WM = Wechsel Macht

Bekanntlich werden in Zeiten der Fußballweltmeisterschaft gerne irgendwelche Dinge durch die Politiker entschieden, die zu normalen Zeiten zum Aufschrei des Volkes geführt hätten.

Ein Sieg der deutschen Elf gegen einen Angstgegner und schon wird eine Steuer erhöht.

Diesmal kann es denkbar sein, dass wir vielleicht wieder das Endspiel erreichen, doch ebenso vielleicht klatscht unsere Kanzlerin nicht mehr dazu, auf ihre unnachahmliche Art.

Oder ich seh Hofer nur noch in Österreich und nicht mehr in Berlin.

Doch wahrscheinlicher ist, dass sich Seehofer und Merkel einigen und man sich auf eine höhere Besoldung des Innenministerposten einigt. Dafür zahlt dann künftig der deutsche Bürger einen „Soli Süd“.

Egal – dazu sind wir doch gerne bereit, wenn wir den Titel verteidigen.

Advertisements

Die Evolutionstheorie irrt

Jetzt ist es amtlich, dank Forscher aus Südafrika: der Mensch stammt nicht vom Affen, sondern vom Leoparden ab!

Bei den Großkatzen ist der weibliche Nachwuchs rascher eigenständig und die Jungs entwickeln sich zu Muttersöhnchen; sie sind erst später auf eigenen Pfoten unterwegs.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann haben Sie selbst die entsprechende Erfahrung gemacht! Wenn nicht, so kann zumindest ich die Forschungsergebnisse bestätigen.

Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen unseren Leoparden-Vorfahren und uns Menschen: der zeitliche Unterschied beträgt dort nur ca. 2 Monate – beim Homo Sapiens viele Jahre.

Zudem ist die Studie unvollständig: die spätberufenen Söhne bei den Raubkatzen würden nachweislich keine späteren Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Welche mentalen Auswirkungen das Langzeit-Couchpotatoeing auf die Eltern hat, wurde leider nicht untersucht.

I do I do I do

Zwei Dinge wollte ich in meinen Leben auf jeden Fall gerne erleben:

Den ersten Menschen, der den Planet Mars betritt.

Neue Songs von der Popgruppe ABBA hören.

Für die Marslandung standen meine Chancen mittlerweile besser, als für neuen Hörgenuss.

Und nun das: es sind wohl wirklich zwei neue Songs entstanden durch die vier Musiker!

Welch ein Spektakel, wenn diese nach rund 35 Jahren der kreativen Untätigkeit veröffentlicht werden!

Uns Hörer versetzt es alle zurück in die Vergangenheit: Die Abba-Liebhaber werden jubilieren und die Gegner (neudeutsch: Hater) werden sich aufregen, dass die Songs zu sehr wie die Alten sind, zu wenig den Alten gleichen, der Sound zu oldschool oder zu modern ist. Kurzum: die Gründe für Kritik werden mannigfaltig sein und diese werden garantiert kommen.

Wie auch immer: ich bin gespannt und freue mich auf die Lieder.

 

Anschließend kann ich mich wieder auf das Projekt: Marslandung konzentrieren… die sollen nicht so bummeln, denn so viele Jahre habe ich nun auch nicht mehr Zeit.

G-Punkt

In Berlin hat die Telekom das erste Testfeld für 5G eingerichtet, das in Bälde auf den Markt kommen sollen. Als Nachfolger von LTE soll es die dortigen Handynutzer mit noch wesentlich schnelleren Mobilfunkverbindungen versehen.

Warum das Ganze?

Damit Spiele und Filme in noch höherer Qualität ruckelfrei auf das Smartphone übertragen werden können und… die Rückseite der Medaille… so dem User nichts anderes übrig bleibt, als einen teuren Vertrag mit unbegrenzter Flat-Rate abzuschließen. Was nutzen 3 GB Volumen, wenn dieses in wenigen Minuten mit 5G leergesaugt wurde?

Anders kann ich mir diesen Aktionismus nicht erklären.

Ich gönne den Menschen in der Hauptstadt dieses schnelle Netz und bin mir fast sicher: das haben die Bürger schneller offiziell zur Verfügung als den neuen Flughafen. Mich ärgert jedoch, dass nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt nicht einmal 1G zur Verfügung steht. Natürlich ist es für ein Mobilfunkunternehmer lukrativer, neue Sendeeinheiten dort zu installieren, wo viele tausende Hotelbesucher sich abends einen Pornofilm in HD auf dem Handy reinziehen wollen, als ein paar hundert Menschen im Taunus den Zugriff auf Internetseiten zu gewähren. Doch eindeutig habe ich etwas falsch verstanden.

Flächendeckender Internetausbau bedeutet für mich: nutzbares Internet überall und nicht nicht nur mit Highspeed in den Großstädten.

Nun bin ich gespannt, was schneller eintrifft: Empfang auch in den Outbacks, meine Rente oder 10G in Berlin und anderen Großstädten?

 

Moderne Einstellung damals

Habe gestern den ersten Teil von 96 Hours wieder mal angesehen, der 2008 gedreht wurde.

Ich war nicht schlecht erstaunt, als Liam Neeson nach einem flachen großen Tablet griff.

