Pendeleien

Mit großer Sorge habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Stadt Frankfurt die Fahrverbote für einzelne Fahrzeugtypen verhindern will, indem sie kostenfreie Parkplätze völlig streicht und so viele Straßen sperrt, dass alle solidarisch betroffenen Pendler froh wären, überhaupt mit 30 km/h durch die Stadt zu fahren. Die angedachte Geschwindigkeitsbegrenzung wird zur Zeit des Berufsverkehrs jedenfalls ein Traumtempo bleiben.

So hat man mir einen Job in Frankfurt-Ost angeboten, den ich zu aktuellen Verkehrsbedingungen in rund 40 Minuten mit dem Auto erreichen würde. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, bei 3x umsteigen, komme ich auf das Doppelte.

In der gleichen Zeit vermag ich aus Hochheim am Main nach Karlsruhe mit dem Kfz zur Arbeit fahren.

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Nichts Neues seit einst

Irgendwie ist die gute neue Zeit nicht mehr so, wie es die schlechte Alte war!

So sucht die Polizei in Mittelhessen nach Reifenabriebsrowdies, die rund um Hungen die Straßen mit derartigen Mustern verzieren:

Reifenabrieb Hungen

Das kann ich nicht verstehen: in meiner Jugend war das ein vollkommen übliches Muster (eines von vielen) auf dem Asphalt, denn wir mussten ja irgendwie aus der Kneipe im Nachbarort mit dem Auto den Heimweg antreten. Das funktionierte in den seltensten Fällen noch ganz linear.

🙂

Zöli-Batman

Nun ist es raus: sexuell extrem unterforderte katholische Geistliche haben sich nicht nur an Messdienern und anvertrauten Kindern vergriffen. Auch Nonnen gehörten dazu, räumt der Papst nun ein. Dabei werden Praktiken bekannt, die ´Fifty Shades of Grey´ zu einem Kinderfilm mutieren lassen.

Erstaunt hat mich allerdings das Erstaunen. Wurden doch schon in vielen Klöstern Säuglingsleichen in Brunnenschächten oder Gartenanlagen entdeckt. Sehr unwahrscheinlich, dass eine werdende Mutter aus dem anliegenden Ort sich die Mühe machte, den unerwünschten Nachwuchs auf dem kirchlichen Gelände zu entsorgen. Klar allerdings, dass die wenigsten Menschen wirklich in der Lage sind, sich zeitlebens gegen den natürlichen Drang der Sexualität zu wehren, den die katholische Kirche seit etwas mehr als 1000 Jahren seinen Pfarrern verbietet.

Nur mal so am Rande bemerkt: es ist doch gerade dieser naturgegebene Trieb, der auch den katholischen Geistlichen, Mensch werden ließ und ihm Anhänger beschert.

Zum Teufel mit der maßgeschneiderten Werbung

Ich kann es offen zugeben, denn dem Internet ist es bereits hinlänglich bekannt: ich habe mir ein Soundbar von der Firma Teufel geleistet.

Als ob dieser einmalige und auch höhere Anschaffungspreis nicht schon genug wäre, werde ich seitdem von allen Seiten online mit Werbung penetriert. Unzählige Firmen wollen mir nun ihre Teufel-Produkte anbieten.

Wieso? Soll ich vielleicht feststellen, dass ich irgendwo anders mein Produkt für etwas weniger Geld bekommen hätte?

Ist denn nicht bekannt, dass mein Geldbeutel es nicht zulassen würde, eine zweite Soundbar oder andere Artikel der Firma Teufel zu kaufen, so gerne ich sie auch hätte?

Offen gesandten würde ich mich lieber von jeder anderen Form von Werbung penetrieren lassen, als permanent diese teuflischen Artikel. Das nervt und zeigt auch noch, wie unausgereift das Online-Werbeverfahren ist. Die wenigsten Menschen werden zur zweiten oder dritten Soundbar greifen, wenn sie sich gerade erst eine unter den Fernseher geklemmt haben. Sinnvoller wären da Offerten für günstige Kredite oder Lehr-Literatur. Zum Beispiel: „Enthaltsamkeit – schont Umwelt und Ihr Vermögen!“

Noch besser wäre der Ratgeber: „Argumentationstechniken, wie Sie Ihrer Frau unnötige Ausgaben für Audio-Equipment als lebenswichtig anpreisen!“

Mal sehen, wie lange ich von Teufel besessen sein werde!

