Endspurt in der Fastenzeit

Für alle Menschen, welche die Fastenzeit genutzt haben um abzunehmen, kommt es nun ganz dicke:

Fett ist gesund und sogar überlebenswichtig, denn es enthält unter anderem Leptin und Adiponektin!

Ich erspare mir nun deren Wirken aufzuführen. Wen es interessiert, der/die kann es im Internet genauer recherchieren.

Bevor nun die Leute in der dreistelligen Gewichtsklasse aufatmen und sich noch einen Haspel auf die Hand bestellen: alles ist eine Frage der Menge!

Rotwein ist nachweislich auch gesund, doch sicherlich nicht, wenn man sich jeden Tag einen Liter und mehr zuführt.

Es gibt (kein Aprilscherz) sogar braunes Fett welches sich im Nackenbereich befinden und obwohl es eklig klingt und optisch auch nicht sonderlich viel her macht, hilft es bei Kälte die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Nun verstehe ich auch, wieso ich ich nicht friere, wenn ich vor Zorn mal wieder so einen richtig dicken Hals schiebe.

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Wer hat´s erfunden? (also die Sommerzeit)

Wenn Sie sich darüber aufregen, dass gerade wieder die Sommerzeit-Umstellung Ihren Bio-Rhythmus durcheinander bringt, so grämen Sie sich bitte nicht. Diese Umstellung kommt nämlich von ganz weit oben!!

Sie meinen, ich würde Blödsinn reden?

Dann will ich es Ihnen beweisen:

Gerade zu Jahresbeginn, wenn die Kraft der Sonne noch spärlich ist und damit auch die Vitamin-D-Produktion des Körpers, versuche ich stets in der Mittagszeit – so zwischen 11:45 Uhr und 12:15 Uhr – dann wenn die Sonne am höchsten steht, ein 30-minütiges Sonnenbad zu nehmen.

Doch selbst wenn der ganze kalte Morgen wolkenfrei und klar war, so ziehen diese Dampfansammlungen so gegen 10:30 Uhr vereinzelt auf und spätestens ab 11:30 Uhr ist der Himmel bedeckt oder weist nur noch sporadisch Lücken auf.

Also fiebere ich der Umstellung auf die Sommerzeit entgegen, denn weil die Uhren eine Stunde vorgestellt werden, sollten erst so gegen 11:30 Uhr die ersten Wolken erscheinen und erst um 12:30 Uhr der Himmel nahezu voll verhangen sein.

Von wegen!

Jetzt zieht sich bereits eine Stunde früher alles zu und wenn die Sonne dann um 13 Uhr den eigentlichen Höchststand erreicht hat, so ist das piepegal, denn mittlerweile regnet oder schneit es bereits.

Fazit: Petrus ist der Erfinder der Zeitumstellungen und da er einen direkten Draht zum Oberboss hat, können wir uns schenken, da herumzumeckern.

Ich gehe jetzt in die Apotheke und hole mir da ein paar Vitamin-D-Präparate. Klar – die taugen nichts. Doch meine Mutter meinte das von mir auch immer und ein wenig tauge ich doch. Vielleicht ist das mit den Kapseln auch so.

🙂

Mode wiederholt sich

Für alle, die schon bisher der Meinung waren, dass sich in der Mode alles wiederholen würde, kann ich nun den eindeutigen Beweis liefern.

Selbst Adam und Eva (gemalt von Lucas Cranach dem Älteren) haben sich einst wohl dem „brazilian waxing“ unterzogen – zumindest der Körperhaar-Entfernung im Intimbereich.

Guggst du hier:

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Ausartende Fantasien

Die absurdeste und damit lustigste Verschwörungstheorie zum Absturz der Germanwings-Maschine konnte ich am Freitag in Facebook lesen:

Schuld sind Gase, die in den A320 von Airbus gelangen und die Kanzlerin würde uns belügen, weil die Amerikaner schneller als wir meldeten, dass man eine Person und nicht der Flugzeughersteller schuld an dem Desaster war. Also sei alles abgesprochen sowie inszeniert.

Ob die Amerikaner auf legalem Wege zu den Informationen gekommen sind, mag man anzweifeln und sich fragen, wie die Presse an die Daten kam. Doch während es sicherlich im Interesse der europäischen Länder war, sich erst einmal abzustimmen, wie damit an die Öffentlichkeit und vor allem an die betroffenen Angehörigen gegangen werden soll, sieht das ‚big brother from the west‘ natürlich wesentlich entspannter.

Klar auch: Amerika ist Boeing und die haben natürlich ein ganz großes Interesse daran, die Konkurrenz Airbus zu schützen und wenn die hören, dass unsere Maschinen fliegende Gasstationen sind, erfinden die sofort einen Gegengrund. Getreu dem Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft, also schützen wir diese!

Welch ein Irrsinn!

Reicht es nicht, dass die Medien uns mit wilden Spekulationen vollmüllen, weil die damit ihr Geld verdienen?

