Dschungel des Wahnsinns

Wieder hat sich ein Amerikaner eine Krone ergriffen. Diesmal in Australien und für Deutschland.

Slogans wie: „De Regln sinn de Regln!“ kamen beim Zuschauer einfach gut an.

Auch die Zweitplatzierte des Dschungelcamp hatte mit diesem Moto gepunktet. Hier war die Aussage jedoch mehr entschuldigend gemeint: während den Tagen der Regel sei sie unleidlich.

Irgendwie war das Format auch so sehr amerikanisiert. Hatten in der USA die Bürger die Wahl zwischen den zwei Übeln Hillary und Trump, waren beim Dschungelcamp der C-Prominenz ein singender amerikanischer Stripper, eine Ostdeutsche mit Zwangsstörungen und der selbsternannte Botox-Boy: „High Class“

Sollten Sie also Randgruppen-Phänomene an sich entdecken und irgendwann mal bei einer Fernsehsendung zu sehen gewesen sein (Tipp: Nehmen sie an einer Demo teil und rufen sie radikale Parolen aus, dann wird Sie rasch ein TV-Reporter für ein Interview kontaktieren): dann bewerben Sie sich für das RTL Dschungelcamp 2018!

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Ein bisserl Schwund ist immer

Regelmäßige Leser meines Blogs kennen das schon: mich amüsieren Statistiken und ich lasse mich gerne darüber aus. Heute ist mir wieder mal danach.  😉

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Jahre 2016 ca. 730.000 bis 770.000 Geburten und ungefähr 900.000 bis 940.000 Sterbefälle.

???

In einem Land, wo so ziemlich alles ordentlich erfasst wird (mit Ausnahme der Flüchtlings-Zuströme), da ist bei rund 40.000 Menschen nicht klar, ob sie geboren wurden und bei einer ungefähr gleichen Anzahl noch ungewiss, ob sie das Zeitliche gesegnet haben?

Wurde da der Antrag auf Leben oder Ableben nicht rechtzeitig gestellt?

Verhält es sich vielleicht hier ähnlich, wie bei der Arbeitslosenstatistik? Wer älter als 90 ist und stirbt, wird nicht mitgezählt?

Sind womöglich ablebende Rentner generell nicht erfasst, weil diese für die Rentenkasse nicht als Todes- sondern Glücksfall gewertet werden?

Fallen bei der Geburtenzählung die Säuglinge raus, für die nicht unmittelbar ein Mobilfunkvertrag oder Prepaid-SIM-Karte erworben wurde? Getreu dem Motto: Ein Leben ohne Smartphone ist keines!

Eines wünsche ich Ihnen und mir: dass wir weder zu den erfassten, noch zu den „illegalen“ Sterbefällen in 2017 gehören werden und uns auch 2018 über die ein oder andere Statistik wundern dürfen.

Der Mensch ist nur vor Gott und nicht beim Mobilfunk gleich

Zugegeben, die Vodafone-Werbung ist schön gemacht, wo das junge Mädchen mit dem Tablet in der Schule steht und zu dem Papa Verbindung aufnimmt, der in irgendeiner Raumstation abhängt.

Da hat die Kleine wirklich großes Glück gehabt, dass sich der Vater irgendwo im Weltraum aufhält und nicht mit der Raumkapsel zum Beispiel im Wispertal (Taunus) gelandet ist. In diesem Fall hätte sie vergeblich auf Verbindung gewartet. Das Gleiche gilt auch für den Provider O2/ePlus, wo zumindest gebietsweise telefonieren möglich gewesen wäre (das ist eine Art skypen – nur ohne Bild) und selbst die Mutter der mobilen Telekommunikation, t-mobile, bietet hier Internet nur an gewissen Stellen an. Eine präzise Punktlandung mit dem Raumschiff wäre also zwingend nötig und dann Beamten-Mikado angesagt:

„Wer sich bewegt, verliert!“  (den Kontakt – Anm. d. Red.)

Klar, dass man in der Einsamkeit des Weltalls mit guter Netzverbindung ein wenig das Heimweh verliert. Wer im fast ebenso einsamen Wispertal haust, der ist schon daheim und falls mal wirklich ein Notfall eintreten sollte, so kompensiert sich der Zeitverlust bis zum Finden einer Funkzelle immer noch mit der schnelleren Anreise des Rettungsdienstes.

Selbst schuld, wer sich nicht bei Vodafone den Mobilfunk-Vertrag holt und mit LTE-Geschwindigkeit auf eine Raumstation schießen lässt.

Wohin?

