Närrischer Endspurt

Die letzten Stunden der närrischen Zeit laufen. Für die Einen ist es ein Muss und für die Anderen fremdartiges bzw. befremdliches Brauchtum. 

Sollten Sie noch ein Teil davon werden wollen, wird es höchste Zeit sich zu migrieren. Setzen Sie sich eine Obergrenze bei allem was Sie tun und vor allem trinken. Sonst besteht bei Überschreitung die Gefahr der Ausweisung aus den gastronomischen Betrieben.

Ärgern Sie sich nicht über die Maut, die Sie für das Nutzen von Toiletten entrichten müssen und distanzieren Sie sich von Extremismus: Wildpinkeln oder sexuelle Handlungen an überschaubaren Plätzen.

Übergeben Sie weder Ihren Nachwuchs an noch anverdaute Nahrung in die Fremde.

Ein paar Stunden überstehen und der Aschermittwoch sorgt wieder für Normalität beim Alkoholspiegel.

Bis dahin gilt die Devise:

Wir schaffen das!

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Geschlechtertrennung

Heute ist wieder so ein spezieller Tag: Tief Thomas wütet in den Abendstunden über Deutschland hinweg und unzählige Frauen ebenfalls, denn heute ist Altweiber-Fastnacht oder Fasching oder närrische Treiben (je nach Region).

Ich habe einmal unweit von einer Turnhalle gewohnt und mich jedes Jahr erneut erstaunt, welche Geräuschkulisse hunderte von Frauen in so einem großen Saal verursachen, wenn ein paar Männer auf der Bühne für sie strippen und die Ladies ansonsten unter sich sind.

Würden wir Männer – rein theoretisch – zu einem Striptease gehen, wären wir sicherlich viel gemäßigter beim Anblick der schwach bis nicht bekleideten Tänzerinnen. Aber weil es kein Altherrenfasching gibt, bleibt uns eben nur das übliche Betrinken – in Stille, Andacht und Beschaulichkeit.

Bald ist es so weit!

Hallo liebe Leser,

ich habe mich die letzten Tage rar gemacht und das wird auch die nächste Zeit vermutlich noch so sein. Zum einen ist einfach viel im Büro los, weil auch sehr viele Mitarbeiter krank sind und zum anderen  befinde ich mich beim Feindschliff für mein neues Buch: „Eines Abends…“  bin ich Hürdenträger

Das kostet einfach Zeit und auch Hirnschmalz.

Was Euch erwartet? Hier der Auszug aus der Buchbeschreibung:..

Kevin Müller ist mit der Darstellung seiner Person in dem Buch „Eines Tages…“ und andere Hürden unzufrieden. Er wird nun selbst aktiv und berichtet mit einem Augenzwinkern aus seinem Leben. Begeben Sie sich gemeinsam mit ihm auf eine satirische Reise durch das analoge Zeitalter. Erfahren Sie, warum der Mensch von der Walnuss abstammt und wieso es nur dann nicht auf die Größe ankommt, wenn man Gernot heißt. Googeln ohne Google; Kontakte mit dem anderen Geschlecht, in Realtime sowie hochauflösendem 3D und das alles ohne Cheats: in diesem Buch schildert Kevin Müller wie es einst funktionierte bzw. teilweise bei ihm eben auch nicht.

Reifere Personen werden bestimmt bei der einen oder anderen Berichterstattung bestätigend schmunzeln und Erinnerungen werden wach. Die jüngeren Leser dürfte es Staunen lassen, mit welchen Tücken wir Oldies in der (un)guten alten Zeit zu kämpfen hatten und mit teils kuriosen Methoden diesen getrotzt wurde.

Worte – Wetter – Wirtschaft

An all Frauen, die sich ärgern, weil negative Dinge dämlich sind und das tolle Wetter derzeit herrlich ist, sei zum Trost gesagt:

Wir haben es dem Hoch ´Erika´ zu verdanken, dass es derzeit so schön ist!

Danach wir übrigens das Wetter schlechter, weil Tief ´Pierre´ im Anmarsch ist und dass die Franzosen für trübe Aussichten sorgen werden, das dürfte momentan jedem Opelaner klar sein.

