, die sich ab 27.12. im Verkauf finden und wenn nicht die, so liegt Ostern im nächsten Jahr recht früh und sobald dann Ende Januar die ersten Schoko-Hasen sich im Regal tummeln, sollte der magere alte Jahresumsatz endgültig vergessen sein.

Jetzt allerdings wünsche ich erst einmal ein schönes Adventswochenende – ob mit – ob ohne Shopping.

Legal bescheissen

Die Nachricht aus den Informationen der „Luxemburg-Leaks“ schlägt ein wie eine Bombe:

„Auch die Deutsche Bank führt Immobilien-Gewinne am Fiskus vorbei und erspart sich damit kräftig Steuerzahlungen!“

Echt?

Offen gestanden:  In meiner Wahrnehmung war es das letzte Unternehmen in Deutschland, bei dem ich nicht damit gerechnet habe!

Anders ausgedrückt: Wenn nicht die – wer dann?

Mich fasziniert dieses Modell, an dem etliche Personen/Unternehmen verdienen – nur eben Vater Staat nicht.

Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers basteln im Jahr 2006 für die Deutsche Bank ein Finanzkonstrukt, das so verstrickt klingt wie es auch wirkt: Deutsche Bank Real Estate Global Opportunities IB

Die hat Ihren Sitz –und das dürfte die wenigsten überraschen- auf den Cayman Islands.

Dahin fließen Einnahmen der Bank  – doch weil in so einen Briefkasten einer solchen Firma nicht so viel Geld passt, wird es weitergeleitet nach Malta und landet dann irgendwann in Luxemburg und wieder bei der Deutsche Bank Real Estate Global Opportunities IB

Dort besitzt die Firma nicht einmal einen Briefkasten.

Wozu auch?  Kann man sich doch die Kontoauszüge  online zustellen lassen und nicht per Post!

Vereinfacht dargestellt leiht sich nun die Deutsche Bank für Ihre verschiedenen Projekte von sich selbst Geld und zahlt natürlich dafür immense Zinsen an sich selbst nach Luxemburg. Dort sind die Zinszahlungen Gewinne, die mit ca. 1 Prozent zu versteuern sind.

Hier in Deutschland werden die Wucher-Zinsen als Verlust angegeben – was den eigentlich hiesigen Gewinn schmälert und dadurch ein zig-faches an Prozentpunkten an Steuern erspart.

Legal ertrickste Einnahmen sozusagen – die unserem Staat fehlen.

„Und wer hat´s erfunden?“

Nun – zumindest war der Schweizer Josef Ackermann ab 2006 der alleinige Vorsitzende der Deutschen Bank – insofern dürfte der Slogan der Ricola-Werbung auch hier zutreffen. Vielleicht hat der Hersteller deshalb nun aktuell auf „Chrüterkraft“ umgestellt, um sich vom schweizerischen Erfindergeist zu distanzieren.

Botox für alle

Sich das Gesicht durch Botox zu einer Mimik-freien Fratze spritzen zu lassen, ist mittlerweile ein Breitensport geworden.

Wie ich zu hören bekam, haben diese Formen des Eingriffes wie auch Schönheits-Operationen im amerikanischen Jetset schon lange nicht mehr den Sinn, die Optik zu verbessern.

Im Vordergrund steht das „Yes, I can!“  =  Ich kann mir diese Eingriffe leisten!

Wäre doch fatal, wenn man zig-tausende Dollar in seinen Körper steckt und die Mitmenschen meinen, es wäre ein von Gott geschenkte Schönheit.

Zwischenzeitlich habe ich erfahren, warum Botox-Gesichter wirken, als handle es sich um Wasserleichen, die durch den langen Kontakt mit diesem Element aufgedunsen sind:

Botox  – eigentlich die Kurzform für Botulinumtoxid – ist eines der stärksten bekannten Nervengifte. Dieses Leichengift wird durch ein Bakterium erzeugt, welches sich in verwesendem Fleisch befindet.

Klar, dass damit behandelte Gesichter keine Lebendigkeit ausstrahlen. Wie soll auch etwas so ekliges zu leckeren Gesichtszügen führen?

Für alle die Menschen ein kleiner Trost, die neidisch auf die Reichen blicken, die sich Botox-Behandlungen leisten können.

