Elektronische Lebenshilfe

Wer heute derbe oder diffamierende Sprüche in den Foren wie Facebook, Twitter oder Instagram postet, muss nicht mehr befürchten, dass diese Entgleisungen ihn über Jahrzehnte begleiten. Hier gibt es die App clear

(http://heyclear.com)

Die bisher nur englischsprachige Site durchsucht alle Accounts nach Worten wie gay porn und dergleichen ab und löscht die verbalen Verfehlungen.

Wieso ein kostenfreies Programm wie clear seinen Markt hat, obwohl man denken sollte, dass ein derartiges Produkt nicht nötig ist, wenn man clear genug im Schädel ist?

Bei uns gab es einst noch ein ähnliches Programm. Es nannte sich: Erziehung !

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Das Wort zum Sonntag – oder: Die wollen doch nur spielen!

Die letzte Woche hat am Beispiel Clausnitz gezeigt, dass da extrem rassistische Auswüchse unter den Personen entstehen, die sich als das Volk bezeichnen.

Ich selbst bin auch nicht der Freund von: „Lasst mal alle rein und dann sehen wir weiter!“ – doch zu solch einer Art Volk möchte ich keinesfalls gehören, das sich derart unerzogen zeigt!

In meinen Augen ist es in der Tat eine Frage der Erziehung.

Wir leben in einer Zeit, in der Kinder von den Eltern entweder auf Karriere gedrillt werden und jeder Job unter Akademiker mit Niveau, nichts zählt. Getreu dem Motto: „Thorben-Hermann – wie willst du denn eines Tages über Elite-Partner eine Frau finden, wenn du nicht studiert hast?“.

Oder der Nachwuchs wird in einen Kokon der elterlichen sowie kindlichen Verantwortungslosigkeit gepackt. Zeigt sich der Wonneproppen beispielweise bei Hausaufgaben oder in der Schule lustlos, dann ist es nicht dieser etwa ein Faulpelz, sondern die Lehrer vermag den Stoff nicht interessant genug zu vermitteln. Kommt dann eine Arbeit mit einer 4- zurück, dann war der Stoff zu schwer oder der Nachhilfelehrer hat versagt.

Schuld tragen also nie die Eltern und erst recht nicht deren Erbgutträger: es sind stets die Anderen!

Daher treibt auch der Neid unter uns Deutschen zu extremen Auswüchsen, weil wir immer wieder damit konfrontiert werden, was die Anderen mehr oder schöner haben. Im Hadern sind wir besser als im Handeln, weil es auch bequemer ist.

Wir Wessis haben auf die Ossis geschimpft, weil die uns den Soli gebracht haben. Die Ossis haben auf die Wessis geschimpft, als die merkten, dass unsere West-Erfolge an Leistungen oder die Fähigkeiten zur Skrupellosigkeit verbunden sind.

Nach über 25 Jahren des Zeterns ist da irgendwie die Luft raus und da kommt der Flüchtling gerade wie gerufen. An ihm kann man den Frust über mangelnde Infrastruktur, Intelligenz oder Motivation prima auslassen.

Schon Mutti hatte gesagt: „Du siehst scheiße aus – aber schuld daran ist dein leiblicher Vater, der einst die Flucht vor der Verantwortung angetreten hat!“

Kein Wunder also, dass der Bub nun auch jemand treten will, der auf der Flucht ist.

„Das sind doch alles Kindheits-Traumata und dann lasst dem Jungen doch seinen Spaß, die Ausländer zu erschrecken und „Wir sind das Volk“-Parolen zu skandieren! Das wächst sich doch alles noch raus!“

Wohin Fremdenhass wachsen kann, das haben wir zwischen 1933 und 1945 erlebt – zumindest aus den Geschichtsbüchern. Aber das waren ja nicht wir – das waren ja andere!

Elterliches Outsourcing

Gestern kam es zu einer Meldung, die  mich irritiert auf den Kalender blicken ließ, mit der Frage: „Haben wir wirklich Pfingsten vor uns oder ist heute der erste April und wir werden von den Medien veräppelt?“

Viele Menschen würden sich beschweren, dass in den Schulen am realen Leben vorbei gelernt wird!

Bis dahin teile ich die Ansicht. Doch auch das ist kein rein neuzeitliches Phänomen. In meiner Jugend lernte ich, durch welche Städte der Brahmaputra fließt, doch über die deutschen Flüsse fast nichts und während ich über das Leben der schon lange verstorbenen Musiker Mozart und Co. bestens geschult wurde, musste ich mir die Informationen über die Popgruppe ABBA privat aneignen.

Nun allerdings würde der Ruf laut, an den Schulen das Fach „Benehmen“ einzuführen. Wäre sicherlich prima für den ein oder anderen Nachwuchs, wenn er durch höfliches Auftreten einen Fünf in Deutsch ausgleichen kann.

Aber mal Hand aufs Herz:
Soll denn die Kindererziehung komplett an die Lehrer abgetreten werden und die Eltern haben sich nur noch um Markenklamotten sowie die multimediale Ausstattung zu kümmern?

Erziehung fängt direkt nach der Geburt eines Kindes durch die Eltern an und nicht erst im Kindergarten oder in der Schule durch externe Kräfte!

Viel Neues

Die Ereignisse überschlagen sich:

Schon wieder gibt es neue Handy-Generationen und wird natürlich diverse Menschen in Depressionen verfallen lassen, wenn diese plötzlich nicht mehr das neueste Samsung Modell nutzen (nur mal so als Beispiel).

