G-Punkt

In Berlin hat die Telekom das erste Testfeld für 5G eingerichtet, das in Bälde auf den Markt kommen sollen. Als Nachfolger von LTE soll es die dortigen Handynutzer mit noch wesentlich schnelleren Mobilfunkverbindungen versehen.

Warum das Ganze?

Damit Spiele und Filme in noch höherer Qualität ruckelfrei auf das Smartphone übertragen werden können und… die Rückseite der Medaille… so dem User nichts anderes übrig bleibt, als einen teuren Vertrag mit unbegrenzter Flat-Rate abzuschließen. Was nutzen 3 GB Volumen, wenn dieses in wenigen Minuten mit 5G leergesaugt wurde?

Anders kann ich mir diesen Aktionismus nicht erklären.

Ich gönne den Menschen in der Hauptstadt dieses schnelle Netz und bin mir fast sicher: das haben die Bürger schneller offiziell zur Verfügung als den neuen Flughafen. Mich ärgert jedoch, dass nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt nicht einmal 1G zur Verfügung steht. Natürlich ist es für ein Mobilfunkunternehmer lukrativer, neue Sendeeinheiten dort zu installieren, wo viele tausende Hotelbesucher sich abends einen Pornofilm in HD auf dem Handy reinziehen wollen, als ein paar hundert Menschen im Taunus den Zugriff auf Internetseiten zu gewähren. Doch eindeutig habe ich etwas falsch verstanden.

Flächendeckender Internetausbau bedeutet für mich: nutzbares Internet überall und nicht nicht nur mit Highspeed in den Großstädten.

Nun bin ich gespannt, was schneller eintrifft: Empfang auch in den Outbacks, meine Rente oder 10G in Berlin und anderen Großstädten?

 

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