Eklige Liebe

Wenn man wissenschaftliche Ausarbeitungen liest, was so im Körper passiert wenn man verliebt ist, so sind diese Informationen schon schrecklich ernüchternd.

Das schönste Gefühl der Welt ist im Grunde nur ein Hormoncocktail der Glücksgefühle auslöst und das Belohnungssystem aktiviert.

Viel erschreckender als „wie die Liebe“ funktioniert ist das „in wen“ wir uns verlieben.

Nein – ich meine das nicht bezogen auf Charakter oder Attraktivität – sondern auf die wirklichen „inneren Werte“

Ein durchschnittlicher Mensch besteht zu rund 60 Prozent aus Wasser.

Zwischen 17 und 30 Prozent des Restes sind Fett und um die 15 Prozent Eiweiß.

Doch nur jede zehnte Zelle des Menschen ist wirklich menschlich. Der Rest davon sind Mikroben, die sich in unserem wässerigen fettigen Körper eingenistet haben.

Wir sind also Lebensräume oder gigantische Ökosysteme für zahllose Mitbewohner; ein wimmelnder dicht bevölkerter sowie hoch „infizierter“ Lebensraum.

Also genau betrachtet ist das schon irgendwie eklig, in was wir uns da verlieben.

Doch mir hilft diese Information in meiner Ehe weiter:

Wenn meine Frau mal wieder in irgendeiner Situation für mich „fremdartig“ reagieren sollte, dann werde ich ihr nicht mehr böse sein. Vermutlich haben diese bescheuerten Mikroben sie zu diesem Schritt veranlasst und sie selbst kann nichts dafür.

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Einfach nur I (hhh)

Irgendwie gruselig: da werden Zuliefer-Unternehmen und deren Mitarbeiter jahrelang ausgebeutet, um dem Konzern Apple mächtige Gewinne zu bringen. Steuerzahlungen dabei umgangen, mit allen Tricks und trotzdem kaufen die Apple-Jünger die Hardware, als wäre diese Ziel allen Strebens.

Nun sollte man meinen, dass der Markt mit Ipads und Iphones langsam gesättigt sei, doch Iderdaus: das Iphone 6 wird veröffentlicht und Apple gibt beim Verkauf so Gas, dass der russischen Gazprom der bisherige erste Platz bei einem Quartalsgewinn (vom 16 Milliarden US-Dollar) verloren geht.

Wer will schon mit einem 5-er Smartphone sich als ärmlich zeigen, wenn das 6er auf dem Markt erhältlich ist. Sex hat schon immer das Selbstwert-Gefühl aufpoliert.

Doch zurück zum Thema:

18 Milliarden hat Apple in der Zeit vom 1.10.2014 bis zum 31.12.2014 eingenommen!

Zahlen, die natürlich bei keinem Finanzamt erscheinen und von denen die Arbeiter in den Fabriken wenig haben.

Den Marketing-Strategen kann man nur gratulieren, denn sie haben es geschafft, dass die Gier nach einem neuen I-Produkt anhält, auch wenn Steve Jobs davon nichts mehr hat.

Ich denke vielleicht kleinkariert – doch selbst wenn diese Iphone-Produkte noch so toll sein sollten: ich würde aus Prinzip keines kaufen, so lange die Gier nach mehr (sei es durch Steuerbetrug oder Ausbeutung) so enorm stark ist!

Insofern ist der Name der Geräte für mich Programm:

Ihhh-Phone

Ihhh-Tablet

Ihhh-Pot

Durch eine Ihhh-Unternehmensführung

Handy-Neuheiten

Ich hatte dieser Tage schon vom Selfie-Wahn berichtet und um nicht immer nur Dinge kritisch zu betrachten, möchte ich mich auch einmal von meiner innovativen Seite zeigen.

Mittlerweile gibt es den Trend – gerade auch unter der C-Prominenz – Nackt-Selfies anzufertigen, die sich dann plötzlich in Windeseile im Internet verbreiten, weil man die schlecht gesichert in irgendeiner Cloud abgelegt hat.

Das ist natürlich schrecklich – aber noch schrecklicher ist die Qualität dieser Bilder sowie Filmchen.

