Die flotten vier Jahreszeiten (frei nach Vivaldi)

Gestern lief ich mit unserem Hund durch das Herbstlaub. In Kürze würde ich den ersten Federweißer trinken können, der bei Temperaturen von über 30 Grad sicherlich noch schneller in den Kopf und in die Verdauung geht.

Dank der hohen Temperaturen wird diese Vorstufe zum Wein, und passend dazu ein Zwiebelkuchen, früher zu erwerben sein als die Weihnachtsleckereien, die sonst zu kühlen Zeiten gerne im letzten Viertel das Augustes in den Märkten angeboten werden.

Kaum zu glauben, dass wir wirklich erst seit wenigen Tagen den Sommermonat August haben und die von Hitze malträtierte Natur sich bereits in ein herbstliches Gewand kleidet. Dafür konnten wir endlich mal wieder für längere Zeit die sommerlichen Klamotten tragen und wenn es zum „Sale“ kommt (früher nannte man diesen „Sommerschlußverkauf“), kann man diesmal wirklich die Schnäppchen aus leichter Bekleidung gebrauchten.

Jetzt aber rasch die Laubsauger ausgepackt und mit dem üblichen Lärm die am Boden liegenden Blätter aufgeräumt. Dabei nicht wundern, sollte auch noch die eine oder andere Blüte zu finden sein. So lange ist diese Zeit ja auch noch nicht her.

Ob ich sicherheitshalber schon einmal Streusalz kaufen soll, falls sich der Winter ebenfalls so frühreif zeigen sollte?

 

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Herbstliche Phänomene

Der Herbst hat begonnen. Morgens wird es wieder später hell und wenn man dann in einer kuschelig warm klimatisierten Limousine durch die Dunkelheit rollt, ist das Entspannung pur. Wenn wundert es, dass dann Beschleunigungsstreifen zur Entschleunigung genutzt werden und das was auf den Straßen passiert mehr an Schlafwandeln als an Fahrzeugführung erinnert.

Zu dieser Klientel gesellt sich dann noch eine weitere Gruppe: Die Leute, die sich im Schutze der Dunkelheit ausgiebig ihrem Infotainment-Center im Auto widmen oder eine nahezu ungeteilte Aufmerksamkeit den eingegangenen Nachrichten auf dem Smartphone schenken. Besonders beliebt an Ampeln und Bahnübergängen, wo erst nach einem mehrmaligen Hupen erkannt wird, dass es sich nicht um den neuen Klingelton handelt, sondern man den Wechsel von Rot auf Grün übersehen hat. Hier schlage ich eine neue App vor: diese ist per Bluetooth mit der Ampel verbunden und wenn diese auf Grün umschaltet, werden automatisch die Aktivitäten am Handy eingestellt und eine Message poppt auf:  „Nicht daddeln – fahren!“

So eine Fahrt zum Büro kann aber auch sehr lange sein und die eigentlich vorgeschriebene Handy-Enthaltsamkeit zu echten Entzugserscheinungsproblem führen.

Wir Zeit, dass die Tage wieder länger werden, damit der Weg zur Arbeit wieder kürzer wird.