Vom komplizierten Triple Plus

Vor rund 20 Jahren führte man die Energielabels, die von A bis D zeigten, wie sparsam ein Elektroartikel ist.

So war A sehr sparsam und D genau das Gegenteil davon.

Wie bei den Waschmitteln, die mit jeder neuen Markteinführung noch weißer, noch gewebeschonender und noch besser riechend waschen, so wurde bald schon mit einem Plus-Zeichen markiert, wenn ein neues Gerät noch sparsamer als A ist. Klar, dann kam ein zweites Plus daher, als es noch sparsamer als noch sparsamer wurde. Und aktuell gibt es das A+++ – dem sicherlich bald einem A++++ folgen würde.

Zugegeben: wie sich deren Unterschiede auswirken, vermag ich zunächst nur dem Verkaufspreis entnehmen. Der steigt mit jedem Plus mehr massiv an. Die Stromersparnis zu ermitteln, das wird schon schwieriger, doch nun kommt´s:

Die EU will das Ganze verbraucherfreundlicher gestalten und in 2 Jahren sollen dann nur noch die neuen Geräteklassen von A bis G gelten. A ist dann A+++ – B entspricht A++ – C = A+  und das neue D dem alten A. Altes B wird neues E – F ist altes C und G – das alte D – das sollte möglichst überhaupt nicht mehr vertrieben werden.

Das nennt sich ´verbraucherfreundlicher´?

Sorry – mich lässt dies schmunzeln!

Der Verbraucher wird die nächsten zwei Jahre sehen müssen, wenn er ein Gerät mit A kauft, ist das ein altes A oder ein neues – A+ bis A++ geht schon einfacher zu erkennen und bei Kennzeichnung E oder F ist auch alles klar. Beim Rest heißt es ebenfalls genauer hinsehen. Wie genau sich die Ersparnis bei seiner Stromrechnung auswirkt, lässt sich trotzdem noch nicht verbraucherfreundlicher erkennen

In zwei Jahren ist dann dieses Chaos zwar überstanden, doch ich bin mir sicher: weil es mittlerweile Geräte gibt, die noch ´stromspariger´ als das neue A sind, wird es wieder ein A+ geben und – um den Irrsinn etwas zu verschleiern, wird es wohl dann ein Doppel-A  AA in der Bezeichnung werden.

Meine Meinung: wenn wir schon beim Thema sparen sind, dann sollten wir uns das sparen und vielleicht auch ein paar von dem offensichtlich gelangweilten Europa-Angestellten, die ihre Daseinsberechtigung mit derart kuriosen Verbesserungen belegen wollen.

Um nicht nur zu meckern, habe ich auch einen eigenen Vorschlag anzubieten:

In der übernächsten Evolutionsstufe sollte aus dem AAAA (oder A+++) dann H werden und bis N gehen. Dann können danach G eingeführt werden bis hin zum A. Bis wir dann wieder vor dem Problem eines A mit zu vielen Anhängen stehen, haben wir auf jeden Fall viel mehr Zeit.

Aber ich will der EU da nicht zu viel Vorarbeit abnehmen. Sonst langweilen sich die Herrschaften zu schnell wieder. Wer weiß, was die sich dann sonst so Neues einfallen lassen?

EUROPA = Eine Unheimlich Raffgierige Organisation Persönlicher Ausbeuter

Freundschaften zeigen immer erst in der Krise ihre wahre Qualität. So geht es auch dem Freundeskreis namens „Europäische Union“

Die einen wollen die Freundschaft mit aller Macht bewahren, denn sie haben dadurch wirtschaftliche Vorteile. Die anderen wollen sie nur erhalten, wenn sie dadurch neue Vorteile erhalten und wieder gibt es Mitgliedsstaaten, die sich an den Wahlspruch halten: „Nehmen ist seliger als geben!“

Wen wundert es also, dass die Kanzlerin vehement versucht, Europa bestehen zu lassen und so lange dort hinein investiert, so lange sich der Einsatz für die Wirtschaft rechnet.

Es überrascht auch nur sehr gläubige Menschen, dass ausgerechnet das erzkatholische Polen (meines Wissen nach mit rund 6 Milliarden Euro in 2015 durch Europa subventioniert) von den erhaltenen Geldern ungern wieder ein Teil in die Flüchtlingsversorgung investieren möchte. So weit geht dann die christliche Nächstenliebe auch nicht.

Interessant auch, dass die Türkei 3 Milliarden Euro von der EU für die Flüchtlingsversorgung fordert, jedoch offensichtlich genug Kohle hat, um die Kurden in Syrien unter Beschuss zu setzen. Hat Erdogan also wirklich vor, von diesen Geldern den Flüchtlingen zu helfen oder ist sein Ziel nur das, noch weitere vor seinem Regime fliehen zu lassen?

Der Grieche droht: „Griechisch Geld – sonst griecht ihr Flüchtlinge!“

Und als ob da im Süden und Osten Europas nicht genug Zoff herrscht, nutzen die Insulaner im Nord-Westen die Gunst der Stunde und drohen ihrerseits mit einem Brexit, wenn der Wunschliste der Briten keine Beachtung geschenkt wird.

Europa mutiert damit zur Kuh, welche die einen zu Steaks verarbeiten wollen, die anderen zur Produktion von Milch nutzen möchten und wieder andere schielen nach der Haut, um daraus Leder zu produzieren.

Uns Bürgern allerdings versucht man das Ganze als reine Tierliebe zu verkaufen!

Und so wird auch der Flüchtling zum Instrument, um zu erpressen, drohen, Ängste zu schüren oder Bedenken als Extremismus zu definieren. Schade, dass Europa sich von einer so hässlichen Seite zeigt.