Schneller zum Doktor gelangen, als in einer Sprechstunde!

Wie kommt man bei einer renommierten Universität zu einem Doktortitel, obwohl man dort das Studium einst abgebrochen hat?

Man muss einfach etwas groß(un)artiges entwickeln wie Facebook und schon wird man zum Ehren-Doktor ernannt. Das kann dann sogar Harvard sein, vorausgesetzt man konnte es sich zuvor leisten, sich dort einzuschreiben.

Ich hätte auch die Schule abbrechen, dann ein Fußbuch schreiben und anschließend – als eine Art zuckerfreier Zuckerberg – eine Praxis eröffnen sollen. Wenn mich jemand nach meiner Qualifikation fragen würde, könnte ich sagen: „Ich bin zwar kein Arzt, aber ein ehrenhafter Doktor!“

Also Zulassungsberechtigung würde ich meinen vorzeitigen Schulbeendigungsnachweis vorlegen.

😉

So aber zeigt sich wieder einmal deutlich: Für die Erfolgreichen ist weiterer Erfolg nahezu unvermeidbar!

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Vatertag und andere Unsitten

Nach dem Sprengstoff-Attentat in Manchester und vor den Alkohol-Anschlägen auf diverse männliche Lebern an Vatertag, möchte ich noch ein paar zynische Ratschläge loswerden.

Trinken und Feiern Sie in nicht zu großen Gruppen, um nicht ein interessantes Ziel für Fanatiker zu werden. Bleiben Sie in der Kneipe sitzen und widmen sich der Alkoholzuführung bis weit nach Ladenschluss hinaus. Manchester hat gezeigt: gefährlich ist nur der Heimweg.

Apropos Gefahr: wer absolut sichere Veranstaltungen besuchen möchte, dem empfehle ich aktuell den Besuch von Weihnachtsmärkten. In 2017 sind noch keinerlei Gewaltverbrechen in den Statistiken zu finden.

Wenn Sie auf eine Veranstaltung gehen, dann fragen Sie bei den Sicherheitsbehörden nach, ob dort auch Personen erwartet werden, die bekannt sind. Der berufliche Werdegang eines ambitionierten Attentäters wird in der Regel dort erfasst. Wenn Sie kein großer Optimist sind oder nicht arg mutig, dann sollten Sie neu planen, sofern Sie kein klares „NEIN“ von der Behörde erhalten.

Das ist eben das moralische Dilemma in den demokratischen Welten: ein Attentäter kann erst nach seinem Attentat belangt werden. Natürlich eine blöde Situation für die Personen, die Teil der tatsächlichen Umsetzung werden. Anders ausgedrückt: Erst wenn es nicht mehr an Toten und Verletzten mangelt, dann mangelt es auch nicht mehr an Beweismaterial!

Trotz allem: ich wünsche Ihnen einen schönen Feiertag!

Coin bit klüger geworden

Das wissen wir: wer Geld auf ein Sparbuch legt, der bekommt weniger an Zinsen als die Inflation den Wert verringert. Spar-Guthaben müssten daher eigentlich Spar-Schlechthaben heißen.

Doch da mittlerweile vielen Anlegern auch die Renditen durch Immobilien oder Börsenspekulationen nicht mehr reichen, wird nach neuen Wegen gesucht, wie man geschickt richtig schnell viel Geld macht. Dadurch hat es die virtuelle Internetwährung ´Bitcoin´ am letzten Wochenende es erstmals geschafft, dass ein solcher Coin über 2000 US-Dollar wert ist. (Eine Feinunze Gold, mit 1250 Dollar, dagegen fast nur die Hälfte).

Das ist ja nun die seifenblasigste Art der Geldvermehrung, die man sich denken kann, finde ich!

Beim Gold hat man zur Not noch etwas in der Hand, obwohl man es nicht essen kann. Doch schalte die Rechner aus und dann war es das mit den Bitcoins.

