Es sind doch nur Politiker!

Wenn ich einst bei meinem Freund Eberhard war, musste ich danach bei Markus immer gewaltig freundlich sein, dass der sich tags darauf mit mir noch treffen wollte. Er konnte den Ebi nicht leiden und dann eben auch mich nicht, weil ich den Eberhard mochte. Allerdings durfte auch Eberhard nichts davon erfahren, dass ich das Vorhaben hatte, mich tags darauf mit Markus zu treffen. Ich hätte dem ja irgendwas petzen können (also verraten) und er konnte den Markus genauso wenig ab, wie dieser ihn.

Manno, war das immer anstrengend, denn mich interessierten beide Kerle und ich war zudem stets neugierig, was sie jeweils gegeneinander ausheckten.

Gerade Markus enttäuschte mich wenn er beleidigt war, weil er sonst immer auf mega-cool machte. Mit ihm über Eberhard lästern? Kein Problem! Umgekehrt mit Eberhard über ihn reden? Sofort war er voll gekränkt und zickig. Also war immer wieder Zoff vorprogrammiert.

Wie sagten dann unsere Eltern beruhigend, wenn sie uns Kids auf der Nachbarswiese sich gegenseitig anbrüllen hörten: „Lass die mal machen. Das sind doch nur Kinder!“

Im Hinblick auf Außenminister Gabriel und seine Tour durch Israel, scheint es auch dort Menschen zu geben, die sich über diesen Status noch nicht auspubertiert haben.

Uns „Daheimgebliebenen“ bietet es jedoch wieder einmal Stoff, sich über einen der Politiker aufzuregen und in Protest, dem Kauf von israelischen Orangen zu verweigern oder in einer alternativen Solidaritätsaktion die alte Gunther- oder Peter-Gabriel-Plattensammlung zu zerstören.

Tierisch kranke Menschen oder menschlich kranke Tiere?

Zum Wochenende hin habe ich mal wieder ein paar nachdenkliche Worte verfasst.

Ich bin immer wieder fassungslos, aus welchen Bewegründen sich Menschen das Recht nehmen, anderen Menschen deren Leben zu nehmen.

Da wird eine Trennung nicht verkraftet – wumms… bringt man die Person um, die einen verlassen will. Vielleicht noch ein paar unschuldige Kinder gleich mit dazu und dann womöglich auch noch die eigene Person. Da bin ich dann doch erleichtert, wenn manche Menschen erst einmal mit der Tötung bei sich selbst beginnen.

Dann gibt es die Typen, die ernsthaft glauben, dass deren Gottheit lauter Jungfrauen für sie geparkt im Jenseits hat. Unerfahrene Frauen, die nur darauf warten, sich mit einem Selbstmordattentäter zu paaren. Also wird so lange wahllos in die Menge geschossen und gesprengt, bis der eigene Tod eintritt und wo immer auch die Pforte hinführen wird, durch die der Mörder dann tritt; es hängt garantiert ein Schild dran und auf dem steht:

Sammelstelle für Verarschte!

Es gibt Wettmöglichkeiten, bei denen man sogar auf die Lebenserwartung von Prominenten oder Unternehmen setzen kann. So wie wir früher bei dem Kartenspiel Mau-Mau versucht haben zu schummeln, macht man das dort dann im großen Stil. Völlig klar, dass bei kranken Spielsüchten sich auch besonders kranke Manipulationsvarianten in den Hirnen derer entwickeln, die sich daraus einen Vorteil erhoffen. Da bastelt man sich auch mal eine Bombe und zündet die an scheinbar sinnvoller Stelle.

In welcher Welt leben wir, in der es keines Hochschulabschlusses mehr bedarf, um sich Bomben zu bauen, dank Anleitungen aus dem Internet? Busse sprengen, fast so einfach wie den Rasen bei Trockenheit.

Wettmöglichkeiten auf alles, was mehr oder weniger einer Zufälligkeit unterliegt, solange nicht nachgeholfen wird.

Foren, in denen die Dienstleistung von Prosituierten bewertet wird, wie die einer KFZ-Werkstatt oder Friseursalons. Mit Empfehlungen – im Stile des Verkaufshauses Amazon: „Kunden die Angelique gebucht haben, hatten auch Spaß mit Chantal!“

Meine Mutter sprach immer tröstend zu mir: „Irren, das ist menschlich!“

Der Satz: „Das sind menschliche Irre!“, tröstet dagegen nicht. Für meinen Geschmack gibt es einfach zu viele davon und das Umfeld bietet diesen mannigfaltige Möglichkeiten, sich im Wahnsinn weiter zu entwickeln; dabei auch noch wohl zu fühlen.