Es ist nur eine Frage der Zeit und lediglich wichtig, dass eine Erdbestattung erfolgt: dann kriegen wir alle Botox – das reichlich und vor allem gratis!

Moderne Orakeleien

Tätigen Sie größere Einkäufe dann, wenn der IFO-Geschäftsindex eine positive Bewertung vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung erhalten hat und (so wie jetzt, um 1,5 Punkte) gestiegen ist?

Investieren Sie mehr, wenn der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – besser bekannt unter der Bezeichnung „Die 5 Wirtschaftsweisen“ – für das nächste Jahr das erwartete Bruttosozialprodukt von Deutschland um einige Prozentpunkte aufstockt?

Dann lesen Sie besser nicht weiter, denn ich gehöre zu den anderen!

Wieso muss man Unternehmen befragen, wie sie ihre momentane wirtschaftliche Situation sehen und wenn das schon ein paar wenigen interessant genug zu wissen ist, wieso werden wir Normalos damit ständig in den Nachrichten konfrontiert?

Gleiches frage ich mich bei den 5 hochbezahlten Wirtschaftsweisen.

Die prognostizieren jetzt einen Wert für das Jahr 2015 – doch es gibt so viele Abhängigkeiten sowie Zufälle, dass diese Aussagen ungefähr den gleichen Wert und die Zuverlässigkeit haben, wie wenn uns die Meteorlogen für nächstes Jahr einen trockenen August prophezeien.

Irgendwo knallt es auf unserem Erdball und schon werden die Karten neu gemischt.

Warum also ständig die Berichte über deren Prognosen in den Medien?

Weil die sich ständig revidieren müssen?

Für mich ist das immer der Moment, wo ich mir schnell mal was zu trinken oder zu knabbern hole.

Wenn man die Sendung dieser Orakeleien für wichtig hält, dann möchte ich auch in der Tageschau, RTL-News, Heute, Pro7, Vox und NTV-Nachrichten die Horoskope für die nächsten Monate verlesen wissen.

Sicherlich gibt es da auch den einen oder anderen, der sein Leben dann auf diese Aussagen anpasst und vielleicht trifft ja auch mal was zu bzw. ein.

Für die Kosten der 5 Weisen könnte man sicherlich 50 neue Jobs in sozialen Bereichen finanzieren und für die Ifo fänden sich sicherlich auch interessantere Aufgaben, als  Wohlfühlbarometer der Industrie zu erstellen.

Vielleicht mal mit der Frage: Wie wohl fühlt sich das Volk?

Wie kuschelt man mit Raubtieren?

Zur neuen Woche hin ein Thema, das mich bewegt und beschäftigt zugleich und weil es alles andere als witzig ist, werde ich nicht einmal den Versuch starten, dieses komisch darzustellen.

Vor ein paar Tagen hatten schwedische Forscher in einem Fahrstuhl einen Test (mit Schauspielern) vorgenommen.

Ein Mann der sich mit (s)einer Frau streitet und dabei recht grob wird, während andere Mitfahrer sich die Kabine teilen.

Von über 50 getesteten Personen war nur eine Frau dabei, die sich einmischte und mit der Polizei drohte.

Natürlich ist das unterlassene Hilfeleistung und traurig, dass das Umfeld so wenig Courage zeigt bzw. zeigte.

Tage später…

In Offenbach hilft eine 22-Jährige zwei Mädchen, die von zwei jungen Männern belästigt werden. Kurz darauf wird sie von einem der Jungs aus Rache attackiert und liegt nun schwer verletzt im Koma.

Schon am nächsten Tag wird in diversen Sendungen darüber berichtet, wie man sich am besten in solchen Situationen verhält. Also mit irgendeinem Gespräch ablenkt – den Täter in Sie-Form anspricht und und und…

Ich bezweifle arg, dass das diesen 18-jährigen Aggressor umgestimmt hätte – ein Kerl, der bereits 10x wegen krimineller Delikte aktenkundig sein soll.

Hier stelle ich nun eine provokative Frage:

Statt darüber zu diskutieren, wie man solches Gewalt-Potential eindämmen kann, sollte man nicht lieber die Personen in Kritik nehmen, die den Auftrag haben, uns Bürger vor solchen Individuen zu schützen?

Denn was wird im aktuellen Fall passieren?

