Dschungel des Wahnsinns

Wieder hat sich ein Amerikaner eine Krone ergriffen. Diesmal in Australien und für Deutschland.

Slogans wie: „De Regln sinn de Regln!“ kamen beim Zuschauer einfach gut an.

Auch die Zweitplatzierte des Dschungelcamp hatte mit diesem Moto gepunktet. Hier war die Aussage jedoch mehr entschuldigend gemeint: während den Tagen der Regel sei sie unleidlich.

Irgendwie war das Format auch so sehr amerikanisiert. Hatten in der USA die Bürger die Wahl zwischen den zwei Übeln Hillary und Trump, waren beim Dschungelcamp der C-Prominenz ein singender amerikanischer Stripper, eine Ostdeutsche mit Zwangsstörungen und der selbsternannte Botox-Boy: „High Class“

Sollten Sie also Randgruppen-Phänomene an sich entdecken und irgendwann mal bei einer Fernsehsendung zu sehen gewesen sein (Tipp: Nehmen sie an einer Demo teil und rufen sie radikale Parolen aus, dann wird Sie rasch ein TV-Reporter für ein Interview kontaktieren): dann bewerben Sie sich für das RTL Dschungelcamp 2018!

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Tierisch menschlich!

Unzählige Menschen von unterschiedlicher Herkunft und Religion befinden sich zusammengepfercht in einem Lager. Keine Heizung und die sanitären Anlagen sind unzureichend. Die Enge und die Langweile fördern die Aggression, die sich untereinander entlädt.

Nein – ich spreche nicht von einem Flüchtlingslager, sondern vom Dschungelcamp, welches derzeit bei RTL zu sehen ist.

Zum 10ten Mal findet dieser Natur-Event in den Wäldern Australiens statt und spaltet die Gemüter, wie sinnfrei dieses Spektakel ist und ob sich Liebhaber dieser Sendung damit als Spanner und/oder mit mangelndem Intellekt versehen outen.

Ich persönlich liebe den bissigen Humor der Moderatoren und irgendwie fasziniert mich, wie Menschen sich verändern, wenn sie einem derartigen Stress in der unterschiedlichsten Ausprägung ausgesetzt sind.

Da in diesem Jahr die Damen extrem sparsam mit der körperlichen Freizügigkeit umgehen und ich im Grunde bei allen Teilnehmerinnen das begrüße (ich will weder die Medizinbälle einer Frau Wollersheim unbekleidet betrachten, noch eine Helena Fürst nackig sehen) und ich trotzdem jeden Abend vor der Glotze hänge, beweist das die Richtigkeit meiner Aussage über meine Motivationen.

Eines verdeutlicht es jedoch auch:

Wenn unsere C-Promis schon nach ein paar Tagen im Camp ausflippen, darf es einen nicht verwundern, wenn das Flüchtlinge in ihren Lagern auch tun.

 

Tierisch gutes Projekt abseits vom Dschungelcamp

Wir stammen bekanntlich vom Affen ab und sicherlich werden es auch viele Menschen affig finden, mehr als eine Milliarde Euro in ein Weltraum-Projekt zu stecken, doch ich bin fasziniert zu was wir „Affen der hohen Evolutionsstufe“ fähig sind.

Da wird 1985 ein Projekt gestartet und 2004 dann auch die dazugehörige Raumsonde namens „Rosetta“. Der Auftrag: ab August 2014 einen Kometen verfolgen und im November dann sogar einen Orbiter darauf landen zu lassen.

Ein scheinbar irrwitziges Projekt und kaum vorstellbar, dass das aus Darmstadt aus von der ESA gesteuert wird. Ist doch gerade diese Stadt dafür bekannt, häufig in den Pro-Kopf-Statistiken für KFZ-Unfälle ganz oben dabei zu sein.

Offensichtlich liegt dem Darmstädter das Fliegen mehr, als das Autofahren – oder vielleicht klappt das auch einfach besser, weil da oben keine Heppenheimer sowie Offenbacher den Verkehrsfluss stören.

Doch nun wieder zurück zur Ernsthaftigkeit:

Diese Sonde rast nun  seit dem 8. Juni 2011 mit 54000 Kilometer pro Stunde durch das Weltall und dies auf standby – weil so weit weg von der Sonne, die Sonnensegel nicht genügend Energie für den Betrieb laden können.

Heute um 11 Uhr soll sich dann die Sonde wieder aktivieren und die ersten Funkmeldungen so gegen 18:30 Uhr im Kontrollzentrum der ESA einlaufen.

Wenn es klappt, kann die Endphase des Projektes eingeläutet werden, wenn nicht – dann fliegt da recht flotter Weltraumschrott durch´s All.

Ich bin jedoch recht zuversichtlich, dass alles funktioniert – denn wenngleich auch sicherlich einige Sicherheits-Patches nicht eingespielt wurden, so dürften die Rechner unter dem recht stabilen  XP laufen und nicht mit dem einen Jahr später gefolgten Flopp namens Vista.

Die Raumsonde wacht auch noch rechtzeitig auf, bevor Micosoft im April den Support für XP einstellt. Also da können die Jung s in Redmond durchaus noch zur Rechenschaft gezogen werden, sollte da irgendein Treiber nicht mehr laufen, weil das Servicepack 3 fehlt.  😉

Das nenne ich Strategie und Planung in Perfektion!

Genau das ist auch der Grund, warum ich mich in meinem Blog heute diesem Thema widme:

Da derzeit die Medien sich lieber um die Primaten „der Wendler“ und „Larissa“ im Dschungelkamp kümmern, möchte ich erwähnen, dass wir Humanioden durchaus auch weniger affig sein können und wirklich starke Projekte auch abseits des australischen Dschungels durchführen.

Selbst wenn die Sonde nicht mehr aufwacht – oder die Verfolgung / Landung nicht funktioniert: diese Projekt verdient unsere (Be-)Achtung!