Über boenschi

Ich schreibe gerne - und stelle die (von Menschen gemachte) schräge Welt noch schräger dar. Sollte es den ein oder anderen Leser schmunzeln oder nachdenken lassen, so hat mein Blog sein Ziel erreicht!

P-O-S-T: Portoerhöhung ohne Scham triggern

„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!“

Ein Satz, an den sich üblicherweise Politiker(innen) gerne halten und welcher dem Post-Vorstand Frank Appel auch gut stehen würde. [Hinweis: bitte nicht mit dem Comedian Ingo Appelt verwechseln!]

Doch dem Appel wurmt es bis zum Gripsch, dass er vollmundig einen operativen Gewinn von 4,2 Milliarden Euro für 2018 in Aussicht gestellt hatte und, so wie es nun aussieht, es lediglich 3,2 Milliarden werden. Damit ist zu befürchten, dass der Betriebsgewinn in 2018 noch geringer ausfällt, als die 3,7 Milliarden, die es im Jahr 2017 gab.

Das wird wieder bei unheimlich vielen Aktionäre zu Schnappatmung führen, denn ohne Wachstum des Gewinns steigt der Wert der Aktie nicht.

Sie und ich, wir haben vermutlich kein BWL studiert, doch wir wissen auch so: bevor die Anleger panisch reagieren, muss eines der zwei probaten Mittel angewendet werden: Ankündigung von „Internen Optimierungen“ – und wenn da personell nicht mehr viel ausgedünnt werden kann, da schon kräftig „optimiert“ wurde, dann eben eine satte Preiserhöhung für die Produktlinie.

Für uns Bürger aus der Mittel- sowie Unterschicht heißt es: wir lecken nächstes Jahr vermutlich 10 Cent mehr auf einen Standardbrief (zzgl. anderer Erhöhungen), damit die Post wieder die Milliarden scheffeln kann, die sie ihren Shareholdern in Aussicht stellt. Das erhöht den ekligen Beigeschmack einer Briefmarke noch um ein Vielfaches.

Für den Normalo also eher ein saurer Appel, in den er/sie da beißen muss.

Doch mal ehrlich: Wenn Fußballspieler schon für 200 Millionen einen Verein wechseln, sind letztendlich 3 Milliarden Euro Gewinn wirklich ein beängstigender kleiner Betrag.

Irgendwie kann ich auch Elon Musk verstehen, den es offenbar nervt, einer gierigen Meute von Anlegern ständig Rechenschaften, für seine Unternehmen Tesla, Space X und The Boring Company abgeben zu müssen.

Um meine Meinung zur Post mal poetisch zu formulieren:

„Nicht jeder Hintern der brennt, befindet sich tatsächlich über offenem Feuer!“

 

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Die flotten vier Jahreszeiten (frei nach Vivaldi)

Gestern lief ich mit unserem Hund durch das Herbstlaub. In Kürze würde ich den ersten Federweißer trinken können, der bei Temperaturen von über 30 Grad sicherlich noch schneller in den Kopf und in die Verdauung geht.

Dank der hohen Temperaturen wird diese Vorstufe zum Wein, und passend dazu ein Zwiebelkuchen, früher zu erwerben sein als die Weihnachtsleckereien, die sonst zu kühlen Zeiten gerne im letzten Viertel das Augustes in den Märkten angeboten werden.

Kaum zu glauben, dass wir wirklich erst seit wenigen Tagen den Sommermonat August haben und die von Hitze malträtierte Natur sich bereits in ein herbstliches Gewand kleidet. Dafür konnten wir endlich mal wieder für längere Zeit die sommerlichen Klamotten tragen und wenn es zum „Sale“ kommt (früher nannte man diesen „Sommerschlußverkauf“), kann man diesmal wirklich die Schnäppchen aus leichter Bekleidung gebrauchten.

Jetzt aber rasch die Laubsauger ausgepackt und mit dem üblichen Lärm die am Boden liegenden Blätter aufgeräumt. Dabei nicht wundern, sollte auch noch die eine oder andere Blüte zu finden sein. So lange ist diese Zeit ja auch noch nicht her.

Ob ich sicherheitshalber schon einmal Streusalz kaufen soll, falls sich der Winter ebenfalls so frühreif zeigen sollte?

 

Cooling down

Es gibt Situationen, in denen Nachname einer Person schon andeutet, was das Umfeld teilweise von dieser zu erwarten hat.

So hat unser Verkehrsminister Andreas Scheuer eine Aussage getroffen, die ich nur als be-scheuer-t werten kann.

Die alten Dieselfahrzeuge auf Kosten der Automobilhersteller umzurüsten hält er nicht für sinnvoll, denn letztendlich wäre das nur eine Reparatur. Es blieben alte Fahrzeuge und wären keine modernen Aggregate wie bei Neufahrzeugen.

