Automobilfunk

In Bälde wird es das Auto in der bisherigen Form nicht mehr geben. Es handelt sich dann vielmehr um ein Großraum-Handy mit Fortbewegungs-App.

Bei freundlichen KFZ-Händler um die Ecke wird dann das ´iCar´ von Apple und das ´Samsung S50 move around the edges´ zu erwerben sein.

Schon jetzt führen diverse Nobelmarken in einigen ihrer Modelle SIM-Karten mit sich, die diverse Daten an die Werkstatt funken. Ab 2018 sollen alle Neuwagen über solch eine Mobilfunkkarte verfügen, um eCall nutzen zu können. Würde es dann zu einem Unfall kommen, sendet ein Modul automatisch einen Hilferuf ab.

Datenschützer schreien natürlich auf, denn wenn erst einmal so ein Fahrzeug telefonieren kann, dann wird es das sicherlich auch öfter tun wollen. So wie viele Personen das Smartphone kaum noch aus der Hand legen, so wird auch das Fahrzeug ständig was zu twittern oder zu posten haben. Solch ein Auto ist halt auch nur ein Mensch!

Ob das auch immer nette Sachen sind die da geplaudert werden, ist auch fraglich. Wenn also der eifersüchtige Lover beispielsweise das ´iCar´ hackt, kriegt er schnell raus, ob die Freundin tatsächlich im Nachbarort bei der Freundin war oder doch woanders und vor allem wann und wie lange. Die Auswertung der Sensoren an den Stoßdämpfern zeigt knappe 10 Minuten rhythmisches Auf und Ab an, obwohl sich das Fahrzeug offensichtlich nicht bewegt hat und auch bauliche Mängel an den Straßen auf der Route nicht bekannt sind. Hier wird es argumentativ eng für die Fahrerin.

Doch auch andere Fragen stellen sich mir:

Wohin geht der Notruf? ADAC, Unfallklinik, Medical One, Versicherung oder an den nächsten Händler für Neufahrzeuge? – Das wird wohl eine Frage des Sponsoring sein!

Muss das Funkteil geschützt sein, wie die Blackbox in einem Flugzeug, damit nach einem Auffahrunfall oder Brand auch noch die Nachricht rausgehen kann, dass es gekracht oder gebrannt hat?

Brauche ich eine Datenflat und wenn ja, in welcher Höhe?

Kann ich den Vertrag wechseln, wenn ich mit dem Empfang nicht zufrieden bin?

Geht auch blau.de obwohl ich so nicht fahren darf?

Wer zahlt denn dafür? Also ich, direkt oder ich, indirekt über einen höheren Anschaffungspreis?

Kann das Auto dann mit Prepaid-Tarif genutzt werden oder nur mit Vertrag und fester Laufzeit?

Interessant stelle ich mir auch die Kommunikation zwischen den elektronischen Bauteilen vor.

Hier ein fiktives Beispiel:

PKW Aussendung nötiger Notfall Eilmeldung – abgekürzt: PANNE

Leitstelle Melde Anlagen Annahme – kurz: LMAA

PANNE sendet Message: „Brauchen Hilfe nach Unfall!“

LMAA antwortet: „Guten Tag , Sie sind mit dem Notruf eCall verbunden. Was kann ich für Sie tun? Wählen Sie: 1 für Allgemeine Anfrage – 2 Panne – 3 für Unfall oder 4 für Kontaktabbruch“

PANNE: „3“

LMAA: „Ich habe Sie nicht verstanden. Bitte wiederholen Sie die Eingabe!“

PANNE: „3

LMAA: „Sie haben 2 gesagt? – Bei Ja drücken Sie 1 – bei Nein die 2 und bei Abbruch die 3“

PANNE: „2“

LMAA: „Sie haben 2 gesagt? Wann ja dann wählen Sie: 1 für Allgemeine Anfrage – 2 für Panne – 3 für Unfall oder 4 für Kontaktabbruch“,

