Unendliche (Speicher-)Weiten

Einfach unglaublich, wie die Entwicklung der IT in den letzten 25 Jahren vorangeschritten ist.

Damals habe ich mir eine externe Festplatte mit 20 Megabyte Kapazität zum Preis von umgerechnet knapp 500 Euro gekauft (knapp 1000 D-Mark). Ein Speichermedium, dass zumindest für mehr als ein Jahrzehnt meinen vermeintlichen Bedarf decken sollte. Ich wollte von Disketten befreit werden, die zu der Zeit damals 360 oder 720 KB Speicherplatz boten.

Vor wenigen Tagen traf nun dieser Speicherstick aus China bei uns daheim ein:

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256 Gigabyte Kapazität zum Preis von weit unter 20 Euro.

Gut, vor 25 Jahren hätte ich den passenden USB-Anschluss nicht gehabt und wenn doch, hätte diese gigantischen Mengen das damalige Betriebssystem MS-DOS 3.2 nicht verarbeiten können. Doch rechnen wir einfach einmal grob um, was mich einst diese Datenmenge gekostet hätte:

Es wäre ca. 12.800 externe Festplatten geworden, zum Gesamtpreis von 6,4 Millionen Euro.

Vermutlich grinsen wir in wenigen Jahren abfällig über den hier gezeigten Stick, weil auf diesem maximal 4 hochauflösende Fotos vom gerade aktuellen iPhone 17 passen.

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Happy 2019

2019 steht vor der Tür.

Ein Jahr, in dem es laut Prognosen mit der deutschen Wirtschaft nicht mehr so steil nach oben gehen wird, aber es soll das Jahr der Beschäftigung werden. Viele haben Arbeit und das für wenig Geld.

Doch das wichtigste positive Neuerung:  5G wird kommen!

Endlich kann noch schneller in den Regionen mit dem Smartphone gesurft werden, wo es bisher schon gut funktioniert hatte. Selbst schuld, wer auf dem Land billiger wohnen will, dass er auch mit billigen Ausreden abgespeist wird, was den Ausbau eines flächendeckenden Internetzugriffs angeht.

Wer top LTE-Versorgung der Telekom wünscht, der sollte in die Niederlande ziehen. Dort liegt die Abdeckung der deutschen Niederlassung bei über 90% – was natürlich auch leichter geht, denn Holland ist bekanntlich recht flach.

Doch selbst im hügeligen Albanien ist die Chance auf LTE-Verbindung immer noch besser als in Deutschland. Beschämend, doch das produktivste Land Europas liegt auf den drittletzten Platz, was die (mobile) Internet-Versorgung angeht.

Also die Chance auf „Internet für Alle“ ist in Deutschland steht für Deutschland im Jahre 2019 wesentlich schlechter, als die Einführung der „Maut für Alle“

Und so bleibt der G-Punkt weiterhin ein Mysterium dessen Entdeckung nur wenigen vorbehalten ist. Egal ob nun das Gräfenberg´sche 1-G oder das neue mobile 5-G.

Also bleiben Sie mir gesund, vor allem, falls Sie auf dem Land leben! Wenn Sie sich erst einmal in Regionen schleppen müssen, wo Sie einen Notruf abgeben können und dann noch warten müssen bis aus der nächsten Großsstadt Hilfe kommt, weil eine Klinik nach der anderen schließt, da ist das ein sicherlich ein sehr hochwertiger Wunsch von mir.

Ein schönes 2019 wünsche ich Ihnen!

Weihnachtszeit = Plätzchenzeit

Der Vorstand von VW hat angekündigt, dass die von der EU verordneten CO2-Grenzwerte (knappe Halbierung bis 2030) vom großen Automobilkonzern erreicht werden können. Allerdings müsse dafür einiges umstrukturiert werden und das dürfte Arbeitsplätze kosten.

Klingt erst einmal dramatisch, doch Hand aufs Herz: ob nun Arbeitsplätze zur Gewinn-Optimierung gestrichen werden oder die die Plätzchen dem Umweltschutz geopfert werden, wirkt sich nur für die Betroffenen (Vorstände/Aktionäre bzw. Umwelt) unterschiedlich aus.

Hatte nicht schon die Einführung des Katalysators die deutschen Autohersteller in den Ruin geführt? So zumindest lauteten einst die Prognosen der Experten.

Dann legt mal los, ihr Entwicklungsabteilungen von VW, Audi, BMW, Mercedes und Opel: es gilt Wege zu finden, wie man neuen Schadstoffgrenzwerte erreicht, ohne dafür technisch teure Umstellungsarbeiten vornehmen zu müssen. Schummelsoftware 2.0 beispielweise oder Rekrutierung weiterer Lobbyisten im Bereich Umwelt.

Berg- und Talfahrt

Die Wasserpegel steigen wieder und die Spritpreise sinken, vermutlich aber nur noch wenige Tage, denn die Weihnachtsferien stehen vor der Tür.

Interessant war allerdings folgende Erkenntnis, am Ende der Dürreperiode: Nach Österreich sind die Tankschiffe irgendwie besser durchgekommen! Offensichtlich stören hohe Bergstraßen in Austria weniger als niedrige Wasserstände in Deutschland. 1,21 Euro für einen Liter E95 Superbenzin. Der Anblick dieser Auspreisung hatte mich jedenfalls schon zu Tränen gerührt.

Dynamische Statistik

Dass ich kein Freund von Statistiken bin und die Erheber oft mehr Fantasie aufbringen, als ein Science-Fiction-Autor, wissen einige Personen, die meinen Blog kennen.

Ein aktuelles Beispiel:

Die IHK benennt für Berlin in 11/2018 einen Fachkräftemangel von 121.000 Personen.

Die Berliner Arbeitsagentur kommt nur auf etwas mehr als 19.000 Stellen.

Der rbb dagegen hat in seiner Auswertung: ca. 77.000 offene Fachkräftestellen gemeldet.

Was stimmt denn nun?

Es verdeutlicht aber auch, dass für Jeden etwas an Erhebung dabei ist, ganz egal, ob wir uns die Stellensituation schön- oder eher schlechtreden möchten.

So gibt es da die wohlklingende Aussage: „Die Einbindung älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt nimmt zu! Im Jahr 2000 waren Menschen im Alter zwischen 55 und 64 zu rund 37 Prozent erwerbstätig – im Jahre 2017 mehr als 70 Prozent.“

Kein Wunder, wenn man es genau nimmt: vor dem Millennium-Wechsel haben noch viele Arbeitnehmer den vorzeitigen Ruhestand angetreten (mit betrieblichen Unterstützungen), weil sie ohnehin mit 63 die Regelaltersgrenze erreicht haben. Dagegen muss ich aktuell, obwohl ich schon seit über 40 Jahre in den Rententopf einzahle, noch bis 2028 warten – kurz vor meinem 67 Geburtstag ist es dann so weit.

Mal sehen, wie weit man bis dahin noch den Renteintritt gestreckt hat und irgendwann lobt sich die Arbeitsagentur in einer Statistik: „Befanden sich 2018 nur etwa 2 Prozent der über 70 Jährigen in einem Arbeitsverhältnis, sind es nunmehr 80 Prozent!“