Mir nicht ganz grün, die Cordula

Falls jemand zweifelt, dass wir von den Medien beeinflusst werden, dem sei hier ein Beispiel gegeben.

Wenn ein Radiosender (wohlgemerkt: immer der gleiche) innerhalb 5 Stunden 3x den Song „Cordula Grün“ laufen lässt, wird der Höhrer eindeutig einer gewollten Gehirnwäsche unterzogen.

Rein rechnerisch muss ich entweder das Radio vom Kollegen ausschalten lassen, einen anderen Sender erbitten oder bis zum Feierabend noch zweimal diesen Song ertragen.

An diesem Freitag rufe ich dann „Hoch die Hände, Musik am Ende!“

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Never ending summer(time)

Das Europa von morgen…

… womöglich wieder mit Grenzkontrollen, wie annodazumal? Vielleicht sogar wieder die Wechselstuben, wo man sein Urlaubsgeld in Schilling, Franc, Lira, Pfund, Kilo und wer weiß was noch für regionale Währungen eintauscht?

Und eventuell ganz neu… keine Sommer- und Winterzeit mehr, dafür aber führt jedes Land Zeitzonen nach Wahl ein.

Fiktives Beispiel: Abfahrt 8 Uhr in Kufstein und Ankunft in München um 7:30 Uhr, weil wir eine permanente Sommerzeit haben und Östereich sich entschlossen hat, eine neue feste Winterzeit einzuführen (macht kürzere abendliche Servicezeiten für die Touristen möglich).

Trotz Stau, schneller ankommen als man abfährt. Plötzlich ist Zeit relativ, so wie es Einstein schon immer prophezeite.

Mit einer durchgehenden Sommerzeit in Deutschland, so wie von den meisten Bürgern hier gewünscht, würde sich einmal mehr die Klimaerwärmung verdeutlichen: Wenn es keine Winterzeit mehr gibt, wird es auch bald keinen Winter mehr geben!

Ich selbst plädiere sogar für IZZ´s = Individual-Zeitzonen!

Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, ist es in meiner persönlichen Zeitzone 6 Uhr. Nach maximal zwei Stunden Tätigkeit im Büro, stelle ich auf eine neue Zeitzone um, und die Uhr zeigt 16 Uhr an – Zeit für den Feierabend!

Ich denke, ich sollte hier mal eine entsprechende Petition in die Wege leiten.

Positives Denken

Für Alle, die unter der Trockenheit in diesem Sommer leiden: es gibt auch gute Seiten – nicht nur für Schwimmbäder, Klimaanlage- sowie Eisverkäufer.

So ist die Chance des Ertrinkens im Rhein gesunken, weil beispielsweise bei Bingen der aktuelle Pegelstand nur noch 77 Zentimeter erreicht.

Allerdings bleibt der Rhein gefährlich für Die, die ins Wasser gehen, selbst wenn man mehr als 80 Zentimeter Körpergröße misst.

Starke Strömung ist weiterhin vorhanden und man sollte den Schiffen nicht noch den wenigen Platz rauben.

Es ist also nicht böse gemeint, sondern nett zur Natur, wenn ich Ihnen ein schönes Wochenende mit etwas Regen wünsche.

P-O-S-T: Portoerhöhung ohne Scham triggern

„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!“

Ein Satz, an den sich üblicherweise Politiker(innen) gerne halten und welcher dem Post-Vorstand Frank Appel auch gut stehen würde. [Hinweis: bitte nicht mit dem Comedian Ingo Appelt verwechseln!]

Doch dem Appel wurmt es bis zum Gripsch, dass er vollmundig einen operativen Gewinn von 4,2 Milliarden Euro für 2018 in Aussicht gestellt hatte und, so wie es nun aussieht, es lediglich 3,2 Milliarden werden. Damit ist zu befürchten, dass der Betriebsgewinn in 2018 noch geringer ausfällt, als die 3,7 Milliarden, die es im Jahr 2017 gab.

Das wird wieder bei unheimlich vielen Aktionäre zu Schnappatmung führen, denn ohne Wachstum des Gewinns steigt der Wert der Aktie nicht.

Sie und ich, wir haben vermutlich kein BWL studiert, doch wir wissen auch so: bevor die Anleger panisch reagieren, muss eines der zwei probaten Mittel angewendet werden: Ankündigung von „Internen Optimierungen“ – und wenn da personell nicht mehr viel ausgedünnt werden kann, da schon kräftig „optimiert“ wurde, dann eben eine satte Preiserhöhung für die Produktlinie.