Mir tun da all die Leute bei der NSA leid, die solche Daten durchforsten müssen – und erst Recht die Menschen, die freudig erregt sich den Kram herunter geladen haben und hinterher nicht sicher sind:

„Kenn ich die Person auf dem Bild nicht, weil die so unprominent ist – oder weil dem Bild die nötige Schärfe fehlt?“

Apropos nötige Schärfe: „Ist die überhaupt nackt oder hat die Leggins und eine enge Bluse an?“

Dazu kommt, dass mittlerweile niemand mehr fragt, ob das neue Samsung, Nokia oder Apple Handy sich zum telefonieren und email schreiben gut eignet – sondern (siehe Werbung beim Iphone 6) es wird nur noch angepriesen, wie gut die Kamera ist.

Daher nun mein Vorschlag für die nächste Smartphone-Generation. Einmal das Smartphone im OCL (= over-cam-look) und einmal im UCL (=under-cam-look) Format. Beide Kameras sind technisch identisch und weisen eine sehr gute Kamera-Optik auf.

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Kleiner Ratgeber für Zivilcourage

Sollten Sie einmal in die Situation kommen, in der Öffentlichkeit bei einer Auseinandersetzung bzw. einem Streit zu Hilfe kommen zu wollen, empfehle ich Ihnen die nachfolgenden Punkte zu beherzigen:

1. Sieht der Aggressor so aus, als habe er einen festen Wohnsitz?

Dann erwarten Sie nicht, dass er nach einem Angriff auf Sie verhaftet wird. Stellen Sie sich lieber darauf ein, dass er Sie womöglich in der Klinik besucht und dies vermutlich nicht, um sich bei Ihnen zu entschuldigen.

Fragen Sie also vor der Konfrontation seinen häuslichen Status ab und verziehen Sie sich gegebenenfalls.

2. Hat Ihr Gegenüber eine Waffe oder zum Beispiel einen Stahl-Poller zur Hand?

Dann lassen Sie sich bitte vor Beginn der Gewalt-Eskalation von diesem schriftlich bestätigen, dass Sie nicht absichtlich in den spitzen oder harten Gegenstand hineingelaufen sind. Gut, wenn dieser auch noch unterzeichnet, dass ihm beim Stechen, Schießen oder Schlagen/Treten ein Versehen unterlaufen ist und er eigentlich nicht vor gehabt hat, Sie überleben zu lassen.

3. Scheint das aggressive Gegenüber noch keine 21 Jahre alt zu sein?

Dann nehmen Sie dem Racker bitte nicht übel, dass er gewaltbereit ist. Zum einen sind das die Hormone und zudem die schlechte Kindheit. Zeigen Sie sich verständnisvoll und pro-aktiv, indem Sie dem stürmischen Halbwüchsigen die Stellen an Ihrem Körper anbieten, an denen Sie besonders schmerzempfindlich sind.

4. Auch nach dem Gewaltexzess die Bitte: zerren Sie den jungen Mann nicht vor die Gerichtsbarkeit!

Reicht es nicht, wenn Ihre (wesentlich kürzere) Zukunft vermutlich verbaut ist? Muss der große Junge das auch erleben? Warum warten, bis er die 6 Monate Jugendstrafe abgesessen hat (wenn überhaupt) und Ihnen dann nochmal auf´s Maul haut?

Freunden Sie sich lieber mit ihm an – bieten Sie ihm dazu einen kleinen Nebenverdienst – und zeigen ihm wo die Familie des ansässigen Richters wohnt. Wenn er dann patzt und erwischt wird, dann erfährt er wenigstens den alten Spruch am eigenen Leibe:

„Lernen muss weh tun!“

Auch veganes Essen kann schweinisch sein

Haben Sie heute schon ein Selfie gepostet? Oder gehören Sie zu der Sorte Mensch, die dem Selbst-Portraitieren nichts abgewinnen können?

Es ist noch nicht lange her, da hießen die Selfies noch nicht schick Selfie und waren ein gutes Indiz dafür, dass man entweder keine Kamera mit Selbstauslöser oder Freunde hatte, die einen knipsen konnten.

