Moderne Einstellung damals

Habe gestern den ersten Teil von 96 Hours wieder mal angesehen, der 2008 gedreht wurde.

Ich war nicht schlecht erstaunt, als Liam Neeson nach einem flachen großen Tablet griff.

„So was gab es damals schon?“, fragte ich mich verblüfft.

Wenige Sekunden später erhielt ich die Antwort:

Das war noch, völlig „old school“, ein Bild in einem 10-Zoll-Rahmen, welches er in seinen Händen hielt.

Der Hauptdarsteller selbst nutzte noch so ein Handy von den ganz kleinen Teilen, die damals angesagt waren. Das ließ sich auch unauffälliger verstecken und später wegwerfen.

Kaum zu glauben, dass das alles erst 10 Jahre her ist!

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Umwelt-Ferkeleien

Heute nutze ich mal die Gelegenheit, mir selbst an die großzügig dimensionierte Nase zu fassen.

Ja, ich bin gegen den Verpackungsirrsinn und es macht mich wahnsinnig, wenn beispielweise eine Praline mehr Lagen aufweist, als mein Super-Soft-Klopapier daheim. 25 Gramm Verpackungsmaterial beseitigen, um an 3 Gramm Leckerei zu gelangen, das ist krass.

Behälter, die aussehen, als wäre ein Liter Inhalt darin (was es ursprünglich bestimmt auch mal war), sind mittlerweile bis zu einem 5tel nur noch mit Luft gefüllt. In manchen Gegenden ist das allerdings die einzige Möglichkeit, mal an Frischluft zu gelangen.

Ich verurteile diesen Verpackungswahn, doch wenn ich die Wahl habe, mich lange an irgendeiner Theke für Fleisch oder Gemüse anzustellen, aber das Zeug in Folie eingeschweißt „on the fly“ einzupacken, dann packt mich doch die schnelle Lösung. Temporär deaktiviere ich meinen Drang nach Naturschutz.

Apropos Deaktivierung:

Auch bei meinem Auto schalte ich immer wieder die Autostartfunktion ab. Bin einfach skeptisch, ob das dem Motor, dem Turbo und auch der Batterie guttut. Und wenn diese Teile länger durchhalten, dann unternehme ich doch indirekt auch etwas für den Umweltschutz.

Feuchttücher stellen mich ebenfalls vor das Problem: Will ich ein sauberes Gewissen oder doch lieber einen sauberen Hintern haben?

Bei der Kleidung ist unsere Familie zweigeteilt. Der Junior trägt Markenware, die dem Preis nach zu urteilen handgefertigt wurde; bestimmt in Fabriken die Wellnesstempeln gleichen und wo hochbezahlte Schneider(innen) ihren Dienst verrichten. Ob die Einstellung unseres Zöglings auch noch so bleibt, wenn er eines Tages selbst die Wäsche zahlen muss, wird sich zeigen, wenn er selbst die Wäsche zahlen muss.

Ich muss es bereits tun und deshalb steht beispielweise auf meinen Unterhosen nicht in großen Buchstaben, dass mein bester Freund angeblich Calvin heißt und das Gegenteil von Groß ist. Ich freue mich, wenn ich den 3er Pack Boxershorts preiswerter erwerben kann, als mich ein Päckchen Zigaretten kosten würde. Zwar stinken die Teile beim Auspacken mehr, wie nach dem ersten Tag des Tragens, doch ob dieser Geruch womöglich Kindernasen bei der Arbeit gequält haben kann, das nimmt mein Verstand nicht wahr. Der wird gerade mit heller Glücksgefühl-Leuchtschrift geblendet: „Prima, geile Schnäppchen gemacht!“. Natürlich kaufe ich nur Ware die in unbeschädigtem Kunststoff eingeschweißt wurde. Ich will das Zeug ja nicht vor dem Tragen erst einmal waschen müssen. Ob Bequemlichkeit oder das ökologische Gewissen der Grund dafür ist, das werde ich Ihnen jetzt ganz sicher nicht verraten.

Ich könnte diese Liste meiner  Verfehlungen noch immens verlängern. Doch möchte ich wirklich erkennen, dass Umweltschutz schon bei mir persönlich beginnt?

Belassen wir es also beim ersten Schritt und ich klage einfach bei meinem Umfeld die saubere Umwelt ein. Irgendwo muss man ja mal anfangen.

😉

 

Der Russe peitscht!

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen?

Da warten wir November, Dezember und Januar auf die Kälte des Winters und nicht wirklich was passiert.

Kaum ist es Februar und die Natur wie auch unsere Gefühle freunden sich gedanklich mit dem Frühling an, knallt jetzt nochmal so richtig der Winter rein. Hat mein Opa schon immer vor dem Russen gewarnt, so zeigt die klimatische Russenpeitsche: das war kein unweiser Mann, der Gute!  😉

Was habe wir im Sommer zu erwarten?

Eventuell schon Herbst? Oder dann erst Frühling?

Wir werden sehen. Nach den viel zu milden Wochen in der Vergangenheit erwarten uns womöglich viel zu wilde Wochen in der Gegenwart und Zukunft.

Ihnen ein schönes Wochenende und das ohne Frostschäden!