PANNE: „3“

LMAA:“ Sie haben 3 gesagt? Wählen Sie 1 für Unfall ohne Personenschaden – 2 mit Personenschaden leicht verletzt – 3 mit Personenschaden schwer verletzt – 4 Personenschaden mit Todesfolge – 5 Kontaktbruch“

PANNE: „1“

LMAA: „Sie haben 1 gesagt? – Bei Ja drücken Sie 1 – bei Nein die 2 und bei Abbruch die 3“

PANNE: „1“

LMAA: „Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick – Sie werden verbunden, … „

-pause-

LMAA: „Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick – Sie werden verbunden, … „

-pause-

LMAA: „Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick – Sie werden verbunden, … „

-pause-

LMAA: „Ihr Produktkey kann leider nicht zertifiziert werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Händler oder an den kostenpflichtigen Microsoft-Support. Dieser ist unter…“

PANNE hat die Verbindung unterbrochen.

Advertisements

Eltern entkommen aus der Sklaverei

Ein Gerichtsurteil stellt klar: Kinder ab 14 Jahren haben sich 7 Stunden die Woche an den Arbeiten im Haushalt zu beteiligen.

Mal abgesehen davon, dass wir froh wären, wenn der 17-jährige Prinz in unserem Haushalt dem Personal (formerly known as Eltern) 7 Stunden im Jahr helfen würde, so ergeben sich weitere Schwierigkeiten.

1. Hürde:

Da der/die Jugendliche noch nicht volljährig ist, müsste die Unterlassungsklage an die Eltern gerichtet werden. Also würden wir uns selbst verklagen müssen, wegen Unfähigkeit das Kind aus seiner Unfähigkeit zu bringen.

2. Hürde:

Da jegliche Form der Hilfestellung mit Gemotze, massivem Sträuben sowie gelebter Unwissenheit begleitet wird, benötigen wir Eltern ca. 60 Minuten Aufwand, um 30 Minuten Mithilfe herauszuschinden, die einen effektiven Gegenwert von 10 Minuten Arbeitseinsatz hat und die Nachbesserungstätigkeiten nochmals mit 10 Minuten elterlichen Aufwandes zu Buche schlagen. Aus diesem Grund ist das aktive Mitarbeiten des Jugendlichen nicht nur unrentabel sondern sehr zeitintensiv.

Anders formuliert: Wir helfen uns selbst am meisten, wenn wir uns nicht helfen lassen!

Pech eben, dass wir zu einer Zeit geboren wurden, wo wir als Kindern den Eltern und nun als Eltern den Kindern zur Verfügung stehen müssen.

Allerdings stehen wir Erziehungsberechtigen argumentativ etwas souveräner da, wenn uns der Nachwuchs wieder einmal wissen lässt, dass wir verpflichtet wären, ihm eine Luxus-Rundum-Versorgung zu gewährleisten.

Unfall-Separees

NRW beginnt und damit ist es nur noch eine Frage der Zeit bis andere Bundesländer nachziehen: zur Ausrüstung die mit zu Unfällen auf Autobahnen gekarrt werden, gehören fortan Sichtschutzwände.

Klingt irgendwie nach bescheuerter Geldverschwendung und ist es auch. Jedoch nicht die Anschaffung aus solches, sondern der Grund dafür!

Weil es mittlerweile schon zum Volkssport geworden ist, sich auf Youtube & Co. mit ungewöhnlichem Bildmaterial Bekanntheit verschaffen zu wollen, mutieren bei so solchen Geschehnissen auf den Straßen viele der üblichen Gaffer nun zu Bild – bzw. Videoproduzenten.

Damit werden die Staus auf den Gegenfahrbahnen bei Unfällen noch „stauiger“ und die Gefahr, dass durch Unachtsamkeit noch weitere Unfälle passieren, wächst immens.

Diese Sichtschutzwände sollen nun die Hobby-Reporter einbremsen und damit den Verkehr flüssig halten.