Der Anleger muss schon einen ausgeprägten Optimismus haben, dass er für seine erworbenen Bitcoins er in Bälde vielleicht 2500 oder noch mehr US-Dollar wieder zurückerhält, weil es Optimisten gibt, die meinen, dass dieser bald 3000 Dollar je Coin erreicht, wie es Menschen gibt, die auch 3500 Ocken dafür hinblättern würden, wenn daraus 4000 werden können und so weiter….

Oder da herrscht Insiderwissen, dass gewisse Gruppierungen sich verstärkt über das Darknet mit Waffen und dergleichen eindecken wollen und denen dafür jeder Preis recht ist?

Für das alltägliche Leben ist diese Währung sicherlich nicht geeignet, die durch nichts als die reine Habgier kontrolliert wird.

Ich stelle mir vor, wie mir mein Gehalt in Form eines Bitcoins ausgezahlt wird (nur deshalb gibt es diesmal einen Ganzen, weil auch noch Urlaubsgeld dabei ist) und ich gehe in eine Kneipe. Dort möchte ich dann mein getrunkenes Bier bezahlen und halte mein Handy an das Lesegerät, mit der Frage:

„Können Sie auf einen Bitcoin rausgeben?“

„Klar! Das macht dann 0,0016 Bitcoins!“

„Geben Sie mir bitte auf 0,0017 Bitcoins zurück. Rest ist Trinkgeld!“

„Tut mit leid, doch soeben ist der Bierpreis auf 0,0016 Bitcoins gefallen. Soll ich auf 0,0016 aufrunden?“

„Hmm… wenn das so ist, dann bestelle ich noch ein Bier und warte eine halbe Stunde, um dann 0,0030 für Beide zu zahlen.“

Also so auf den zweiten Blick…. so schlecht finde ich diese Währung überhaupt nicht.

😉

Eiskalte Bärenüberraschung

Als ich dieser Tage durch den Laden der Supermarktkette schlenderte, bei der sich ein Einkauf lohnt, traute ich meinen Augen nicht: lauter braune Bären.

Für die Tierfreunde unter meinen Lesern zur Beruhigung: es handelt sich zwar um eine vermeintlich seit Jahrzehnten ausgestorbene Spezies, die ich in meiner Kindheit geliebt habe, allerdings aus der Gattung ´Eis am Stiel´ stammend. Gemeint ist: Brauner Bär

Natürlich habe ich mich sofort mit unzähligen Packungen eingedeckt, die gerade noch so unter die Bezeichnung: „in handelsübliche Mengen“ fielen. Doch so groß wie meine Freude bei der Entdeckung war, so groß wurde auch die Enttäuschung beim ersten Genuss. Optisch und vom Namen mochten sich noch Parallelen erkennen lassen, doch geschmacklich hatte weder das Milchspeiseeis, noch der einst heißgeliebte Karamellkern eine Ähnlichkeit. Das hatte auch nichts mit verzerrtem Erinnerungsvermögen oder nachlassendem Geschmackssinn zu tun, denn meine Frau kam zum gleichen Ergebnis.

Leider war ich daheim und nicht am Tresen einer Bar. Mir fehlte auch die tiefe Stimme des Jim-Beam-Liebhabers, um der Dame an der Kasse des Supermarktes das Eis zurückzureichen, mit den Worten: „Das ist kein Brauner Bär!“

Sie glauben mir nicht?

Dann kommen Sie bei mir daheim vorbei. Ich habe genug von diesen Plagiaten zur Verkostung vorrätig, welche nicht einmal die Namensgebung: „Kleiner bräunlich gefärbter Waschbär“ verdient hätten.

Vielleicht werde ich den Hersteller wegen Irreführung verklagen. Dann ist dieser gezwungen, einen deutlichen Warnhinweis auf die Verpackung zu drucken:

„Jede Ähnlichkeit mit einst verzehrten braunen Bären wäre rein zufällig!“

Da lobe ich mir doch die Hersteller von Twix: das schmeckt wenigstens weiterhin wie Raider – auch wenn es anders heißt.

