Na sowas aber auch!

Es ist immer wieder erstaunlich: das erhalten Chefs von Firmen Summen in einem Jahr, für die wir von der Lehre bis zur Rente arbeiten müssen, um eventuell gleichzuziehen und doch sättigt das offenbar nicht die Gier; da muss noch illegal getrickst werden. Augenscheinlich ist so ein fehlendes Sättigungsgefühl besonders gerne vorzufinden, wenn vor dem Firmenname das Wort ´Deutsche´ steht, so wie ´Deutsche Bank´ oder ´Deutsche Börse´!

Da gibt es diesen Herrn Kengeter… ich dachte erst das sei ein Ken wie der Kumpel von der Barbie und er heißt eben Geter mit Nachname.

Der Typ lässt sich seine 4,5 Millionen hohe Vergütung in Form von Aktien seines Unternehmens auszahlen. (Man müsste mal ausrechnen, wie viele Jahre es dauert, bis er auf diesem Wege die Aktienmehrheit besäße.) Offenbar nicht aus dem edlen Grund, weil er dem Unternehmen so nahe steht, sondern weil ihm zwei andere Umstände bekannt sind:

Eine anstehende Börsenfusion und das Verhalten der Shareholder. Wenn Aktionäre nur das Wort Fusion hören, was gleichbeutend ist mit Wachstum des Umsatzes und Schrumpfung von Personalständen, dann fängt nicht nur deren Herz an zu rasen, sondern der Aktienkurs ebenfalls – und zwar steil nach oben.

Das kriegt so ein mageres Jahresgehalt von 4,5 Millionen recht schnell einen Wert von 6 oder noch mehr.

Nun ´geht er´ –  unser Ken – doch bringt das was? Der nächste Chef, dem werden ein paar Millionen im Jahr auch nicht reichen und dann wird sich dieser wieder in irgendeiner Form bereichert. Das muss er tun, weil man da oben geradezu einem Gruppenzwang zu unterliegen scheint.

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Wer ist das Volk?

Schon eine seltsame Entwicklung: Europa vereint Länder doch nach innen machen sich Auflösungserscheinungen bemerkbar. Sei es nun Katalonien, welches eine Abspaltung von Spanien erkämpfen möchte oder jetzt auch die Lombardei und Venezien, die mehr Autonomie wünschen.

Müssen wir bald auch damit rechnen, dass die wohlhabenden Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg eine Unabhängigkeitserklärung unterzeichnen? Grenzkontrollen an der A3 nach Aschaffenburg? Eventuell eine neue Währung – der Bayerndollar – mit einem Bierseidel statt Wappen auf der einen Seite und das Konterfrei von Herrn Seehofer auf der Kopfseite? Auf BMW, Porsche und Mercedes dann Zollformalitäten und Einfuhrzahlungen nötig.

Die Fahrt nach Venedig beträgt dann mehrere Tage, weil man permanent an Grenz-, Wechsel- oder Mautstationen anhalten darf?

Wie verhält sich das denn beim Fußball? Schon ein verlockender Gedanke, wenn Bayern München nicht mehr in der Bundesliga dabei wäre und wir nur noch auf europäischer Ebene mit ihnen zu tun hätten. Ebenso Ingolstadt weg, Nürnberg und die Stuttgarter!

In der Schule bekommt die Bestwertung in Geo nur noch, wer alle 96 Staaten der Europäischen Union aufsagen kann. Wobei vielleicht die Schwaben  mit England eine weitere europäische Handelsunion gründen. Dann wird das Lernen noch komplizierter. Der ESCE (European Song Contest), dauert dann mehrere Wochen und wir ärgern uns, weil Deutschland von Bayern wieder mal nur Null Punkte bekommen hat.

Wenn Hessen dann beispielweise ein Oktoberfest feiert, dann ist das ein Ritual aus dem Ausland, das wir übernehmen, so wie Halloween aus Amerika.

In eigener Sache: Neuveröffentlichung!

Es ist endlich soweit: mein weiteres Buch ist bei Amazon erhältlich!

„Eines Abend…“ bin ich Hürdenträger ist die etwas andere Fortsetzung der Lebensgeschichte von Kevin Müller („Eines Tages…“ und andere Hürden).

