Über boenschi

Ich schreibe gerne - und stelle die (von Menschen gemachte) schräge Welt noch schräger dar. Sollte es den ein oder anderen Leser schmunzeln oder nachdenken lassen, so hat mein Blog sein Ziel erreicht!

Bitterer Nachgeschmack beim Zucker

Wenn meine Mutter mir einst empfahl, auf freiwilliger Basis mein Zimmer aufzuräumen, hat das nie gefruchtet, sofern eine Nichterfüllung keine unangenehmen Konsequenzen mit sich brachte. Bekam ich jedoch den Auftrag, freiwillig meinen Vorrat an Naschsachen aufzubrauchen, so musste darüber nicht lange diskutiert werden. Hier zeigte ich mich umgehend hilfsbereit.

Sorry, Frau Glöckner, doch mit der Lebensmittel-Industrie ist das nicht anders! Wenn die Lebensmittelindustrie wirklich bereit wäre, den Zuckeranteil in ihren Produkten zu reduzieren oder mit einer Art Ampel, den Konsumenten über die ungesunden Inhaltsstoffe zu informieren, könnte sie sich umgehend diese Aktivitäten, werbewirksam, als verpflichtend auferlegen.

So aber wird man mit popelig kleinen Schritten versuchen, massive Einschnitte so lange wie möglich hinauszuzögern. Welches Unternehmen will schon günstige Produktionskosten, lange Haltbarkeit, intensiver Geschmack sowie hohe Verkaufsquoten durch den Wegfall des Billig-Allroundproduktes „Zucker“ in Gefahr bringen?

Was schert den Firmenvorstand die schlechte Zukunftsprognose in Bezug auf die Gesundheit/Lebenserwartung seiner Konsumenten? Es geht in erster Linie darum, die Prognosen für das laufende wie kommende Geschäftsjahr positiv zu halten. Ein paar Jahre fette Boni einstreichen – danach mag kommen was will. Zur Not auch ein*e Gesundheitsminister*in mit Zwangsverordnungen.

Zunächst bleibt man Frei von Willen und das ist doch auch Form von frei-willig, oder?

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Made in Irgendwo

Langsam wird es eng für uns Deutsche: da sollen Bauteile und Smartphones des chinesischen Herstellers Huawei nicht genutzt werden, weil man von den Amerikanern erfahren hat, die asiatische Großmacht würde diese Artikel zur Spionage nutzen.

Schaffen wir es dadurch, endlich einmal wirklich flächendeckend, die neue Mobilfunktechnologie namens 5G bis 2020 und darüber, nicht einzusetzen?

Doch wie einst der Russe, droht der Chinese uns auch anderweitig zu erobern. So will man von asiatischer Seite aus die Modekette „Tom Taylor“ übernehmen. Das Hamburger Unternehmen hat zwar noch 2017 ein Rekordergebnis eingefahren, in 2018 jedoch Verluste generiert. Zeit also, dass sich die Führungsspitze noch einmal durch den Verkauf bereichert, statt die Ärmel hochzukrempeln und Wege aus der Krise zu suchen.

Doch was heißt das für mich als Endverbraucher?

Muss ich dann nackt gehen, weil der Chinese womöglich die Textilien manipuliert hat? Gibt es ein Modelabel „Karl Müller“ oder „Werner Schmidt“, dass wirklich noch heimisch produziert und welche Elektronik kann ich kaufen, die nicht von außereuropäischen Menschen hergestellt wurden und damit latent kritisch sind?

Gibt es eine Art europäisches Bio-Siegel, für spionagefreie Produkte?

Rekorde der Jugend

2017 ist die Quote derer, die bei der Führerscheinprüfung durchfallen, auf den Rekordwert von fast 40 Prozent angestiegen!

Man vermutet, dass Stress in Schule, Beruf oder Freizeit, die Ursache dafür wären, vielleicht auch Sprachbarrieren, weil die Prüfungen in nur 12 verschiedenen Sprachen durchgeführt werden können.

Hatten wir diesen Stress einst nicht? War die Zahl derer, die mit 18 Jahren bereits Vollzeit in Ausbildung oder Beruf stand nicht höher als in der Gegenwart? Wir mussten die mit Bleistift eingetragenen Markierungen auf den erhaltenen Fragebögen mit dem Radierer entfernen, um diese erneut auszufüllen. Heute gibt es unzählige digitale Produkte, die beim Lernen sowie Vorbereiten unterstützen. Ich kenne noch Zeiten und Fahrzeuge, wo es bestimmter Tricks bedurfte, wie beispielweise die Nutzung eines Chokes, damit das Auto überhaupt ansprang. Bremskraftverstärker, Servolenkung und andere Assistenten: Fehlanzeige!