Damals, als die Hauptfunktion von Smartphones noch beim Telefonieren lag (wenn überhaupt, dann nur eine eher schlechte Kamera verbaut wurde), forderte ein Eigenportrait mit dem Handy noch größeres Geschick des Anwenders.

Schnell hatte man nur die Schädeldecke auf dem Bild oder die selbige fehlte. Der Arm musste ruhig gehalten werden, damit das ohnehin nicht sonderlich scharfe Bild nicht noch verschwommener wurde und das alles noch bei einem möglichst natürlich wirkenden Gesichtsausdruck.

Mittlerweile ist eine zweite Kamera im Smartphone genauso Standard wie ABS beim Kfz. (bis der neue Schrei – „mitfliegende Drohnen mit Cam“ – bezahlbar für den Massen-Konsum ist, wird es wohl noch ein paar Jahre dauern, daher gehe ich auf diese jetzt nicht ein)

Werden durch die neuen Smartphones die Bilder besser?

Eigentlich ist das Gegenteil der Fall – sie werden langweiliger!

Meist sind es jüngere, weibliche Personen, die sich mehrfach von oben mit einem Schmollmund ablichten, der lasziv wirken soll.

Es mag an meinem fortgeschrittenen Alter liegen, doch ich empfinde es eher als albern und spätestens auf meine Frage „Wieso ziehst du denn auf den geposteten Fotos so eine Schnute?“ – wird dann wirklich eine solche entrüstet gezogen.

Bei den Jungs ist beim Selfie Coolness gefragt und da Intelligenz bei hiesigen Jugendlichen als uncool betrachtet wird, ist der Blick dann auch entsprechend frei von intelligent wirkendem Ausdruck. Ideal, wenn dann noch ein gut geformter und dann selbstverständlich entblößter Oberkörper darauf hinweist, dass die Stärken tatsächlich nur im mittleren Körpersegment zu finden sind.

Doch auch bei den reiferen Semestern zieht der Ablichtungstrend nicht vollkommen spurlos vorbei.

Es mag abwechslungsreicher sein – vielleicht auch daran liegen, dass unsere Körpermitte mehr Dellen und Verformungen aufweist, als sie für einen Waschbrettbauch nötig wäre – und dass das laszive Blicken die Gesichtsmuskeln auch schon lange verlernt haben: es zeigt sich jedenfalls der Trend, sogenannte Foodies anzufertigen. Also Bilder von dem was wir gerade verzehren wollen.

Essen erzeugt offensichtlich ein Lustgefühl, das den Mangel an erotischen Lüsten kompensieren kann.

Ich plädiere daher solche Bilder dem pornografischen Material gleichzustellen und auf Plattformen wie Facebook das posten zu untersagen.

Lieber von Jessica die Schnute betrachten – als von Günther die Boulette in Jägersauce mit Pommes.

Krönender Schopf

Sie denken, der Mensch sei die Krone der Schöpfung?

Dann irren Sie!

Zumindest bis zur Vollendung seiner Geschlechtsreife ist er das nachweislich nicht.

Sie können das in einem Versuch selbst nachbilden und benötigen dazu:

* Ein männliches oder weibliches Wesen in der Pubertät

* Einen Hund

Bringen Sie diesem Teenager bei, sein Zimmer so sauber zu halten, dass der Hund dort keine Nahrungsreste in erreichbarer Höhe (zum Beispiel: Fußboden) findet.

Okay – Sie haben Recht: dieser Versuch würde an den völlig unrealistischen Bedingungen scheitern.

Probieren wir es also etwas einfacher: fordern Sie den/die Jugendliche(n) auf, lediglich die Zimmertür zu schließen, damit das Haustier nicht die Aufgabe der Bodenreinigung übernimmt.

Sie werden auch nach der dritten oder vierten Ermahnung noch keinen Erfolg erzielt haben.

Nehmen wir nun de Hund: lassen Sie ihn einmal durch die nicht verschlossene Tür in den Räumlichkeiten des angehenden Erwachsenen erfolgreich nach Nahrungsmittel suchen.

Sie werden ihm kein zweites Mal erklären müssen, was er tun kann wenn die Tür einmal wieder offen bleibt.

