Advent und seine Tücken

Na, haben Sie bereits Ihren Adventskalender und zahlten für ein wenig Süßes oder Kosmetik, Alkohol und was es sonst noch gibt, einen relativ hohen Betrag?

Falls Sie jetzt nicht ohnehin durch die erotischen Kalender von Amorelie oder Ice.de die nächsten Tage abgelenkt sind: nicht wundern, dass ich vermutlich relativ selten was für meinen Blog tun werde.

Ab 1.12. ist nämlich 24 Tage „heavy capturing“ angesagt. Ich spiele da jedes Jahr bei diversen online Adventskalender Gewinnspielen mit, die interessante Preise versprechen. Leider sind diese Games mittlerweile richtig zeitaufwendig. Manchmal deswegen, weil Rätsel zu lösen sind. Wann beispielsweise irgendeinem Mongolen-König, das Messer beim Frühstück aus der Hand fiel und er für einen kurzen Moment wehrlos war? Dank Google eine eher einfache Frage, die rasch gelöst werden kann. Schlimmer sind diese Captures, die permanent klarstellen sollen, dass vor dem Computer kein Computer sitzt. Also wir Menschen der Maschine beweisen müssen, dass wir keine Maschinen sind.

Da hat man dann endlich alle Hydranten entdeckt und trotzdem poppt ein neues Capture auf, dann gerne mit der Frage nach Ampeln oder Fußgängerüberwegen. Da stellt sich meist die Frage, ob dieser kleine Streifen vom Streifen in einem Viereck noch dazu zählt und der Mast der Ampel ebenfalls? Du kannst sicher sein: die Abfragen gehen weiter und diesmal sind alle Motorräder gefragt. Klar, dass der Fahrer nicht dazu zählt, denn er ist nur Nutzer des Kraftrades. Je nach Entscheidung, fällt das Capture Ergebnis stets eindeutig aus: Es geht weiter mit einer neuen Abfrage oder man bekommt die Mitteilung, dass das System vorübergehend nicht erreichbar ist

Rechne ich die Zeit zusammen, die mich das alles in 24 Tagen kostet, hätte ich mir, mit ehrlicher Arbeit bei einem fairen Stundenlohn, schon einige der Gewinne selbst erarbeiten können.

Okay, die Chance auf einen Gewinn ist höher, als die Option mit der Erarbeitung, aber zumindest sollte man sie in Erwägung ziehen.

Also wartet nicht auf mich… ich muss diesem rassistischen Rechner beweisen, dass ich nicht zu seinesgleichen gehöre, sondern zu der aktuell noch humanoiden Krönung der Schöpfung.

Druck Dich, Brücke!

Vor wenigen Tage wurde die erste Brücke ausgedruckt!

Nein, das ist kein Streich der Autokorrektur meines Smartphones, sondern entspricht den Tatsachen. Forscher der TU Darmstadt haben auf einem Gelände eine 3 Meter große Brücke aus Stahl mit einem 3D-Drucker über einen Bach ausgedruckt. Ein Verfahren, dass später mal den Brückenbau revolutionieren soll.

Da ich über viele Jahre diverse Tintenstrahldrucker im Einsatz hatte, stellen sich mir ein paar grundsätzliche Fragen:

Wenn zu wenig Brücken gedruckt werden, trocknen dann auch die Patronen ein oder bei häufigem Druck sind ständig Gelb oder Schwarz leer?

Lohnt es sich dann, eine neue Stahl- oder Betonpatrone zu kaufen oder nimmt man besser gleich einen neuen Bridge-Printer und entsorgt den alten, weil es preislich keinen Unterschied macht?

Müssen wir damit rechnen, dass billige Plagiate von Cartridges aus Fernost zum Einsatz gelangen können, welche die Langlebigkeiten der Brücken senken oder schlagen sich die Printmaster vom Straßenbau mit Refills herum, die meist für große Sauerei sorgen?

Wie behebt man beispielsweise einen Stahl-Stau wo das mit dem Papier schon manchmal problematisch war?

Was, wenn wieder mal ein Update den Brückendrucker außer Betrieb stellt, weil die neue Software erkennt, dass man No-name-Füllungen verwendet?

Und noch eine letzte, ganz banale Frage: Was passiert, wenn man aus Versehen statt eines einmaligen Druckauftrages, gleich 11 Exemplare einstellt?

