Merkwürdiges Phänomen zum Jahresende

Als ich gestern Nachmittag ins Freie ging, hatte ich ein kurioses Erlebnis:

War das Ozonloch gerissen?

Hatten Menschen bereits vorzeitig Silvesterraketen verschossen, die dem Himmel eine seltsame aber durchaus ansehnliche Verfärbung bescherten?

Hatte sich bei mir die weihnachtliche Völlerei auf den Verstand niedergeschlagen und mir die Sinne manipuliert.

Hatte ich womöglich an einem Geldschein geschnuppert und mir damit eine Portion Rest-Kokain von der Oberfläche reingezogen? (Angeblich soll ja ein beträchtlicher Teil unserer Papierwährung damit verunreinigt sein)
Vielleicht halten Sie mich für einen Spinner, doch es regnete gestern einmal nicht und ich sah hellblaue Flecke am Firmament!

Ich schwöre, dass ich es so erlebt habe!

Ja, ich hatte einst Bücher gelesen, in denen von weiße Winterlandschaften, bei strahlender Sonne mit blauem Himmel berichtet wurde, doch ich dachte, das seien Fantasieprodukte oder Berichte aus Alaska oder der Antarktis.

Ich muss unbedingt einen Psychologen kontaktieren und hoffentlich bekomme ich noch so zeitnah einen Termin, dass ich mich an dieses Erlebnis noch erinnern kann. Vielleicht kann er mir ein Medikament verabreichen, dass mir regelmäßig eine solche herrliche Erfahrung schenkt, blauen Himmel zu sehen.

Vorsorglich schnuppere ich auch nochmal an den paar Scheinen in meiner Brieftasche… blauer Himmel… das war so genial anzusehen… einfach der Hammer!

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Alle Jahre wieder

Die Festtage sind vorbei und damit auch mal wieder die Zeit, wo wir von den TV-Sendern unaufhörlich mit Weihnachtsmännern in der Werbung behelligt werden. Die unzähligen Clips von Parfums weichen und lassen wieder Platz für die wild gestikulierende Wäscheexpertin/Schauspielerin Amy Sedaris, damit sie -gefühlt unstopable- von ihrem Produkt schwärmen kann. Auch die Kinder Pinguis werden langsam wieder mit den anderen Ferrero-Produkten über den Bildschirm wackeln.

Doch am meisten wird es mich freuen, wenn endlich die Telekom aufhört, uns derart heftig mit Werbung zu penetrieren. Fand ich das am Anfang noch ganz witzig, wenn Justin Bieber um ein junges Mädel tänzelte, wurde mir nach der zwanzigsten Wiederholung an einem Tag einiges klar:

  1. Ich war schon wieder mehr als 2 Stunden vor der Glotze
  2. Ich würde ganz sicherlich nicht einen teuren Magenta-Tarif buchen, um damit die Telekom zu motivieren, noch mehr Geld aus dem Gewinnen in die Werbung zu pulvern. Wir werden also keine „Friends“!
  3. Ich bin noch nicht senil – mein Kurzzeitgedächtnis funktioniert noch gut

Mal sehen, was uns demnächst in der Osterwerbung erwartet.

Doch bis dahin erst einmal ein schönes Restjahr 2017!

Es geht bergauf

Wissen Sie was mir an Weihnachten besonders gut gefällt? Es geht endlich wieder bergauf! Die Tage werden länger und die Nächte kürzer.

Heute schon sollen es 5 Sekunden gewesen sein und gefühlt habe ich sie bereits. Kein Wunder auch, dass an Weihnachten mal wieder in den Tälern kein Schnee liegen wird, ist doch bis dahin der Tag schon wieder 5 Minuten länger und die Sonne hat mehr Zeit, die Gegend zu erwärmen. 

Welche Sonne werden Sie denken? 

Okay, die hat sich hinter den Regenwolken eine Auszeit genommen, doch sie ist noch da. Sie wird wohl auch überbewertet, denn wieso ist es im August, wo sie noch lange scheint, oft kälter als jetzt? 

