Sportlich ist, was Du draus machst!

Mein nächstes Auto wird kein Geländewagen für schlechte Straßenverhältnisse. Es wird auch kein Sportwagen für sportliches Fahren und auch kein Kombi, um größere Güter zu transportieren. Nein, mein nächstes Fahrzeug soll eines werden, das alles in einem ist:

Ein Sprinter oder auch unter der Begrifflichkeit Transporter bekannt.

Gestern am Morgen hat sich nämlich wieder mal gezeigt, dass das die eierlegende Wollmilchsäue auf Rädern sind.

Während wir Normalos weitgehend mit Tempo 80 über die schneebedeckten Autobahnen fuhren und manch mutige Personen – so wie ich – auch mal die 100er-Marke am Tacho gekitzelt haben, schossen die Sprinter an uns mit 120 km/h und mehr vorbei.

40 Kilometer bis zu meinem Arbeitsplatz wurde ich 6x überholt und das waren stets diese hochbeinigen Lieferwagen.

Wieso nur Sechs?

Waren wohl noch nicht mehr unterwegs auf meiner Strecke, um 6:00 Uhr morgens.

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Mächtig motzender Mittelspurfahrer

Beschwert sich doch lautstark ein Herr auf einer Geburtstagsparty in dieser Woche: „Autofahren macht keinen Spaß mehr! Überall nur Drängler, die einen ständig links oder rechts überholen!“

???

Rechts?

Also ich habe auch schon einige hunderttausend Kilometer in meinem Leben verfahren, jedoch rechts überholt wurde ich nie, denn…

… entweder befinde ich mich da bereits selbst…

… oder ich überhole gerade!

Sehe ihn direkt vor mir, diesen automobilen Motzer:

Rauf auf die Autobahn – und ab auf die Mittelspur(damit man sich die Mühe spart, mal einen LKW durch Fahrspurwechsel überholen zu müssen)  – Tempomat aktiviert – Klimaanlage auf 21 Grad Wohlfühltemperatur eingestellt und eine Chill-out-CD aus der Serie Cafe del Mar eingelegt.

Das ist Fahren mit Entspannung pur!!!

Wenn nicht diese elenden Drängler von hinten – rechts und links wären.

Eigentlich bin ich kein Freund der eines Tages kommenden Voll-Fahrzeugassistenten, doch für diese Fahrzeugführer-Klientel, die das Auto mit einem Wellness-Bereich verwechseln, können diese Systeme nicht schnell genug realisiert werden.

Vor geraumer Zeit hatte ich den ADAC gebeten (kein Witz) doch mal eine Erhebung durchzuführen, wieviel Drängler auf einem Autobahnabschnitt tagtäglich vorzufinden sind und wieviel dieser „Verkehrs-Entschleuniger“

Bin ganz froh, dass man darauf nicht  aktiv wurde, denn das sicherlich überraschende Ergebnis würde heutzutage vermutlich in Frage gestellt werden.  

S-LC 1609

Ich bin gestern auf der mittleren Spur als der Fahrer des Van wohl ebenfalls überholen möchte.

Freundlich fahre ich ganz nach links rüber, um dem Fahrzeug Platz zu gewähren.

Ich bin schon fast vorbei, als der Van-Fahrer Gas gibt – nicht richtig flott, sondern so richtig langsam beschleunigt er erst auf gleiches Tempo und erst als ich langsamer werde, weil ich auf solche Spielchen keine Lust habe, fährt er davon.

Das ist nicht nur undankbar, sondern in meinen Augen auch absolut unhöflich.

SLF-MB 95

Was hatte denn der Fahrer dieses VW-Busse für ein Problem?
Ist eigentlich flotter als ich mit dem Moped und mich am überholen, als er immer langsamer wird und mich letztendlich zwingt, wegen eines vor mir fahrenden Lasters abzubremsen.

Danach nur noch Bummelei – und ich überhole nun ihn.

5 Minuten später – der rote Bus kommt mit erheblich höherem Tempo angefahren und wieder das gleiche Spiel:
Neben mir wird verzögert, bis ich wegen eines Fahrzeuges vor mir auf der rechten Spur bremsen muss.

Dann wieder nur Gebummel bis ich überhole.

Was sollte das?

Ist mir unbegreiflich

Kennzeichen M-XO 517

Es ist der dritte Tag des neuen Jahr 2013. Eigentlich nicht viel los auf den Autobahnen. Ich muss zwischen Offenbach und Frankfurt von der A661 ab, um auf die Hanauer Landstraße zu gelangen.
Ich blinke rechts und fahre auf die linke Spur der zwei Abbiegerspuren – ich blinke weiter, denn ich musss ganz nach rechts vor der Kreuzung. Weiter hinten auf der ganzen rechten Fahrbahn sehe ich ein Fahrzeug kommen – nicht schneller als ich – doch als er mein Vorhaben erkennt, passiert folgendes:

Statt freundlich und gelassen das Tempo eher ein Stück weit zu reduzieren, was ohnehin nötig wird, der Versuch mich nicht einfädeln zu lassen und nur durch ein starkes Bremsmanöver hätte ich mich hinter das Fahrzeug noch einfädeln können.

Ich bin jedoch flott genug und hinter mir beginnt ein Lichhupen-Feuerwerk.