Gesund sein ist die beste Medizin

Zu erkranken ist nie eine angenehme Sache, doch wenn sie mit der Einnahme von Medikamenten verbunden ist, kann es so richtig unangenehm werden. Dabei meine ich nicht den Umstand, dass beispielsweise bei der Verabreichung mancher Schmerzmittel, ein weiteres zum Schutze des Magen eingenommen werden muss und wer weiß, welche Auswirkungen dieses dann auf den restlichen Organismus hat.

Die schlimmste Nebenwirkung steht jedoch nicht auf dem Beipackzettel: Mit den Präparaten lässt sich richtig Geld verdienen und das besonders, wenn getrickst wird!

Beispielweise das blutverdünnende Heparin.

Dieses wurde bis vor mehr als 25 Jahren aus Rinderlungen gewonnen. Nach dem BSE-Skandal stieg man auf Schweinedärme um. Klar, dass die wenigsten Menschen Lust haben, diese Schweinearbeit durchzuführen und wenn, dann nur gegen ein entsprechend hohes Gehalt. Also verlegt man die Produktion beispielweise nach China, weil die dortige Notlage genug billiges Personal finden lässt.

Doch wer nun meint, dass die Gier ein rein westliche geprägtes Produkt ist, der irrt. Auch hier möchte man die Gewinne maximieren und so wie die Pharmaziekonzerne für die Leiden fernöstlichen Arbeiter kein Interesse zeigen, so zeigt es der leitende Asiate nicht für den erkrankten West-Patienten.

Da wird mit billigem Schafsdarm gestreckt. Blöde nur, dass damit die Wirkung des Heparin nachlässt. Also blöde nur für den Endverbraucher, versteht sich!

Und was sagt die Firma Rotexmedica dazu, die im aktuellen Skandal betroffen ist:  „Wir haben doch vor gut 3 Jahren die Produktionsverhältnisse in China geprüft und für gut befunden!“

Klar, wenn Mama zu Besuch kommt, dann räume ich vorher auf und habe in meiner einstigen Junggesellenwohnung auch die Pornohefte versteckt, so lange sie da war.

Doch es geht noch krasser:

Alleine in der USA sollen jährlich mehr als 5000 Menschen an einer Überdosis Fentanyl sterben. Das Zeug ist 100x stärker als Morphium, macht rasch süchtig, ist aber extrem preiswert herzustellen. Also haben sich kriminelle Organisationen gebildet, die Fälschungen von üblichen Schmerzmitteln in großen Mengen herstellen.

Der Endverbraucher erhöht rasch die Dosen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er permanent schmerzfrei bleibt, weil die Lunge versagt. Trotz dieser 100%-igen Schmerzbeseitigungsquote scheint das Geschäft lukrativ zu sein und eine langfristige Kundenbindung ist offenbar nicht erforderlich.

Bleiben Sie gesund und sollte mein Wunsch für Sie einmal nicht in Erfüllung geht, dann überlegen sie gut, ob nicht ein Verzicht auf ein Medikament ihrem Wohlbefinden zuträglicher ist, als dessen Einnahme.

Die Qual vor der Wahl

Vor Wahlen auf Landes- oder Bundesebene schießen Erhebungen wie Pilze aus dem Boden.

Warum?

Politiker nutzen diese gerne, um mit spontanem Zuspruch oder Ablehnung auf Stimmenfang zu gehen; je nachdem was die Erhebung zur jeweiligen Erhebung ergeben hat.

Eine solche Studio besagt, dass jeder 15te Unfall unter Alkoholeinfluss erfolgt. Ergo: nur jeder 15te Bürger wird eindeutig gegen die Einführung einer Null-Promille-Grenze sein! Warum also nicht diese Forderung wieder zur Debatte bringen?

Doch lassen Sie uns einmal gemeinsam weiter überlegen…

Jeder 8te Unfall wird -laut Statistik- dadurch verursacht, dass der Fahrer sich durch Radio, Navi oder anderem Zubehör im Auto ablenken lässt. Also könnte man doch die Nutzung solcher multimedialen Mittel verbieten.

