Ein feuchtes Träumchen

Na das nenne in mal ein Wetter: behutsam bereitet es uns auf den Herbst vor und wenn in einem Monat die Paletten mit Weihnachtsgebäck in den Supermärkten erscheinen, dürfen wir uns auf gemütliche Wintertage freuen. Diese werden eventuell auch nicht mit trockener Kälte aufwarten, aber da dann die nassen Tage meist etwas milder sind, wird es einfach kuscheliger wie zur Zeit. Außerdem funktionieren ab Herbst wieder die Heizungkörper in der gesamten Wohnung.

Man schämt sich eben schon, bei 14 Grad Mittagstemperatur im Juli einen Pullover zu tragen, was man bei 16 Grad im Dezember ohne weiteres tun würde. 

Ja dieser Juli, der macht auf dummen August und was der gleichnamige Monat uns zu bieten hat? 

Lassen wir uns überraschen!

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Deutscher Schilderwald

Seit einigen Tagen fahre ich im Ort über einen Bereich mit einer neuen Fahrbahndecke. Hier fehlt die Markierung, dafür gibt es an der Seite ein Schild mit dem Hinweis:

Markierung fehlt

Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer wird an dieser Stelle sagen: „Ach was!“

Der unaufmerksame Fahrer vermutlich: „Welche Markierung? Welches Schild?“

Ich empfinde diese Hinweistafel als sinnfrei und damit unnötig. Damit es jedoch nicht heißt: „Der kann auch nur nörgeln!“ – hier mein Gegenvorschlag:

Macht einfach eine Markierung auf die Fahrbahndecke und damit das alte Schild nicht umsonst angeschafft wurde, schreibt einfach hinter den alten Text:

… jetzt nicht mehr!

Im Schneckentempo voran

Eine Schnecke brachte mich fast zu Fall“, das ist nicht etwa ein Buchtitel der Biographie eines Draufgängers sondern meine Aussage nach einem gestrigen Erlebnis.

Hier geht es um diese glitschigen Viecher, die einem gerne die Ernte, die Schuhe oder die gute Stimmung versauen.

Angeblich müsste es mehrere Wochen durchgehend regnen, bis sich die hessischen Weichei-Bäume von der langanhaltenden Trockenheit erholt haben würden. Sollen die sich mal ein Beispiel an den taffen spanischen Nacktschnecken nehmen. Kaum regnet es ein wenig, sind diese schmierigen Kreaturen wieder aufgetaucht und das in erstaunlichen Mengen. Ich muss gestern Abend wie ein Betrunkener gewirkt haben, auf meinem Fußweg zum Parkplatz, denn überall am Boden lauerten die tierischen Rutschfallen und machten ein normales gerades Gehen unmöglich.

Von wegen: Eine Schnecke ist langsam!

Mit einem beachtlichen Tempo schleimen sich diese Viecher über die Wiesen und Gassen.

Und bevor mir nun irgendwelche Leser(innen) rassistische Hintergedanken anhängen wollen: das könnte auch eine deutsche Nacktschnecke sein oder wo auch immer her: ich mag diese glibberigen Tiere nicht.

Ok – bei Nuss-, Zimt-, Mohn- oder Marzipanschnecken, da mache ich eine Ausnahme. Die können gerne auch vom spanischen Bäcker kommen.

Not so happy birthday

Als ich jung war, habe ich einen ganz bestimmten Tag herbeigesehnt.

Nein, nicht den Anfang der Sommerferien und auch nicht das erste Mal Sex… obwohl… also irgendwie vielleicht schon, doch nicht so intensiv wie diesen anderen Tag.

Von welchem ich rede?

Den eigenen Geburtstag meine ich!

Schon Monate zuvor habe ich auf die Frage meines Alters kaufmännisch aufgerundet. „Fast 20!“ war meine Antwort, beispielsweise ab dem Tag meines 19ten Geburtstags. Und im spätestens im April jeden Jahres, habe ich mir das letzte Quartal bis zum neuen Alter geschenkt. Dabei das kleine Wörtchen „fast“ so leise ausgesprochen, dass es die ein oder andere Person überhaupt nicht vernehmen konnte.

Heute sehe meinen Geburtstag eher als Übel, welches mir deutlich zeigt, dass ich altere und nicht nur erheblich sondern auch schnell. Dabei wäre das nicht nötig, denn mein Körper beweist mir auch so schon jeden Tag aufs Neue, dass er bald ein Historien-Kennzeichen verdient hat. Bei einem Wagen würde ich mir überlegen, ob nicht ein Neukauf ratsam wäre, statt permanenten Reparaturen entgegen zu sehen. Beim Körper fällt diese Möglichkeit (derzeit) noch aus.

Erwischt habe ich mich am letzten Samstag, wo ich mich jemand nach dem Alter fragte und ich wahrheitsgemäß antwortete: „Fünfundfünfzig!“

Mir wäre es lieb, wenn zumindest für die nächsten rund 360 Tage diese Anfragen nicht mehr an mich gestellt werden. Ich habe eben ein zartes Gemüt – und dazu stehe ich mehr als zu meinem Alter!

😉

Einfach ekelerregend!

Im sogenannten Darknet ist ein Kinder-Pornoring von Ermittlern entdeckt und ausgehoben worden.

Diese Plattform wurde von einem Hessen vor einem Jahr eingerichtet und hat es in nur einem Jahr zu einer unfassbaren Größe von knapp 90.000 Mitgliedern geschafft!

Ein Wert, der jedem konventionellen Forum-Besitzer die Tränen in die Augen treibt.