Für den Normalo gilt daher:

„Nicht Dabeisein ist alles!“

Ein Tief auf uns (frei nach A. Bourani)

Endlich haben wir ein Tief namens Peter über Deutschland, das den April so launisch gestaltet, wie man ihm unterstellt und in der Realität häufig nicht angetroffen hat.

Du schaust aus dem Fenster und die Sonne scheint. Ein paar Minuten später verlässt Du das Gebäude und ein Graupelschauer empfängt Dich. Der ist im Endeffekt angenehmer als der Regen, der nach einer kurzen Phase des neuerlichen Aufklarens auf Dich einprasselt. Die Eiskügelchen sind an Deiner viel zu dünne Jacke wenigstens noch abgeperlt. Nun dringt die Nässe tief ein und lässt Deinen Körper frieren.

Natürlich hat Dich schon der Wetterbericht davor gewarnt, wie kalt und unbeständig es werden wird, doch mit Deinem unverbesserlichen Optimismus und dem Hang nach Frühling, hast Du schon kurz nach Weihnachten – nach Tagen des milden Klimas – die Wäsche saisonal ausgetauscht. Heimlich sehnst Du Dich nach den Tagen zurück, wo Du an den Adventswochenenden mit weit geöffneter Winterjacke über Märkte und durch die geöffneten Läden gelaufen bist. Nun friert es und die Geschäfte haben Sonntags wieder geschlossen.

Tief Peter ist halt ein ganzer Kerl und kein Weichei!

Wie gut, dass Du die Ganzjahresreifen auf Deinem Wagen gelassen hast, die man vor einiger Zeit noch Winterreifen nannte. Die Chance auf Schnee im Juni ist eben nur unwesentlich geringer als im Dezember.

Okay… eigentlich will ich lieber einen schönen Longdrink picheln, als die restlichen Glüchweinvorräte aufzubrauchen. Ehrlich gesagt nervt mich das aktuelle Wetter total – aber bei einem Tief mit so tollem Namen, da muss man einfach Gnade walten lassen, oder?

Referendum as you can

Da auf unsere runden Erde offensichtlich die schrägsten Typen mit ihren Referendümer (oder wie das auch immer in der  Mehrzahl heißt) Erfolg zu haben scheinen, möchte ich ebenfalls ein solches erstellen.

Ich beantrage, die Weihnachtsferien in die Osterzeit zu verlegen, weil dann die Bedingungen für die Ausübung von Wintersport einfach besser sind.

Was kann es romantischeres geben, als durch die eben erfrierende Baumblüte mit dem Snowboard oder Ski in ein Tal der Mittelgebirge zu gleiten?

Wieso auf Lebkuchen, Marzipankartoffeln und Glühwein zwischen Januar und September verzichten?

Und mein zweites Referendum: 

Wem es zu altbacken ist, an Karfreitag den Tag in ruhiger Andacht zu verbringen, der sollte die Courage haben und sich diesen Feiertag als Urlaub oder unbezahlte Freizeit anrechnen zu lassen. Mich persönlich nerven diese jährlichen Diskussionen von Menschen, die Toleranz nur so weit zeigen, wie es dem eigenen Vorteil dienlich ist.

Wohin das im Extremfall führen kann, sehen wir an den Führern von diversen Länder in dieser Welt!

Und nun mein drittes Referendum: 

Lasst wieder Leute mit großem Herz und großem Verstand in Führungspositionen kommen und nicht die mit großer Klappe und großer Selstherrlichkeit!

Hasta la vista no more

Die Kar-Woche 2017 hat es in sich: Karfreitag, der übliche Tag an dem einst den Sohn Gottes ans Kreuz nagelte und nun, kurz davor, wurden die lebenserhaltenen Maßnahmen für Vista eingestellt.

Wer sich nun fragt, um welche Gottheit es sich da handelt, dem will ich behilflich sein: Vista war der Name des im Jahr 2007 veröffentlichten neuen Betriebssystems von Microsoft, welches auf bunte Weise vom stagnierenden Verkauf eines mit Windows-XP-gesättigten Marktes wegführen sollte. Das Betriebssystem XP war gereift und stabil. Es war an der Zeit, dem Anwender neue Herausforderungen zu stellen.

