Nomen est omen

Was für eine seltsame Welt in der wir leben! Wir werden tagaus tagein besch… und es stellt sich im Grunde nur noch die Frage: „Von wem?“

Dabei könnten wir hier schon Einhalt gebieten, wenn wir etwas mehr auf die Namensgebung achten.

Sie wollen Beispiele von mir?

Nehmen wir die Pocken – auch Blattern genannt. Ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die man ganz schwer wieder los bekommt. Was haben wir folglich von einem Menschen zu erwarten, dessen Nachname Blatter lautet?

Oder nehmen wir den Paternoster:

Früher eine beliebte Eintrichtung, um Stockwerke zu überwinden. Damals war auch die Serie „Pater Brown“ sehr beliebt.

Heute weiß man: Pater, Pastoren, Priester wie Bischöfe können extrem unangenehm sein, wenn sie einem zu nahe kommen oder man ihnen. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass man die Pater namens Noster als unmodern sowie gefährlich einstuft und deshalb loswerden will. Doch wie im kirchlichen Umkreis wird das nicht so einfach funktionieren.

Als letztes Beispiel nehmen wir den anstehenden G7-Gipfel:

Wenn schon beim G36 der Bundeswehr ziemlich viel daneben geht, dann wird es erst Recht beim G7 passieren. Also: „Außer Spesen, nichts gewesen!“

Dieses Wissen um die Namensgebung macht die Welt vielleicht nicht schöner, jedoch erwartbarer.

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Ups – Suche nach dem USP oder der FIFA

Habe heute ein nettes Seminar mit dem Thema „Selbstmarketing“ besucht, mit netter Referentin und es ging unter anderem um mein USP.

Gleich ein paar Informationen vorweg: es war wirklich nett (also angenehm sowie informativ) und nicht das „nett“, welches die kleine Schwester von Sch…. sein soll.

Bei USP handelt es sich auch nicht um eine unglaublich schwitzende Person, sondern um das „unique selling proposition“.

Ausnahmsweise klingt das mal auf Deutsch einfacher: Alleinstellungsmerkmal = Was kann ich besser als andere?

Natürlich gibt es genug Dinge, die ich prima beherrsche,  wie beispielsweise den Harndrang, doch in welchem Berufszweig bringt mir das Erfolge? Außerdem hat mir mein Vater immer gesagt: „Mutti ist in allem die Beste!“

Folglich besteht mein größtes Alleinstellungsmerkmal wohl daraus, dass ich mit meinen Ansichten oft alleine stehe.

Doch ich bin optimistisch und gehe davon aus, dass ich das alles erlerne sowie erkenne.

Wenn nicht, dann fliege ich ins Ausland, besteche ein paar Leute und werde dort FIFA Regional-Präsident. Dann werde ich bestochen und kassiere kräftig Kohle.

Ist zwar bei der FIFA offensichtlich kein Alleinstellungsmerkmal, doch der Verdienst tröstet darüber hinweg.

Hello Dolly

Da flattert noch das amerikanische Chlor-Hühnchen um uns herum und schon bekommen wir ein neues Thema serviert und das vermutlich bald auch auf dem Teller: Klon-Fleisch!

Natürlich kann man das entspannt sehen und argumentieren: „Was ist denn so schlimm, wenn ich beispielsweise von einer genetischen Kopie (siehe Schaf „Dolly“) satt werde?“

Das mag vielleicht stimmen, doch müssen wir alle zu Testobjekten werden, nur um Gewinnsteigerungen von Unternehmen zu optimieren?

Auch das Argument: „Dann kaufe doch bei einem Metzger deines Vertrauens ein!“, ist dürftig.

Es gibt doch kaum noch Metzger, die wirklich selbst schlachten.

Korrekt müsste der Satz folglich lauten: „Vertraue dem Zulieferer der Großschlachterei, welcher der Metzger deines Vertrauens vertraut!“

Wir können natürlich auch den Kontrollen vertrauen,  die man uns verspricht, doch Hand aufs Herz: wenn man uns schon Pferdefleisch als Rind andrehen konnte, wird das beim geklonten Tier sicherlich noch einfacher und damit häufiger geschehen.

Also am besten ganz auf Fleisch verzichten, wegen Chlor, Krankheiten, Klon sowie Überfischung. Getreide am besten auch meiden, auf Grund der Gen-Manipulationen sowie Gemüse wegen der Pestizide.

Wenn wir dann alle verhungert sind und die Einnahmen der Konzerne auf Null geht, wird es zu einem Umdenken kommen. Für Sie und mich wohl zu spät. Aber vielleicht wurden wir geklont und unsere Verbraucher-Kopien können es sich wieder schmecken lassen.

Der feine kleine Unterschied

Wir Männer sind schon seltsame Wesen! Auf der einen Seite leiden wir meist in großem Stil, wenn uns ein Wehwechen plagt – auf der anderen Seite sind uns Arztbesuche so unangenehm, dass wir auf diese so lange verzichten, bis ein Wehweh aus dem -chen erwachsen ist.

Ganz besonders dann, wenn die Probleme in Bereichen auftreten, die maximal von einer fachkundigen Partnerin (respektive Partner) behandelt werden sollen und nicht von einem Doktor.

