Die flotten vier Jahreszeiten (frei nach Vivaldi)

Gestern lief ich mit unserem Hund durch das Herbstlaub. In Kürze würde ich den ersten Federweißer trinken können, der bei Temperaturen von über 30 Grad sicherlich noch schneller in den Kopf und in die Verdauung geht.

Dank der hohen Temperaturen wird diese Vorstufe zum Wein, und passend dazu ein Zwiebelkuchen, früher zu erwerben sein als die Weihnachtsleckereien, die sonst zu kühlen Zeiten gerne im letzten Viertel das Augustes in den Märkten angeboten werden.

Kaum zu glauben, dass wir wirklich erst seit wenigen Tagen den Sommermonat August haben und die von Hitze malträtierte Natur sich bereits in ein herbstliches Gewand kleidet. Dafür konnten wir endlich mal wieder für längere Zeit die sommerlichen Klamotten tragen und wenn es zum „Sale“ kommt (früher nannte man diesen „Sommerschlußverkauf“), kann man diesmal wirklich die Schnäppchen aus leichter Bekleidung gebrauchten.

Jetzt aber rasch die Laubsauger ausgepackt und mit dem üblichen Lärm die am Boden liegenden Blätter aufgeräumt. Dabei nicht wundern, sollte auch noch die eine oder andere Blüte zu finden sein. So lange ist diese Zeit ja auch noch nicht her.

Ob ich sicherheitshalber schon einmal Streusalz kaufen soll, falls sich der Winter ebenfalls so frühreif zeigen sollte?

 

Advertisements

Cool bleiben

Keine Ahnung wer sich beim Universum „was heißes erleben“ gewünscht hat und nun erleben wir die Hitze.

Selbst der Weg zum Kühschrank wird anstregend, um sich ein gekühltes Getränk zu holen und Panik macht sich breit, wenn man festellt, dass in Kürze Nachschub zu erwerben ist.

Als hätte es unser Schöpfer geahnt, hat er die kurzen Nächte sowie die Rewe-Märkte erfunden. So gehe ich nun täglich gegen 21:30 Uhr einkaufen, wenn es immer noch ein wenig hell und nicht mehr ganz so heiß ist.

Nachts kann man nicht schlafen und tagsüber kann das selbst der Büroschlaf diesen Mangel nicht kompensieren. Kein Wunder also, dass ich den Gedanken an winterliche Kälte mit morgendlichem Eiskratzen nicht mehr ganz so schrecklich finde. Lieber ein Glühwein, der schnell kalt wird, als ein Bier das sich ruckzuck erwärmt.

Neidisch blicke ich auf die Portugiesen (zwischen 26 und 32 Grad) wie auch Sizilianer (30 Grad), die sich über ein mildes Klima freuen können. Dass die Griechen in nur einigen Regionen die 30 Grad Celsius überhaupt erreichen, ist klar: dort muss man Heizkosten sparen.

Apropos sparen: bin froh, dass ich mir den Flug nach Palmas de Mallorca erspart habe. Dort ist es genauso warm wie hier.

So – nun muss ich Schluss machen und neue Getränke holen!

Nervt er schon, der Sommer?

Ja, ich war auch einer derer die gemeckert haben, weil der Sommer nicht kommen wollte.

Nun haben wir den Sommer in seiner vollen Pracht und ich werde jetzt den Teufel tun, mich über die höllische Hitze beschweren.

Leid tun mir allerdings die Leute, die nun nicht in einem klimatisierten Büro sitzen oder in einer wohltemperierten Limousine durch die Gegend fahren können, sondern auf dem Bau oder in irgendwelchen Führerhäuschen der Glut ausgesetzt sind.

Fein raus sind da die Fahrer von Bo-Frost: wenn es denen zu warm ist, gehen die einfach mal in den gekühlten Laderaum und inspizieren ausgiebiger als sonst die Vorräte.

Ein Trost für alle, die momentan unter der Hitze leiden:

Es wird der Herbst kommen, der viel zu nass ist und der Winter, der viel zu warm bleibt oder vielleicht zu kalt wird und dann das Frühjahr, das nicht kommen will und schon ist es wieder Juli und wir dürfen entweder über einen unsommerlichen Monat maulen oder eben über einen so wie jetzt.

Und sollte alles passen, dann nerven uns bestimmt Nachbarn, Freunde, Familie oder Kollegen.

🙂