London und andere Pariser

Wenn ich als Jugendlicher zu einer Fete eingeladen war, erfüllte mich zeitweilig der unberechtigte Optimus, dass irgendein ein attraktives Mädchen bereit wäre, mich in die Geheimnisse der körperlichen Liebe einzuweisen. Natürlich ging es um praktische Anwendung, denn in der Theorie war ich gebrieft.

Ein Ja zu meiner Weiterbildung sollte nicht am Nein, mangels Verhütung scheitern. Es hieß also: Kondome kaufen! Die gab es in der Apotheke, doch ich würde Präservative sicherlich nicht dort einkaufen, wo ich bekannt war und meine Eltern Kundschaft. Also ab mit dem Mofa in den Nachbarort. Am Verkaufstresen angelangt gab es auf meine Order hin maximal zwei Fragen:

„Wie viel?“

„Was willst denn Du Bürschchen damit?“

Meine souveräne Antwort lautete:

„Eins – soll ich meinem großen Bruder besorgen, der muss arbeiten!“

Natürlich hatte ich keinen großen Bruder und genau aus diesem Grund war ich bei dem Apotheker aus dem Nachbarort an der richtigen Adresse. Ich bekam das Kondom. welches nach der Fete, ungenutzt in einer Mülltonne der Nachbarschaft landete. Ich wollte damit vermeiden, mit elterlichen Fragen konfrontiert zu werden, wieso ich Kondome kaufe und warum sie nicht genutzt worden sind. Auskunft auf Frage Nummer 2 wäre mir die peinlichere gewesen.

Es dauerte ein paar Jahre bis die Frauen reif waren, sich mir hinzugeben oder umgekehrt. Zwischenzeitlich könnte ich Kondome in fast jeder Kneipe erwerben. Je schummriger der Laden, desto garantierter war es, dass auf dem WC ein Kondomautomat hing. Mittlerweile gab es gefühlsechte Gummis, befeuchtete und sogar welche mit Perlnoppen. Schon stellte sich die Frage, was die Auserwählte denn bevorzugen würde. Stand sie auf den Klassiker oder doch lieber flutschiger bzw. rauher?

Doch das ist nichts im Vergleich dazu, was uns heutzutage an Sortiment erwartet. Es gibt verschiedene Noppenarten, dass so mancher Pariser eher einem Massageball gleicht. Bunt und in verschiedenen Formen. Wer es lieber mit Geschmack mag, findet mehr Fruchtsorten, als im örtlichen Supermarkt. Doch als ob das nicht genug sei, kann man zwischen verschiedenen Größen wählen.

Ich dachte immer: auf die Größe kommt es nicht an und so ein Gummi kann doch eigentlich von XS bis XL gedehnt werden? Gibt es mittlerweile derartige Abweichungen in den Penisgrößen, dass eine Konfektionerung Sinn macht? Liegt es womöglich an der höheren Anzahl dunkelhäutiger Bewohner, denen man nachsagt, das sie nicht nur mit mehr Melanin in der Haut sondern auch mit mehr Glied in der Hose von der Natur her ausgestattet würden?

Ich stelle mir gerade mich in meiner Jugend vor, beim Apotheker meines Vertrauens, der mir nach diversen Auswahlkriterien die ultimative Frage stellt: „In welcher Größe?“

„Normal oder eher kleiner!“, ist sicherlich nicht das was ich sagen würde. Wenngleich das Kondom ja für meinen großen Bruder mit dem kleineren Glied wäre. Aber noch gruseliger wäre die andere Situation: ich lege souverän den Extra-Large-Präser auf den Nachttisch meiner erotischen Eroberung hin, doch der Einsatz entfällt, weil der Gummi nicht hält. So als würde ich eine 6er Schraube in einen 10er Dübel eindrehen wollen. Einfach zu viel Spiel!

Ich bin ehrlich froh, in meiner Zeit aufgewachsen zu sein. Wo sexuelle Probleme generell an den Frauen lagen und ein Kondom einfach ein Verhüterli war, dass es zwar von mehreren Herstellern aber in einer Größe für meinen Bruder gab.

🤣

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Fischlein duck dich!