 

50 noch dunklere Schatten

Es ist wieder soweit: ich kann nicht mehr im Baumarkt Kabelbinder und Tape kaufen, ohne von der Kassiererin frech angegrinst zu werden. Auch in der Firma mustern mich Frauen nun sicherlich wieder länger und ich kann mir vorstellen wie die sich vorstellen, wie ich mit einer Lederhaube oder –maske über dem Gesicht aussehen würde, ohne direkt auf einen Maskenball gehen zu wollen.

Und alles nur wegen dem Start von Teil 2 der  ´fifty shades of grey´-Trilogie.

Ich hoffe nur, dass es auch wirklich bei 3 Teilen bleibt und man nicht umrüstet.

Inhaltlich besteht der Film bestimmt nur aus drei Erotik-Sparten: Sado – Maso – Devotes Handeln

Also warum nicht ´three shades of grey´ daraus machen und den dann als 50-Teiler vermarkten?

Unfassbar: der Trailer zu Teil 2 wurde öfter angesehen, als der zur neuen Star Wars-Episode!!!

Besteht die Welt denn nur noch aus sexuell übersättigten Menschen, denen „normale“ Sexualität nicht mehr reicht?

Dabei ist für mich persönlich klar: das mit dem Krieg der Sterne und einer Art Jedi-Ritter, das wird es irgendwann geben. Dieses S/M-Spektakel für mich jedoch keinesfalls.

Möge die Macht mit mir sein – und nicht die Ohnmacht!

Abschließend erlaube ich mir noch einen vorsorglichen Warnhinweis:

Wenn Sie den Kinofilm gesehen haben und hoch-motiviert den Weg nach Hause oder in den Baumarkt antreten: bitte führen sie zunächst ein klärendes Gespräch, ob sich Ihre Vorstellungen mit denen des Partners decken. Denn wenn Sie (sich) schon quälen (lassen) wollen – dann doch bitte mit Spaß dabei!

Miese Stimmung auf Bestellung

Geht es Ihnen wie mir? Die Werktage beginnen beschwerlich. Es ist dunkel und kalt, es herrscht viel zu viel Verkehr und die Fahrzeuglenker um Sie herum weisen häufig merkwürdige Fahrweisen auf.

Wie schön, wenn man dann im Radio Songs hören würde, die behutsam munter-  sowie gute Laune machen. Gibt es doch tausende davon!

Stattdessen höre ich jeden Morgen Lukas Graham seine Sinnkrise besingen, die meinen eigenen Frust verstärkt. Ein schöner Song, dieses Lied „7 years“ doch tonal in den Morgenstunden schwer verdauliche Kost. Ich wünsche mir musikalische Croissants zum Frühstück, doch stattdessen gibt es Haspel mit Kraut.

Endlich die Erlösung des Liedendes, um ins nächste Elend zu geraten. Ich war die Einzige Sache auf seinem Weg, singt Calvin Harris. Hat er es gut! Mich stören wesentlich mehr andere Kraftfahrzeuge auf dem Weg zur Arbeit und Calvin hat es offensichtlich schon hinter sich.

Hinter mir habe ich den Refraintext  „You were the one thing in my way” ebenfalls noch lange nicht. 6x ist diese Zeile zu hören – und obwohl ich spätestens jetzt kapiert habe, was der Songtexter mit sagen will, wird noch zweimal der Refrain wiederholt. Insgesamt 75x kommt das Wort „way“ in diesen paar Minuten im Lied vor. Respekt – ein literarisches Kleinod!

Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit werde ich das Werk auf der Heimfahrt erneut hören, denn es ist derzeit total angesagt. Dieser Gedanke frustriert mich enorm. Wie ein Brandbeschleuniger verstärkt nun Joris diese negativen Emotionen, weil dieser sein Lied „Sommerregen“ durch die Lautsprechermembranen röchelt. Ausgerechnet im Winter führt kein Weg im Radio an diesen saisonal deplatzierten Song vorbei. Ich verstehe das nicht!

