Einfacher & Effizienter – Übersetzt: Personalabbau & Verkauf

Immer wieder interessant: da fährt ein Unternehmen Jahrzehnte lang Gewinne ein und diese scheinbar häufig nicht auf saubere Art und Weise und plötzlich das: größere Verluste in diesem Jahr und das vor allem wegen Rückstellungen für diverse Rechtsstreitigkeiten.

Nun will man bei der Deutschen Bank bis 2018 gut 3,8 Milliarden Euro einsparen und dabei – laut dem Vorstand – „Einfacher und effizienter werden!“

Vielleicht sollte man es einfach mal mit „ehrlicher“ versuchen! Sozusagen kleinere Brötchen backen, doch mit echtem Mehl.

Allerdings da unterscheiden sich die Vorstände nicht von Kindern: wenn diese getrickst haben und das Ganze entdeckt wird, dann schiebt man die Schandtat auf jemand anderen. „Der Torben ist schuld!“ Klar ist er das, denn er hat getan, was ihm der Marc-André aufgetragen hat.

Zurück zu unserem Bank-Sorgenkind:

Einfacher und effizienter wäre auch die Maßnahmen-Formulierung „Schließungen und Entlassungen“ gewesen.

6000 Stellen sollen weltweit abgebaut werden und 20.000 weitere durch Veräußerung schwinden. Rund 25 Prozent der Mitarbeiter verschwinden und natürlich alles total fair und blablabla!

Richtig hart trifft es jedoch die Anleger der deutschen Bank, die zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren auf die Auszahlung einer Dividende verzichten müssen und das soll auch noch so in 2017 sein.

Welch ein Elend!

Übrigens:

Den Erträgen vor Steuern von 2010 bis 2014 in Höhe von:  53,534 Milliarden Euro, stehen bisher 5,741 Milliarden an Verlusten aus 2008 Gegenüber. Da sollte doch eigentlich genug Geld im Säckel sein, um die Verluste aus 2015 lässig zu stemmen, ohne gleich „Einfacher und Effizienter“ werden zu müssen.

Nun gut, dann warten wir eben bis 2018. Bis dahin werden wieder die üblichen Gewinne eingefahren und natürlich wird dann die Deutsche Bank die Stellen alle wieder anbauen.

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