Ob wir an Ostern die weiße Pracht bekommen, die uns jetzt fehlt, das werden wir sehen und das auf jeden Fall einige Stunden länger ohne künstliches Licht.

Im Moment aber zählt nur eines: die nächsten 6 Monate geht es mit der Helligkeit rauf. 🙂

Unfreude des Schenkens

Irgendjemand hat einmal die Behauptung aufgestellt, dass Schenken die schenkende Person glücklich macht. In meinem Fall kann man sich diese Behauptung getrost schenken. 

Natürlich bereitet es mir Freude, einem Menschen Freude zu bereiten, wenn da nicht die Qual des Einpackens eines solchen Präsents wäre. Für mich immer eine Phase der Verzweiflung, gepaart mit der Erkenntnis, ein verpackungsunfähiger Mensch zu sein.

Meist ist das gewählte Geschenkpapier zu klein, lässt sich nicht gerade abschneiden, schlecht falten oder macht einem auf irgendeine Art das Leben schwer. Das Klebeband hält nicht oder lässt sich nicht von der Rolle trennen. Bösartig wie eine Schlange wickelt sich der Streifen zusammen und klebt perfekt – leider nur nicht da wo es soll, sondern lediglich an sich selbst. Also mit nur einer Hand ein neues Stück abschneiden, denn mit der Anderen fixiere ich die gefaltete Wulst am Päckchen. Doch nun lässt sich der Anfang des Tesa-Klons nicht mehr finden. 

5 Minuten später halte ich ein Stück Klebestreifen in der Hand. Der verzweifelte Versuch, es einarmig von der Rolle zu bekommen, hat es seine klare Optik verlieren lassen und halten will es auch nicht richtig. Doch ich bin genervt und will nur noch eines: Das Drecksgeschenk endlich eingepackt sehen! Sehr unweihnachtliche Gefühle steigen mittlerweile in mir auf. Schnell klebe ich überkreuz noch einen weiteren Streifen zur Fixierung. Nicht schön aber wirksam.

40 Minuten später… das Geschenk ist verpackt. Schweißtropfen von meiner Stirn haben das Papier etwas unansehnlich werden lassen, doch damit passt es optisch sehr gut zu den Klebestellen.

Wenn ich ehrlich bin: als das Geschenk noch in der Original-Verpackung des Versandhändlers vor mir lag, sah es ansehnlicher aus, als jetzt – nach dem erfolglosen Versuch des Aufhübschens. Eine klare optische Verschlimmbesserung und ich frage mich, ob die Person es überhaupt zu schätzen weiß, welche Arbeit sowie Pein mir dieses Geschenk für sie bereitet hat?

Natürlich hätte ich in die Stadt fahren können, als Berufstätiger Abends oder am Wochenende, um nach einer gefühlten Ewigkeit der Parkplatzsuche in einem Parkverbotsgebiet zu halten und dort einen Strafzettel zu kassieren. Dann die Schieberei durch Fußgängerzonen und Geschäfte. Doch wenn ich anschließend mit einem professionell gepackten Geschenk wieder zu meinem Auto laufe, dann bemerke ich, wie mich unzählige andere Männer neidisch ansehen, weil ich es bereits geschafft habe.

Nein, das ist auch nicht perfekt und an Weihnachten macht es sich immer gut, wenn was selbst gebastelten dabei ist und sei es nur die Verpackung.

Happy xmas packing 

Das Kiki-Kaka-Koko-Land

Uns deutschen Bürgern wird schon einiges zugemutet! Da müssen wir uns im Laufe der letzten Jahre mit immer mehr Regierungsmodellen auseinandersetzten, die dann so schicke Namen haben, wie: Ampel oder Jamaika. Ich stelle mir gerade vor, wie sich beispielsweise 5 kleine Parteien eines Tages zusammentun und eine Regierung bilden. Die sind dann so bunt, dass der Begriff Bundestag wie eine hessisch ausgesprochene Variante von Tagung der Bunten klingt.

