Ehe mal ganz anders

Sind wir deshalb vor Gott eines Tages alle gleich, weil wir alle gleich tot sind? Oder gibt es auch dort die 2-Klassen-Gesellschaft, der Himmelsbewohner und jener der Hölle? Während wir uns das im Jenseits nicht sicher sein können, ist es im Diesseits eindeutig, denn dafür sorgen schon unsere Gesetze.

Hier möchte ich als Beispiel den heiligen Bund der Ehe anführen.

Bringt eine verheiratete Frau ein Kind zur Welt, so ist der Ehemann automatisch der Vater, selbst wenn der Nachwuchs dem Postboten wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Bei einem unverheirateten Paar, muss die Frau den Erzeuger anerkennen, sonst wird es schwer für diesen mit der Vaterschaft.

Besitzen Sie ein Vermögen, dann können Sie zwar in einem Testament eine(n) Lebensgefährtin/-gefährten bedenken, doch Sie versorgen auch Vater Staat. Denn während unverheiratete Partner eine Erbschaft über 20.000 Euro versteuern müssen, braucht der echte Gatte  beziehungsweise die echte Gattin, nur Beträge über 500.000 mit dem Finanzamt teilen.

Wichtig ist demnach bei der Partnerwahl folgende Checkliste:

  1. Vermögend?                              JA/NEIN              5 Punkte
  2. Kränklich?                                 JA/NEIN              3 Punkte
  3. Lebt riskant oder ungesund?    JA/NEIN              2 Punkte

Wenn Ihre Antworten mindestens 5 Punkte erzielen, sollten Sie über eine Eheschließung nachdenken. Bei mehr als 8 Punkten wäre unverzüglich zu handeln.

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P O S T   –   Päckchen Ohne Service Tätigkeit

Heutzutage werden Lieferungen von DHL, DPD, Hermes und wie sie alle heißen über das Internet angekündigt. Lautet die Info beispielweise, dass das Päckchen voraussichtlich zwischen 11 und 15 Uhr geliefert wird, nimmt man sich einen halben Tag frei und bleibt die ganze Zeit daheim, um nicht die Lieferung erst am nächsten Tag, oder später aus einem überfüllten Laden, abholen zu müssen.

Ab 14 Uhr erwacht eine Nervosität  und man prüft, ob die Klingel auch wirklich funktioniert. Wenn dann, in der Regel so gegen 15:15 Uhr, der Mann von dem Versandunternehmen eintrifft, nehmen wir glücklich unsere Lieferung entgegen. Falls nichts passiert, geben wir so gegen 18 Uhr die Hoffnung auf und sind bereit, die Wohnung zu verlassen.

Immer wieder kam es vor, dass ein Blick in den Briefkasten einen Zettel hervorbrachte auf dem stand: „Sie waren leider nicht zu erreichen!“

Hatte der gute Lieferant wirklich in dem Moment geklingelt, als der Harndrang so stark war, dass man auf der Toilette verweilte und just in diesem Augenblick des Läutens den Spülknopf betätigt hatte? Oder geschah es in dem Moment, wo das Telefon klingelte und man hastig in den Hörer rief: „Sorry, ich warte auf ein Päckchen!“? Die andere Seite zwar sofort verstand und das Gespräch beendete, doch vielleicht war der Lieferant ausgerechnet in dem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit eingetroffen?

Letztes Wochenende war es wieder so weit: wir warteten auf ein Päckchen und da wir zu Zwei waren, gingen meine Frau und ich die Angelegenheit recht entspannt an. Wir sahen die Briefträgerin mit ihrem gelben Karren in unsere Häuserzeile einbiegen und jeden Moment sollte es klingeln.

Es klingelte nicht – stattdessen hörten wir das Klappern an den Briefkästen und als dieses verstummte, rannte mein eholde Gattin an den Briefkasten. Darin lag der Zettel, dass man uns eben leider nicht erreicht habe und deshalb können wir am Montag unser Päckchen in der Postfiliale abholen.

Ich war mir nie bewusst, wie raubkatzenartig schnell meine Ehefrau sein kann. Sie verließ die Wohnung und lief der Postbotin hinterher. Die konnte das Päckchen nicht aushändigen, weil sie es überhaupt nicht mitgenommen hatte. Sichtlich verlegen, versprach sie, es am Montag nachzuliefern. Was sie natürlich nicht getan hat und am Nachtmittag standen wir dann im überfüllten Schalter und holten unsere Ware ab.

Ist das die erste Evolutionsstufe im Frachtbetrieb von zwei weiteren?

