Über boenschi

Ich schreibe gerne - und stelle die (von Menschen gemachte) schräge Welt noch schräger dar. Sollte es den ein oder anderen Leser schmunzeln oder nachdenken lassen, so hat mein Blog sein Ziel erreicht!

WM = Wechsel Macht

Bekanntlich werden in Zeiten der Fußballweltmeisterschaft gerne irgendwelche Dinge durch die Politiker entschieden, die zu normalen Zeiten zum Aufschrei des Volkes geführt hätten.

Ein Sieg der deutschen Elf gegen einen Angstgegner und schon wird eine Steuer erhöht.

Diesmal kann es denkbar sein, dass wir vielleicht wieder das Endspiel erreichen, doch ebenso vielleicht klatscht unsere Kanzlerin nicht mehr dazu, auf ihre unnachahmliche Art.

Oder ich seh Hofer nur noch in Österreich und nicht mehr in Berlin.

Doch wahrscheinlicher ist, dass sich Seehofer und Merkel einigen und man sich auf eine höhere Besoldung des Innenministerposten einigt. Dafür zahlt dann künftig der deutsche Bürger einen „Soli Süd“.

Egal – dazu sind wir doch gerne bereit, wenn wir den Titel verteidigen.

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Das war’s

Prima, wenn Sie sich Ihren Traum vom Kauf einer Harley Davidson bereits erfüllt haben. Extrem hart werden die Zeiten für den Bourbon-Whisky trinkenden Harley-Aspiranten, der sich morgens gerne bei einem Brötchen mit Erdnussbutter stärkt und dazu Saft von gepressten kalifornischen Orangen bevorzugt.

Denn das Imperium (=Europa) schlägt zurück, um Darth Vader (=Donald Trump) mit Gegenzöllen zu bestrafen.

Das wird dann die Schmugglerei erblühen lassen. Ein zerlegtes Motorrad im Handgepäck aus Amerika oder 100 Liter Whisky als Eigenbedarf deklariert. Platz ist genug in den Koffern, die auf dem Hinflug noch prall gefüllt mit Edelstahlplatten waren.

Das erinnert so an die Zeit, wo unsere Eltern den 80-prozentigen Stroh-Rum in größeren Kontingenten aus Österreich unverzollt nach Deutschland frachteten.

Vielleicht geht es bald weiter so…. Orangenmarmeladenschmuggel aus England und Parmesan aus Italien. Preiswert essen ist dann nur noch beim Chinesen möglich. Der Amerikaner beim Bäcker kommt zeitgleich auf den Index der illegalen Produkte.

🙂

Die Evolutionstheorie irrt

Jetzt ist es amtlich, dank Forscher aus Südafrika: der Mensch stammt nicht vom Affen, sondern vom Leoparden ab!

Bei den Großkatzen ist der weibliche Nachwuchs rascher eigenständig und die Jungs entwickeln sich zu Muttersöhnchen; sie sind erst später auf eigenen Pfoten unterwegs.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann haben Sie selbst die entsprechende Erfahrung gemacht! Wenn nicht, so kann zumindest ich die Forschungsergebnisse bestätigen.

Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen unseren Leoparden-Vorfahren und uns Menschen: der zeitliche Unterschied beträgt dort nur ca. 2 Monate – beim Homo Sapiens viele Jahre.

Zudem ist die Studie unvollständig: die spätberufenen Söhne bei den Raubkatzen würden nachweislich keine späteren Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Welche mentalen Auswirkungen das Langzeit-Couchpotatoeing auf die Eltern hat, wurde leider nicht untersucht.

I do I do I do

Zwei Dinge wollte ich in meinen Leben auf jeden Fall gerne erleben:

Den ersten Menschen, der den Planet Mars betritt.

Neue Songs von der Popgruppe ABBA hören.

Für die Marslandung standen meine Chancen mittlerweile besser, als für neuen Hörgenuss.

Und nun das: es sind wohl wirklich zwei neue Songs entstanden durch die vier Musiker!

Welch ein Spektakel, wenn diese nach rund 35 Jahren der kreativen Untätigkeit veröffentlicht werden!

Uns Hörer versetzt es alle zurück in die Vergangenheit: Die Abba-Liebhaber werden jubilieren und die Gegner (neudeutsch: Hater) werden sich aufregen, dass die Songs zu sehr wie die Alten sind, zu wenig den Alten gleichen, der Sound zu oldschool oder zu modern ist. Kurzum: die Gründe für Kritik werden mannigfaltig sein und diese werden garantiert kommen.