Müssen wir auf den Zug aufspringen und hinter allem Volksverarschung vermuten und wenn der vermutlich Schuldige bereits tot ist, einen Schuldigen für dessen Schuld suchen?

Da wir in den nächsten Wochen noch genug über schwere Kindheiten, Depressionen, Verschleierungsthesen und Sicherheitsmängel lesen werden, verabschiede ich mich an dieser Stelle aus der Thematik.

Nicht, weil mir das Thema egal ist sondern weil ein solches Zerquatschen weder die Toten noch die Angehörigen verdient haben!

Au weia

„Warum gibt es keinen Notknopf außerhalb vom Cockpit?“

Diese Frage wurde wirklich heute Nacht, gegen 0.30 Uhr, in den News eines vermeintlich seriösen öffentlich-rechtlichen Sender, dem Chef der Lufthansa gestellt.

Was hätte diese Info an den Tower gebracht? Nichts! Vielleicht hätte man in den verbleibenden knapp 6 Minuten durch einen Psychologen die Einstellung zum Leben des Co-Piloten ändern können?

Oder sollte dieser Knopf alle Verriegelungen aufheben, für den Fall dass der übliche Notfall-Entriegelungscode von innen bewußt blockiert wurde? Wäre dann nicht auch noch ein Notfall-Schweißbrenner sinnvoll, der hilft, wenn dieser Notfall-Entriegelungsknopf-der blockierten-Notfallentriegelung deaktiviert wurde? Natürlich muss dieses Gerät an einer Stelle untergebracht sein, die für Terroristen nicht erreichbar ist und natürlich muss jeder Pilot einen Schweißerlehrgang besucht haben, der jedes Jahr aufgefrischt wird. Ebenfalls wichtig ist auch die halbjährige Wartung des Schweißgerätes.

Neben dieser Frage verblassten die anderen journalistischen Kostbarkeiten wie:

„Werden die Mitarbeiter im Cockpit sich gegenseitig misstrauisch beäugen?“

„Rechnen Sie nun mit Rückgängen bei den Flugbuchungen?“

„Wäre nicht die regelmäßige psychologische Begutachtung der Piloten sinnvoll?“

Wie sinnvoll Gutachten sich, erleben wir immer wieder, wenn Kinderschänder, Sexualstraftäter oder Mörder auf freien Fuß kommen und dann erneut ihren abartigen Neigungen nachgehen.

Wenn also ein als gesund attestierter Pilot in ca. 20 Jahren (rein statistisch betrachtet) wieder einen Flieger abstürzen lässt, wird man dann wohl Zweit- und Dritt-Attestierungen fordern.

Und wenn irgendwann wieder ein Pferd auf eine Autobahn rennt und es zu einer Karambolage kommt, sollte man entweder generelle Sicherheitszäune an den Strecken bauen oder die Nutzung, Haltung und Zucht dieser Vierbeiner verbieten.

Morgen werde ich mich abschließend noch den neuesten Verschwörungstheorien widmen, wo ich selbst noch unschlüssig bin, ob das traurig ist oder einfach nur komisch. Zumindest erweckt es mir den Eindruck, als stamme der Mensch nicht vom Affen sondern vom Huhn ab, so wie da jetzt stellenweise aufgeregt geflattert wird.

Wahnsinn der auf Wahnsinn folgt

Wir Menschen sind klug und finden es deshalb blöde, dass wir nur eine hochentwickelte tierische Rasse sind. Doch leider gehört damit auch dazu, dass wir den Herdentrieb unserer Vorfahren in uns tragen.

Wenn folglich außerhalb dieser Gruppe irgendwo andere Menschen sterben, dann muss die Zahl entweder sehr hoch oder die Art des Versterbens sehr brutal sein, dass es noch unsere Aufmerksamkeit erregt. Doch wenn Erna S. aus der Nachbarschaft tot aufgefunden wird, dann berührt es uns tief.

So trifft uns Deutsche auch das aktuelle Flugzeugunglück mehr als üblich, weil es sich um eine deutsche Airline handelte, die auf einem Flug zu einer deutschen Stadt war. Flug 4U9525 ist sozusagen „unser aller Erna S.“!

Weil unsere Betroffenheit die Aufmerksamkeit für die Medien erhöht, machen die Journalisten das was sie tun müssen: Spekulieren, so lange man noch nichts weiß, denn da wir Leser, Hörer oder Zuschauer gerne Antworten haben wollen, sind wir für Thesen empfänglich.

Penetrieren der Angehörigen gehört dazu, damit deren Leid uns zeigt, wie gut es ist, dass wir nicht in dieser Unglücksmaschine sitzen konnten. Wenn die Betroffenheit der Betroffenen dazu führt, dass diese uns nicht direkt an ihrer Trauer teilhaben lassen wollen, dann tut´s für ein Interview notfalls auch die Arbeitskollegin einer befreundeten Nachbarin, die eine der verunglückten Personen schon einmal auf der Straße gegrüßt hat.