Kevin ist mit der Darstellung aus dem ersten Werk nicht zufrieden und übernimmt nun selbst die Berichterstattung. Mit ihm können Sie gemeinsam einen Streifzug durch die letzten rund 50 Jahre vornehmen. Erfahren oder erleben Sie bei diesem satirischen Rückblick, wie es war, ohne Computer, Smartphone und Internet überleben zu müssen.

In Zeiten erwachsen zu werden, wo Eltern nicht nur Erziehungsberechtigte waren sondern diese Funktion auch ausgeführt haben.

Erleben sie den humorvoll-kritischen Blick des reifen Mannes auf die Unterschiede zwischen Damals und Heute. Anhand von Indizien wird Ihnen Kevin Müller einige wissenschaftliche Behauptungen widerlegen. Beispielsweise kann es sein, dass Sie nach dem Lesen der Lektüre Zweifel hegen, ob Darwin Recht mit seiner Evolutionstheorie hat. Stammen wir wirklich vom Affen ab? Oder ist vermutlich doch die Walnuss unser Ur-Vorfahre? Die Beweislage wirkt zumindest schlüssig.

Viel Spaß beim Lesen wünsche ich!

Ihr nun die direkten Links zu klassischem Taschenbuch oder zum eBook für Kindle.

Das Buch:

https://www.amazon.de/Eines-Abends-bin-ich-H%C3%BCrdentr%C3%A4ger/dp/1974546195/ref=sr_1_1_twi_pap_2?ie=UTF8&qid=1508306039&sr=8-1&keywords=hans-peter+b%C3%B6nsch

Das Kindle-eBook:

https://www.amazon.de/Eines-Abends-bin-ich-H%C3%BCrdentr%C3%A4ger-ebook/dp/B075SKLVMV/ref=sr_1_1_twi_kin_1?ie=UTF8&qid=1508306039&sr=8-1&keywords=hans-peter+b%C3%B6nsch

 

Komet kommt

Heute wird ein Komet nahe an der Erde entlang fliegen. Laut Experten verfehlt er diese allerdings um ca. 44.000 Kilometer.

Hoffen wir zum einen, dass diese Experten ihr Handwerk verstehen -im Gegensatz zu manchen der üblichen Spezialisten- und uns zum anderen keine Fake-News verbreiten (s/w)ollen.

In so einem Moment fallen mir all diese Endzeitfilme ein, die ich schon gesehen habe und das macht den Gedanken nicht besser. Im Film muss es ein happy-end geben, damit man noch eine Fortsetzung drehen kann. Keine Ahnung, ob die natürliche Regie das auch so sieht.

Stellen Sie sich das mal vor: ein Komet fällt auf Europa und das ausgerechnet vor einem Wochenende, wo Tief Tanja uns eine Art Altweibersommer spendieren will. Außerdem ist doch Buchmesse und ich veröffentliche mein neues Werk. Also ein denkbar ungünstiger Moment für einen Einschlag.

44.000 Kilometer – das verfährt manch Außendienstler locker im Jahr. Eine Entfernung ist das nicht wirklich.

Deshalb wünsche ich mir heute doppeldeutig: schauen sie in den nächsten Tagen doch wieder bei diesem Blog hier vorbei!

Menschliche und unmenschliche Interessen

Wir kennen das Dilemma: alle wollen Strom, der nicht aus Kraftwerken stammt. Doch Windkrafträder oder gestaute Seen möchte niemand. Wir möchten alle saubere Energie, nur die Trassen für die Anlieferung, die sollen irgendwo entlang führen, nur nicht in unserer Nähe. Wir möchten notleidenden Menschen eine Behausung gönnen, jedoch nicht in unmittelbarer Nachbarschaft. Überbevölkerung finden wir schrecklich, doch niemand möchte dafür sich oder seine Nachfahren opfern.

Wir lieben Waren aus der Region und das macht sogar besonders Sinn, wenn -dem Bauboom im Rhein-Main-Gebiet geschuldet- der Kies aus unmittelbarer Nähe angeliefert wird. Blöde wird es allerdings, wenn die Nichtbauer Wert auf Baumbestand legen und die Häuslebauer auf den Kies, der sich unterhalb dessen Wurzeln befindet. So kämpfen jetzt die einen bei Langen um den Erhalt des Baumbestandes und die anderen, um die Erde, auf denen diese stehen.