Unfälle durch Handynutzung – auch hier soll die Höhe der Verursachung weitaus höher als beim Alkohol liegen. Daher auch hier ein absolutes Nutzungsverbot sinnvoll.

Bei Unfällen mit Beteiligung von Fahranfängern, hatten diese mit mehr al 60 Prozent die Schuld. Ähnliches gilt auch für Senioren von über 65 Jahren. Also sollte für beide Altersgruppen Fahrverbote verhängt werden.

Jeder 8te Verkehrstote stirbt durch Raserei. Von 100 Toten sind das rund 12 Menschen – die restlichen 88 Personen durch andere Ursachen – meist jedoch menschlichem Versagen. Also müssen die menschlichen Versager auf jeden Fall aus dem Straßenverkehr gezogen werden und bei den Rasern wäre es auch empfehlenswert.

Doch solche Vorschläge bringt kein Politiker aufs Tablett, weil ihm dies das Wahlergebnis versauen würde. Zudem wäre es dann verdammt leer auf Deutschlands Straßen.

🙂

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Ja Mai (auch bayrisch für: so isses)

Heute Abend werde ich meine Tochter besuchen, die 18 Jahre alt geworden ist. Dort werde ich dann wieder von den guten alten Zeiten berichten, als nicht nur ihr Vater ein heißer junger Typ war, sondern der Mai ebenfalls.

Kleine Kinder werden ungläubig staunen, wenn ich davon berichte, dass bei der Geburt meiner Tochter das Außenthermometer über 30 Grad anzeigte und man nicht nur tagsüber schwitzte, sondern selbst am späten Abend noch die Möglichkeit bestand, nur mit einem T-Shirt bekleidet herumzulaufen.

Diese leichte Bekleidung empfiehlt sich in den letzten Jahren nur noch in der Adventszeit und an Heilig Abend zu tragen.

Doch wollen wir einmal die positiven Seiten sehen, fernab von den gestiegenen Heizkosten, da nun auch im Mai die Heizung eingeschaltet werden muss:

Wir brauchen im Frühjahr unsere Wäsche im Kleiderschrank nicht nach Saison anpassen. Die Richtung „herbstlich-nasskalt“ entspricht dem Ganzjahresreifen beim Auto: nur an Ausnahmetagen ist das nicht angemessen.

Niedrige Stromkosten, da kein Ventilator oder Klimaanlage nötig ist.

Der Kasten Bier bleibt auch auf dem Balkon angenehm kühl

Wir geben weniger Geld für Schwimmbad-Eintritte aus und dort für überteuerte Snacks oder Drinks.

Wer nicht schwitzt muss sich nicht duschen und kann bei beim Samstag als Badetag verbleiben.

Urlaube in Deutschland sind jederzeit buchbar, denn das Wetter ist gleichbleibend schlecht, ob nun im Februar oder im Mai.

Auf dem Bau wird Schlechtwettergeld nun ganzjährig bezahlt.

Wir müssen uns keine Gedanken machen, dass unser Nachwuchs nicht mehr aus dem Haus will. Bei dem Wetter wäre auch ohne Computer oder Handy der Freigang nicht prickelnd.

Es sind keine Gewissensbisse nötig, wenn wir Obst und Gemüse aus dem Ausland kaufen. Es liegt nicht  am Preis, doch wegen der Ernteausfälle gibt es nichts mehr aus der Region im Supermarkt.

Die Landwirte können sorglos ihre Monokulturen mit Raps bis zum Abwinken vornehmen. Das „wertvolle“ Öl, das wir bis zu 10 Prozent unserem Sprit oder der Butter beimischen, damit die sich besser streichen lässt, gedeiht auch bei schlechtem Wetter, dank entsprechender Umzüchtungen.

Die Frage im Sommer: „Kann ich einen Bikini noch tragen?“, bezieht sich nicht mehr auf die Figur, sondern nur noch aufs Wetter.

Da bekommt die nachfolgende Bauernregel ihren Sinn:

Ist der Mai recht kalt und nass,

dann ist er das!

Willst Du es aber warm und trocken,

dann bleibe halt zuhause hocken!