Wie auch immer: ich bin gespannt und freue mich auf die Lieder.

 

Anschließend kann ich mich wieder auf das Projekt: Marslandung konzentrieren… die sollen nicht so bummeln, denn so viele Jahre habe ich nun auch nicht mehr Zeit.

G-Punkt

In Berlin hat die Telekom das erste Testfeld für 5G eingerichtet, das in Bälde auf den Markt kommen sollen. Als Nachfolger von LTE soll es die dortigen Handynutzer mit noch wesentlich schnelleren Mobilfunkverbindungen versehen.

Warum das Ganze?

Damit Spiele und Filme in noch höherer Qualität ruckelfrei auf das Smartphone übertragen werden können und… die Rückseite der Medaille… so dem User nichts anderes übrig bleibt, als einen teuren Vertrag mit unbegrenzter Flat-Rate abzuschließen. Was nutzen 3 GB Volumen, wenn dieses in wenigen Minuten mit 5G leergesaugt wurde?

Anders kann ich mir diesen Aktionismus nicht erklären.

Ich gönne den Menschen in der Hauptstadt dieses schnelle Netz und bin mir fast sicher: das haben die Bürger schneller offiziell zur Verfügung als den neuen Flughafen. Mich ärgert jedoch, dass nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt nicht einmal 1G zur Verfügung steht. Natürlich ist es für ein Mobilfunkunternehmer lukrativer, neue Sendeeinheiten dort zu installieren, wo viele tausende Hotelbesucher sich abends einen Pornofilm in HD auf dem Handy reinziehen wollen, als ein paar hundert Menschen im Taunus den Zugriff auf Internetseiten zu gewähren. Doch eindeutig habe ich etwas falsch verstanden.

Flächendeckender Internetausbau bedeutet für mich: nutzbares Internet überall und nicht nicht nur mit Highspeed in den Großstädten.

Nun bin ich gespannt, was schneller eintrifft: Empfang auch in den Outbacks, meine Rente oder 10G in Berlin und anderen Großstädten?

 

Kameras mit Zusatzfunktionen

Dass so ein Smartphone mittlerweile zwei SIM-Karten nutzen kann, zwei LED-Blitzlichter besitzt und zwei Objektive auf der Rückseite sowie eines im Frontbereich, daran habe ich mich gewöhnt.

Doch jetzt bringt der chinesische Hersteller Huawei ein Gerät mit drei Kameras raus plus Nummer 4 für die Selfie-Snapshots oder Videochats.

Es wird nicht lange dauern, da ziehen die anderen Hersteller nach und das Wettrüsten geht garantiert weiter.

Irgendwann wird die Rückseite eines Handy nur noch aus Linsen bestehen. Dann ist es egal, auf welche Seite ein Smartphone fällt: es wird defekt sein!

Der übliche Jugendliche kann sich leicht über die Zahl der Objektive definieren.

„Mama, der Tola hat ein Handy mit 14 Kameras – wieso muss ich noch mit einem ollen 10er herumlaufen? Ich bin total uncool.“

Uncool wird er aber auch seine Erziehungsberechtigten finden, wenn die argumentieren, dass sie einst mit Mobilfunk-Geräten telefoniert haben, die nicht einmal eine Kamera hatten.

‚Und mit was habt ihr Fotos gemacht?“

„Mit einem Fotoapparat!“

„Voll Steinzeit!“

Moderne Einstellung damals

Habe gestern den ersten Teil von 96 Hours wieder mal angesehen, der 2008 gedreht wurde.

Ich war nicht schlecht erstaunt, als Liam Neeson nach einem flachen großen Tablet griff.

„So was gab es damals schon?“, fragte ich mich verblüfft.

Wenige Sekunden später erhielt ich die Antwort:

Das war noch, völlig „old school“, ein Bild in einem 10-Zoll-Rahmen, welches er in seinen Händen hielt.

Der Hauptdarsteller selbst nutzte noch so ein Handy von den ganz kleinen Teilen, die damals angesagt waren. Das ließ sich auch unauffälliger verstecken und später wegwerfen.

Kaum zu glauben, dass das alles erst 10 Jahre her ist!