Wer kann, der hat

„Mama, Papa: ich möchte kein iPhone!“

Es ist noch nicht lange her, da hätten Eltern erleichtert auf solch eine Aussage ihres Nachwuchses reagiert.

In wenigen Wochen kann das allerdings bedeuten, dass sich der geliebte Wonneproppen in seinem Umfeld nicht mehr etablieren kann, ist er nur mit einem billigen Apple-Smartphone für bis zu 1600 Euro ausgestattet. Wenn dann, zur Bildung eines stabilen Selbstbewusstseins beim jungen Menschen, ein neues Huawei Mate X nötig wird, müssen ca. 2300 Euro von elterlichen (Informationstechnik-)Versorgern berappt werden.

Ich kann mir schon die häuslichen Diskussionen vorstellen, wenn Eltern ihre Kinder in den gesellschaftlichen Randbereich drängen wollen, indem sie eben nur ein iPhone oder das neue Samsung Smartphone für rund 2000 Euro zu kaufen beabsichtigen. Argumente, wie: „Wozu brauchst Du 5G-Technik? Die gibt es zum einen noch nicht in Deutschland und dort wo man diese Übertragungstechnik einst nutzen kann, können wir uns sicherlich keine Immobilie leisten!“ werden beim jungen Menschen sicherlich kein Gehör finden.

Langfristig betrachtet, wird die Geburtenrate in Deutschland massiv zurückgehen, denn die moralische Frage wird sein: „Will ich ein Leben in Wohlstand verbringen oder mein Einkommen, der Handy-Ausstattung meiner Nachkommen widmen?“

Anders formuliert: Das Status-Symbol bei jungen Menschen wird in ein paar Jahren ein Huawei „Mate Triple X“ zum Preis eines Kleinwagens sein und bei älteren Menschen, dass sie sich Kinder leisten können.

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Von Schu- und anderen Machern

Diese Asiaten… einst waren sie berüchtigt, sich unser westliches Wissen zu klauen. Mittlerweile beklagt sich die amerikanisches Firma Apple, dass das Weihnachtsgeschäft 2018 bei den iPhones deswegen so flau war, weil die Chinesen dir neuen Produkte nicht gekauft haben. So richtig ins Hinterteil gekniffen wäre Apple, wenn die chinesischen Werke auch noch die preiswerte Herstellung der Bauteile für die weniger preiswerten Smartphones einstellen würden.

Apropos Hinterteil: Die Chinesen sind seit heute die erste Nation, die erfolgreich auf der Rückseite des Mondes landeten. Auch im Weltraum nimmt das umtriebige Volk langsam Fahrt auf und während wir hier bei Wiesbaden, für die Erneuerung der Salzbachtalbrücke, noch mindestens bis ins Jahr 2024 benötigen, wird vermutlich die erste chinesische Versorgungsbrücke zum Mars bis dahin in Betrieb genommen werden.

Doch es gibt auch für uns Deutsche schöne Neuigkeiten zu berichten.

Rennfahrerlegende Michael Schumacher wird 50 Jahre alt. Er erinnert uns daran, dass wir vielleicht nicht mehr die besten Autobauer der Welt sind, aber der erfolgreichste Formel-1-Fahrer made in germany ist.

Meine Gratulation an dieser Stelle – an Michael Schumacher wie auch an die Chinesen!

Die Internationale Automobilausstellung Frankfurt und die Zukunft

Die IAA in Frankfurt hat begonnen und wer sich wundert, wieso es dort Stände von Apple und Google gibt: das ist erst der Anfang!

Genießen Sie noch die Zeit, wo die Messe eigenständig in Frankfurt stattfindet und nicht mit der Cebit in Hannover (weltweit größte Messe für Informationstechnologie) zusammengelegt wird. Nutzen Sie die Zeit, wo Sie sich entspannt vom Autohändler Ihres Vertrauens hofiert werden und sich einen Überblick über die Modellreihe der Marke verschaffen können. In ein paar Jahren müssen Sie wohl vor einem Applestore übernachten, wenn Sie das brandneue Modell „Icar 6s“ erwerben wollen. Nicht ganz so heftig ist der Andrang beim neuen Samsung Car „SC6 Edge“ – der nun die Displayinformationen auch auf den Seitenscheiben darstellen kann.

Es wird eines Tages nur noch Staus vor den Geschäften von Microsoft, Samsung und Apple geben, doch trotzdem werden Sie häufig unpünktlich in Ihrer Firma eintreffen. Weil Hacker beispielweise die Software ihres DroidVec (Android Vehicle) lahmgelegt haben, die Sicherheitspatche auf Ihrem WinCar noch nicht alle installiert wurden oder erst einmal Cios 9 (Car Ios von Apple) einzurichten ist.

Kanzlerin Merkel verspricht, dass auch in ländlichen Gebieten bald wieder Auto gefahren werden kann, nachdem die Mobilfunkanbieter eine flächendenkende Funkausstrahlung angekündigt hatten und daraufhin der Betrieb konventioneller Fahrzeuge gänzlich untersagt wurde.