Doch gegen dieses Problem kann ganz leicht Abhilfe geschaffen werden, liebe Eltern:

Einfach das neue Modell erwerben!

Das sollte Ihnen der Nachwuchs schon wert sein.

Und lassen Sie sich nicht beirren, durch Werbung wie:

„Sei kein Hipster – sei ein Congstar!“

Schauen Sie sichdoch die Loser an, die vor 3 Monaten so einen Vertrag abgeschlossen haben und nun noch ein dreiviertel Jahr mit dem alten Modell herumlaufen müssen.

Doch das war nicht alles:

Die Griechen wollen nun doch einen Schuldenschnitt.

Richtig so – erst die Kreditgeber mürbe machen und dann sind die Jungs gefügig für weitere Verweigerungen!

Wenigstens verniedlicht niemand diese Aktion zu Schulden-Schnittchen, die man mit Gürkchen servieren kann.

Dann das:

In Bayern hat man festgestellt, dass die Kinder zum Zeitpunkt der Einschulung zum größte en Teil nicht für die Schule geeignet sind.

Und jetzt kommt es Dicke:

Das würde daran liegen, dass die Eltern nicht richtig erziehen!

Der Nachwuchs wird doch in Kindergärten und Schulen geschickt, damit sie dort nicht nur Mathe und Deutsch, sondern auch Benehmen und Reife lernen, oder??

Sollen das die armen Eltern auch noch über nehmen?

Klar – man nennt sie auch Erziehungsberechtigte – doch eine Berechtigung – beispielsweise durch einen Anwohner-Parkausweis – die gestattet mir zwar das Parken in einem gewissen Bereich, doch ich muss es nicht zwingend tun.

Von daher wird es weiterhin die Eltern geben, für die schon der Zeugungsakt Akt genug war und sie somit keine Zeit oder Lust haben, sich auch noch um die Plage zu kümmern.

Dann sind da die andern, die ihre Nachkommen zu Prinzen oder Prinzessinnen haben werden lassen und wie so bei Personal üblich, besitzen sie a) kein Mitspracherecht mehr und sind b) froh wenn die Hoheiten aus dem Haus sind.

Vielleicht kann man die Wehrpflicht wieder einführen. Diesmal für Jungen und Mädchen und das für zwei Jahre vom 4ten bis 6ten Lebensjahr. Wenn die Kids dann in die Schule kommen, sind sie mental bereit für Vokabeln und Algebra.

Sicherlich würde sich dann auch der ein oder andere Jugendliche an diese Zeit zurück erinnern und nicht auf die Idee kommen, sich von radikalen Islamisten anheuern zu lassen, nur weil die mit der Behauptung kommen:

„Bei uns ist es von Vorteil, wenn du blöd bist!“

Ein Arzt macht nicht satt

Mehr als hunderttausend Lehrstellen wären derzeit noch unbesetzt in Deutschland und klar – das sind Bereiche in Handwerk und anderen „unattraktiven“ Jobs

Auf der einen Seite halten wir unseren Nachwuchs so unfähig, dass dieser heute ohne Youtube-Anleitung keine Birne mehr in der Computertisch-Lampe selbständig auswechseln kann.

Auf der anderen Seite werden unserer Wonneproppen bis zum Studium durchgepresst.

Ich stelle mir folgendes (derzeit noch) fiktives Szenario vor:

Eines Tages tritt ein großes Massensterben ein und ein Großteil der Menschen kann ärztlich fundiert diagnostizieren:

„Hunger ist die Ursache dafür!“

Eine weitere Gruppe zitiert Rilke oder wen auch immer und stellt Thesen auf, wie:

„Der Tod als Chance!“

Doch niemand ist mehr da Ahnung davon hat, wie man Nahrung anbaut.

Ausgelieferte Kids

Dieser Tage las ich unter dem nachfolgenden Link:

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/baden-vater-versteckt-router-junge-rastet-aus-aid-1.4204600

dass ein 14-Jähriger ausrastete, weil ihm seine Eltern den Router und damit den Anschluss zur Außenwelt gekappt hatten.

Meine erste Reaktion: die armen Eltern!

Das ist falsch: Der arme Junge ! – so müsste die Aussage korrekt lauten.

Ich möchte auch nicht die Erklärung schuldig bleiben, wieso das so ist:

Ich wurde streng erzogen, doch Strafarbeiten waren schnell gemacht und bekam ich Hausarrest – so habe ich gelesen oder Radio gehört. Gut – das Kofferradio war auch noch wegsperrbar – aber das komplette Bücherregal zu leeren, wäre nicht möglich gewesen.

Es gab also immer irgendwelche Alternativen, die durchaus auch Spaß machten und wenn es ein Brettspiel mit der Schwester sein sollte.

Folglich war ich nicht wirklich erpressbar und konnte natürlich pubertär renitent sein.

Heute nimmst du dem häufig allein aufwachsenden Nachwuchs das Handy weg – schaltest den Router ab und die Kids verlieren vollkommen die Orientierung.

Wenn das Leben keinen Sinn mehr zu machen scheint (und sei es auch nur temporär) ist dann eben mit allem zu rechnen: Wutanfälle und/oder auch suizide Gedanken.

Schlimm, wenn man so abhängig von der Elektronik und letztendlich den Eltern ist!

Insofern hatte ich eine schöne harte Jugend.