Der gläserne Bönsch

Der Messenger „Facetime“ von Apple kann bei Gruppenchats Personen mithören. In Richtung Huawei hat man Angst, dass diese Firma eines Tages das 5G-Netz lahmlegen kann, weil die elektronischen Bausteine des chinesischen Herstellers dieses Feature hergeben könnten.

Gut, wir Deutsche müssen uns da wenig Gedanken machen, denn die wenigsten Bewohner werden in den nächsten Jahren in den Genuss des neuen mobilen High-Speed-Internets gelangen.

Doch davon anbgesehen, ist das der Preis der Auslagerung. Speichere ich Daten in einer Cloud ab, spare ich Geld an Hardware und Zeit für Sicherungen. Doch dafür besteht die Gefahr, dass man die Daten klaut. Deshalb ja auch diese phonetische nahezu gleichklingende Bezeichnung. Wenn ich mir einen Türschlüssel erspare, den Weg zum Lichtschalter und alles mit Alexa & Co. verbinde, muss ich damit rechnen, dass es Menschen geben wird, die in Erfahrung bringen können, wann ich was tue. Die wenigsten Spione werden sich diese Mühe allerdings aus Spaß machen, sondern wollen mich entweder ärgern oder Geld mit mir verdienen.

Zahle ich mit „Ba-beh“ (= Apple-Pay) wissen Apple wie auch die Deutsche Bank, was ich wann für welchen Preis gekauft habe. Dafür muss ich nicht mit Bargeld zahlen, dass ich zuvor auch noch am Automaten abheben muss.

Aus Bequemlichkeit oder weil wir es cool finden, mutieren zu Glasbläsern, die ihr eigenes Leben transparent werden lassen. Da alles noch preiswert sein soll oder für die Firmen maximale Gewinnmargen erwünscht sind, lassen wir fast alles in Billiglohnländern produzieren, ohne zu wissen ob unser erworbenes Produkt mehr Feature beherrscht als uns lieb sein kann.

Wir werden also nicht nur durchsichtig wie dünnes Glas – sondern genauso anfällig für Bruchschäden. Die erste landesweite digitale Erpressung ist nur noch eine Frage der Zeit.

Alle Achten

Immer wieder erstaunlich:

Da werden Gutachten erstellt, aus deren Ergebnis sich Konsequenzen ergeben können.

Kaum rücken solche Maßnahmen in greifbare Nähe, werden neue Gutachten erstellt, die zu anderen Ergebnissen führen.

Bestes aktuelles Beispiel: das Thema Dieselabgase!

Plötzlich ist das alles nicht mehr so schlimm und wenn nicht gerade Ostwind herrscht, der die Abgase der in den Ostblock verfrachteten Fahrzeuge herüber weht, dann sowieso nicht.

Das Laie fragt sich nun berechtigt: „Was ist denn nun das Gut- und welches das Schlechtachten?“

Ist das was da hinten aus den Dieselfahrzeugen rauskommt wirklich nicht schlimmer, als das was an Schadstoffe beim Abbrennen einer Kerze erzeugt wird?

Warum setze ich mich aber trotzdem lieber direkt vor eine Kerze, als vor einen Auspuff?

Wieso sollen alte Dieselfahrzeuge aus den Städten verbannt werden, wo der Halter vermutlich zur Arbeit fahren muss oder wieder nach Hause?

Der Anwohner kann doch wegziehen, wenn ihm die Luft nicht behagt. Er muss doch nicht da wohnen und wenn doch, dann soll er einfach die Kerzen fortan weglassen.

Sollte ich mal ein Gutachten erstellen lassen, dass die Fahrzeuge zu teuer und viele Verdienste zu niedrig sind, um sich modernere Dieselfahrzeuge zuzulegen?

Aber dann wird bestimmt wieder eine weitere Expertise erstellt, die belegt: die Umsetzung des Ergebnis aus meinem Gutachten lässt sich wirtschaftlich nicht realisieren.

Vielleicht sollte ich Autoaufkleber entwerfen: „Wer atmet ist selbst schuld!“ oder „Du brauchst keine Kerzen – Du hast ja mich!“

😉

Vorweihnachtliche Gedanken

Heute in 11 Monaten ist wieder Heilig Abend und spätestens dann besteht die Chance, dass es draußen wieder etwas milder in Deutschland ist. 

In 7 Monaten ist dann auch wieder Weihnachtsgebäck in den Supermarkt-Regalen zu finden. Doch jetzt heißt es erst einmal den Valentinstag zu überstehen und die Osterhasen, die sich wie die Karnickel in den Geschäften vermehren.

Viel Erfolg!