Kifft es das?

Der weltumreisende Kiffer hat seit heute im Norden von Amerika ganz neue Möglichkeiten, seinen Körper in Rauschzustand zu versetzen. Denn jetzt kann-a-da auch in Kanada Cannabis legal erwerben.

Und während die konsumierende Klientel erleichtert auf- und ihren Joint einatmet, bricht rege Betriebsamkeit bei den Großkonzernen aus. Denn jetzt heißt es neue Märkte zu erobern: von Getränken mit HTC bis hin zu neuen Zigarettensorten. So mancher Landwirt wird von Raps auf Hanf umstellen und der bisherige Cannabis-Dealer wird sich -durch die freien Kapazitäten- verstärkt auf den Anschlussdrogen-Vertrieb konzentrieren.

Für angstfreie und muskulös gebaute Herren/Damen wird es den neuen Job des Rauschschmeißers geben – genauer gesagt: den Rausch-Rausschmeißer.

Ich weiß nicht was mir persönlich mehr Bammel bereitet, wenn wir auch in Deutschland diesen neuen Markt erschließen: durch überwachende Drohnen genervt zu werden oder durch kaum noch wache (Zu)Gedröhnte?

Ich kann auch ohne Cannabis auf mein kanadisches Kanapee bei einem Canapé und einer Kanne Tee entspannen.

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Wahl zwischen Not und Elend

Irgendwie erinnert mich die Wahl in Bayern an Situationen, wo ich auf Geburtstagsfeiern eingeladen wurde und seiten Gastgeber(in) zweifelsohne Qualitäten gab, die jedoch nicht im kulinarischen Bereich lagen.

Wenn man dann vor Speisen, Salaten und Dips steht, die geschmacklich nicht den persönlichen Vorstellungen entsprechen, bleibt notgedrungen nur der Griff zum Brot, um den Hunger zu stillen. Als Gastgeber(in) im Anschluss an die Fete das Fazit zu ziehen, Backwaren seien total angesagt, ist ganz klar die falsche Erkenntnis.

So muss ich schmunzeln, wenn sich jetzt die Wahlsieger in Bayern feiern, die nur deshalb so massive Zuwachse verzeichnen konnten, weil dem Wähler keine andere Wahl blieb.

Ich bin gespannt, wie frei die Freien Wähler bleiben, sollten sie in eine Koalition mit der CSU und es damit um Macht gehen. Ich kann mich erinnern, wie einst in Hessen die Grünen proklamierten, sie würden einem weiteren Terminal am Flughafen Frankfurt keinesfalls zustimmen. Der Wähler wählte und kaum war das Grünzeug mit an der Macht, fing es auch schon an zu welken. Das Terminal befindet sich im Bau.

Und es bleibt niemand für das Volk rechts, wenn sich links Macht & Geld befindet. Umgekehrt ist das identisch.

 

ICE – Ich Chille Einfach

Mehr als 27 Jahre ist es nun her, dass der erste ICE am 29.5.91 seinen Betrieb mit einer Sternfahrt aufgenommen hat.

Gefühlte 30 Preiserhöhungen später mag der Einsatz dieser Zuggattungen diverse Reisegeschwindigkeiten erhöht haben, allerdings musste der ICE dazu auch fahren oder über einen herkömmlichen Zug pünktlich erreicht werden. So habe ich in meiner Vergangenheit die ein oder andere Situation bei Dienstreisen erlebt, wo lediglich mein Puls Tempo 200 erreichte, während der Intercity Express – bleiben wir einmal beim Vergleich zwischen Tempo und Puls – den Einsatz eines Defibrillators ratsam machte.

Fast schon komisch klingt da die Ankündigung, dass die Sanierung des ICE-Schienennetzes wohl bis 2023 zu einer Erhöhung der Verspätungen führen wird. Doch im Grunde ist es doch heutzutage egal, ob man am Gleis, auf der Autobahn oder am Gateway eines Flughafens mit Zwangs-Entschleunigung konfrontiert wird.

Ich wünsche allen Fahrgästen gute Nerven und nur moderate Fahrpreiserhöhungen bis 2023!

Abel All bald weg

Ich stelle immer wieder fest, dass ich in viel zu kleinen Schubladen denke. So hätte ich den Herrn Adel Al Saleh spontan für einen indischen Rosenverkäufer gehalten, aber er ist ein in Amerika geborener Manager und das ist dann auch der einzige Aha-Effekt, den ich erzielen konnte, denn (das sind meine leidvollen Erfahrungen aus der Vergangenheit) grundsätzlich liegt es diesem Typus Mensch, „Fucking Stellenabbau“ zu betreiben.

So wie wir an Produkten gerne „made in germany“ lesen, ist das „made in america“

Herr Al Saleh ist Chef der Telekom-Tochterfirma „t-systems“ und er hat nun angekündigt, dass er bis zu 5600 Mitarbeiter des besagten Unternehmens abbauen will, um durch die daraus entstehenden Ersparnisse preislich konkurrenzfähige Services anbieten zu können.

Für mich klingt das so:

Damit t-systems mehr Serviceleistung bieten kann, will er mehr Stellen abbauen, die den Service erbringen könnten. Getreu dem Motto: „Nur ein schlechter Service ist ein Günstiger!“

Ich muss mal prüfen, ob ich amerikanische Vorfahren habe, denn ich hätte da einen Vorschlag: „Kein Service mit keinem Personal ist doch die preiswerteste Option, die man an als Dienstleister anbieten kann!“

Die flotten vier Jahreszeiten (frei nach Vivaldi)

Gestern lief ich mit unserem Hund durch das Herbstlaub. In Kürze würde ich den ersten Federweißer trinken können, der bei Temperaturen von über 30 Grad sicherlich noch schneller in den Kopf und in die Verdauung geht.