Damit ist eindeutig bewiesen: der Hund ist nicht nur der beste Freund des Menschen – er ist ihm zu gewissen Zeiten deutlich überlegen.

Abschließend noch ein Hinweis:

Fragen Sie den Jugendlichen bitte nicht, warum er die Tür nicht schließt und ob er riskieren will, dass sich das Tier eine ernsthafte Beschädigung zu zieht.

Wenn Sie überhaupt eine Antwort erhalten sollten, dann die: „Ich war das nicht!“

Besser ist es, dass Sie einen automatischen Schließmechanismus anbringen, so wie an den Haustüren.

Vorteile dabei:

Sie sparen sich Ärger und Diskussionen – und der Hund schont sich seine Gesundheit!

Damit wird zudem bewiesen: ab einem gewissen Alter geht dann die Krone doch an uns Menschen zurück!

Was kann an Facebook besser werden?

Ich gebe offen zu, dass ich ein Opfer des Herdentriebes bin.

Recht früh wurde ich bei Facebook Mitglied, weil ich neugierig war, was Millionen von Amerikanern daran so toll finden, ihr Privatleben ins Netz zu stellen.

Genauso früh war ich genervt und verließ das Portal, weil mir die vielen Anfragen zu Spielen sowie die mächtige Informationsflut einfach zu viel Zeit raubten.

Zwei Jahre später war ich wieder dabei, weil meine ganzen Freunde drin sind und man sich dort abstimmt.

Während ich die Spiele-Anfragen, die Sticker (was auch immer das soll?) sowie das Anschubsen einfach ignoriere, versuche ich dem ein oder anderen Posting durch den „Gefällt mir“-Button ein positives Feedback zu geben.

Doch schon geht der Puls bei mir rauf:

Wenn ich bei der Person XY etwas „like“ – so wie es auf neudeutsch heißt, dann kann ich doch das Posting der Person YZ nicht unbeachtet lassen?

Hat nicht gerade auch YZ dieser Tage etwas von mir geliked?

By the way: der XY habe ich nun schon dreimal hintereinander etwas mit „Gefällt mir“ versehen – das wird die doch hoffentlich nicht als Einschleimerei werten?

Kann ich ein „Rest in Peace, Udo!“ denn mit einem „Gefällt mir“-Button versehen? Ist es klar, dass mir der Beitrag gefällt und nicht der Umstand, dass er mitten im Leben aus diesem gerissen wurde?

Also mich irritiert und belastet das alles.

Um mich jedoch modern und aufgeschlossen zu zeigen, habe ich ein einer spontanen Aktion die 36 Einladungen zu diversen Gruppen zugestimmt. Keine Ahnung, ob die Überschrift immer mit dem übereinstimmt, was man inhaltlich da behandeln will und bei rund 30 Prozent der Einladungen, konnte ich sogar aus dem Gruppennamen nicht wirklich den Sinn erkennen. Doch da meines Erachtens Facebook insgesamt nicht viel Sinn macht, kommt es darauf nun auch nicht mehr an.

Allerdings hätte daher gerne noch folgende weitere Buttons:

„Ich-kann-nur-teilweise-zustimmen“-Button

„Schlimm,-aber-gut-dass-du-darauf-hinweist“-Button

„Geht´s-noch?“-Button

„Langweilig!“-Button

Speziell für die vielen Postings von Nahrungs-Bildern (Foodies):

„Sieht-zwar-lecker-aus-aber-bei-deiner-Figur-kann-ich-das-nicht-empfehlen“-Button

„Dann-lieber-Tütensuppe“-Button

„Schmeckt-hoffentlich-besser-als-es-aussieht“-Button

Und für Selfie-Postings:

„Ist-das-Bild-schon-mit-Photoshop-behandelt-worden?“-Button

„Besser-ich-sag-dir-nicht-was-ich-von-dem-Bild-halte“-Button

„Bitte-keine-Bilder-älter-als-zwei-Jahre-von-dir-posten“-Button

„Danke,-denn-nun-gefalle-ich-mir-wieder-selbst-viel-besser“-Button

„Tut-mir-leid,-dass-es-dir-so-schlecht-geht“-Button

Da ist also noch einiges in Facebook implementierbar!