Mal abgesehen davon, dass wir nicht wirklich wissen, ob neuen Generationen tatsächlich sauberer sind oder vielleicht nur besser das Schummeln gelernt haben: Was ist denn daran sinnvoll, die alten Diesel-PKW zu verschrotten – oder, was viel wahrscheinlicher ist – diese in irgendwelche Drittländer zu verfrachten, wo sie die Umwelt verpesten?

Ist natürlich eine einfache Lösung: die deutsche Stadtluft wird sauberer und es drohen keine Fahrverbote. Können doch die anderen Länder Fahrverbote einführen, wenn Ihnen der Import alter Rußschleudern „made in germany“ stinkt.

Irgendwann wird die deutsche Autoindustrie sicherlich gerne helfend zur Seite stehen und – womöglich noch vom deutschen Staat subventioniert – den Kauf sauberer Fahrzeuge aus EU-Beständen fördern.

Die Wirtschaft boomt, macht Vorstände reicher und wenn diese dann am Jahresende wieder einige Millionen Boni mehr einstreichen als zuvor, hat – rein statistisch betrachtet – der deutsche Durchschnittsbürger wieder beim Reallohnwachstum zugelegt.

Schon irgendwie gruselig, dass sich unsere Volksvertreter nicht einmal mehr Mühe geben, so zu tun, als wollen sie uns wirklich vertreten.

Dazu fehlt mir auch einfach der Sinn. das humorvoll zu verpacken.

Geheimnisse des Lebens

Wir Menschen wissen, dass es noch viel im All zu entdecken gibt, die Ozeane sind weitgehend unerforscht und was sich in unserem Erdinneren abspielt lässt sich auch nur experimentell erahnen.

Doch so weit in die Ferne oder in die Tiefen brauchen wir nicht zu schauen, ist doch viel rätselhaftes ganz nah.

So nutzen wir aktuell ein Toilettenpapier, auf dem steht in geschwungenen Lettern auf jedem Blatt: Parlez vous francais?

Wieso müssen wir eingefärbtes Papier durch die Kerbe unseres Hinterns ziehen?

Wieso will man ausgerechnet von meinem Po wissen, ob er eine Fremdsprache beherrscht?

Selbst wenn er es kann, wie will er antworten? Mit braunen Streifen, die sich zu einem „Oui“ formen?

Wer liest diese Botschaft und wie genau geht diese bedauernswerte Person vor?

Lässt sich aus den Fäkalien in unseren Abwässern dann ein Bildungsniveau ermitteln?

Hätte nicht eher die Frage lauten sollen: Beherrschst Du Griechisch?

(Meine Wissen sind gewisse „französische“ Sexualpraktiken auf andere Körperteile gerichtet und Analfixierungen wurden als griechisch tituliert, aus der Historie heraus)

Ich selbst bin nun nachdenklich beim chaise course (= Stuhlgang): kann mein Hintern nun Fremdsprachen und wenn ja, wieso verheimlichen meine zwei Backen das vor mir?

Mein Leben ist wieder etwas komplizierter geworden.

Meine Frau jedoch habe ich gebeten, beim nächsten Einkauf auf positive Texte auf dem WC-Papier zu achten.

Mein Wunsch wäre: „Yes we can!“ – aber auch „America first“ würde mir gut gefallen.

😉

Deutschland – deine Schwerpunkte!

Wir Deutschen sind schon ein lustiges Völkchen: geben Geld für den größten Unsinn aus (siehe beispielweise das Schwarzbuch für Steuerverschwendung) und fördern/investieren in dubiose Projekte.

Dafür wird an Stellen gespart, wo es zunächst nicht auffällt. Getreu dem Motto: „Was brauchen wir Feuerwehr-Personal, so lange es nicht brennt?“

Sollte es zu einem größeren Waldbrand kommen, können wir nichts weiter tun, als zu kalkulieren, ob sich die Wiederaufforstung lohnt, oder man später Gewerbefläche aus den verkohlten Arealen ausweist.

Denn so ein wohlhabendes Land wie Deutschland besitzt keine Löschflugzeuge und spezialisiertes Personal!

Größere Hubschrauber, die für Löschung geeignet sind, gibt es ein paar bei der Bundeswehr, doch deren desolater Zustand ist hinlänglich bekannt.

Also müssten Privatfirmen und andere Länder herhalten, aber so eine Ausschreibung für den preiswertesten Zuschlag, die kann länger als ein Brand dauern.

Fazit:

Beim Katastrophenschutz geht unsere Regierung gleichermaßen vor, wie mit dem einstmals prall gefüllten Rententopf: man hofft, dass des nicht so weit kommt und ein Bedarf entsteht.

Deshalb schlage ich vor, unsere Nationalhymne gegen ein Lied mit aktuellerem Test auszuwechseln.

Mein persönlicher Favorit: „Jesses, jesses, jesses na – es wird doch nichts passiert sein?…..“

Und unser deutsches Grundgesetz wird um die Paragraphen 2 bis 4 des „Kölsche Jrundjesetz“ erweitert:

Et kütt wie es kütt!

Et hät noch immer jot jejange!

Wat fott es, es fott!