Heute besitzen wir auf unserem Smartphone Navigations-Apps und doch ist die Orientierung schwerer als noch vor einiger Zeit. Damals war klar: im Osten geht die Sonne auf und lebt der böse Russe. Im Süden, da lebt Saddam Hussein und der ist ebenfalls böse. Der Norden bringt einem kaltes Wetter und – dank der voranschreitenden Eisschmelze – auch irgendwann fettes Hochwasser.  Auch nicht gerade nette Eigenschaften.

Übrig blieb der Blick in den Westen und dort war der Amerikaner und der war gut. Die USA half gegen die anderen Himmelsrichtungen; zumindest zeigte sie sich stets bemüht.

Wird mit dem Machtwechsel jetzt das alte Gut zu neuem Böse?

In welche Richtung sollen wir uns orientieren?

Als Alternative in die Tiefe? Da wartet jedoch nur heißes Magma auf uns.

Nach oben? Da kriegen wir Probleme mit den Alien..

Da alles nichts taugt, werde ich das einzig sinnvolle machen: Frustshopping!

Mal sehen, wer da derzeit so alles Schnäppchen anbietet….

😉

Oa´tretn is!

Heute wird der neue Präsident in Amerika vereidigt. Bisher war ich negativ überrascht von dem, was sich die Amis da erwählt haben, doch seit heute sehe ich das ein wenig anders:

96 Prozent der Mitglieder deutscher Vorstände sollen laut einer Umfrage große Befürchtung mit seinem Amtsantritt hegen!

Wie meine Stammleser wissen bin ich kein Freund dieser Berufsgruppe, weil  meines Erachtens selbst ein Genie den Bezügen nicht in seiner Leistung gerecht werden kann. Nehmen Sie aktuell doch nur mal als Beispiel den „Saisonalen Schnaps“ (= Winterkorn):  kassiert(e) riesige Summen von VW und hatte dann keine Kenntnis, dass im Unternehmen eine Schummelsoftware in großem Umfang eingesetzt wurde!

Dass nun ein reicher Ahnungsloser aus Amerika den reichen Ahnungslosen in Deutschland Sorge bereitet, das beschert mir irgendwie reiches Wohlbehagen. Reichen vielleicht Schummelsoftware, Stellenabbau, Betriebsstellenverlegungen in Niedriglohnländer bald nicht mehr aus, um die Aktionäre glücklich zu machen?

„Die tut nichts, die will doch nur spielen!“

So in etwa kann man das Urteil des Verfassungsgerichtes werten, die rechtsextreme NPD nicht zu verbieten. Doch so unlustig dieses typische Urteil für Deutschland Gerichte ist, die keine Präventiv-Entscheidungen fällen (so wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis das Tragen eines Sprengstoffgürtels legal ist und erst geahndet wird, wenn dieser genutzt wurde), so grotesk sind die Meinungen darüber.

Die NPD feiert diese ´Rechts-Sprechung´ – ganz klar. Nun kann wieder ungehindert, der karge Boden der bürgerlichen Unzufriedenheit, kräftig mit rechtem Gedankengut gedüngt werden. Vorerst wird sich niemand mehr trauen, dagegen aufzubäumen.

Andere Gruppierungen feiern, dass die NPD in die Kategorie „harmlose Plagegeister“ fällt. Denn wer sich gerne böse zeigt und als niedlich eingestuft wird, der muss sich doch nun ärgern, oder etwa nicht?

Die FDP jubelt, denn die war schon 2013 dagegen, als die anderen Parteien einen Antrag auf Verbotsverfahren stellten.

Was will man mehr, nach solch einem langwierigen und kostenintensiven Verfahren, als sich darüber zu ergötzen, wie viel Freude wir Bürger zwar nicht geschenkt bekamen, jedoch finanziert haben!

Blinded by the light

Geht es Ihnen auch so? Kaum nähert sich in der Dunkelheit eines dieser Fahrzeuge mit der modernen LED-Matrix-Beleuchtung, darf ich den Abblendspiegel benutzen. Keine Ahnung was das für eine Matrix ist, die da beleuchtet werden soll; ich befinde mich auf jeden Fall in ihr und es blendet mich arg.

Da fällt mir der Spruch von Jürgen Klopp in seiner Opel-Werbung ein: „Ist doch noch hell hier!“

Ja das ist es und für meinen Geschmack viel zu hell!

Sind die Sensoren an den Fahrzeugen zu verschmutzt, um zu erkennen, dass sich ein Fahrzeug davor befindet? Haben die Autohersteller die Zulassungsstelle ordentlich finanziert, damit diese Lichter durchgewunken wurden? Liegt es vielleicht sogar daran, dass ich ein japanisches Auto fahre?

Auf jeden Fall muss mein nächstes Fahrzeug auch solche Scheinwerfer haben, denn dann wird zurückgeleuchtet und hinten auf meinen Wagen mache ich mir einen Aufkleber:

„Ich blende auch für Deutsche!“