Gegner solcher Maßnahme werden natürlich argumentieren:

„Ich muss doch ohnehin langsam und vorsichtig fahren und ich darf zwar im Auto nicht telefonieren, doch vom Filmen oder Fotografieren steht da nichts!“

Vielleicht denkt sich auf der ein oder andere leicht respektive unverletzte Unfallteilnehmer:

„Mist, wie komme ich an der Trennwand vorbei, damit mich jemand sehen und filmen kann?“

Ich persönlich denke: Zwischen all den sinnlosen Ausgaben unseres Staates, ist diese Sichtschutzwand eine sinnvolle Investition, um pietätlosen Gaffern -passend zu deren Hirn- den Speicherchip leer zu lassen.

Und wer unbedingt gruseligen Aufnahmen veröffentlichen will, der soll sich an mich wenden. Ich liefere kostenfrei Bildmaterial von mir, morgens nach dem Aufstehen im Bad. Noch ein wenig Theaterblut und etwas Photoshop und das Ganze sieht mächtig gruselig aus. Klicks im Internet sind garantiert. 😉

Statistik-Artisten

„Ich hätte gerne eine Statistik!“

„Über was und wie soll das Ergebnis sein?“

Haben Sie neulich die Reportage vom Team Wallraff gesehen, wo es um das Thema „Jobcenter“ ging? Wenn ja, dann mussten Sie sicherlich stellenweise fassungslos den Kopf schütteln und wenn nein, so glauben Sie mir bitte: sie hätten es getan!

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen nun sagen, dass es bei der Agentur für Arbeit (das ist die Institution, die für „noch frische“ Arbeitslose zuständig ist) ähnlich abläuft.

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Mann und haben sich Ihren „besten Freund“ abgerissen. Sie gehen zum Arzt, doch statt Sie nach Ihrer Befindlichkeit auszufragen und dann ordentlich zu untersuchen, unterbricht sie ein mäßig gelaunter Doktor und verschreibt Ihnen Viagra wegen erektiler Dysfunktion. (= Potenzstörung)

Ihnen mag das nicht wirklich helfen, doch für die Verschreibungsstatistik des Arztes ist es gut und damit hilft diese Arznei auf jeden Fall. Sie lächeln dankend, weil Sie Angst haben, dass man Ihnen sonst keine Krankmeldung ausstellt.

So wurde mir nun ein Seminar aufgedrückt, das ich (dreimal die Woche) für die nächsten vier Monate besuchen kann. Hier lerne ich, wie ich meinen Lebenslauf optimieren und bei Bewerbungsgesprächen besser auftreten kann.

Dies mit dem Lebenslauf wäre eine Angelegenheit, die an einem Tag zu erledigen ist und das mit den Bewerbungsgesprächen ist im Prinzip prima gedacht – doch bis dahin komme ich überhaupt nicht!!!   –  Mit knapp 54 Jahren bin ich ein Dinosaurier im IT-Bereich – dazu die letzten 4 Jahre für Blackberry-Smartphones zuständig, die in den Firmen überall abgebaut werden und alles andere ist Thematisch 6 Jahre oder noch länger her sowie autodidaktisch erlernt.

Arbeitgeber wollen jedoch junge IT´ler mit frischen Zertifizierungen und keine Personen, die sich damit rühmen können bereits der 743te BTX-Kunde bei der Post gewesen zu sein. (Anmerkung: BTX stammt aus der Zeit VOR dem Internet – also sozusagen Frühsteinzeit.)

Demnach dient die Aktion vor allem einem Zweck: meine Person erst einmal aus dem Arbeitslosenstatistiken heraus zu nehmen und wenn ich bis Oktober noch nicht unter bin, dann wird nochmal bis Jahresende verlängert und wenn es dann immer noch nicht klappt, muss nur noch etwas über ein halbes Jahr überbrückt werden. Dann wäre ich zwar Hartz-IV´er doch weil meine Frau genug verdient, falle ich da nicht rein.

