Pendeleien

Mit großer Sorge habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Stadt Frankfurt die Fahrverbote für einzelne Fahrzeugtypen verhindern will, indem sie kostenfreie Parkplätze völlig streicht und so viele Straßen sperrt, dass alle solidarisch betroffenen Pendler froh wären, überhaupt mit 30 km/h durch die Stadt zu fahren. Die angedachte Geschwindigkeitsbegrenzung wird zur Zeit des Berufsverkehrs jedenfalls ein Traumtempo bleiben.

So hat man mir einen Job in Frankfurt-Ost angeboten, den ich zu aktuellen Verkehrsbedingungen in rund 40 Minuten mit dem Auto erreichen würde. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, bei 3x umsteigen, komme ich auf das Doppelte.

In der gleichen Zeit vermag ich aus Hochheim am Main nach Karlsruhe mit dem Kfz zur Arbeit fahren.

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Hessen lacht

Was soll ich nach so einem Wochenende schreiben, als ein in Frankfurt geborener Hesse?

Die Eintracht hat gegen Dortmund gesiegt und erneut ist ein Hesse Formel 1 Weltmeister geworden.

🙂

Doch für die Leser, die schlechter Laune sind und Dinge lesen möchten, die zur Stimmung passen, habe ich natürlich auch noch ein paar Dinge parat:

Ja, Darmstadt hat verloren, bei „Deutschland tanzt“ wurde wir Hesse nur Vierte, das Wochenende war viel zu kurz, es ist viel zu lange dunkel, ich habe viel zu viel Zeit auf dem Weg zur Arbeit gebraucht und das nicht nur wegen Stau sondern auch wegen der vermaledeiten Eiskratzerei.

So… nun kann die neue Woche beginnen. Mal sehen, was sie uns erleben lassen wird.

Iron(wo)man in Frankfurt

Es ist bald wieder so weit: am 6. Juli startet der Ironman in Frankfurt und längst ist diese geschlechts-spezifische Bezeichnung nicht mehr korrekt, denn es gibt genügend Frauen, die ebenfalls daran teilnehmen.

3,8 Kilometer schwimmen – 180 Kilometer mit dem Fahrrad – und 42,2 Kilometer Laufen und das nicht entweder/oder sondern alles zusammen hintereinander.

Schwimmen, das bedeutet nicht etwa: knapp 4 Kilometer auf den Main hinunter treiben lassen – oder Radfahren: mit einem e-Bike radeln und der Marathon ist keine gemütliche Wanderung, sondern findet in einer Zeit statt, die ich mit dem Fahrrad brauchen würde.

Für mich persönlich immer ein Rätsel, wie man sich solchen Strapazen freiwillig unterwerfen kann. Nach einem Tag im Büro bin ich mental so penetriert worden, dass ich meinem Körper nicht auch noch Schmerzen zufügen möchte.

Mein Body setzt bereits reichlich Endorphine und andere Glücksbotenstoffe frei, wenn ich ihn zum Feierabend auf ein Sofa ablegen kann. Dazu brauche ich keine irren Anstrengungen – im Gegenteil!

Umso mehr erstaunt es mich, dass die wenigsten Geld für diese Plagerei bekommen, sondern auch noch Startgebühren zu zahlen bereit sind.

Ok – mit der Sportart „Couching“ lebe ich sicherlich nicht gesund – doch diese Mega-Belastungen sind meines Erachtens ebenfalls schädlich. Solche Hyper-Sportler leben vermutlich nicht länger als ich, es kommt ihnen nur so vor.