Karfreitag, ein Feiertag, der über alle Konfessionen hinweg ohne Meutern genutzt wird. Das ist auch gut so, denn stellt Euch Mal das folgende Szenario vor:

Der Moslem meutert, denn er will arbeiten, weil es für ihn nur Allah gibt und er den Todestag des christlichen Gottes nicht feiern möchte. Feiern mag allerdings die jüngere Generation und will deshalb auf den Tag ‚Sonderurlaub durch Todesfall‘ verzichten.

Ebenfalls guter Dinge ist auch der/die/das Mensch, dessen Fastenzeit sich dem Ende neigt. Nur noch heute durchstehen und dann darf es wieder Fleischtomaten wie auch Fruchtfleisch satt geben!

Selbst die Speisefische atmen auf, sollten sie auch noch den Karfreitag überleben. Die stehen nämlich gerade heute im Fokus des menschlichen Verzehrinteresses. Für die Kiementräger ist es unverständlich, warum ausgerechnet ihr Fleisch nicht als solches zählt.

Doch der entspannt futternden Gans rufen sie hämisch zu: „Friss du nur! Bald ist wieder Sankt Martin!“

Auch das mit Fischmehl gefütterte Hähnchen befindet sich in einer moralischen Verzehr-Grauzone. Kann es als Fisch gewertet werden, wenn es danach schmeckt?

So, ich wünsche Ihnen nun ein paar schöne sonnige Ostertage! Ich werde gleich eine Wurst verzehren und bevor nun kritisches Stirnrunzeln abgesagt ist: Ich nehme Wurst aus Mett, heute gibt’s natürlich keine Fleischwurst!“

Es grüßt herzlich

Ihr Freund der Fische

Es reicht! Jetzt mache ich Wetter!

Viele Leser(innen) werden mir beipflichten, denn sie kennen das Problem. Wir leben zwar im Wohlstand, doch uns mangelt es uns vor allem an einem: an Platz!

Wir sind zwar auch eine Wegwerfgesellschaft, was sich immer wieder besonders arg an Autobahn-Ab- wie Auffahrten zeigt, doch in den heimischen Wänden erwacht unser Naturell, das uns einst zu Jägern und Sammlern werden ließ.

Ich bin ein Paradebeispiel dafür, denn was bei mir in der Altkleidersammlung landet, reicht wirklich nur noch dazu, zerschreddert als Dämmstoff zu dienen. Dies kann und will niemand mehr auftragen. Kein Wunder also, dass ich aus Platzmangel, in Sommermonaten, die winterliche Kleidung in den Keller auslagere und im Winter erfolgt die Aktion dann umgekehrt.

Ähnlich beim Wechsel der Bereifung am Auto, kann es theoretisch zum richtigen Zeitpunkt stattfinden. In der Realität starte ich die Aktion immer zu früh oder zu spät. Ja, ich bin der festen Überzeugung: das Wetter richtet sich absichtlich konträr zu meinen Aktivitäten aus.

So saß ich Sonntag vor einer Woche im Unterhemd draußen, genoss die warmen Frühlingstemperaturen und ärgerte mich ein wenig, dass die Sommer-T-Shirts noch im Keller liegen.

Diesen Sonntag habe ich ein neues Problem, denn meine winterlichen Jacken sowie Schuhwerk habe ich bereits eingelagert. Ich darf nun mit leichten Sommer-Slippern mit dem Hund beim Gassi an dem Ort vorbei, wo ich mich vor 7 Tagen sonnte:

Ich verspreche Ihnen: ich werde noch heute Abend sämtliche Wintersachen wieder aus dem Keller holen und die nächsten Tage auch nicht mehr tauschen! Wer Wintersport in heimischen Gefilden liebt sollte diese Chance dazu heute noch einmal nutzen.

Ich möchte, dass Sie und ich ein paar sonnige Ostertage erleben und uns lieber gegen UV-Strahlung eincremen müssen, statt Schnee zu schippen.

„Zieh dich warm an Petrus! Ich habe erkannt wie Du tickst und werde Deinen meteorologischen Schikanen mit List begegnen! Ich bin verheiratet und weiß daher bestens, wie man mit Launen umzugehen hat.“

Noch ein abschließender Hinweis in eigener Sache: Bitte sehen Sie von der Zusendung irgendwelcher Wetterwünsche ab. Ich kann diese ohnehin nur dann erfüllen, wenn sie sich mit den Meinigen decken.

