Not so happy birthday

Als ich jung war, habe ich einen ganz bestimmten Tag herbeigesehnt.

Nein, nicht den Anfang der Sommerferien und auch nicht das erste Mal Sex… obwohl… also irgendwie vielleicht schon, doch nicht so intensiv wie diesen anderen Tag.

Von welchem ich rede?

Den eigenen Geburtstag meine ich!

Schon Monate zuvor habe ich auf die Frage meines Alters kaufmännisch aufgerundet. „Fast 20!“ war meine Antwort, beispielsweise ab dem Tag meines 19ten Geburtstags. Und im spätestens im April jeden Jahres, habe ich mir das letzte Quartal bis zum neuen Alter geschenkt. Dabei das kleine Wörtchen „fast“ so leise ausgesprochen, dass es die ein oder andere Person überhaupt nicht vernehmen konnte.

Heute sehe meinen Geburtstag eher als Übel, welches mir deutlich zeigt, dass ich altere und nicht nur erheblich sondern auch schnell. Dabei wäre das nicht nötig, denn mein Körper beweist mir auch so schon jeden Tag aufs Neue, dass er bald ein Historien-Kennzeichen verdient hat. Bei einem Wagen würde ich mir überlegen, ob nicht ein Neukauf ratsam wäre, statt permanenten Reparaturen entgegen zu sehen. Beim Körper fällt diese Möglichkeit (derzeit) noch aus.

Erwischt habe ich mich am letzten Samstag, wo ich mich jemand nach dem Alter fragte und ich wahrheitsgemäß antwortete: „Fünfundfünfzig!“

Mir wäre es lieb, wenn zumindest für die nächsten rund 360 Tage diese Anfragen nicht mehr an mich gestellt werden. Ich habe eben ein zartes Gemüt – und dazu stehe ich mehr als zu meinem Alter!

😉

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