Für uns Bürger aus der Mittel- sowie Unterschicht heißt es: wir lecken nächstes Jahr vermutlich 10 Cent mehr auf einen Standardbrief (zzgl. anderer Erhöhungen), damit die Post wieder die Milliarden scheffeln kann, die sie ihren Shareholdern in Aussicht stellt. Das erhöht den ekligen Beigeschmack einer Briefmarke noch um ein Vielfaches.

Für den Normalo also eher ein saurer Appel, in den er/sie da beißen muss.

Doch mal ehrlich: Wenn Fußballspieler schon für 200 Millionen einen Verein wechseln, sind letztendlich 3 Milliarden Euro Gewinn wirklich ein beängstigender kleiner Betrag.

Irgendwie kann ich auch Elon Musk verstehen, den es offenbar nervt, einer gierigen Meute von Anlegern ständig Rechenschaften, für seine Unternehmen Tesla, Space X und The Boring Company abgeben zu müssen.

Um meine Meinung zur Post mal poetisch zu formulieren:

„Nicht jeder Hintern der brennt, befindet sich tatsächlich über offenem Feuer!“

 

Die flotten vier Jahreszeiten (frei nach Vivaldi)

Gestern lief ich mit unserem Hund durch das Herbstlaub. In Kürze würde ich den ersten Federweißer trinken können, der bei Temperaturen von über 30 Grad sicherlich noch schneller in den Kopf und in die Verdauung geht.

Dank der hohen Temperaturen wird diese Vorstufe zum Wein, und passend dazu ein Zwiebelkuchen, früher zu erwerben sein als die Weihnachtsleckereien, die sonst zu kühlen Zeiten gerne im letzten Viertel das Augustes in den Märkten angeboten werden.

Kaum zu glauben, dass wir wirklich erst seit wenigen Tagen den Sommermonat August haben und die von Hitze malträtierte Natur sich bereits in ein herbstliches Gewand kleidet. Dafür konnten wir endlich mal wieder für längere Zeit die sommerlichen Klamotten tragen und wenn es zum „Sale“ kommt (früher nannte man diesen „Sommerschlußverkauf“), kann man diesmal wirklich die Schnäppchen aus leichter Bekleidung gebrauchten.

Jetzt aber rasch die Laubsauger ausgepackt und mit dem üblichen Lärm die am Boden liegenden Blätter aufgeräumt. Dabei nicht wundern, sollte auch noch die eine oder andere Blüte zu finden sein. So lange ist diese Zeit ja auch noch nicht her.

Ob ich sicherheitshalber schon einmal Streusalz kaufen soll, falls sich der Winter ebenfalls so frühreif zeigen sollte?

 

Cooling down

Es gibt Situationen, in denen Nachname einer Person schon andeutet, was das Umfeld teilweise von dieser zu erwarten hat.

So hat unser Verkehrsminister Andreas Scheuer eine Aussage getroffen, die ich nur als be-scheuer-t werten kann.

Die alten Dieselfahrzeuge auf Kosten der Automobilhersteller umzurüsten hält er nicht für sinnvoll, denn letztendlich wäre das nur eine Reparatur. Es blieben alte Fahrzeuge und wären keine modernen Aggregate wie bei Neufahrzeugen.

Mal abgesehen davon, dass wir nicht wirklich wissen, ob neuen Generationen tatsächlich sauberer sind oder vielleicht nur besser das Schummeln gelernt haben: Was ist denn daran sinnvoll, die alten Diesel-PKW zu verschrotten – oder, was viel wahrscheinlicher ist – diese in irgendwelche Drittländer zu verfrachten, wo sie die Umwelt verpesten?

Ist natürlich eine einfache Lösung: die deutsche Stadtluft wird sauberer und es drohen keine Fahrverbote. Können doch die anderen Länder Fahrverbote einführen, wenn Ihnen der Import alter Rußschleudern „made in germany“ stinkt.

Irgendwann wird die deutsche Autoindustrie sicherlich gerne helfend zur Seite stehen und – womöglich noch vom deutschen Staat subventioniert – den Kauf sauberer Fahrzeuge aus EU-Beständen fördern.

Die Wirtschaft boomt, macht Vorstände reicher und wenn diese dann am Jahresende wieder einige Millionen Boni mehr einstreichen als zuvor, hat – rein statistisch betrachtet – der deutsche Durchschnittsbürger wieder beim Reallohnwachstum zugelegt.

Schon irgendwie gruselig, dass sich unsere Volksvertreter nicht einmal mehr Mühe geben, so zu tun, als wollen sie uns wirklich vertreten.

Dazu fehlt mir auch einfach der Sinn. das humorvoll zu verpacken.