Eros ohne Rammazotti

Mitarbeiter des statistischen Bundesamtes in Wiesbaden werden sich verdutzt die Augen reiben, wenn plötzlich der Vorname „Max“ im Ranking der beliebtesten Vornamen Deutschlands ganz nach vorne schnellt und noch 
mehr wird es überraschen, dass es sich nicht um Neugeburten handelt und 
alle den Nachnamen „Mustermann“ tragen. 

Tiefere Recherchen werden dann ergeben: nahezu alle Personen haben ihren sexuellen Drang im Rotlicht-Milieu gestillt; die persönlichen Daten 
wurden dort im Zuge der Corona-Restriktionen erfasst. 

Überhaupt wird sich die Erotik-Branche enorm ändern, wenn sie wieder 
offiziell ihren Betrieb aufnehmen kann. Liebhaber der Geselligkeit, 
werden enttäuscht sein: Gangbangs sind verboten und swingen mit einer 
Person, ist absolut langweilig. Das können die meisten Max’se in den 
heimischen Wänden erleben. 

Durch die Abstandsregelungen bekommt eine sexuelle Tätigkeit eine völlig 
neue Form der Ausübung: das Blasen! Die Überwindung des Schluckreflexes 
ist bei den Damen nicht mehr relevant, jedoch kräftige Lungen sind 
vorteilhaft. 

Am wenigstens Änderung wird die Latex-Szene erfahren. Im Gegenteil: aus 
einem Fetisch, der bis dato bei vielen Menschen nur Unverständnis 
weckte, wird ein gesundheitliches Vorzeigeprojekt. Jetzt nur noch eine 
Schutzmaske über die wenigen freien Öffnungen im Gesicht (Nase und Mund) 
und der Corona-Schutz ist vorbildlich.Wenn dann noch auf dem 
Latex-Overall ein Aufdruck prangt: „Hergestellt aus 100% recyceltem 
Kunststoff, geschirrspülmaschinenfest bis 90 Grad“, dann wurde alles 
richtig gemacht und der Lust ohne Reue, steht nichts mehr im Weg. 

Leck Dicb

Jetzt ist wieder Lecken-Leid!

Nein, ich habe kein Problem mit dem Z auf der Tastatur, obwohl wir uns auch in der Zecken-Zeit befinden.

Wenn ich mit Maske in die Eisdiele gehe, beginnt das Dilemma: mein Portemonnaie ist wesentlich schlanker als ich. Also was tun? Zwei Bällchen nehmen oder doch drei?

Ich erinnere mich an eine Zeit, wo die Eiskugel umgerechnet 5 Cent kostete. Damals hätte ich für 3,60 Euro satte 72 Bällchen bekommen und damit die komplette Nachbarschaft mit Eiscreme versorgen können.

Dieser Gedanke bremst mich und ich überlege, die Eisdiele gänzlich ohne einen Einkauf zu verlassen. Doch ich habe zu lange in der Schlange gestanden und ich entscheide: Ich gönne mir 2 Kugeln!

Doch schon wird es erneut problematisch für mich, denn welche zwei Sorten wähle ich aus dem riesigen Sortiment? Auch das war in meiner Jugend wesentlich einfacher. Es gab nämlich nur Schokolade, Vanille, Erdbeer und Zitrone. Für 40 Pfennig, ca. 20 Cent, hätte ich mich durch das komplette Sortiment gefuttert. Heute würde mir eine solche Aktion, die Figur, den Magen und mich finanziell ruinieren. Vielleicht sollte ich aber noch erwähnen. Bei 20 Pfennig Taschengeld die Woche, hätte ich für eine Rundumverkostung auch erst einen halben Monat sparen müssen.