Auf Ihren Fahrten werden im Display permanent Werbesequenzen eingeblendet. Bei Abschaltung dieser stoppt das Fahrzeug automatisch. Die Techniken sind so ausgereift, dass Google und Co. nicht nur wissen, wo Sie sich gerade befinden, sondern schon ahnen, wohin sie wollen. Dank PD (predicted driving) wird das vermutete Ziel bereits angefahren, bevor Sie es sich richtig bequem und Eingaben gemacht haben.

Automatisch lenkt Sie das Auto zwischendurch zu Burger King oder einem Rewe-Markt, wenn das Windows Betriebsystem einen derartigen Bedarf vermutet und Apple hat mit der Edeka-Gruppe sowie Mac Donalds ein entsprechendes Abkommen geschlossen, während die DroidVecs Discounter sowie Dönerbuden ansteuern.

Immer wieder finden sich auf den Straßen Anarchisten, die mit nostalgischen Fahrzeugen und manueller Lenkung die Straßen unsicher machen. Sie werden jedoch rasch geortet und – im wahrsten Sinne der Bezeichnung – aus dem Verkehr gezogen.

Und was macht Frankfurt, das nach dem Verlust der IAA als Messestadt nun auch für die anderen Veranstaltungen nicht mehr interessant ist?

Dort baut die FAG das angeblich dringend benötigte Terminal 4, von dem aus Fluggäste über Terminal 1 und 2 und 3 und vier sowie gefühlten 5 Kilometern Shoppingmalls zu der neuen Startbahn Süd gebracht werden. Hierbei handelt es sich um das stillgelegte Teilstück der A67, welches parallel zur A5 liegt. Da die elektronischen Piloten – im Gegensatz zu den herkömmlichen Autofahrern – tatsächlich Dinge wie Reißverschlußverfahren, Beschleunigung auf dem Beschleunigungsstreifen und Rechtsfahren, wenn es nicht zu überholen gibt, beherrschen, konnte diese Strecke dem Flugverkehr überlassen werden.

Wilkommen in der Zukunft!

Kepler-452b und seine Möglichkeien

Sagt Ihnen Kepler-452b was? Nein, es handelt sich dabei nicht um einen Kirsch-Äppler, der mit garantierten 42,5 Prozent Fruchtgehalt gekeltert wurde. Und für die Leser, die nicht einmal wissen, was ein Äppler ist: so wird der Apfelwein umgangssprachlich gemeint. Wenn es auch noch solche Besucher meines Blogs gibt, die nicht einmal wissen was Apfelwein ist, so kläre ich auch hier noch auf: das ist ein Wein, der mit Äpfeln statt mit Trauben hergestellt wird und den man im Rhein-Main-Gebiet gerne zu Rippchen mit Kraut trinkt, was dann zusammen die Verdauung extrem beschleunigt.

Prima, dass uns das wieder auf das Kernthema zurückführt. Genau so eine Art Apfelweinbeschleuniger wäre für unsere Raktentriebwerke erforderlich, denn Experten sind sich ziemlich sicher, dass der Planet Kepler-452b der erdähnlichste im Umkreis ist und wenn schon nicht durch Leben bewohnt, theoretisch durch uns Erdlinge seine Natur zerstört bekommen könnte.

Leider ist die Bezeichnung „im Umkreis“ recht großzügig formuliert. Es sind rund 1400 Lichtjahre, die dieser mögliche Zwilling unserer Erde entfernt ist. Selbst mit einem Raumschiff, das die Lichtgeschwindigkeit erreicht, wäre das nur mit einem Mehr-Generationen-Kreuzer zu erreichen. Wer aber hat schon Lust, sich in solch eine Blechbüchse zu setzen und zu wissen, dass höchstens der Ur-Ur-Ur-Ur-und-so-weiter-Enkel da überhaupt ankommt und das auch nur, wenn ein permanenter Kinderwunsch bestehen bleibt? Insofern scheidet eine deutsche Besatzung schon nahezu aus.

Würde die erste Crew aus zu alten Personen bestehen, die noch mit Büchern die Langweile überbrücken könnten, ist das ein zusätzlich kritischer Faktor für die Fortpflanzung an Bord. Junge Menschen wird man allerdings erst dann für diese Expedition begeistern können, wenn die Mobilfunkanbieter auf dem Weg zu Kepler-452b ein stabiles Netz anbieten und auf jeden Fall muss sich auf dem Raumschiff ein Werk von Apple befinden, damit eine Ausstattung mit den neuesten Ipads, Iphones und Iwatches gewährleistet ist. Wer hat schon Lust, technisch der Erde hinterher zu hinken?

Da sind wir auch schon beim Problem der Finanzierung: es gibt einige TV-Sendungen, die scheinbar unverwüstlich sind und länger ausgestrahlt werden, als man es je für möglich hielt. Doch ein paar tausend Jahre aus dem Raumschiff zu drehen. Sozusagen ein „Langzeit-Big-Brother“ senden, das wird sich nicht rechnen und erst recht nicht, wenn in ein paar Jahren die Funkstrahlen so lange brauchen, dass, sobald wir die Schiffsärztin als junge Frau beim Duschen beobachten können, diese mittlerweile auf dem Raumschiff in den Ruhestand getreten ist.