So leben wir in Deutschland in einer „gefühlten“ geringen Arbeitslosenquote!

Liebe saar-distisch

Im Saarland ist wohl ein 15-jähriges Mädchen mit dem 42 Jahre alten Ex der Mutter durchgebrannt. So zumindest die ersten Recherche-Ergebnisse.

Nun könnte man das Ganze abtun mit dem Satz: „Das Saarland eben! Dem Oskar Lafontaine seine Sarah Wagenknecht ist auch knapp 26 Jahre jünger.“

Sie können sich jedoch sicherlich denken, dass ich das auch mal anders herum betrachten möchte:

Ich stelle mir vor, wie ich mit der Ex meines Vaters durchbrenne….

Wenn ich Glück habe ist das nicht meine Mutter, sondern er hatte noch Frauen zwischen ihr und seiner jetzigen Gattin. Doch auch das macht das Szenario nicht viel angenehmer. Selbst so würde die Ex eine Mitsiebzigerin sein und so viel saarländische Wurzeln könnte ich nicht haben, als dass mir dies einen prickelnden Gedanken abringen würde. Lägen 27 Jahre Altersdifferenz zwischen ihr und mir, dann hätte diese Frau auf jeden Fall den 80ten Geburtstag bereits gefeiert.

Wenn allerdings der Oskar mein Vater wäre und er sich von der Sarah trennen würde, dann könnten wir darüber reden – aber ihn als Vater zu haben – nein danke – da lassen wir doch lieber alles so wie es ist.

Ich hoffe nur, dass das verschwundene Mädel bald nach Hause zurückkehrt und noch 3 Jahre wartet, bevor sie einen neuen Anlauf zum Weglauf nimmt. Doch dann ist ihr der Ex der Mutter sicherlich zu alt und vielleicht tut es dessen Sohn, falls er einen hat.

Schonzeit für den Jägermeister

Die letzte Jahre haben wir immer im Frühling an einem Tümpel eine Reinigungsaktion gestartet, die von der Stadt unter der Bezeichnung „Sauberhaftes Hochheim“ unterstützt wurde.

Jedes Jahr bin ich erneut verblüfft, wie dieses Areal zugemüllt wird. 50 und mehr Jägermeisterflaschen, eine zweistellige Zahl Vodkapullen und Zigarettenschachteln bis hin zu Autobatterien sowie Pizza- und Döner-Verpackungen „wachsen“ da im kleinen Wäldchen.

Traurig, dass der Stadt offenbar die Mittel gestrichen wurden, diese Aktion auch dieses Jahr wieder durchzuführen.

Das Leergut von Jägermeister & Co. wird also in diesem Jahr von einer Aufsammlung verschont bleiben, denn den Müll nun ohne Greifergabeln aufzusammeln und in kleineren Fuhren mit dem PKW zur Deponie zu fahren, dazu habe ich dann auch keine Lust und vor allem nicht das Geld. 

Und da sind wir schon beim Kern meines heutigen Blogs:

Während das Geld für Reinigungsaktionen fehlt, scheint es den Konsum daran nicht zu mangeln. Denn die Alkohol-Flaschen mussten zunächst einmal gekauft werden, um dann ihre Entsorgung in der Natur zu finden.

Schön wäre es, wenn weniger erworben würde, weil das Geld dafür nicht mehr so locker sitzt.

Und wird weniger veräußert, lassen sich die Konsumprodukterzeuger neue Wege einfallen, wie die Verpackungsaufwände reduziert werden können.

Wenn beispielsweise der Jägermeister nur noch direkt in die private Flasche abgefüllt wird, schmeißt der junge Trinker diese wohl nicht lässig in den Wald, denn morgen ist ja auch noch ein Tag wo man Durst auf den Kräuterschnaps hat.

So aber landen die grünen Flaschen weiterhin auf dem Bauch von Mutter Natur, getreu dem Werbespruch des Likörherstellers mit dem Hirschgeweih im Logo:

Wer, wenn nicht wir!