Kein Wunder also, dass ich einem Freund gestern mächtig Respekt zollte, als er mir im Vertrauen von seinem Leid in seinem Intimbereich berichtete und er sogar einen Arzt aufgesucht habe. Erleichterung stieg in mir auf, als ich erfuhr, dass erst einmal kein operativer Eingriff nötig sei. Keine Ahnung wie die Tabletten wissen, wo sie hin müssen, um zu wirken. Doch offensichtlich verstehen die Pillen ihr Handwerk.

Ein paar Stunden nach dem Outing dann die große Überraschung: das Männergeheimnis, das ich stolz mit mir getragen hatte, war längst keines mehr – dank weiblichem Informationsverhalten.

Die Damen der Grill-Runde unterhielten sich bereits angeregt darüber, dass eben der kranke Held alles andere als mutig sei und die Krankheit vermutlich längst ausgeheilt wäre, hätte „Er“ den Mut bewiesen und wegen „Ihm“ gleich einen Arzt aufgesucht.

Statt den armen Kerl einfach mal zu loben, wie tapfer und unter Schmerzen, er sich dem Selbstheilungsversuch gestellt hat.

Da sieht man es wieder einmal: Man(n) kann es den Frauen nicht Recht machen!

Elterliches Outsourcing

Gestern kam es zu einer Meldung, die  mich irritiert auf den Kalender blicken ließ, mit der Frage: „Haben wir wirklich Pfingsten vor uns oder ist heute der erste April und wir werden von den Medien veräppelt?“

Viele Menschen würden sich beschweren, dass in den Schulen am realen Leben vorbei gelernt wird!

Bis dahin teile ich die Ansicht. Doch auch das ist kein rein neuzeitliches Phänomen. In meiner Jugend lernte ich, durch welche Städte der Brahmaputra fließt, doch über die deutschen Flüsse fast nichts und während ich über das Leben der schon lange verstorbenen Musiker Mozart und Co. bestens geschult wurde, musste ich mir die Informationen über die Popgruppe ABBA privat aneignen.

Nun allerdings würde der Ruf laut, an den Schulen das Fach „Benehmen“ einzuführen. Wäre sicherlich prima für den ein oder anderen Nachwuchs, wenn er durch höfliches Auftreten einen Fünf in Deutsch ausgleichen kann.

Aber mal Hand aufs Herz:
Soll denn die Kindererziehung komplett an die Lehrer abgetreten werden und die Eltern haben sich nur noch um Markenklamotten sowie die multimediale Ausstattung zu kümmern?

Erziehung fängt direkt nach der Geburt eines Kindes durch die Eltern an und nicht erst im Kindergarten oder in der Schule durch externe Kräfte!

Positives Denken

Wir werden dazu erzogen, positiv zu denken, denn das würde das Leben positiv beeinflussen.

Dabei reicht es schon lange nicht mehr, sich ein halb leeres Glas als halb voll vorzustellen.

Seitens Regierung sowie Wirtschaft wird uns empfohlen, sich die fehlende Hälfte zu erdenken:

„Stell dir vor, das Glas sei nur halb so groß wie es ist und schon ist es voll!“

So gesehen ist das korrekt.

Natürlich hilft uns Menschen auch die Intelligenz weiter.

Wenn wir beispielsweise heute in einem Stapel Briefumschläge einen mit Fenster suchen, werden wir einen solchen nicht finden, weil wir bereits gestern -als wir ein fensterloses Couvert brauchten- lediglich diese mit Fenster entdeckt haben.

Wir wissen: hier ist Murphy im Spiel und sind halbwegs entspannt!

Wir könnten sogar voll entspannen, würden wir gleich damit rechnen.

Außerdem sind wir lernfähig:

Kann irgendetwas nur links oder rechts liegen, dann gibt es zwar rein mathematisch eine 50:50- Chance zur richtigen Seite zu greifen, doch realistisch betrachtet, liegen wir eher bei 3 Prozent Wahrscheinlichkeit, die korrekte Wahl zu treffen.

Doch damit analysiert unser Geist: „Nun kann es nur noch auf der anderen Seite liegen!“

Wir erhöhen nun unsere statistische Erfolgschance auf 100% – falls nicht das gesuchte Objekt ganz woanders liegt. Doch selbst dann wissen Sie wenigstens: „Hier in den beiden Stapeln war es definitiv nicht!“

Alles eine Frage der inneren Einstellung!

😉

Blues Boy King

Schon wieder hat das Jahr 2015 zugeschlagen und eine weitere Größe aus dem Bereich Blues-Musik ist tot: B.B. King

Weltberühmt sind die Hits (u. a. mit der Gruppe U2) sowie seine Lucille, der er seit 1950 treu ist.

Dabei handelt es sich nicht um eine seiner Frauen aus zwei gescheiterten Ehen, sondern um eine Gibson Gitarre.

Leider habe ich weder das Talent noch den Ehrgeiz von B.B. King, doch in einem Punkt sind wir uns ähnlich:

Als ich vor rund 45 Jahren meine Hoyer „Les Paul“ für eine hohe Summe gebraucht erwarb (Es gibt Experten, die diesem Gibson-Nachbau bescheinigen, besser als das Original zu sein) wurde das auch eine Beziehung für mein Leben.

Diese Gitarre werden erst meine Erben vermutlich verticken – ich bestimmt nicht!

Ich hoffe, dass man für B.B. King einen adäquaten Ersatz für seine Lucille im Himmel hat. Ansonsten wäre es sicherlich die Hölle für ihn und den Mit-Engeln würde einiges an musikalischem Genüssen entgehen.