Es gibt ein Gerichtsverfahren, sicherlich auf Staatskosten. Der Anwalt wird nachweisen, dass das Mädel selbst schuld ist, wenn sie dem Angeklagten in die Fäuste läuft und sich dann auch noch ungeschickt hinfallen lässt. Außerdem hat sie den Jungen provoziert. Womöglich kann man noch belegen, dass aus religiösen Gründen dem 18-jährigen nichts anderes übrig blieb, als so heftig zu agieren.

Dazu wird darauf verwiesen, dass der Kerl eben erst volljährig geworden ist, seine Kindheit schwer war und man ihm seine Zukunft nicht verbauen darf.

Dann gibt es Freispruch oder eine milde Strafe nach Jugendrecht sowie auf Bewährung und in wenigen Wochen befindet sich womöglich wieder eine Person in der Situation, zu überlegen: „Bin ich couragiert und wenn ja, wie mache ich es psychologisch perfekt?“

Vielleicht bleibt dem nächsten Opfer auch keine Zeit mehr zum Nachdenken – denn so ein junger Straftäter entwickelt auch seine kriminellen Fähigkeiten sicherlich weiter.

Wer anderen Menschen bewusst deren Lebensqualität raubt, hat in meinen Augen den Anspruch verwirkt, sich um die seinige in irgendeiner Form Gedanken zu machen.

89 Zacken aus des King´s Krone

Bin jetzt nicht der Fastfood-Junkie, doch wenn mir mal nach einem langen Arbeitstag nach einer Boulette im Brötchen war, dann führte mein Heimweg bei „Burger King“ vorbei.

MacDonalds lag ebenfalls auf dem Weg, doch grundsätzlich sind mir die Cheeseburger vom Geschmacks-King lieber.

Seit einigen Monaten fiel mir nach dem Verzehr allerdings auf, dass ich immer etwas Probleme mit dem Magen hatte. Dachte, das sei eine altersbedingte Verdauungsschwäche.

Letztendlich gewann ich dem Ganzen die positive Seite ab: wo bekommt man für 2,38 Euro sonst etwas geboten, das so lange Nachwirkungen zeigt? Das nenne ich Nachhaltigkeit in Reinform!

Beim vorletzten Mal eines „American Diner to go“ lagen allerdings die Frikadellen nahezu trocken auf dem Käse und letzten Montag , waren Gurke und Käse eiskalt, sodass sich der Cheddar nicht um das Stück Fleisch schmiegen wollte. Meist ist das Zeug ohnehin nur baby-warm – doch diesmal hätte sich ein Säugling Erfrierungen zugezogen.

„Egal – der Hunger treibt es rein!“, dachte ich und war mir nicht bewusst, dass soeben ein Stück Geschichte in meinem Verdauungstrakt verschwand.

Denn nun hat Burger King die Kündigungen für ein Franchising Unternehmen mit 89 Filialen ausgesprochen. Als ich die News hörte, dachte ich noch „Respekt – die greifen durch!“ – als ich dann las, dass 13 Filialen in Hessen liegen – 5 davon in Frankfurt und 2 in Wiesbaden (bei dreien war ich schon Gast), war ich doch ein wenig entsetzt.

„Schließungen wegen Hygienemängel“ und das mir, der in unbekannten Haushalten nichts isst, weil er nicht weiß wie die Speisen zubereitet wurden und da kein Gesundheitsamt Kontrolle schiebt.

Hätte mir eigentlich denken können, dass „Amt“ und „aktive Überwachung“ in sich schon ein Widerspruch sind.

Jetzt also erfolgen die Schließungen und keine Ahnungen wie es weiter geht. Vielleicht fahre ich eines Tages durch die Hanauer Landstraße und zeige meinen Enkeln einen neuen Banken-Bau – und sage: „Hier war mal ein Burger King!“ – und wenn die mich dann fragend ansehen füge ich erklärend bei: „So was wie MacDonalds – nur leckerer!“

Dann fahren wir heim und wäre ich nicht so unachtsam und verfressen gewesen, könnte ich stolz den eingeschweißten letzten Burger aus der Filiale zeigen.

Die Kinder würden rufen „Iiihh – der sieht aber eklig aus!“ und ich wundere mich, weil der noch richtig wie neu wirkt – selbst der Käse wie auch die Gurke darauf sind immer noch kalt.

🙂