Vielleicht irre ich, doch meines Erachtens gibt es ganz andere Gründe für diese Negativ-Entwicklung: Die Jugend von einst brannte darauf, den Führerschein zu erhalten, um sich damit ein wichtiges Stück Freiheit zu erkämpfen! Prüfungswiederholungen waren zudem teuer und der Führerschein wurde nur von einigen Eltern dem Nachwuchs voll finanziert. Heutzutage ist es wohl eher die Ausnahme, dass sich ein Zögling an den immensen Kosten beteiligen muss. Freiheit, das erfährt der junge Mensch der Neuzeit mit einer Mobilfunk-Datenflat bei einem Provider, der weitgehend für eine Netzabdeckung sorgt.

Und sorry, wenn ich nicht eine der 12 Sprachen beherrsche, um meine Prüfung erfolgreich zu absolvieren, sollte ich erst einmal darin meinen Schwerpunkt setzen, bevor ich Ambitionen habe, durch eine Gegend zu fahren, deren Beschilderung und Straßenverkehrsordnung mir absolut nicht geläufig ist.

Es macht durchaus Sinn, zu verstehen was ich lerne. Wie soll ich auch eines Tages andere Verkehrsteilnehmer beschimpfen, wenn mich diese nicht verstehen.

😉

Verbrauchertipps

Bei Post und Bahn sind Preiserhöhungen beliebt. Letztgenannte Institution verbindet das gerne mit dem Einsatz des Winterfahrplans. Die Post wollte zunächst unseren Frühlingsgefühlen einen Dämpfer verpassen und zum 1. April das Briefporto anheben.

Irgendein cleverer Stratege kam nun auf die Idee: „Warum das Ganze nicht unauffällig in die Zeit der Frauen-Fußball-WM platzieren? Dann kann mal richtig zugelangt werden, ohne dass es der Bevölkerung besonders auffällt, die teils auch noch in anderen Ländern Sommerurlaub verbringt. Dazu dann noch die markige Zusage, dass es in 2019 keine weiteren Erhöhungen mehr geben wird und der schreibende Mob bleibt ruhiggestellt!“

Hier nun meine Spartipps:

Freunde und Verwandte, die im zweiten Halbjahr Geburtstag haben, selektieren. Bei den Personen, die postalische Glückwünsche erwarten, den Sinn der Beziehungsfortführung hinterfragen. Lässt sich der Kontaktabbruch nicht ohne Weiteres bewerkstelligen, dann einfach verfrüht gratulieren.

Weihnachtspostkarten unterfrankieren oder gleich ohne Briefmarke verschicken. Selbst schuld, wer kein Whatsapp nutzt und in der feuchtkalten Jahreszeit löst sich eben auch die ein oder andere Briefmarke von selbst ab. Hier muss erst einmal bewiesen werden, dass bewusst gespart wurde. Sollte es zu Diskussionen kommen, dann den Konflikt eskalieren lassen. Das hilft, in 2020 den Geburtstagskartenversand einzustellen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. (siehe auch Tipp Nummer 1)

Prüfen Sie, was immer auch an Briefverkehr des zweiten Halbjahres in die günstigere erste Jahreshälfte vorgezogen werden kann.

Künftige freundschaftliche Kontakte nur noch dann entstehen lassen, wenn diese telefonisch oder digital aufrecht gehalten werden können.

Wenn Sie sich an diese Ratschläge halten, können Sie den nächsten Portoerhöhungen mit absoluter Gelassenheit begegnen.

Keine Liebe auf den zweiten Blick

Hurra, Wetzlar schafft die Straßenbeiträge ab, mit denen bisher Bürger an Bau oder der Sanierung von Straßen beteiligt wurden!

Diese Schlagzeile klingt erst einmal richtig toll und mega-nett.

Kleinen Haken gibt es, denn dafür wird die Grundsteuer um mehr als 30% von 590 auf 780 Punkte erhöht.

Was ändert sich also wirklich für den Grundbesitzer?

