Ödiges Land

Wie lauten eigentlich die Steigerungsformen von: Einöde ?

Ist es: Einöde – Einödig – am Einödigsten ?

Oder heißt es – Einöde – Zweiöde – Dreiöde ?

Ich vermute, dass es nur eine Steigerung gibt: Einöde – Deutschland

Ich wandere, keine 2 Kilometer von einer Stadt entfernt und habe dort nicht einmal die Möglichkeit einen Notruf per Handy abzusetzen, weil sich keiner der Mobilfunk-Anbieter für diesen Bereich zuständig fühlt. Ist auch kein Wunder: die müssen ja irgendwo das Geld zusammenkratzen, um über 6 Milliarden für die 5G Lizenzen zu zahlen. Da reicht es natürlich nicht einmal mehr für 1G in den städtischen Außenbezirken. Die Bezeichnung G(eh)-Weg ist hier fast schon irreführend.

Doch in Bad Frankenhausen, Thüringen, lerne ich auch wieder Demut kennen. Da freue ich mich, wenn ich mal ein halbwegs stabiles Edge-Signal habe und damit auch sporadisch in WhatsApp eine Textnachricht verschicken kann. In einigen ausgewählten Bereichen der Stadt ist sogar das Versenden eines Bildes möglich, dank UMTS-Signal.

Hammer – was wir hier alles in Deutschland tun, um die Leute in der ländlichen Einöde nicht zu Internet-Junkies aus Langeweile mutieren zu lassen! Wer hier surfen will, muss halt an den Stausee.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Sonntag und Ihnen ein gutes Netz!

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Heiße Zeiten in der Reha

Habe Mal einen reißerischen Titel gewählt, um vielleicht damit noch weitere Leser anzulocken. 😜

Es wird in der Tat in den nächsten Tagen heiß in der Klinik werden. Doch wer erotische Hitze denkt, den/die muss ich enttäuschen. Hier ist eher arktische Kälte angesagt.

Dabei wäre aktuell (wir sind nun wieder beim Wetter) so ein Kurschatten sicherlich angenehm. 👻

Für alle, die mich immer noch beneiden, darf ich auf eines hinweisen: wenn es hier Abends erträglich wird und ein kühles Getränk in milder Abendluft so richtig wohltuend wäre, sind hier die Verschlusszeiten. Anders ausgedrückt: als Reha-Patient befindet man sich in einer Teilzeit-Käfighaltung.

Zeitfresser

Zunächst einmal bitte ich um Nachsicht. Ich befinde mich derzeit in einer Reha-Klinik und irgendwie passiert noch zu wenig, um darüber in lustiger Form berichten zu können.

Für einige Leser dürfte nun klar sein, wieso ich manchmal schräges Zeug schreibe: ich bin schräg! Sicherlich gibt es darüber wissenschaftliche Nachforschungen, dass in einer schrägen Welt das Schräge gerade ist. Also wenn Sie das Empfinden haben, dass meine Texte den Charme eines Gesetzbuches haben, sollten Sie auf jeden Fall auch eine psychosomatische Kur beantragen. 🥴

Für alle Menschen, die mich beneiden, kann ich beschwichtigend sagen: der Weg in die Klatschen-Klinik war nicht einfach! Xavier Naidoo scheint das auch schon durchgemacht zu haben. Zumindest lässt es sein Song: „Dieser Weg, wird kein leichter sein“ vermuten.

Ich musste nämlich im Vorfeld zum Hausarzt und da ist es wie mit dem ersten Sex im Leben. Man wartet lange darauf, dann geht es ganz schnell und man denkt hinterher: „Das war’s also?“

Gefühlt habe ich wohl mehr Zeit im Wartezimmer meines Hausarztes verbracht, als hier in der Reha.

Doch jetzt mache ich erst einmal Schluss. Die heutigen Aufgaben rufen nach mir.

In meinem nächsten Beitrag befasse ich mich mit dem (Reha)Irrglauben, dass dort wo Licht ist, auch immer ein Schatten sei.

Unnatürliche Natur

Laut Aussagen der Wissenschaft, gibt es nichts in der Natur, was nicht seinen Sinn oder Zweck hat.

Ob das für durchweg für uns Menschen gilt, wage ich zu bezweifeln. Aber in einem bin ich mir sicher:

Zecken und Bremsen gehören zu den Lebewesen, denen ich jegliche Form von positiver Daseinsberechtigung abspreche! Sollten diese Insekten einmal dem Artensterben zum Opfer fallen, so werde ich bei offizieller Verkündung eine Flasche Sekt aufmachen.

Das mag zwar hart klingen, doch bisher haben sich diese Biester weder nett zu mir noch zu anderen Personen verhalten. Also warum gnädig sein?

„Ab heute wird zurückgebissen!“

Ein Gehen und Bleiben

Der Mai ist gegangen, aber wenn die Bäume wirklich schlagen könnten, dann wohl Petrus wegen des Wetters. Doch mit dem Wonnemonat, gingen auch die viel zu niedrigen Temperaturen.

Auf der Insel ist Theresa May gegangen (worden). Das war schon ein Warzen-Phänomen: da probiert man alles aus, um dieses Gebilde zu entfernen und dann, gerade als man sich damit arrangiert hat, dass man die Warze nicht mehr los wird, verschwindet sie von alleine. Ob mit May im Mai, das Thema „geregelter Brexit“ ebenfalls verloren wurde, wird sich zeigen. Mal sehen, wann?

Ebenfalls fort ist Kanzler Sebastian Kurz aus Österreich und die Parteivorsitzende der SPD, Andrea Nahles. Ob mit dem Abgang der Letztgenannten auch die viel zu niedrigen Umfragewerte gehen, wird sich zeigen. Das ist ein Paradoxon: Mal sehen was kommt, wenn eine(r) geht!

Wie schön, dass wir uns da auf zwei alte Bauernregeln verlassen können:

Zeigt im Juni Trump sein Gesicht,

geht er selbst im Juli nicht!

Geh’s bei der FIFA um viel Geld,

Infantino selbst im Amt es hält!