Chaotische Zeiten

Was geht denn jetzt in Deutschland  ab? 

Die Bürger wählen Protest, IOS 11 bekommt ein Sicherheitsupdate (erinnert langsam an Microsoft Windows) und die Dieselfahrzeuge bestimmt auch, wenn das normale Update nicht ausreichen sollte, um legal durch die Großstädte zu stänkern.

Doch das alles ist pille-palle, gegen das aktuelle Wetter.

Letzte Woche noch frieren die Heizung aufgedreht und mich endgültig von den Sommersachen verabschiedet, sitze ich heute wieder in einem leichte T-Shirt draußen und schwitze.

Woher ich das Shirt habe? Aus dem Sack mit Altkleider-Spende, den ich – bei etwas besserem Wetter – zum Container bringen wollte. In Shops wie Takko und Co. bekäme ich jetzt vermutlich nur noch heruntergesetzte Herbstmode, weil die der anstehenden Winterkollektion weichen muss.

Habe ich doch gesagt: irre Zeiten! 

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Dorsch

Die Überschrift soll nicht auf einen Fisch hinweisen, sondern ist die hessische Bezeichnung für „durch“ = erledigt.

Die Wahlen sind geschafft und während die Ergebnisse einige Menschen erstaunen, tun es die Reaktionen der Politiker nicht.

Irgendwie klangen alle Parteien nach Gewinner, selbst wenn die Stimmanteile erheblich eingebrochen sind. Das ist so, als würde man daheim seiner Wertsachen beraubt und argumentiert: Prima, jetzt kann ich eine Hausratversicherung abschließen, weil mein Hausrat nicht mehr so viel wert ist!

Wenn man sich erst nach einer Wahl darüber Gedanken macht, was schief gelaufen ist, hat man vor der Wahl seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Auch das Erstaunen, dass wohl gerade viele junge Menschen die AfD gewählt haben, ist erstaunlich. Wenn meine Eltern mich vor gewissen Personen gewarnt haben, war ich doch gerade erst neugierig, was es mit denen auf sich hat.

Wahlen sollte man mit guten Leistungen oder glaubwürdigen Zusagen beeinflussen und nicht anders.

Jetzt aber heißt es erst einmal: genießen, dass die Wahlwerbungen vorbei sind, man wieder durch Fußgängerzonen laufen kann und nur von peruanischen Panflötenspielern angesprochen und der Deutsche Schilderwald von Wahlplakatierungen befreit wird.

🙂

Wahlqual

Ich gestehe: ich bin froh, wenn dieses Wochenende vorbei ist und ich mir nicht mehr permanent Wahlwerbung und politische Sendungen im Fernsehen antun muss, wo Politiker dem Volk viele Dinge versprechen, weil sie ohnehin nicht an die Macht kommen und wenn doch, dann nur in Kooperation mit einer anderen Partei, die dann Schuld an allem ist, was man nicht halten konnte.

Ich freue mich auf die Zeit, wo die Wahlplakate langsam verschwinden und man nicht alle paar Meter von irgendeinem Gesicht optisch penetriert wird.

Wenn aus Wahlprognosen endlich Fakten geworden sind und wir uns nicht permanent Hochrechnungen anhören müssen. Für was sind die überhaupt nötig? Damit jemand nach der Wahl sagen kann: „Wir haben es geahnt!“? Interessiert doch danach niemand mehr, ob die Prognosen falsch oder richtig waren.

Interessant auch: die Zeit, bis sich die neuen Abgeordneten etabliert haben (alle Vorteile aus dem neuen Aufgabengebiet kennen, wie Rabatte auf Dienstwagen), läuft es in Deutschland unverändert weiter und man fragt sich: Sind die Leute überhaupt notig?

In vier Jahren wird es dann wieder den Hype geben und der Wahl-o-mat wird mittlerweile auch als Ersatz zur Briefwahl genutzt werden. 

Bequem für den Bürger, wenn auf seinem Smartphone ein Fenster aufpoppt und die Frage gestellt wird; „Möchten Sie jetzt IOS 15 installieren und die CDU wählen?“

Alexa hat es noch besser drauf: „Klaus, ich habe für Dich gewählt, was laut den Analysen Deines Kaufverhaltens und dem Internet-Bewegungsprofil am besten zu Dir passt!“

Aber bis dahin haben wir erst mal eine Phase der Erholung von der aktuellen Wahl.

Ei was?

Das neue Iphone X ist da, das sich in zwei Dingen von der asiatischen Konkurrenz unterscheidet:

  1. Gesichterkennung
  2. Der Preis

Beide Feature zeigen deutlich: dieses Smartphone ist nur für die Jugend vorgesehen!

Denn zum Einstiegspreis von 1.150 Euro kauft sich kein erwachsener Normalverdiener ein Handy. Das ist für den Nachwuchs gedacht, dem die elterliche Fürsorge keinen Wunsch ausschlagen kann.

Für uns Bestager (sprich: besd ehjdschä) ist die Gesichtserkennung absolut unbrauchbar.

Wenn ich morgens vor dem Spiegel stehe, erkenne ich mich selbst kaum. Wie soll denn das Gerät wissen, dass dieses knittrige Etwas in ein paar Stunden wieder halbwegs normale Züge annimmt? Vor 11 Uhr bezweifle ich, dass mir das Handy Zugriff gewährt.