Kurze Zeit später: ich habe die Wahl getroffen, nuschle meinen Wunsch durch das Textil in meinem Gesicht und verlasse kurz darauf die Eisdiele, um vor dem nächsten Problem zu stehen: ich muss 50 Meter Leck-Distanz einhalten. Gehe ich in die eine Richtung, kreuze ich jedoch den nächsten Eisladen. Bis ich in der Hitze auch an diesem vorbei bin, ist schon ein Teil meines Erwerbs zerschmolzen und an der Waffel herab auf den Gehweg getropft. Schlage ich die andere Richtung ein, kollidiere ich mit zwei Restaurants mit Außengastronomie, bei denen es Eis auf der Karte gibt. Muss ich dann auch dort die 50 Meter Entfernung wahren?

Ich entschließe mich zu zwei Dingen: Erstens, ich riskieren es und beginne dort meine sehr cremig gewordene Eiscreme zu verzehren und zweitens, entscheide ich mich dazu, vorerst mein Eis nur noch im Supermarkt zu beziehen.

Neue Ansichten

Wenngleich das Wetter aktuell nicht den Eindruck erweckt: es ist wieder die Zeit, wo Zecken ihr Unwesen treiben. Wer schon länger meinen Blog liest, weiß: ich kann den Viechern nichts abgewinnen und hielt sie immer für einen Beweis, dass die Evolution auch Nichtsnutze überleben lässt.

Mein Hund trägt deshalb ein Zeckenband und ich verzehre besonders viel gesunden Knoblauch, weil der nicht nur gut schmeckt; er hält mir Menschen wie auch Zecken auf Distanz.

Doch jetzt musste ich erfahren, dass ich im Irrtum bin und selbst diese verhassten Blutsauger nützlich sind. Sie produzieren Zement!

Bevor Sie jetzt hoffen, den Bau eines Hauses mit Öko-Zement aus der Zeckenzucht vornehmen können: es ist eine Substanz an der unsere Medizin interessiert ist, als Klebstoff in der Chirurgie.

Es könnte also durchaus der Tag kommen, wo ich aus Dank für meine ordentlich verklebte Kunsthüfte den Hund ohne Zeckenband laufen lasse und ich, zum Tierwohl, meinen Knoblauchverzehr drastisch senken werde. 🤞

aufREGENd

Da gehe ich gestern mit dem Hund Gassi und werde plötzlich feucht besprüht.

Als Teil der Krone der Schöpfung habe ich natürlich in Windeseile die Möglichkeiten abgewägt: Treibstoff von einem landenden Flugzeug konnte es nicht sein. Zum einen war aktuell keines in der Nähe und zum anderen roch es nicht nach Kerosin. Feuchte Aussprache fiel auch aus, denn ich war allein und nein, ich habe nicht mich laut mit mir selbst unterhalten. Was also war diese merkwürdige Flüssigkeit die da klar und geruchlos meinen Körper benetzte?

Als moderner Mensch hatte ich mein Handy dabei und da ich wegen Corona zum Zwangsarrest daheim verdonnert wurde, auch Internetempfang. Also gleich mal in Google „Wasser von oben“ eingegeben.

Nach einigen Seiten, unter anderem mit Kauftipps bei Amazon, wurde ich fündig. Das von da Oben, das war Regen!!!

Jetzt konnte ich mich erinnern. In meiner Jugend gab es fast das ganze Jahr davon und besonders viel, wenn wir Ferien hatten und noch mehr im Urlaub.

Da soll noch jemand sagen, dass es in Zeiten von Corona-Einschränkungen nicht auch neue Dinge zu entdecken gibt.

😁

Die Welt, vor, während und nach Corona

Ich habe nie die Sportangler verstanden: Sitzen stundenlang da und werfen die kleinen Fische wieder ins Wasser, wenn sie an der Angel hängen. Ist es dann mal so ein richtig fetter Brocken, gibt’s ein Foto und dann landet der Fang auch wieder in seinem Nass.

Doch jetzt erwische ich mich in ähnlicher Situation. Wenn ich an Tankstellen vorbei gehe, freue ich mich über die sensationell günstigen Preise, obwohl daheim mein Wagen schon seit Wochen herum steht und noch voller teurem Sprit gut befüllt ist.