🤣

Der Zahn(arzt) der Zeit

Lassen Sie uns heute einmal gemeinsam eine Zeitreise machen…

Frühjahr 1989:

„Ich habe einen Termin beim Zahnarzt!“

„Oh, du Arme(r)!“

Zurück in die Gegenwart, Frühjahr 2019:

„Ich habe einen Termin beim Zahnarzt!“

„Oh, du Arme(r)!“

Was auf den ersten Blick identisch wirkt, beinhaltet zwei völlig unterschiedliche Aussagen. 1989 war es das Bedauern, durch eventuell notwendige Behandlungen mit dem Bohrer Schmerzen zu erleiden. Heute richtet sich das Mitleid auf die zu erwartenden Kosten. Zumindest für Best-ager ist der Besuch eines Zahnarztes eine Frage der finanziellen Möglichkeiten geworden.

So musste bei mir letzte Woche eine Kunststoffüllung an einem Eckzahn ersetzt werden, die vor einigen Jahren noch von der Gesundheitskasse übernommen worden war.

Nun hieß es innerhalb von Sekunden eine Entscheidung mit Tragweite zu treffen.

Sollte ich kostenfreies Grau wählen, in der Hoffnung, dass meine Frau mich auch weiterhin mit dem Herzen und weniger mit den Augen liebt? Würde ich aufhören zu lachen und meine Aussprache etwas undeutlicher werden lassen, fiele dann meiner Umwelt das optische Manko überhaupt auf?

Es siegte die zuschlagspflichtige Eitelkeit in mir, doch damit war ich immer noch nicht am Ziel angekommen. Nun musste ich entscheiden, ob ich die 90-Euro-Lösung vorziehe oder die langlebigere 120-Euro-Füllung.

In nur wenigen Sekunden ging ich meine gesundheitliche Befindlichkeit durch. Würde ich älter als die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer werden, wäre Variante Zwei die bessere Wahl. Bei früherem Ableben hätte ich natürlich 30 Euro unnötig mehr ausgegeben. Zwei Jahre Garantie auf die Füllung lässt erahnen, dass ich im Sommer 2021 gezwungen werde, erneut diese auszutauschen. Vermutlich dann zu einem Preis von 250 Euro für die billigste Variante.

Schweißgebadet entschloss ich mich auf volles Risiko zu gehen und entschied mich für die optimistische Langlebigkeit-Variante. Den Rest der Behandlung nahm ich, vollkommen erschöpft, nicht mehr richtig wahr.

Zeitsprung in das Frühjahr 2029:

„Ich habe einen Termin beim Zahnarzt!“

„Oh, du Reiche(r)!“

Wenn uns in ein paar Jahrtausend irgendwelche Menschen ausgraben, werden sie den gesellschaftlichen Status nicht mehr an der Grabbeigaben erkennen können, sondern an dem Zustand unserer Zähne. Jetzt aber heißt es erst einmal für mich, gesünder zu leben. Damit die Investition in meine Beisswerkzeuge sich als rentabel erweist.

Im Traum zur Traumfigur

Meine Holde ernährt sich gesund und sehr sportlich. Klar, dass sich das an ihrer Figur bemerkbar macht und noch klarer, dass ich neulich zu hören bekam: „Du könntest auch Mal was für deine Figur tun!“

Als Mann der Tat lasse ich mir das natürlich nicht zweimal sagen. Ich habe jetzt Urlaub und werde im Schlaf abnehmen!

Bevor jetzt Männer denken, ich sei ein Pantoffelheld und weibliche Leser sich vorwurfsvoll an den eigenen Partner richten: „Da, siehst du? Nimm dir Mal ein Beispiel!“.

Ich mache genau das, was ich geschrieben haben: im Grunde, nichts!

Wissenschaftler haben festgestellt, dass wir Menschen auch beim Schlafen Kalorien verbrauchen und dazu eine Formel entwickelt. Man nehme das eigene Körpergewicht, minus 5 Kilo und das sind dann die stündlichen Kalorien, die verbrannt werden.

In meinem Fall bedeutet das:

73 Kilo minus 5 = 68 Kcal

Wenn ich 10 Stunden schlafe, habe ich demnach 680 Kalorien verbrannt, die ich dann ohne Reue, beim Mittagessen zuschlagen kann und nehme dabei immer noch die Menge des verschlafenen Frühstücks ab.