Ich bin wirklich gespannt, wann der Erste auf einer gedruckten Brücke einen fahren lässt.

Also mit dem Auto, meine ich, und nicht einfach so, aus der Hose. 🤭

(Klima)Wandel

Es war einmal…

… in meiner Jugendzeit, da konnte ich sehr gut erkennen, wann der Winter begann. Draußen fror man sich den Hintern ab, es schneite oft sowie reichlich und die Weihnachtsmärkte hatten 4 Wochen vor dem Fest zum ersten Mal geöffnet.

Heutzutage beginnen manche Märkte schon mitten im kalendarischen Herbst (siehe Düsseldorf) und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Oktoberfest im August beginnt und Ende Oktober nahtlos in einen Christkindlmarkt über geht.

Schneefall gibt es mehr als satt im November (siehe Osttirol). Dafür ab Weihnachten Schneeschmelze mit Lawinengefahr, dürfte auch keine Seltenheit mehr werden.

Nun ist auch noch die letzte Bastion gefallen, die bisher eindeutig klar gemacht hat, dass der Winter vor der Tür steht: Die Deutsche Bahn wird diesmal zum Jahresende keine Fahrpreiserhohung vornehmen!!!

Woran soll sich der Mensch denn fortan orientieren, wenn durch nichts mehr klar erkennbar ist, welche Jahreszeit vorliegt? War doch die Bahn immer ein Vorbild an Pünktlichkeit, zumindest was die Anhebung der Ticketpreise anging. 😜

Leben unter uns

Die Mutter Natur ist schon eine schlaue Person. So hat Sie Kleinstlebewesen keine Stimme vergeben.

Vorbei wäre es mit der Stille beim Waldspaziergang. Auf einem Quadratzentimeter Waldboden, also einem Würfel von nur einem Zentimeter Länge in jede Richtung, leben nämlich bis zu 10 Millionen unterschiedliche Bakterienarten/Kleinstlebewesen und geschätzte 10 Billionen an sich auf diesem winzigen  Quader.

Stellt Euch den Zirkus vor, wenn diese sich artikulieren könnten:

„Achtung, da latscht gleich einer voll auf uns drauf!“

„Runter von uns, das tut doch weh!“

„Lauf weiter, Du schweres Elend!“

Nur um mal ein paar Varianten zu nennen.

Irgendwie eklig und erstaunlich zugleich, wenn man genauer darüber nachdenkt. Fast schon erstaunlich, dass sich der Erdboden nicht unter einem schnell zur Seite bewegt.

Also wenn Sie mal wieder im Wald oder auf einem Feldweg ausrutschen: es kann an Viechern unter Ihren Füßen liegen, dass die Ihnen das Bein stellen. So machen Sie uns das Leben schwer, weil wir uns schwer auf dem Leben bewegen.

 

 

 

 

Amorelos

Jedes Jahr gibt es in der Vorweihnachszeit mindestens eine Werbung, die mich auf Grund Ihrer Art oder der Penetranz nervt.

Dieses Jahr geht dieser spezielle Pokal an den Amorelie Adventskalender.

Er liegt gefühlt gleichauf mit Check24-Werbung, was die Häufigkeit angeht.

Erstaunlich, dass selbst bereits im frühen Abendprogramm dafür Werbung gemacht wird und selbst wer kein TV sieht… bei Rewe habe ich den schon vorne im Kassenbereich zwischen den üblichen Adventskalendern gesehen.

Es dürfte also nicht so abwegig sein, dass sich das ein oder andere Kleinkind auch schon so einem „Amolly“ Kalender gewünscht hat.

Kaum zu glauben, dass es noch nicht so arg lange her ist, dass man in Adventskalendern nur Süßes gefunden hat und noch erstaunlicher: es gab Zeiten, da hat man noch mit den eigenen Händen sich selbst oder der Partnerin sexuelles Vergnügen bereitet.

Und dazu noch das Thema Umwelt:

Wir schaffen Wattestäbchen und Strohhalme ab, produzieren aber mit diesen hippen Kalendern eine Unmenge Plastik- sowie Elektroschrott.

Bin gespannt, wann es denn ersten Amorelie Osterhasen gibt, mit abnehmbaren Dildo-Ohren.