„So was gab es damals schon?“, fragte ich mich verblüfft.

Wenige Sekunden später erhielt ich die Antwort:

Das war noch, völlig „old school“, ein Bild in einem 10-Zoll-Rahmen, welches er in seinen Händen hielt.

Der Hauptdarsteller selbst nutzte noch so ein Handy von den ganz kleinen Teilen, die damals angesagt waren. Das ließ sich auch unauffälliger verstecken und später wegwerfen.

Kaum zu glauben, dass das alles erst 10 Jahre her ist!

Stephen Hawking

In meiner Jungend verwechselte ich einmal Stephen Hawking mit dem Buchautor Stephen King und war in der Bücherei ganz verwundert, als dort „Eine kurze Geschichte der Zeit“ bei den Sachbüchern stand und nicht beim Genre Horror.

Stephen Hawking wollte immer die Rätsel der Entstehung des Weltalls lösen und war doch selbst eines.

Eigentlich hätte er schon seit mehr als 50 Jahren tot sein müssen, so die Expertise der behandelnden Ärzte.  Doch statt weisungsgemäß zu sterben, beschäftigte er sich mit unzähligen Themen: vom Kinderbuchautor bis hin zu seiner Themen als Physiker.

So wie der Blinde besser zu hören vermag, so schien sein krankheitsbedingter Muskelschwund ihn zwar körperlich einzuschränken, doch umso mehr konnten seine Gedanken umherziehen.

Ein genialer Mensch ist heute gestorben – eigentlich viel später als erwartet und doch auch irgendwie zu früh.

In Achtung seiner Leistungen widme ich ihm meinen heutigen Blog-Beitrag.

 

 

Umwelt-Ferkeleien

Heute nutze ich mal die Gelegenheit, mir selbst an die großzügig dimensionierte Nase zu fassen.

Ja, ich bin gegen den Verpackungsirrsinn und es macht mich wahnsinnig, wenn beispielweise eine Praline mehr Lagen aufweist, als mein Super-Soft-Klopapier daheim. 25 Gramm Verpackungsmaterial beseitigen, um an 3 Gramm Leckerei zu gelangen, das ist krass.

Behälter, die aussehen, als wäre ein Liter Inhalt darin (was es ursprünglich bestimmt auch mal war), sind mittlerweile bis zu einem 5tel nur noch mit Luft gefüllt. In manchen Gegenden ist das allerdings die einzige Möglichkeit, mal an Frischluft zu gelangen.

Ich verurteile diesen Verpackungswahn, doch wenn ich die Wahl habe, mich lange an irgendeiner Theke für Fleisch oder Gemüse anzustellen, aber das Zeug in Folie eingeschweißt „on the fly“ einzupacken, dann packt mich doch die schnelle Lösung. Temporär deaktiviere ich meinen Drang nach Naturschutz.

Apropos Deaktivierung:

Auch bei meinem Auto schalte ich immer wieder die Autostartfunktion ab. Bin einfach skeptisch, ob das dem Motor, dem Turbo und auch der Batterie guttut. Und wenn diese Teile länger durchhalten, dann unternehme ich doch indirekt auch etwas für den Umweltschutz.

Feuchttücher stellen mich ebenfalls vor das Problem: Will ich ein sauberes Gewissen oder doch lieber einen sauberen Hintern haben?

Bei der Kleidung ist unsere Familie zweigeteilt. Der Junior trägt Markenware, die dem Preis nach zu urteilen handgefertigt wurde; bestimmt in Fabriken die Wellnesstempeln gleichen und wo hochbezahlte Schneider(innen) ihren Dienst verrichten. Ob die Einstellung unseres Zöglings auch noch so bleibt, wenn er eines Tages selbst die Wäsche zahlen muss, wird sich zeigen, wenn er selbst die Wäsche zahlen muss.

Ich muss es bereits tun und deshalb steht beispielweise auf meinen Unterhosen nicht in großen Buchstaben, dass mein bester Freund angeblich Calvin heißt und das Gegenteil von Groß ist. Ich freue mich, wenn ich den 3er Pack Boxershorts preiswerter erwerben kann, als mich ein Päckchen Zigaretten kosten würde. Zwar stinken die Teile beim Auspacken mehr, wie nach dem ersten Tag des Tragens, doch ob dieser Geruch womöglich Kindernasen bei der Arbeit gequält haben kann, das nimmt mein Verstand nicht wahr. Der wird gerade mit heller Glücksgefühl-Leuchtschrift geblendet: „Prima, geile Schnäppchen gemacht!“. Natürlich kaufe ich nur Ware die in unbeschädigtem Kunststoff eingeschweißt wurde. Ich will das Zeug ja nicht vor dem Tragen erst einmal waschen müssen. Ob Bequemlichkeit oder das ökologische Gewissen der Grund dafür ist, das werde ich Ihnen jetzt ganz sicher nicht verraten.

Ich könnte diese Liste meiner  Verfehlungen noch immens verlängern. Doch möchte ich wirklich erkennen, dass Umweltschutz schon bei mir persönlich beginnt?

Belassen wir es also beim ersten Schritt und ich klage einfach bei meinem Umfeld die saubere Umwelt ein. Irgendwo muss man ja mal anfangen.

😉