Mir übrigens ebenfalls, bei den Gedanken, dass das nur eine Plattform von vermutlich vielen ist und welche hohe Zahl an Menschen doch eine pädophile Neigung besitzen muss. Dazu noch die vielen betroffenen Kinder, denen geistiges und auch körperliches Leid zugefügt wurde.

Was ist da nun schlimmer?

Die, die sich der Krankheit nicht stellen und sie lieber ausleben?

Oder die, die daraus noch Kapital schlagen?

 

 

 

Rüde Rempler

Radsport, zwischenzeitlich als Testfeld für Dopingmittel bestens bekannt, zeigt sich von einer neuen Seite: die Weichei-Radelei!

Während beim russischen Confed Cup der chilenische Fußballer Gonzalo Jara für seinen Ellenbogenschlag gegen den deutschen Timo Werner nur eine gelbe Karte erhielt, bekam der Radfahrer Peter Sagan die rote Karte bei der Tour de France, für einen ähnlichen körperlichen Einsatz gegenüber Mark Cavendish.

Der Letztgenannte fällt von seinem Drahtesel, was nicht sonderlich verwundert. Selbst schuld, sage ich, wenn man sich auf so ein leichtes Rad setzt mit derart dünnen Reifen drauf!

Und zu allem Leidwesen kann der deutsche Sportler, John Degenkolb, nicht mehr ausweichen und stürzt ebenfalls. Und so was nennt sich Radprofi!

Doch jetzt mal ernsthaft: ich finde es erschreckend, dass auch beim Sport eine gewisse Verrohung zu erkennen ist. Da lobe ich mir Sportarten wie Tennis: da ist wenigstens ein Sicherheitsnetz zwischen den Kontrahenten gespannt.

Vielleicht sollten wir beim Fußball und beim Radsport Schutzkleidung wie beim Eishockey einführen. Wenngleich das natürlich ein wenig auf Kosten der Spritzigkeit geht. Oder aber die rüden Sportler bekommen nicht nur die rote Karte gezeigt, sondern verpflichten sich auch Kurse zu besuchen, mit Themen wie:

„Gewalt ist keine Lösung!“

oder

„Der Weg ist das Ziel und nicht: Alle weg bis zum Ziel!“

 

Eine Plage droht Deutschland!

Die Medien warnen aktuell vor der anstehenden Plage: in wenigen Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge wie ein derzeit noch schlafender Schwarm Heuschrecken über unser Renten- und Sozialsystem herfallen und dieses restlos kahlfressen.

Ich bin eines dieser räuberischen Insekten und das Schlimme dabei: ich fühle mich wegen meiner Absichten weder schlecht, noch schlafe ich. Im Gegenteil: seit 1978 habe ich – wie die meisten meiner Mit-Schrecken und den Überlebenden des letzten Krieges – durch permanentes Arbeiten meinen Teil zum Wachstum beigetragen. Mein kleines Insektenhirn begreift nicht, wenn viele wenig versorgt haben, dass nun nicht genug da ist, damit eine Zeit lang mit wenigen mehr versorgt werden können.

Kann der alte Soli-Ost nicht in einen Soli-Old umbenannt und genutzt werden?

Können die Gelder, die unser Staat einst der Türkei jährlich und in Einmalzahlungen als Demokratie-Hilfe zukommen ließ nun nicht in den Rententopf fließen?

Was ist mit den Selbständigen, die nicht in die Rente einzahlen müssen, aber – im Falle eines Scheiterns – doch unserem Sozialsystem auf der Tasche liegen oder – im Falle des Erfolges – sich oftmals mit Steuertricks der Zahlpflicht entziehen?

Nein – lieber wird darüber nachgedacht, ob man die Leistungen nicht so weit kürzt, dass ohne einen Job der Rentner sich das Leben nicht mehr leisten kann. Alternative Idee: die Rente gleich erst ab 70 einzuführen. Warum nicht die Rente ab 90 und dann auch nur, wenn man 75 Jahre durchgehend in die Rentenkasse einbezahlt hat?

Seit 7 Jahren hangle ich mich über befristete Arbeitsverträge der Rente entgegen, die immer weiter in die Ferne geschoben wird, gleich einem Esel, dem man mit einer Rute eine Möhre vor die Nase bindet, damit er nicht mit dem Laufen aufhört. Welche beruflichen Perspektiven habe ich in 10 Jahren als Mit-Sechziger auf dem Arbeitsmarkt?

Da bleibt doch nur noch der Beruf als Altenpfleger, für die Selbständigen, den Reichen, die über der Bemessungsgrenze lagen sowie den Politikern und Beamten, die ebenfalls fein raus sind aus der Altersarmut.

Da werden sich dann die armen Alten und Gebrechlichen um die reichen Alten und Gebrechlichen kümmern müssen. Doch auch das wird nur funktionieren, wenn der Staat dazu zwingt. Denn wer will schon von einer Person versorgt werden, die selbst kaum noch stehen kann? Dann lieber eine rüstige Arbeitskraft aus einem Billiglohnland beschafft oder gleich dahin gezogen.

Gebt den Menschen doch die Chance, rechtzeitig und mit einer lebenswerten Summe in den Ruhestand zu wechseln! Diese werden bestimmt nicht die Beträge im Ausland bei windigen Spekulationsgeschäften verzocken, sondern in der Regel hier in Deutschland das Geld ausgeben. Damit fließt das Geld wieder in die Wirtschaft, erzeugt Arbeitsplätze und Wohlstand für die jungen geburtenschwachen Jahrgänge.

Geburtenstarke Jahrgänge – ein Unwort, dass bei der nächsten Wahl für das ´Unwort des Jahres´ ein besonders hohes Ranking verdient hat.

Aber klar, dass meine Vorschläge alle nichts taugen: ich bin eben nur eine gefräßige blöde Heuschrecke!