Auch an den Begriff GroKo haben wir uns gewöhnt, für große Koalition, und nun bekommt die gute alte KoKo (eigentlich einst einmal das Kürzel für Kostenkommission, also  einer Gruppierung, die für teuer Geld plant, wie Kosten in einem Unternehmen gespart werden können) eine neue Bedeutung: Kooperations-Koalition.

Keine festen Vereinbarungen im Vorfeld, sondern entschieden wird während der Legislaturperiode von Fall zu Fall und jede Partei kann wählen für was. Eigentlich also eine NoKo – normale Koalition!  Denn wieso im Vorfeld Dinge vereinbaren,  an die sich ohnehin hinterher niemand mehr hält?

Für die SPD sicherlich die beste Wahl, um den Machthunger einiger Parteigenossen zu befriedigen und den Kritikern an dem politischen Zulieferservice für die CDU beruhigend zu sagen: „Das ist keine GroKo und wir können in der KoKo nein sagen, wenn wir was Kaka finden!“

Im Grunde also nichts anderes als Mitregieren light!

Tja, wäre doch alles so einfach, wie die Entscheidungen, die Diäten zu erhöhen, dann würden wir dieses Gerangel nicht erleben. Da gibt es immer schnell Einigkeit über alle Farben hinweg. Eine RaffKo = Raffgierigen-Kommision – die wird es wohl niemals geben müssen.

Dönerwetter

Ich bin kein Freund von Nahrungsmitteln, bei denen ich nicht weiß, wie oft die sich schon um sich selbst gedreht haben, egal ob es sich um  Gyros vom Spieß, Grillhähnchen oder auch Döner handelt.

Dass sich in diesen Produkten (teils auch lebende) Stoffe befinden können, mehr als uns lieb ist, davon bin ich ausgegangen.

Insofern war ich fast überrascht, dass man in Dönerfleisch lediglich Phosphat entdeckt hat. Der Verzehr mag ungesund für uns Menschen sein, doch sicherlich auch für so kleine Krabbeltierchen, wie Bakterien und Viren. Schon fast wieder ein Grund, doch ohne Bedenken zuzugreifen.

Aber nun das: in Niedersachsen ist wohl eine Dönerbude explodiert und dabei wurden sieben Menschen verletzt!

Bei all der Tragik, was heißt denn das für mich persönlich?

Ist im Döner womöglich durch das Phosphat ein explosives Gemisch entstanden?

Wird die Gefahr einer Sprengung durch Verwendung von Knobisauce eher verringert oder erhöht sie sich signifikant?

Waren es gerade die herumfliegenden Dönerfleischbrocken, die die Druckwelle reduziert haben und damit schlimmeres verhinderten?

Sollte man fortan Dönerbuden weit umgehen, wenn sich da mehr als 5 Personen im Laden befinden? Womöglich hat das Kraut die Verdauung angeregt und durch Menschenhintern erzeugte  Abwinde sind zu einem brisanten Gas-/Luftgemisch mutiert?

Oder ist alles nur ein dummer Zufall und jemand wollte eigentlich nur auf die neue moderne Art Bargeld am Automaten nebenan im Vorraum einer Bank abheben und hat lediglich den Eingang verwechselt?

Ich gehe auf Nummer sicher und lasse mir mal lieber heute eine Pizza bringen!

Ein Adventsgedicht

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Der Weihnachtsmarkt in dieser Nacht, wird von Security bewacht
Sie sollen uns vor Schützen schützen, die Waffen gerne hier benützen.
Oder in solch Menschenmengen, einfach eine Bombe sprengen.

Beton den Einlass heut“ erschwert, damit niemand in die Menschen fährt
und so ein Irrer in der Nacht, den Markt zu einem Drive-in macht.
Darum ist alle den zu danken, die uns schützen vor solch Kranken.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.