In dieser Woche wurde nun der Support für Vista eingestellt und während einst bei XP ein Aufschrei durch die Menge der Nutzer ging, sieht man den neuerlichen Systemtod nun recht gelassen. Zu klein ist der Kreis derer, die bereit waren, sich von XP zu befreien oder dann nicht gleich auf den Zug des Erlösers, Windows 7, aufgesprungen sind. Daher erfolgt die Bestattung in wirklich kleinem Kreise.

Drei Jahre bleiben nun den Windows 7 Anwendern, bis diese ebenfalls gezwungen werden umzusteigen. Da Windows 8, wegen seiner geringen Beliebtheit, im Grunde besser die Bezeichnung ´Vista reborn´ verdient hätte, wird es wohl 2023 werden, bis kein Weg mehr an Windows 11 vorbei führt. Ich werde dann mit dem alten Windows 10 versuchen, die Zeit zu überbrücken, bis Windows 12 auf den Markt kommt, was das sicherlich murksige 11er Release vergessen lässt.

Kommen wir zurück zum Thema Ostern und damit verbunden auch zu meinem Ableben in einer hoffentlich weit entfernten Zukunft.

Bei mir wird dann einst auf dem Grabstein stehen:

Mit dem Ende der Laufzeit von Windows 14 stellte auch Peter Bönsch seinen Dienst ein, da er keine medizinischen Patche, Updates sowie ärztlichen Support mehr erhielt. Für weitere Fragen zu seiner Person wenden Sie sich bitte an Apple, Facebook, Google oder Microsoft.

 

 

 

Coole Zauberwelt

Wir brauchen nicht die Zauberwelt von OZ, denn wir leben in einer solchen!

Da gibt es Konflikte und Menschen fallen Giftgas zum Opfer, das niemand verschossen haben will.

In Serbien gehen 800.000 Tote zur Wahl, während in manchen anderen Ländern die Menschen erst getötet werden, wenn sie falsch gewählt haben.

Die Roaming-Gebühren fallen weg – dafür steigen bei vielen Anbietern die regulären Gebühren. Damit entsteht im Zuge des Solidarismus sozusagen eine „Scheissegal-ob-Roaming-genutzt-wird“-Gebühr. Konnte ich also früher noch entscheiden, ob ich ins Ausland reise und dort Kosten durch Roaming-Aktivitäten generiere, wird mir nun diese Entscheidung genommen.

Demnächst zahle ich vermutlich Autobahnmaut und kriege die wieder erstattet bzw. angerechnet, wenn ich mit ein neues Euro-6-Auto leisten kann. Fehlt mir das Geld dazu, dann zahle ich eben welches.

Aus Opel wird „Öhpéll“ – also ein Franzose, doch die Nachbarn wollen deutsche Vereinbarungen beibehalten und das sollte den Mitarbeitern spanisch vorkommen, denn schon die einst Amerikanischen haben viel Geld und vor allem Ruf gekostet.

Menschen dürfen mitbestimmen, wie Die zu leben haben, die dort leben, wo der Wähler selbst nicht lebt und meist auch nicht leben möchte.

Die NPD, als verfassungsfeindlich eingestuft, darf nicht nur weiterhin bestehen, sondern auch noch Fraktionsgelder kassieren (VGH Entscheid gegen die Stadt Büdingen).

Städtepartnerschaft der neuen Generation: Hooligans verabreden sich zu gemeinschaftlichen Schlägereien. Ideal dabei: den Event mit dem Besuch einen Bundesligaspieles zu verknüpfen. Das erspart die Organisation von Fahrten mit Bus oder Bahn.

Ich kriege mein neues Buch nicht fertig, weil mir bei schlechten Wetter die Motivation fehlt und bei gutem Wetter auch.

Großer Zebra-Vergleich

Gleich vorweg, der Hinweis zur Klarstellung:

Amtliche Verkehrsschilder und –zeichen zu imitieren ist ganz klar eine Straftat! Wenngleich ich auch selbst gerne unserer laute Durchgangsstraße zu einer Anlieger-frei-Zone umgestalten würde,  käme ich überhaupt nicht auf die Idee, da eine Beschilderung „hausmacher Art“ aufzustellen.

Also verurteile ich natürlich auch den selbstgemachten Zebrastreifen aus Eppertshausen, der aktuell in aller Munde ist.

Trotzdem amüsiert mich ein Teil der Begründung aus der betroffenen Gemeinde, wieso man Strafanzeige gestellt habe: Dieser private Zebrastreifen wäre gefährlich, weil er nicht deutlich genug gezeichnet sei und die Reflektion fehle.

Hier: der illegale Zebrastreifen aus Epperthausen

Zum Vergleich: ein legaler Zebrastreifen aus Hochheim

Noch Fragen?