Getreu dem Motto: Wer Hunger hat, nimmt auch eine Brotkrume dankbar an, reichen dann auch so journalistische Hammerfragen, wie:

Was meinen Sie, wie die sich gerade fühlen?

Was haben Sie gedacht, als Sie von dem Unglück hörten?

Kann ich einmal bei Ihnen das WC benutzen?

Das Ganze gipfelt dann in dem Szenario, wenn die Ursache gefunden wurde:

Lag´s an der Technik, muss da getauscht oder erneuert werden.

Lag´s an Terroristen, dann müssen die Sicherheiten erhöht werden.

Alle diese Aktionen, natürlich jedoch ohne Preise und den Check-in negativ zu beeinflussen.

Lag es an einem Co-Piloten, der vermutlich suizid veranlagt war und sich für seinen Tod reichlich Begleitung gewünscht hat, dann gibt es da natürlich wieder genug Aufschreier in den Medien, die Änderungen fordern, weil das die Auflagen oder Zuschauerzahlen erhöht.

Muss eine Stewardess oder ein Purser in das Cockpit während einer der Piloten seine Notdurft verrichtet, wird das nur so lange eine praktikable Lösung sein, bis irgendein verkleideter Terrorist/Terroristin diesen Moment nutzt, um den verbleibenden Piloten zu einem Sinkflug zu zwingen – oder ein Pilot dem Bewacher klar macht, dass dieser Sinkflug unumgänglich ist. Natürlich müssen das Bewirtungspersonal auch eine Piloten-Grundausbildung durchführen, damit diese zur Not wissen, was der verbliebene Pilot falsch machen will und man korrekt eingreifen kann. Männer oder Frauen, die einem ins Lenkrad greifen, das ist schon im Straßenverkehr keine angenehme Aktion.

Oder wir holen uns gleich den dritten Piloten wieder ins Cockpit, den wir gerade erst im Zuge der Preiskämpfe abgeschafft haben. Doch was, wenn man kollektiv das Ende herbeisehnt?

Geben wir den Computern mehr Rechte, die wir sofort wieder mit Empörung entziehen, wenn der erste störrische Computer einen Absturz verursacht?

Führen wir das Pinkel-Verbot ein für Flugzeugführer während des Fluges ein? Doch was, wenn eine manuelle Landung erforderlich ist und beim harten und damit für die Blase schmerzhaften Aufsetzen das Seitenruder verreißt?

Mein Vorschlag: Die Flieger gleich auf dem Boden lassen und über die herkömmlichen Autobahnen düsen lassen. Minimiert zumindest das Absturzrisiko gegen Null.

Langer Rede schwacher Sinn:

Wir bekommen keine vollkommene Sicherheit und wenn jemand sich den Tod von sich und anderen wünscht, wird er auch entsprechend Lücken finden.

Wollen wir uns absichern, dann hüllen wir uns in viele Lagen unbrennbarem Kunststoff ein und verbringen den Rest unseres Lebens in einem atombombensicheren Bunker. Das Essen bestellen wir telefonisch und ein 5-köpfiges Wachpersonal nimmt dieses an und prüft vor. Wenn nach 5 Stunden keine Auffälligkeiten auftreten, können die kalten Reste bedenkenlos von uns verspeist werden.

Zurück zu dem Flugzeugunglück:

Da jetzt für Spekulationen kein Raum mehr frei bleibt, muss nun mit Reklamation agiert werden, um das Interesse hoch zu halten.

Die beste Waffe dagegen: ignorieren Sie es einfach – dann hört das schneller auf!

Flug 4U9525

Nachdem gestern klar war, dass sich Germanwings Flug 4U9525 für ca. 8 Minuten auf einem nahezu linearen Sinkflug befand, haben sich für mich die Möglichkeiten der Ursachen auf ein Minimum reduziert.

Das geht ganz einfach im logischen Ausschluss-Verfahren:

Man muss keine Ausbildung zum Piloten absolvieren oder braucht die Infos von Sensoren, um einen 1000-Meter-pro-Minute Sinkflug festzustellen.

Wenn nach drei Minuten der Flieger immer noch sinkt, obwohl irgendein Computer meldet dass alles okay ist, wird selbst der phlegmatischste Flugkapitän anordnen, dass man den Computer abschaltet.

Selbst bei einem Windows-PC braucht dann dieser Logoff keine 5 Minuten und spätestens nach sieben verstrichenen Sinkflug-Minuten, sollten Pilot und Copilot sich darüber geeinigt haben, den Tower zu informieren, dass man den Power-OFF-Button nicht gefunden hat oder „der Computer hängt“.

Da das alles nicht stattgefunden hat, muss irgendwas oder irgendjemand die Flugzeugführer daran gehindert haben!

Es bleibt nur zu wünschen übrig, dass Crew und Passagiere diese letzten 8 Minuten nicht mehr bei Bewusstsein erleben mussten. Denn das stelle ich mir absolut schrecklich vor.