Dank der hohen Temperaturen wird diese Vorstufe zum Wein, und passend dazu ein Zwiebelkuchen, früher zu erwerben sein als die Weihnachtsleckereien, die sonst zu kühlen Zeiten gerne im letzten Viertel das Augustes in den Märkten angeboten werden.

Kaum zu glauben, dass wir wirklich erst seit wenigen Tagen den Sommermonat August haben und die von Hitze malträtierte Natur sich bereits in ein herbstliches Gewand kleidet. Dafür konnten wir endlich mal wieder für längere Zeit die sommerlichen Klamotten tragen und wenn es zum „Sale“ kommt (früher nannte man diesen „Sommerschlußverkauf“), kann man diesmal wirklich die Schnäppchen aus leichter Bekleidung gebrauchten.

Jetzt aber rasch die Laubsauger ausgepackt und mit dem üblichen Lärm die am Boden liegenden Blätter aufgeräumt. Dabei nicht wundern, sollte auch noch die eine oder andere Blüte zu finden sein. So lange ist diese Zeit ja auch noch nicht her.

Ob ich sicherheitshalber schon einmal Streusalz kaufen soll, falls sich der Winter ebenfalls so frühreif zeigen sollte?

 

Moderne Einstellung damals

Habe gestern den ersten Teil von 96 Hours wieder mal angesehen, der 2008 gedreht wurde.

Ich war nicht schlecht erstaunt, als Liam Neeson nach einem flachen großen Tablet griff.

„So was gab es damals schon?“, fragte ich mich verblüfft.

Wenige Sekunden später erhielt ich die Antwort:

Das war noch, völlig „old school“, ein Bild in einem 10-Zoll-Rahmen, welches er in seinen Händen hielt.

Der Hauptdarsteller selbst nutzte noch so ein Handy von den ganz kleinen Teilen, die damals angesagt waren. Das ließ sich auch unauffälliger verstecken und später wegwerfen.

Kaum zu glauben, dass das alles erst 10 Jahre her ist!

Umwelt-Ferkeleien

Heute nutze ich mal die Gelegenheit, mir selbst an die großzügig dimensionierte Nase zu fassen.

Ja, ich bin gegen den Verpackungsirrsinn und es macht mich wahnsinnig, wenn beispielweise eine Praline mehr Lagen aufweist, als mein Super-Soft-Klopapier daheim. 25 Gramm Verpackungsmaterial beseitigen, um an 3 Gramm Leckerei zu gelangen, das ist krass.

Behälter, die aussehen, als wäre ein Liter Inhalt darin (was es ursprünglich bestimmt auch mal war), sind mittlerweile bis zu einem 5tel nur noch mit Luft gefüllt. In manchen Gegenden ist das allerdings die einzige Möglichkeit, mal an Frischluft zu gelangen.

Ich verurteile diesen Verpackungswahn, doch wenn ich die Wahl habe, mich lange an irgendeiner Theke für Fleisch oder Gemüse anzustellen, aber das Zeug in Folie eingeschweißt „on the fly“ einzupacken, dann packt mich doch die schnelle Lösung. Temporär deaktiviere ich meinen Drang nach Naturschutz.

Apropos Deaktivierung:

Auch bei meinem Auto schalte ich immer wieder die Autostartfunktion ab. Bin einfach skeptisch, ob das dem Motor, dem Turbo und auch der Batterie guttut. Und wenn diese Teile länger durchhalten, dann unternehme ich doch indirekt auch etwas für den Umweltschutz.

Feuchttücher stellen mich ebenfalls vor das Problem: Will ich ein sauberes Gewissen oder doch lieber einen sauberen Hintern haben?

Bei der Kleidung ist unsere Familie zweigeteilt. Der Junior trägt Markenware, die dem Preis nach zu urteilen handgefertigt wurde; bestimmt in Fabriken die Wellnesstempeln gleichen und wo hochbezahlte Schneider(innen) ihren Dienst verrichten. Ob die Einstellung unseres Zöglings auch noch so bleibt, wenn er eines Tages selbst die Wäsche zahlen muss, wird sich zeigen, wenn er selbst die Wäsche zahlen muss.

Ich muss es bereits tun und deshalb steht beispielweise auf meinen Unterhosen nicht in großen Buchstaben, dass mein bester Freund angeblich Calvin heißt und das Gegenteil von Groß ist. Ich freue mich, wenn ich den 3er Pack Boxershorts preiswerter erwerben kann, als mich ein Päckchen Zigaretten kosten würde. Zwar stinken die Teile beim Auspacken mehr, wie nach dem ersten Tag des Tragens, doch ob dieser Geruch womöglich Kindernasen bei der Arbeit gequält haben kann, das nimmt mein Verstand nicht wahr. Der wird gerade mit heller Glücksgefühl-Leuchtschrift geblendet: „Prima, geile Schnäppchen gemacht!“. Natürlich kaufe ich nur Ware die in unbeschädigtem Kunststoff eingeschweißt wurde. Ich will das Zeug ja nicht vor dem Tragen erst einmal waschen müssen. Ob Bequemlichkeit oder das ökologische Gewissen der Grund dafür ist, das werde ich Ihnen jetzt ganz sicher nicht verraten.

Ich könnte diese Liste meiner  Verfehlungen noch immens verlängern. Doch möchte ich wirklich erkennen, dass Umweltschutz schon bei mir persönlich beginnt?

Belassen wir es also beim ersten Schritt und ich klage einfach bei meinem Umfeld die saubere Umwelt ein. Irgendwo muss man ja mal anfangen.

😉