Selbst die öffentlich rechtlichen Anstalten werden diese Sendung für zu langweilig halten.

Kepler-452b wird also vorerst der Besuch von uns Humanoiden erspart bleiben.

Realistischer wird es sein, dass ich in naher Zukunft einen K-Äppler trinken werde. Einen Apfelwein basierend auf Apfelaroma und anderen naturidentischen Stoffen – dem Kunst-Äppler, der außerirdisch schlecht schmeckt.

Äppel raus

Es gibt ein Faschingssong, der lautet „Äppel raus!“

Hier wird natürlich ein sexistisch ambitionierter Auftrag an ein Gegenüber weiblichen Geschlechtes gerichtet. Phonetisch klingt es fast gleich, wenn ich nun sage:

„Die neue Smartwatch ist von Apple raus!“

Technisch wird der Anwender nicht erst gefragt, ob er sich „nackig“ machen will, sondern er wird es.

Es sollen nämlich Daten gesammelt werden und zwar so viele, dass Apple die IBM um Mithilfe bittet.

Natürlich alles so anonym und zum Wohle der Menschheit, dass die anderen Organisationen mit drei Buchstaben, wie CIA und NSA damit nichts anfangen können.

Für mich wird diese Uhr mit Zusatznutzen allerdings aus ganz anderen Gründen zu einer Zusatzbelastung.

Habe ich schon meinen Freunden und Verwandten verboten, mich auf dem Handy anzurufen, weil sonst jeder sieht, dass ich mir kein Iphone leisten kann, kommt es nun ganz Dicke für mich:

Konnte ich noch in der kalten Jahreszeit mit Pullover und Jacke meinen Oberarm verstecken, so sieht nun beim kurzärmligen T-Shirt ein jeder, dass ich kein Apple-Watch-Träger bin oder wenigstens eine Rolex zum Ausgleich trage.

Wie soll ich diesen Sommer der Schande nur überstehen?

Gefährlich wird es obendrein mich, denn die BND und Co. werden sicherlich misstrauisch, wenn sie mein Bewegungsprofil nicht abrufen können und was da sonst noch an Daten über meine Person in den Äther geht.

„Was will uns der Kerl verheimlichen?“

Vielleicht sollte ich doch die Apple Watch kaufen – auf Raten!

Wenn selbst der süße Apfel sauer aufstößt

Ich hatte doch dieser Tage davon berichtet, dass die Anleger des koreanischen Herstellers Samsung vom letzten Quartal enttäuscht seien, weil (trotz Rekordumsatz) die alten Gewinne aus den drei Monaten davor nicht erzielt wurden.

Nun hat das gleiche Schicksal das Obst aus Amerika ereilt: Rekordumsätze bei Apple, doch der Gewinn nicht erwartet hoch und damit Frust bei den Anlegern, was sofort zu ersten Panik-Verkäufen und damit Kurseinbrüchen führt.

Wir kommen also in das Zeitalter gefrusteter Anleger, weil es zwar Wachstum gibt – doch nicht mehr schnell bzw. groß genug. Nicht auszudenken was passiert, wenn die ersten Quartale mit Verlusten gemeldet werden. Denn wann auch immer: der Zeitpunkt wird kommen!

Extrem interessant auch die Kommentierung dazu bei  tagesschau.de

Meint eine Person, das läge einfach daran, dass die Anleger zu gierig seien und sich nicht mit dem zufrieden geben, was erreicht wird.

Das sei keine Gier, sondern nur eine Erwartung die sich nicht erfüllt habe und deshalb wären die Anleger enttäuscht, entgegnet ein anderer.

Also wollen wir einmal einen Blick auf die Definition von Gier legen:

Gier bzw. Begierde oder Begehren bezeichnet den seelischen Antrieb zur Behebung eines subjektiven Mangelerlebens mit einem damit verbundenen Aneignungswunsch eines Gegenstandes oder Zustandes, welcher geeignet erscheint, diesen Mangel zu beheben.

Wenn ich also ein Apple-Aktionär bin und es mich enttäuscht, dass man nur 13,10 Milliarde Dollar Gewinn in drei Monaten erzielt hat, dann ist das doch in der Tat ein rein subjektives Mangel-Erlebnis.

Wieso soll die Bezeichnung Gierig da nicht zutreffen???

Erwartung ist doch Gier (klingt nur netter) und Enttäuschung das Ergebnis wenn sie unerfüllt bleibt!

Nun könnte ich sagen:  der Kommentar war einfach nur zu blöd und Verfasser hat nicht nachgedacht, bevor er schrieb!

Doch damit ich nicht unverstanden bin bleibe, passe ich mich an:

Der Kommentar war nicht blöde, sondern nur intellektuell unter-nivelliert und ein gewisses Recherche-Defizit sollte dem Verfasser nicht zu sehr angelastet werden.