Völlig aus der Fassung gerate ich jedoch, wenn sich Hörer telefonisch beim Sender melden und dort ein Lied wünschen, das auch ohne derartige Bitten mindestens 12x an diesem Tag dort laufen wird. Mittlerweile bin ich mir sicher, was da abgeht:

Das sind Leute, die Urlaub haben und sich einfach mal an den anderen Störenfrieden am frühen Morgen rächen wollen. Genau das werde ich bei meine nächsten Urlaub auch tun!

Auge um Auge – Ohr um Ohr!

All die schönen Kassen

Es passiert mir immer wieder:  Ich habe bei Aldi und Co. viel zu viel Ware im Einkaufswagen und viel zu viele Menschen vor mir auf dem Weg zur Kasse. Nach einer gefühlten Ewigkeit nähere ich mich dem „Zahlungsziel“. Innerlich bin ich angespannt, doch ein Blick hinter mich zeigt eine lange Schlange, die – wie zuvor ich –  noch reichlich Geduld beweisen müssen. Das stimmt mich etwas fröhlicher.

Doch dann passiert es – und das immer ausgerechnet in dem Augenblick, wo ich mich mit meinem Einkaufswagen in einer engen Gasse befinde und diesen nicht mehr steuern kann. Aus dem Lautsprecher tönt : „Kasse 2 wird für Sie geöffnet!“

Kennen Sie das auch?

Zunächst dachte ich, die Kassiererinnen oder Kassierer haben da einen Spezialknopf und immer wenn sie mich sehen, dann drücken sie diesen, weil sie mich nicht leiden können. Doch bei diesem Szenario könnten mich unzählige Mitarbeiter von diversen Märkten nicht leiden und mehr Sinn würde es machen, mich Unsympath rechtzeitig an eine andere Kasse zu verweisen. Wenn die Person fix ist, kann sie schnell noch den „Noch flotter geht’s an Kasse 3“-Schalter drücken und da dürfte sich dann ein Azubi mit mir und meiner Ware herumschlagen.

Doch mittlerweile ist mir klar geworden: modernste Technik ist hier am Werk!!!

Spätestens wenn ich auf dem Handy eine Whatsapp-Nachricht von meiner Frau erhalten:

„Wo bleibst Du denn?“

und diese mit

„Dauert noch – stehe an der Aldi Kasse an!“

beantworte, starten diverse  Prüfroutinen der App:

Location Check:  Aldi Hochheim

Bewegungsprofil:  < 10 Meter in der letzten Stunde

Abstand von Kassen:  < 2 Meter

Result:  snake standig phone operater

Wenn dieses Ergebnis feststeht, wird mein Nutzer-Profil in Windeseile geprüft:

Welches Handy, welche Mobilfunkvertragsform, wann habe ich das letzte Mal beim Aldi eingekauft, wie viel im laufenden Jahr dort? Wie oft war ich bei welchen Konkurrenten und was waren da meine Kaufssummen?

Diese Statistik wird über Facebook an den Marktleiter geschickt.

Der sitzt in seinem Büro und ist natürlich nicht begeistert, dass ich meine Einkäufe weitgehend auf die Angebote reduziere, dazu auch keine Hemmungen habe, andere Discounter aufzusuchen. Dazu nutze ich weder ein Iphone (bin also geizig) noch Aldi-Talk.

Da Strafe bekanntlich sein muss, schaltet er sich in die Videüberwachung auf und – im für mich ungünstigsten Moment – startet er seinen perfiden Racheakt, durch einen Druck auf einen Knopf.

„Kasse 2 wird für Sie geöffnet!“

Sollte ich es doch noch schaffen, mich aus  meiner Wartespur zu winden und auch noch recht optimal am Ziel ankommen (also die erste bis dritte Position dort einnehmen), dann wird ggfls der

„Lass Dir Zeit“-Knopf gedückt.

Die Nachricht poppt dann bei der Person auf dem Handy auf, die Kasse 2 besetzen soll.

Ich bin mir absolut sicher: genau so läuft das bei den Supermärkten ab!

😉