Genial!

Ein klein wenig ärgert es mich, dass ich so „leichte Knochen“ habe. Bei einem Gewicht von 120 Kilo, könnte ich sagenhafte 1150 Kalorien in meinem Bett verbrennen und muss dazu nicht einmal Sex haben.

Abnehmen kann so entspannend sein, wenn man weiß wie!

🧠

Statistiken nach Maß

Werden Sie mit einem Messer attackiert, so ist das unangenehm, egal wo es statt findet. In einigen Bundesländern aber wird nicht einmal erfasst, dass Sie sich in die Stichwaffe geworfen haben, die/der/das Mensch versehentlich in Ihre Richtung hielt. Daher kann dort auch nicht analysiert werden, ob sich die Zahl dieser Missgeschicke über die Jahre erhöht oder sinkt. Sie sind sozusagen ein(e) anonyme(r) Bestochene(r).

Nehmen wir unser Trinkwasser, das auf rund drei Dutzend Schadstoffe geprüft wird und wenn diese nicht darin vorkommen, kann es laut Amt bedenkenlos getrunken werden. Blöde nur, dass tausende von Chemikalien, Medikamente und Materialien in die Abwasser gelangen, aber von den Kläranlagen nicht entfernt werden. Die Schadstoffe reichern erst die Flüsse, dann das Erdreich, dann das Grundwasser und danach uns Menschen oder unsere Nahrung an. Falls Sie dadurch erkranken sollten, haben Sie keine hieb- und stichfesten Beweise – diesmal ist sogar das Bundesland egal.

Ich werde vermutlich ab dem 22.5. arbeitssuchend (eigentlich bin ich es jetzt schon, aber noch nicht für die Behörde), denn mein befristeter Vertrag läuft aus und wird nicht verlängert. Ich werde allerdings keine zwei Monate arbeitslos sein, selbst wenn ich keinen Job finde.

Wir das geht? Ganz einfach!

Ich bin dann 58 Jahre alt und damit aus der Statistik raus, obwohl ich noch gut 8 Jahre ackern muss. um abschlagsfrei in Rente gehen zu dürfen.

Wieso man das macht?

Stellen Sie sich doch einmal die Werte vor, wenn wir wirklich alle Arbeitslosen erfassen, auch die, die man in dubiose Umschulungsmaßnahmen steckt, Personen ab 58 plus, Menschen die kein Harz IV erhalten, weil der Partner noch genug verdient und alle die, die für weniger als den Mindestlohn malochen. Der Wert würde doch scheußlich aussehen!

Aber auch hier würde bestimmt jemand die These aufstellen: Mit der Verschlechterung der Wasserqualität und dem Anstieg der Stichwaffenmorde, sinkt auch die Zahl derer, die Arbeitslos sind. Zumindest rein statistisch!

😉

Glückspilz

Herzlichen Glückwunsch! Sie sind der millionenste Leser meines Blogs. Gewonnen haben Sie eine Blinddarmoperation für zwei Personen, in einem Krankhaus Ihrer Wahl.

Mal ehrlich: Sie sind natürlich kein Jubiläumsleser und selbst wenn, so gibt es bei mir maximal Erkenntnisse zu gewinnen. Auch ich habe übrigens in den letzten zwei Wochen schon dreimal im Internet einen Preis gewonnen, weil ich den milliardensten Klick bei der Google Suche vorgenommen hätte. Sie haben vielleicht auch solch eine Nachricht erhalten?

Eines ist doch klar: bei rund 2 Billionen Suchanfragen pro Jahr und ca. 64000 in der Sekunde, ist das Jubiläum der ersten Milliarden für Google schon eine Weile her und bei allen Datensammlern müsste bekannt sein, dass mein IQ über dem einer Salatgurke liegt und ich daher den Trick durchschaue.

So wie ich dauernd Mails bekomme, dass bei meinem Konto bei der Targobank Unstimmigkeiten vorliegen. Das stimmt in der Tat, denn ich habe dort kein Konto und würde ich eines haben und die Daten zur angeblichen Überprüfung übermitteln, wäre es sicherlich bald nicht mehr mir oder zumindest leer

😜