In den späteren Abendstunden wendet sich das Blatt erneut: der Tag hat sein Spuren in meinem Gesicht hinterlassen und wieder meldet Siri:

„Du kommst hier nicht rein, alter Mann!“

😉

 

Schönes Wochenende wünsche ich!

Wahrheit vergeht – Schönheit besteht!

Kennen Sie das: Sie sind sich in einer Sache nicht sicher und holen Rat ein. Anschließend fühlen Sie sich jedoch noch unschlüssiger als zuvor?

So ging es mir jedenfalls, nach der Nutzung des Wahl-o-maten!

Ich war derart überrascht, über dessen Empfehlungen, dass ich mir die Mühe gemacht und von den top four des Rankings mir deren Parteiprogramm durchgelesen habe. Das war dann so daneben, dass ich auch noch die anderen 4 aus der Ergebnisliste prüfte. Es wurde nicht besser!

100 Prozent Übereinstimmung mit einer Partei zu haben, die sich nur zweier Themen widmet, das ist so, als würde mich ein Autohändler fragen: „Möchten Sie Klimaanlage und Servolenkung haben?“ – ich nicke bestätigend und der Verkäufer antwortet: „Prima, dann habe ich hier Ihren Traumwagen!“

Als ich die Ernsthaftigkeit am Ergebnis des Wahl-o-mat´s verloren hatte, begann ich aus Neugier heraus zu experimentieren? Was, wenn ich nur eine extrem Rechte und eine extrem Linke Partei gegeneinander im Vergleich antreten lasse? Was passiert, wenn ich niemand aus den etablierten Parteien mit dabei habe? Oder wenn ich fast alle Fragen mit „Ich weiß nicht!“ beantworte – gibt es eine „Wir wissen es auch nicht“-Partei, die zu mir passt?

Es war ein kurzweiliges Vergnügen und mittlerweile habe ich einen anderen Plan: Ich wähle nach Attraktivität. Das ist wenigstens ein verlässliche Größe!

Wenn dann die Partei mit meiner persönlichen Schönheitskönigin (nein – nicht Angela Merkel) mit der Partei mit den meisten Wahlstimmen koaliert (also doch – Angela Merkel), dann wird von den einstigen Wahlkampf-Versprechen nichts bleiben – aber die Attraktivität, die bleibt bestehen. Zumindest über die nächsten 4 Jahre – dann kann ich den Ton am Fernseher ausschalten und mir einfach nur das angenehme Gesicht betrachten.

Wählen kann so einfach sein!  😉

Ein echter Skandal beim Abgas

Weil ich mir Heizkosten ersparen will, verbrenne ich Sperrholz, alte Autoreifen und sonstigen Abfall. Die Rauchentwicklung ist dabei so enorm, dass es für die umliegenden Anwohner nicht nur unangenehm stinkt, sondern die Atemluft gesundheitsschädliche Werte erreicht.

Daraufhin lässt das Land Hessen dem Bürgermeister unseres Ortes eine beträchtliche Summe Geld zukommen, um den betroffenen Anwohnern zu helfen. Ob das in Form von Gasmasken oder Gutscheine für Wochenenden in Luftkurorten erfolgt, vielleicht auch mittels großer Ventilatoren, die den Smog beseitigen sollen, ist unbekannt. Vielleicht sind die Gelder auch nicht zweckgebunden und davon wird der örtliche Kinderspielplatz saniert sowie Sonderzahlungen an die Belegschaft des Amtes erteilt, weil die erheblich mehr Arbeitsaufwände haben, durch die Proteste der Bürger, die in meiner unmittelbaren Nähe leben.

„Hä?“, werden Sie jetzt sicher denken.

„Was soll das denn? Wieso verbietet man dem Kerl nicht diese umweltschädliche Form des Heizens?“

Genau das frage ich mich auch, wenn ich sehe, dass man eine halbe Milliarden Euro den Kommunen zur Verfügung stellt, die von den Diesel-Abgasen am stärksten betroffen sind, um damit Maßnahmen durchzuführen zu können, die Fahrverbote verhindern!

Vielleicht sollte ich den Städten Wiesbaden und Stuttgart (um nur zwei zu nennen) mal ein Angebot über eine größere Menge Gasmasken zukommen lassen.

Vorabversion des neuen Buches von Bestsellerautor Hans-Peter Bönsch wurde geraubt!

Hier handelt es sich um eine bisher thematisch nicht behandelte: Teil-Fake-News!

In der Tat ist die Testversion abhandengekommen (wurde aus unserem Briefkasten gestohlen) und damit verzögert sich die Veröffentlichung um mindestens einen halben Monat. Es war jedoch nur eine von vielen Sendungen, die vor die Haustüren unserer Mehrfamilien-Wohnung gelegt und illegal eingesammelt wurden. Auch diverse Warensendungen, die aus den Briefkästen rausragten fanden neue Besitzer. Insofern ist auszuschließen, dass sich jemand nur für den Erhalt der Erstausgabe interessiert hat und hocherfreut meine Lieferung aus Amerika öffnet. Obwohl ich mich an diesen Gedanken gewöhnen könnte.

Das wiederum liegt wohl daran, dass es mit dem best selling als Autor leider noch nicht so weit her ist.

Dem Dieb wünsche ich jedenfalls das, was ich den anderen Lesern nicht wünsche: große Enttäuschung über mein neues Werk!