Ein Dilemma – nicht nur der Interessen, sondern auch der eigenen Wertigkeiten.

So bin ich selbst gegen die Rodung von Wäldern, weil ich diese liebe. Ich schätze aber auch preiswerte Möbel und der Wald, der am Hang hinter unserem Wohnwagen nun bis zum März des nächsten Jahres nahezu permanent Schatten spendet, ich wäre der Erste, der den Auftrag zu seiner Rodung unterzeichnen würde.

🙂

 

All die vielen Planeten

Heute vor 60 Jahren saßen die Amerikaner bestürzt da. Der Russe hatte tags zuvor seine Sonde namens Sputnik ins All geschossen und damit gezeigt: „Mia san hia!“

Nur wenige Jahre später liefen die US-Boys auf dem Mond herum und es sah so aus, als würden wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits auf dem Mars wohnen. Nichts schien damals unmöglich zu sein.

Leider gingen Projekte der NASA schief, das Feindbild „Russland“ verloren sowie das Geld aus.

Aber vielleicht erlebe ich doch noch den ersten Menschen auf dem Mars, jetzt wo sich die Spannungen zwischen Ost und West wieder erhöhen. Da ist ja auch noch der Chinese, der sich auskennt, Dinge nicht nur nachzubauen, sondern das auch noch günstiger sowie besser.

Postfaktisches Szenario

„Ist ein Briefträger ein Schiff, das statt Flugzeuge Briefe transportiert?“

Wenn Sie das Ihr Enkel eines Tages fragt, können sie den Nachfahren mit Ihrer Antwort in Staunen versetzen.

„Früher hat man Briefe in eine gelbe Box gesteckt. Davon gab es in jedem Ort einige und diese wurden täglich zweimal geleert, um die Briefe darin zu verschicken! Heute sind diese Briefkästen nahezu ausgestorben. Sie werden zwar werktäglich geleert, doch nur, wenn dieser Werktag auf einen 15ten des Monats fällt. Man bringt also heutzutage seine Briefe zu der nächsten Annahmestelle, die es in Orten mit mehr als 100.000 Einwohner gibt! Da das Zeit kostet, um einen Parkplatz zu finden und in der Warteschlange zu stehen, können das eigentlich nur noch Menschen ohne Beruf durchführen!“

„Ist das der Briefträger?“, bekommen Sie womöglich jetzt zur Antwort.

„Nein, das ist er nicht! Der Briefträger oder die Briefträgerin ist die Person, die früher jeden Tag durch die Orte ging und die verschickten Briefe den Empfängern in die Briefkästen warf.“

„Gibt es die Menschen noch?“

„Ja, einige wenige! Aber die kommen nur noch, wenn Briefe per Einschreiben geschickt wurden. Ansonsten holt man sich seine Post in der nächsten Verteilerstelle ab, nachdem man per eMail eine Nachricht erhalten hat. Diese Ausgabestellen gibt es in Städten über 500.000 Einwohner und auch hier empfiehlt es sich, einen Rentner oder Arbeitssuchenden zu kennen, der sich die Zeit nehmen kann, dort hinzufahren. Also am besten ist es, man wird selbst zum Briefträger. Man nimmt die Post und fährt einmal die Woche die Menschen an, die damit versehen werden sollen. Das geht schneller und ist auch nicht wesentlich teurer, wenn man die anderen Fahrten und das Porto berechnet.“

„Das ist aber blöde!“

„Nein, mein Schatz! Das hat die Post alles so zum Wohle des Kunden eingerichtet, denn sonst würde ein Brief so teuer werden, dass sich den Versand keiner mehr leisten kann. Die ganzen Postboten sind entlassen worden und froh, wenn sie sich ein paar Euro dazuverdienen können, wenn sie die Post zur Post bringen oder dort abholen.“

„Und was ist ein Paketlieferant?“

„Das waren Leute, die Pakete in Lieferwagen transportiert haben. Das machen heute die Drohnen. Doch davon erzähle ich Dir ein anderes Mal. Jetzt aber mal ab ins Bett!“