Arbeit gibts nicht mehr umsonst

Es gab einmal eine Zeit, da wurde ein Arbeitsvertrag geschlossen und zeigte man sich halbwegs engagiert, war man bis zum Lebensende bei dieser Firma beschäftigt.

Aktuell knallen schon erfreut die Sektkorken, wenn der Arbeitssuchende einen 2-Jahresvertrag unterzeichnen kann und damit ein wenig (Urlaubs-)Planungssicherheit hat. Teilweise reicht ein Gehalt nicht mehr aus, um den Lebensstandard abzudecken und vor allem nicht für zwei oder noch mehr Personen.

Zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit? Für die meisten Arbeitgeber nur noch dann möglich, wenn sie nebenbei Leistungssportler sind. Umzug? Wenn ja, wohin? In die Nähe der neuen Arbeitsstelle, die in Bälde die Ehemalige sein kann?

Außerdem gibt es da ein Phänomen, das ich mathematisch darstellen will:

Wenn die Menge „Chance auf Arbeitsplatz“ > 50% dann ist die Menge „Massive Erhöhung der Lebenshaltungskosten“ > 100%

Richtig interessant wird es mit einer berufstätigen Person als Partner. Kann dieser mehr Strecke zugemutet werden und wenn ja, mit welcher Begründung?

„Deine Verbindungen mit den Öffentlichen ist besser!“

„Du verdienst mehr, also kannst Du auch mehr dafür tun!“

„Dein Job ist viel angenehmer als meiner, also ist der Weg dahin ein Ausgleich!“

Apropos öffentliche Verkehrsmittel: der Nutzung dieser findet recht wenig Gefallen, denn zum einen fühlt man sich selbst bei Stau im eigenen Wagen vor Attentaten und Belästigungen sicherer. Zum anderen sind die Preise der Tickets nicht gerade ein Schnäppchen und in der Regel dauert die Fahrt um einiges länger, wie mit dem PKW.

Dass der Verkehr zunimmt, wie Sie an Weihnachten durch Völlerei, das erkennen Sie an jedem berufstätigen Werktag.

Plötzlich aber haben auch die Politiker erkannt: Die Zahl der Pendler wächst kontinuierlich!

Jetzt würde ich in diesem Super-Wahljahr erwarten, dass man uns mit Versprechungen einlullt, wie: mehr Autobahnen, Senkung der Mineralölsteuer oder Ausbau des öffentlichen Netzes.

Doch stattdessen wir überlegt, wie der Staat dieser Tendenz Herr wird und einer der Vorschläge:

Abschaffung der Pendlerpauschale!

???  Geht es noch?

Welche berufstätige Person fährt denn nur wegen der Pendlerpauschale zur Arbeit über weite Strecken?

Steige ich beispielweise auf Bus und Bahn um, nur weil diese Entlastung wegfällt?

Die knapp drei Stunden am Tag die ich dadurch länger unterwegs wäre, die nutze ich dann lieber, um irgendwo einen möglichst steuerfreien Nebenjob zu ergattern. Das bringt mir wesentlich mehr, als die 24,- Euro (80km x 0,30€) die sich mein zu versteuerndes Einkommen am Tag senkt.

Wie wäre es mit weiteren Vorschlägen auf diesem Niveau, meine Herren und Damen Politiker?

*Einführung der Fußpflicht zur Erreichung des Arbeitsplatzes.

*Einrichtung von Schwellern auf den Autobahnen (senkt die Reisegeschwindigkeit und zugleich die Unfallzahlen)

*Arbeitsverbot, wenn die Arbeitsstelle nicht im gleichen Ort gefunden wird, in dem man seinen Wohnsitz hat.

Doch so gruselig manche Ideen unserer Politiker auch sind. Viel schlimmer ist, dass mit Sicherheit einige Abgeordnete ernsthaft darüber nachdenken, diese umzusetzen!

So würde vielleicht Österreich die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof bezüglich der Maut zurückziehen, wenn unsere Staatsdiener verdeutlichen:

Die durch die Maut geschaffene Zusatzbelastung, die wir durch die Entlastung bei der KFZ-Steuer dem deutschen Autofahrer zunächst wieder vergüten (aber auch nur, wenn dieser ein modernes, teures und schadstoffarmes Fahrzeug besitzt), holen wir uns durch den Wegfall der Pendlerpauchale wieder zurück.

Unsere Volksvertreter nehmen ihre Aufgaben wörtlich: die treten ihr Volk!