Nachweihnachtliche Gedanken

Weihnachten ist nun lange genug vorbei, dass wir uns erneut ganz kurz damit beschäftigen vermögen. Ebenfalls überwunden ist der Neujahr-Kater und damit können wir auch ein Blick in Gegenwart und die Zukunft werfen. (Das hat jetzt schon irgend etwas von Charles Dickens)

Kennen Sie das? Sie kaufen nicht nur deshalb Geschenke im Internet, weil es dort meist günstiger ist, sondern um diese Menschenmengen und die Suche nach einem Parkplatz zu vermeiden? Kaufen von zu Hause aus und bequeme Lieferung, sofern man angetroffen wurde oder werden wollte.

Im anderen Fall liegt leider eine Benachrichtigung im Briefkasten und Sie müssen, bei DHL, zur Postfiliale. Sie suchen eine gefühlte Ewigkeit nach einem Parkplatz und das war noch nichts gegen das, was zeitlich noch in der Warteschlange auf Sie zukommt. Gerade vor Weihnachten ist es extrem.

Ich stehe also fast das halbe Leben einer Eintagsfliege in einer solchen. Als ich endlich in die Nähe der Diskretion-Linie komme, fühle ich Freude in mir. Mehr sogar bei dem Blick hinter mich wie dem nach vorne. Da sehe ich in viele qualvoll verzerrten Gesichter anderer Wartenden. Im Gegensatz zum Supermarkt besteht hier nicht die Chance, dass noch eine weitere Kasse aufgemacht wird und irgendwelche Glückspilze bzw. -pilzinnen mit geringerer Wartezeit als ich an der Reihe sind. Im Gegenteil: plötzlich ist nur noch einer der beiden Schalter besetzt. Aber soeben verlässt ein Kunde die verbliebene Mitarbeiterin. Er wirkt erschöpft, allerdings glücklich.

Nun ist nur noch die Dame vor mir dran. Doch was nun passiert, macht die Diskretionslinie zu meinen Füßen obsolet.

„Ich habe doch immer hier meine Päckchen abgeholt!“, rief genervt die Kundin.

„Diesmal müssen Sie an die Paketstation“, kam es nicht minder genervt zurück.

„Und wieso?“

„Weil es da steht, auf dem Schein!“

„Aber das war doch noch nie so!“

„Ist jetzt neu!“

„Und wieso Paketstation? Das habe ich bei der Bestellung nicht angegeben“

„Weil es da steht auf der Benachrichtigung. Ist jetzt neu, geht teilweise jetzt dort hin“

„Automatisch?“

„Automatisch!“

Panisch blicke ich auf mein Abholkärtchen, doch ich hatte Glück. Mich hat das neue Post-Reglement nicht getroffen.

„Und wo ist das?“, hörte ich vor mir fragen und auch mich interessierte das arg.

„Beim Rewe!“

„Welchen, der Beiden?“

„Steht doch da!“

„Waaaas? Da muss ich zum dehhm Rewe? Der ist ja einen Kilometer weg!“

„Der andere ist noch weiter weg!“, bemühte sich die Mitarbeiterin zu beruhigen. Es misslang!

Die weitere Diskussion von gut 5 Minuten, die erspare ich Ihnen jetzt. Ich hatte zusammenfassend gelernt:

Schaue auf den Benachrichtigungszettel, wo die erwartete Ware gelagert wird.

Es kann beim Rewe sein und nicht den in meiner Nähe, sondern dem am anderen Ortsende.

Die Bedienung sei selbsterklärend sowie sehr einfach.

Ich war also vorbereitet, falls es mich einmal treffen sollte und sollte keine Probleme haben.

Wie es mich schon gleich zum Jahreswechsel traf und wie sehr ich irrte, dank diesem Wunderwerk der Technik, davon in Kürze mehr….. 🤭

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