Manchmal möchte ich einfach losfahren, nur mit dem Ziel, danach auch mal super-billig tanken zu können.

Wäre vielleicht auch für die Umwelt interessant; nicht dass wir Menschen uns noch daran gewöhnen, dass die Luftqualität besser ist und der Lärm signifikant weniger wurde. Wäre doch schlimm, wenn wir nach dem Schock des shut-down den Nächsten bekommen, bei roll-on.

In ein paar Monaten werden wir wieder an den Tankstellen die üblichen Werte vorfinden und wenn wir etwas preisgünstiges haben wollen, dann sind es Schutzmasken sowie Desinfektionsmittel.

Übrigens: Mein Handy nimmt Corona auch nicht ernst. Als ich das Wort eben gerade schreiben wollte, hat mir die Autokorrektur Cornflakes vorgegeben. Weiß das Smartphone vielleicht schon etwas, dass mir noch nicht bekannt ist? Steht womöglich eine Cornflakes-Krise in den Startlöchern und wenn ja, in welcher Form?

Gegen Langweile

Eigentlich wollte ich dieses Werk bereits an Ostern bereitstellen, jedoch war ich da zu sehr mit Untätigkeit beschäftigt.

Doch vielleicht ist der ein oder anderen Person auch jetzt noch langweilig und daher stelle ich nun dieses Rätsel „hausmacher Art“ zur Verfügung. Einfach die nachfolgenden Bilder betrachten, überlegen welchen Begriff sie jeweils darstellen sollen und dann das Ergebnis abgleichen. Die Lösung steht immer direkt darunter. Aber bitte erst nach dem Überlegen ansehen, denn sonst macht das Ganze wenig Sinn.

Viel Spaß!

Lösung: Stammhalter

Lösung: Hartz IV

Lösung: Steinpilz

Lösung: Blütenhonig

Lösung: Wurzelbehandlung

Lösung: Holzbock

Ergebnis:

Nichts erraten = Obst kann faulen, was kannst Du?

Ein bis zwei richtige Lösungen = na ja

Fast alles richtig = na geht doch

Alles erraten = Ich habe doch gesagt, dass die Lösung erst nachträglich angesehen werden soll.

Wie auch immer das Ergebnis ausgefallen ist: es war hoffentlich kurzweilig!

Wege in die Krise

Wer in diesen Tagen die Einsamkeit und das Abenteuer sucht, empfehle ich eine Wanderung durch den Taunus.

Aber Achtung: drei Voraussetzungen sind dafür empfehlenswert !

Sie sollten zum einen körperlich in der Lage sein, um bei Bedarf kleine Klettertouren durch zu führen. Zum anderen ist es wichtig, einen IQ von mindestens 90 Punkten zu besitzen, um Ausweichstrategien planen zu können. Es wird nämlich nicht lange dauern bis Ihnen der ein oder andere umgefallene Baum den Weg versperrt.

Der versierte Wanderer hat daher immer eine frisch aufgeladene Akku-Kettensäge im Gepäck.

Doch selbst diese hilft nicht immer, wenn man seitens Forstamt die ausgewiesenen Wanderwege mit massivem Schnittholz blockiert.

Es heißt also: Mitdenken und Lösungswege finden!

Wer dann noch in die unangenehme Situation gerät, nicht mehr aus eigener Kraft sich bewegen zu können, der kann es mal mit einem Notruf versuchen. Erfolg ist eher unwahrscheinlich.

Ein Vorteil hat es: Sie müssen sich wegen Corona keine Sorgen mehr machen.

Positiver Blick

Nach langer mentaler Absenz melde ich mich heute wieder einmal und nicht etwa zu Jammern, sondern im Gegenteil:

Corona hat durchaus auch seine Vorteile:

So aktuell ungesellige Menschen wie ich, müssen niemand einladen oder besuchen.