Wird als nächstes ein Auto mit gelbem Posthorn auf dem Dach durch die Straßen fahren und ausrufen: „Es sind Pakete eingetroffen – womöglich ist auch was für Sie dabei. Besuchen Sie uns zu den Geschäftszeiten in der Filiale!“

In der letzten Stufe der Speditionsevolution werden wir dann nur eine eMail-Benachrichtigung mit folgendem Inhalt bekommen:

„Herr Mustermann aus Essen hat Ihnen ein Paket geschickt. Sie können es in den nächsten 5 Werktagen bei unserer Filiale in Essen abholen!“

 

Ein Frankfurter Gespritzter

Wir reiferen Menschen wissen: wenn es beim Wasserlassen schmerzt, sollte man zum Arzt gehen.

Doch auch bei jungen Menschen kann das Urinieren schmerzhaft enden und dies auch für Personen, die keinen unmittelbaren Harndrang verspüren. So geschehen aktuell im Frankfurter Bahnhofsviertel.

Ein junger Mann verrichtet seine Notdurft an einer Hauswand. Ein Polizist und eine Polizistin sehen dies und wollen die Daten des Wandpinklers aufnehmen, doch der fühlt sich in seiner Freiheit als Urinator eingeschränkt und schlägt dem Beamten ins Gesicht. Das war wohl seine Art zu zeigen: „verpisst euch“.

Als man den Pipinator festnehmen will, kommt es zum Handgemenge und da soll noch jemand sagen, dass wir Menschen keine Zivilcourage hätten. Sofort eilt ein 23-jähriger Mann zur Hilfe und kann einen zwei Jahre älteren Typen dazu bringen, ebenfalls in das Battle einzugreifen. Wohlgemerkt: um Häuptling Pissing Bull zu helfen, nicht den Bullen.

Mit klassischen fernöstlichen Kampfmethoden, wie Daumen in die Augen drücken, versuchen die drei Agressoren die Staatsdiener am Ausüben ihrer Pflicht zu verhindern. Diese schaffen es noch, weitere Hilfe zu ordern und als die endlich eintrifft, können die drei Männer festgenommen werden und die Polizisten erst einmal eine Krankschreibung einholen.

Hätte die Streife nur mal mich gefragt, wie gefährlich Menschen werden, wenn man sie beim Ausscheidungsvorgang stört. Vor einigen Jahren stand ein Typ an meinem Auto und pinkelte gegen eine Felge. Ich rannte auf ihn zu mit dem Worten: „Hey – spinnst du?“  – worauf sich der bullig gewachsene Typ umdrehte, auf mich zu lief, das mit ununterbrochen laufendem Harnstrahl und dem Ausruf: „Dich piss ich gleich auch noch voll, Freundchen!“

Worauf ich einen Satz nach hinten machte und mich sicherheitshalber verpisste!

Orakeleien

Stellen wir uns folgende Situation vor: Ihnen steht das Wasser bis zum Hals. Natürlich sind Sie zu allem bereit, damit dieser Zufluss erst einmal gestoppt wird. Doch kaum sinkt der Pegel um ein paar Zentimeter, werden Sie darüber nachdenken, wie sie aus der misslichen Lage entfliehen können.

Seit einigen Jahren praktiziert Griechenland dieses Verfahren und so wird das weiter gehen. Kaum sind die ersten Gelder des dritten Hilfspaketes geflossen, schon werden Neuwahlen angesetzt. Laut Papier wäre jedoch die nächste Regierung verpflichtet, sich an die Absprachen der alten zu halten.

Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Buchclub der Ihnen nicht gefällt und dieser droht Ihnen, Sie rauszuwerfen, wenn sie die monatlichen Beiträge nicht bezahlen. Zudem sind sie so hoch verschuldet, dass es auf ein paar Euro an Miese nicht ankommt. Würde Sie ein Kündigungsandrohung sowie das Einklagen der ausstehenden Beträge jucken? Sicherlich nicht!

Es wird also im September in Griechenland gewählt, dann konstituiert, danach diskutiert und irgendwann im Oktober werden wieder die Hilfszahlungen eingefroren. Dann steigt wieder das Wasser und für die Zustellung eines vierten Hilfspaketes wird man sich zu neuen Zugeständnissen bereit erklären.

Europa mag zwar ein Bär sein, doch am Ring durch die Nase, wird der von Griechenland vorgeführt.

Sie denken, ich spinne?

Das haben im Frühjahr sicherlich manche auch gedacht, als ich ein drittes Hilfspaket für den Sommer angekündigt hatte. Habe allerdings schon Juni/Juli mit weiteren Zahlungen gerechnet.

Sie finden diesen Beitrag heute nicht witzig: das ganze Thema ist es nicht – weder für die Kreditgeber wie auch für die griechischen Schuldner!

Jetzt aber

Nun ist es so weit: mein Buch, das es bisher nur als eBook gab, ist nun auch als „echtes“ Taschenbuch erhältlich.

Einfach Eines Tages und andere Hürden bei Amazon suchen.

Wer keinen Amazon-Account besitzt, sollte sich nicht hinter diesem Argument verstecken! Irgendwo wird es im Umfeld einen Menschen geben, der einen hat und der den Titel bestellen kann.