War es vorher ärgerlich, dass der Eigentümer für den Erhalt der Straßen zur Kasse gebeten wurde, so zahlt er nun indirekt doch. Die Frage ist nur: setzt die Stadt die Mehreinnahmen dann auch tatsächlich zweckgebunden ein? Denn was wäre noch unangenehmer als die direkte Beteiligung an Sanierungskosten? Die reale Zahlung für fiktive Reparaturmaßnahmen!

Dann kann man betroffene Personen beglückwünschen, wenn die Immobilie nicht selbst genutzt wird und sich die erhöhten Auslagen auf Mieter umlegen lassen.

Der Fisch mag immer am Kopf zuerst stinken. In der Welt der Kosten, stinkt es immer der Person am Ende unserer Wohlstandskette.

😉

 

 

Von der Qual ein guter Mensch zu sein

Da nutze ich seit einiger Zeit statt Plastiktüten nur noch solche aus Papier und musste nun erfahren: diese sind in der Herstellung extrem aufwendig und rentieren sich, ökologisch betrachtet, erst dann, wenn man sie mehr als 30x bei einem Einkauf im Einsatz hat. Ein Papierbeutel, der diese Strapazen aushält, den suche ich allerdings noch.

Wann immer es ging, kaufte ich Wurst beim letzten Metzger im Ort ein. Sie war lecker und zum anderen hoffentlich von Tieren, die vor der Schlachtung ein angenehmes Leben verbracht hatten. Seit ein paar Wochen nun wohnen wir hier in einer „Non Fleischer Area“, denn es wird in unserem Ort nicht mehr geschlachtet. Nun ist es Wurst, bei welchem Supermarkt ich selbige kaufe.

Häuslichen Abfall sortiere ich streng und durfte vor einiger Zeit lesen, dass in manchen Gebieten die Müllerbrennungsanlagen nicht mehr richtig funktionieren, weil dem Abfall zu wenig brennbares Material beigemischt ist. Ähnliches hört man beim Wasser, wo zu hohes Sparen dazu führt, dass Abwasserleitungen mit Frischwasser durchgespült werden müssen.

Vegetarische Ernährung ist moralisch auch nicht mehr ganz unbedenklich, nachdem Naturforscher, der Flora und Fauna eine gewisse dezentrale Intelligenz zusprechen.

Ich selbst dachte einst: „Wenn ich schon nicht so viel Gemüse oder Früchte esse, dann doch Produkte mit viel gesundem Fruchtzucker!“ Diese Art Zucker treibt zwar den Insulinspiegel nicht so rasch in die Höhe, soll aber nicht nur flott ins Hirn, sondern genauso zügig in den Speckgürtel meines Bauchraumes wandern. Gesund geht anders!

Fahre ich ein konventionelles Fahrzeug, verpeste ich die Umwelt. Steige ich auf Strom um, muss der auch irgendwo her und in irgendwas rein. Die Stromtrassen will niemand, Kraftwerke vor Ort auch nicht und umweltfreundliche Autobatterien sind erst zu erfinden. Die öffentlichen Verkehrsmittel mag ich wiederum nicht, weil diese meine Fahrtzeiten als Pendler mehr als verdreifachen. Außerdem kann ich mich mit dem Argument rausreden, dass jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland unmittelbar von der Autoindustrie abhängig ist. Es gilt also nicht nur Tiere und die Umwelt zu schützen, sondern auch den Wohlstand vieler Menschen.

Aber eines ist ganz klar: mit gutem Gewissen zu konsumieren, wird in Deutschland immer schwerer.

 

Handy-Schutz der Zukunft

Betrachtet man sich die Vorab-Fotos des neuen Nokia 9, ist die Anzahl der verbauten Kameras nur geringfügig kleiner als das Release.

5 Kameras Nokia 9

Es wird wohl künftig immer schwerer, das geliebte Smartphone so anzufassen, dass man nicht einer der unzähligen Linsen beschmutzt. Auch für die Hersteller von Schutzhüllen wird es immer schwieriger, noch Schutz zu bieten, müssen doch die Kameras frei bleiben.

Meine Design-Empfehlung: Hüllen im Stil einer Trachten-Lederhose. Hier klappt man die Lade runter, wenn ein Viel-Linsen-Foto geschossen werden soll.

NokiaHose

Irgendwann wird das Ganze dann ohehin nur noch mit einem Monokini realisierbar sein, weil die Kameras für mehr „Stoff“ keinen Platz mehr auf dem lassen.

🙂