Endlich mal Knoblauch essen, ohne die bange Frage zu stellen: „Komme ich einem Mensch so nahe, dass er/sie das unangenehm riecht?“

Ich spare jede Menge Eau de Toilette, denn wozu auftragen, wenn es ohnehin niemand riechen kann?

Mein Tank im Auto ist immer noch voll, obwohl ich vor gut einer Woche das letzte Mal getankt habe. Das ist gut so, denn dann muss ich mir kein Geld leihen, weil Krankenkasse seit zwei Monaten mit dem Zahlen von Krankengeld säumig ist.

Der Endokrinologe wollte mir für Ende September einen Termin geben, weil mein Hausarzt vergessen hatte, einen Nottermin zu vereinbaren, bevor er für mehrere Woche in den Urlaub ging. Doch jetzt haben so viele Personen abgesagt, dass ich bereits am nächsten Mittwoch untersucht werden kann.

Kurzum: das Leben kann auch in Zeiten von Corona sonnig sein. Es kommt nur darauf an, was wir daraus machen.

Ich wünsche Euch eine positive Blickrichtung auf alles was ihr gerade macht und erlebt!!!

Körperwelten

Als Säugling entdeckt man die Welt um sich herum. In der Pubertät, mehr oder weniger erfolgreich, seinen eigenen Körper und den von anderen Personen.

Bisher war ich der Ansicht, dass es damit gewesen sei. Natürlich war mir auch bewusst: Spätestens als Bestager beginnen sich dann einige der bekannten Körperteile durch eine gewisse Funktionsunlust oder als zu übermotiviert zu zeigen. Wie so viele Menschen war ich natürlich der stillen Hoffnung verfallen, dass das bei mir nicht der Fall sein würde.

Ich lag damit nicht nur falsch, sondern entdecke nun in meinem Körper Organe, von deren Existenz ich bisher nichts wusste. So besitze ich eine Nebenniere und die sei insuffizient.

Bevor nun jemand auf falsche Gedanken kommt: auch wenn in dem Wort Insuffizienz das Wort Suff vorkommt, hat diese Krankheit nichts mit übermäßigem Alkoholkonsum zu tun. 😋

Ich habe diesem für mich neuen Organ den Namen Bert gegeben und der eigentlich Niere den Namen Cindy. Eigentlich sind ja DIE Niere wie auch DIE Nebenniere beide weiblicher Natur, aber wer meint, seinen Tätigkeiten weitgehend einstellen zu können, hat sich damit abzufinden, keinen Anspruch auf einen Wunschnamen zu besitzen.

Ich befinde mich bereits in dem Chaos der Experten, wo jeder andere Ursachen für die Leistungsverweigerung mutmaßt und natürlich völlig differierende Behandlungsmethoden vorschlägt.

Bin gespannt, ob Marianne (meine andere Niere) nicht einen Michael als Nebenniere besitzt und warum der nicht wenigstens einen Teil der Aufgaben von Bert übernimmt?

Da soll ein Mensch noch behaupten, dass das Altwerden langweilig sei!

Nur noch 48 Stunden

Wir existieren in einer schnelllebigen Welt.

Es gibt Speed-Dates, Parteivorsitzende verlieren ihre Jobs schneller als ein Laubbum seine Blätter und gerade im hektischen Rhein-Main-Gebiet muss man besonders aufmerksam sein: Wer bei einem 48-Stunden-Winter nicht rechtzeitig seine Ski oder den Schlitten aus dem Keller holt, muss eventuell weitere ein bis zwei Jahre auf eine neue Chance warten.

Hier gibt es keinen Winterschlussverkauf mehr, weil es dazu erst einen Winteranfang benötigen würde.

Jetzt aber ist wieder Frühling angesagt, der sich kaum vom bisherigen kalendarischen Winter zu unterscheiden scheint, um anschließend nahtlos in einen heißen Sommer über zu gehen.