Mast- und Schotbruch

Ich bin offenbar viel zu schlicht gestrickt, um die Welt der Marktwirtschaft zu verstehen.

Ich würde die ca. 800.000 erforderlichen Sendemasten für das neue 5G in staatliche Hand nehmen. Alle Mobilfunkbetreiber können diese nutzen, müssen aber je Kunde einen monatlichen Betrag bezahlen, der auch die Instandhaltungskosten abdeckt.

Vorteil für den Kunden: die anvisierte Abdeckung von 98% wäre wirklich in realistischer Reichweite und vor allem auch dann, wenn man nicht von jedem Anbieter eine SIM-Karte bzw. Telefon im Einsatz hat, weil in Region X nur Anbieter Y erreichbar ist und im Gebiet Z wieder ein anderer Mobilfunkanbieter. Selbst wenn dann in ein paar Jahren 6G das absolute Muss sein wird um Internetinhalte zu empfangen, so stünden bereits knapp eine Million Maste dafür zur Verfügung.

So aber wird erst einmal Kasse mit der Frequenzversteigerung gemacht und sollten alle vier Bewerber Frequenzen ersteigern und weiterhin ihr eigenes Süppchen kochen, müssten theoretisch 3,2 Millionen Sendeeinrichtungen installiert werden. Auf diese flächendeckende Bestrahlung wird weder der Bürger, noch der Mobilfunkbetreiber Lust verspüren.

Dass 5G ein ähnliches Schicksal wie 3G (UMTS) erleiden wird, ist damit ein sehr realistisches Szenario.

Vielleicht lassen sich auch Tiere in Freilandhaltung als Sender-Träger nutzen. Die Bezeichnung: „Fleisch aus Mast-Tier-Haltung“ bekäme eine völlig neue Bedeutung.

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Happy 2019

2019 steht vor der Tür.

Ein Jahr, in dem es laut Prognosen mit der deutschen Wirtschaft nicht mehr so steil nach oben gehen wird, aber es soll das Jahr der Beschäftigung werden. Viele haben Arbeit und das für wenig Geld.

Doch das wichtigste positive Neuerung:  5G wird kommen!

Endlich kann noch schneller in den Regionen mit dem Smartphone gesurft werden, wo es bisher schon gut funktioniert hatte. Selbst schuld, wer auf dem Land billiger wohnen will, dass er auch mit billigen Ausreden abgespeist wird, was den Ausbau eines flächendeckenden Internetzugriffs angeht.

Wer top LTE-Versorgung der Telekom wünscht, der sollte in die Niederlande ziehen. Dort liegt die Abdeckung der deutschen Niederlassung bei über 90% – was natürlich auch leichter geht, denn Holland ist bekanntlich recht flach.

Doch selbst im hügeligen Albanien ist die Chance auf LTE-Verbindung immer noch besser als in Deutschland. Beschämend, doch das produktivste Land Europas liegt auf den drittletzten Platz, was die (mobile) Internet-Versorgung angeht.

Also die Chance auf „Internet für Alle“ ist in Deutschland steht für Deutschland im Jahre 2019 wesentlich schlechter, als die Einführung der „Maut für Alle“

Und so bleibt der G-Punkt weiterhin ein Mysterium dessen Entdeckung nur wenigen vorbehalten ist. Egal ob nun das Gräfenberg´sche 1-G oder das neue mobile 5-G.

Also bleiben Sie mir gesund, vor allem, falls Sie auf dem Land leben! Wenn Sie sich erst einmal in Regionen schleppen müssen, wo Sie einen Notruf abgeben können und dann noch warten müssen bis aus der nächsten Großsstadt Hilfe kommt, weil eine Klinik nach der anderen schließt, da ist das ein sicherlich ein sehr hochwertiger Wunsch von mir.

Ein schönes 2019 wünsche ich Ihnen!