Ich halte in der Abbiegerspur an – gehe nach hinten und frage, was er für ein Problem habe? Nur Gestammel. Ich erkläre, dass ich die Seite wechseln musste und irgendwas von Überblick und Höflichkeit. Dann steige ich wieder in mein Fahrzeug und fahre weiter… um erneut mit Lichthupe bedacht zu werden.

Unglaublich, wie man so rücksichts- und auch einsichtslos unterwegs sein kann und ich nehme mir vor, künftig öfter mal diese Typen aufzuführen, die meinen es gäbe nicht die StVo sondern die StraßenverkehrsUnterOrdnung (anderer).

Genau dieses egoistische Verhalten sorgt nämlich bei mehr Verkehr sofort für Staus.

Es trifft nicht immer die, die sich treffen

Heute Morgen war es wieder klasse:

Drei Fahrzeuge auf einem dreispurigen Stück Autobahn – das sollte kein Problem sein. Denkste!

Ok – auf Höhe Raunheim ist die Linke Spur erst einmal zum Auffahren und die rechte Spur wird später zur Abzweigung zur A3 – doch trotzdem sollte das für drei PKW großer Auftrag werden und zu einem Stau führen. Doch es ist eindeutig machbar.

Der Reihe nach:

Auf dem Mittelstreifen fuhr – sehr langsam – ein PKW. Doch statt nach rechts zu wechseln (da es nichts zu überholen gab) blieb der Wagen auf der Mittelspur.

Dem eigentlich nicht schnelleren Corsa auf der ganz linken Spur verließ offensichtlich der Mut, noch den Überholvorgang die nächsten 500 Meter zu schaffen. Also den Opel kräftig im Tempo reduziert, was den Fahrer des hinter ihm rasch sich nähernden Pritschenwagen zu einer Vollbremsung nötigte. Der war wohl davon ausgegangen, dass nicht nur der Corsa den Mittelstreifen noch packen würde – sondern auch er selbst.

Es kam folglich zu einem Gedränge auf der Mittelspur und zu fast völligem Stillstand der drei Autos.

Mich hätte die Schuldfrage interessiert, falls es zum Crash statt nur zum Stau gekommen wäre.

Der eigentlich Verursacher – der permanente Mittelspur-Fahrer wäre vermutlich ungeschoren davon gekommen.

Der Corsa-Fahrer, den plötzlich die Panik befallen hat (bei der Feststellung: „Ich überhole eigentlich nicht sondern fahre Formation“) wohl ebenfalls.

Der Pritschenwagenfahrer – der einzige, der wirklich sich korrekt verhalten hat, denn nur er befand sich für einen Überholvorgang auf der richtigen Spur – den hätte es wahrscheinlich erwischt.

Mich ärgert das, wenn zwei Unfähige das Glück eines Dritten herausfordern und der dann noch Schuld gehabt hätte, falls das Glück ihm nicht hold gewesen wäre.

Wenn nicht nur die Technik vorspringt (frei nach Audi)

Eigentlich gibt es immer Montag viel interessantes auf der Autobahn zu erleben und lohnt daher nicht mehr der besonderen Erwähnung. Diesmal schon, finde ich!

Auf der A3 zwischen Flughafen und Frankurter Kreuz, auf großzügig geschätzten 4 Kilometern, gelang es einem Fahrer mit seinem hochmodernen Audi A5 ganze dreimal den nachfolgenden Verkehr zu Interaktionen zu verleiten, auf Grund „Fahrspurwechsel ohne Prüfung ob dazu der Freiraum existiert“. Jedesmal überholte er spontan und zwang Fahrzeuge auf der Überholspur hinter sich zu bremsen. Immer wieder erzeugte das im Berufsverkehr kleine Mini-Staus.

Beim letzten Mal traf es mich: eigentlich schon auf seiner Abfahrspur zur A5 befindlich, kam der Fahrer mit Münchner Kennzeichen doch nochmal auf die Idee, wenigstens einen der vor sich befindlichen „Mit-Abfahrer“ zu überholen. Er gewann auch dadurch ca. 5 Meter und ich die Erkenntnis, dass meine Bremsen gut sind, denn durch meine kräftige Verzögerung verhinderte ich eine Kollision.

Was für ein Wahnsinn, denn das hat nichts mit „mal versehentlich nicht nachgesehen“ zu tun erst Recht, wenn man das einmal auf die Strecke hochrechnet:

Da der Audi Münchner Kennzeichen hat, gehen wir einmal davon aus, dass der Fahrer in die bayrische Hauptstadt möchte. Das heißt: bei gut 400 Kilometer und einem Schnitt von drei genötigten Bremsaktionen auf je 4 Kilometer, würde das 300 unnötige Brems-Aktionen bedeuten. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko für alle betroffenen Mit-Fahrer auf der Strecke und rein ökologisch betrachtet ist so ein Autofahrer für die Umwelt nicht tragbar.

Was nutzen da noch alle Start-Stop-Systeme?

Und nochmal mein Appell an alle Fahrzeugführer des gleichen Kalibers:

Die Freiheit des Menschen ist zwar unantastbar – heißt aber nicht, dass ich auf der Autobahn die Spuren wechseln kann, wie es mir gerade beliebt!