Wenn dann das Buch gelesen wurde, kann es weiter verschenkt werden. Fand man es gut, wird es auch der Nachleser vermutlich prima finden und anschließend kann mit dem Argument Eindruck geschunden werden: „Ich kenne den Autor sogar persönlich oder durch seinen Blog!“

Hat das Buch nicht den Geschmack getroffen, so wird es sicherlich im Kreis der Bekannten einen Menschen geben, den man nicht leiden kann, aber beschenken muss. Warum also nicht mit meinem Werk?

Auch das Argument: „Ich lese ungerne!“ lasse ich nicht gelten.

Wenn das Buch gekauft wurde, muss es nicht zwingend gelesen werden. Sie haben durch den Erwerb einen Menschen glücklich gemacht – nämlich mich – und der Herr Amazon sowie seine Mitarbeiter wollen auch etwas verdienen!  Das sollte Ihnen die Kaufsumme wert sein.

Was mir das Wert ist? Bei einem Gewinn von 1,49 Euro, die ich auch noch versteuern darf, reicht es nicht für ein Gelage. Das sieht natürlich anders aus, sollten Sie gleich ein paar tausend Einheiten erwerben. Da springt dann schon ein gemeinsames Abendessen mit dem Autor bei seinem Lieblingsitaliener heraus.

Ach noch was: eine positive Rezension wäre toll. Negative Meinungen bitte direkt an mich richten, denn dann lese ich die wirklich!  😉

Easy Living

Für Männer, die nicht mehr können können, gibt es seit Jahren Viagra.

Wie meinte dazu einst ein Freund: „Ich nutze kein Viagra. Auswärts brauche ich es nicht und für daheim ist es mir zu teuer!“

Nun hat die US-Arzneimittelbehörde das umgangssprachliche „Viagra für Frauen“ freigegeben und dieses wird ab Oktober in der USA erhältlich sein. Das Wirkprinzip ist allerdings völlig unterschiedlich zu der bekannten blauen Pille und wir erkennen daraus, dass Frauen mit dem Kopf und Männer mit dem Schritt denken. Denn während Viagra für mehr Blutzufuhr im unteren Bereich sorgt, wirkt das neue Medikament auf das Hirn der Frau. Dort wird ein lusthemmendes Hormon geblockt und dafür die Dopaminproduktion angeregt, welche das Glücksgefühl erhöht.

Wenn nun ein Mann denkt: „Prima – daheim die Frau eine Pille schlucken lassen, noch für eine Stunde in die Kneipe gehen und dann bei der Rückkehr überfallen werden!“, der irrt gewaltig.

So wie sich Frauen allgemein mehr Zeit bei dem Erleben der Sexualität lassen, ist es auch hier: mindestens 4 Wochen muss die rosafarbige Lustpille namens Addyi eingenommen werden, bis eine Wirkung spürbar sei. Der Hersteller wird sich also mit dem Produkt eine goldene Nase verdienen.

Und wer hat´s erfunden?

Die Deutschen!

Und wieso stellt es kein deutsches Unternehmen her?

Entwickler Boehringer hat das Patent für den Wirkstoff Flibanserin nach Amerika verkauft, nachdem dieses als Antidepressivum dort keine Zulassung fand.

Das amerikanische Unternehmen entdeckte den neuen Nutzen des Stoffes und plötzlich darf es dem menschlichen Körper zugeführt werden.

Also nochmals zur Klarstellung:

Flibanserin  als Antidepressivum von einem deutschen Konzern in Amerika? – No we can not!

Flibanserin als Stimmungsaufheller mit erotischem Nutzen durch einen amerikanischen Hersteller produziert? – Schon gibt es die Freigabe!

Das ist wie mit Seevogelscheiße: keiner will sie haben, doch packe sie in eine Tüte mit der Aufschrift Guano und schon wirst du sie los!

Dirigentensterben

Vor einiger Zeit verstarb James Last, dann dieser Tage Max Greger, der schon mit dem unvergesslichen Louis Armstrong einen Auftritt hatte.

Hier erlaube ich mir Hinweise für alle, die jetzt denken, es handle sich um den Doping-Radler Armstrong. Dieser heißt Lance mit Vornamen und es ist auch nicht der Neil, der als erster Mensch (ohne Schuhe auszuziehen) den Mond betreten durfte. Louis „Satchmo“ Armstrong war ein genialer Jazz-Trompeter und bekannt auch für seine rauhen Gesang.

Nun ist auch der ehemalige Dirigent des DFB gestorben, Herr Meyer-Vorfelder.

Nomen est omen: vergessen wir einmal die vielen Vereinsmeyereien die es im Vorfelder gegeben hat und sprechen seiner Frau, den vier Kindern sowie den restlichen Angehörigen unser Beileid aus.