Tipp zum Entschleunigen

Ihnen ist die Welt zu hektisch und die Zeit rast förmlich vorbei?

Dann habe ich einen Ratschlag für Sie, der preiswert und recht einfach umzusetzen ist.

Gehen Sie an einem Montagmorgen zum Hausarzt, wenn gerade Hochzeit für grippale Infekte herrscht!

Ich habe es gestern getan und die mehr als vier Stunden Wartezeit im gleichnamigen Zimmer, waren nicht nur neuer persönlicher Rekord; sie kamen mir noch wesentlich länger vor.

Eine gefühlte Unendlichkeit wurde ich von unzähligen Menschen angehustet und ein paarmal war ich nahe daran zu gehen, verbunden mit der Überlegung, die paar Jahre die mir noch verbleiben, lieber krank daheim als krank in einem Wartezimmer zu verbringen.

Dann war es wie beim ersten Sex: man wartet jahrelang darauf und plötzlich geht ist es ganz schnell vorbei.

Nun habe ich Angst, dass ich mich angesteckt habe und am nächsten Montag wieder zum Arzt muss. Diesmal als einer von denen, die andere Patienten anhusten. So hat dann dieser Februar, mit seinen 28 Tagen, doch die gefühlte gleiche Länge wie der folgende März.

Deutschland – Wunderland

Es gibt so Dinge, an die hat man sich mittlerweile gewöhnt:

Dass der Berliner Flughafen nicht fertig wird und richtig teuer ist!

Dass Stuttgart 21 vermutlich (20)24 heißen sollte und dann sehen wir weiter!

Dass Deutschland auch ohne Regierung funktioniert – vielleicht sogar besser als mit einer Neuen!

Dass dieser Winter kein echter Winter ist!

Und nun das: nach richtig kalten Tagen, zeigt sich selbst im Rhein-Main-Gebiet eine weiße Pracht, die weihnachtliche Gefühle in der Fastenzeit aufkommen lässt.

Justin Bieber, der seit vielen Monaten in der T-Mobile-Werbung durch eine verschneite Winterlandschaft tänzelt – endlich ist dort das Optik stimmig mit der Außenwelt. Da hat sich doch diese hartnäckige und zugleich penetrante Bewerbung des Fernsehzuschauers gelohnt.

Irgendwie verspüre ich Lust auf Stollen, Vanillekipferl und Glühwein, aber zum einen soll man ja in der Fastenzeit entbehren und es ist noch etwas zu früh, bis Mon Cherie wieder aus den Regalen fliegt und dafür Weihnachtsnaschereien ausliegen. Da müssen wir uns wohl noch 6 Monate gedulden.

Aber wie weiß…?

Wir leben in einer Welt der ständigen Veränderungen und auch die Leckereien werden womöglich Gender-neutral:

Den Weihnachtshasen an Ostern und den Ostermann in der Weihnachtszeit – wer wenn nicht wir?

Oster Eierei

Okay, der Martin Schulz wollte kein Amt unter Führung von Angela Merkel übernehmen. Aber warum jetzt die Entrüstung, dass er es sich anders überlegt hat und wohl dem Sigmar Gabriel den Posten wegnehmen möchte?

Zeigt nicht das in aller Deutlichkeit, dass er ein reinrassiger Politiker ist, der sich an die Devise hält:

„Was schert mich mein Geschwätz von gestern?“

Wer hält schon ein, was er/sie vor den Wahlen versprochen hat und warum sollten Zusagen, nach einem Volkentscheid, anders behandelt werden?

Welche Wahl hatte Schulz denn nach der Wahl?

Eine Groko ablehnen und Prügel zu kassieren, wie der Kollege aus der FDP?

Dann doch lieber Schelte beziehen und das in einem bequemen Stuhl eines Ministers!

Am Ende eines Tages ist sich eben doch jeder selbst der Nächste.

Ein JuSo kann da noch befreit meckern, denn dem geht es derzeit um Wählerstimmen und (noch) nicht um Posten in einer Regierung.

Für mich, als Bürger, macht es die nächste Wahl recht einfach, denn es ist wie beim Kauf gekochter Ostereier.

Egal welche Farbe das Ei hat, dass ich zu verspeisen gedenke: es schmeckt eines wie das andere!

Stau Staunen meinerseits

Laut Statistik standen Autofahrer in Frankfurt im Jahre 2017 insgesamt 37 Stunden im Stau.

Wie genial wenig ist das denn?

Ich fahre nach Darmstadt zur Arbeit und mich kostet nur die Ein- und Ausfahrt jeden Tag mindestens 30 Minuten mehr, als bei freier Fahrt nötig wäre. In der Woche also 2,5 Stunden – ergibt bei 40 Arbeitswochen im Jahr rund 100 Stunden Stau, alleine innerhalb Darmstadts!

Dagegen wirkt Frankfurt wie ein Ort an dem es flutscht.  😉

Keine Ahnung, was die Statistiker da alles mit reingerechnet haben, dass es für Frankfurt so prima aussieht. Sind da auch die Autobesitzer mit eingerechnet, die zwar ein Auto haben, aber mit der Bahn zur Arbeit fahren und dadurch 0 Stunden im Jahr im Auto im Stau stehen?

Sind die Werte vielleicht versehentlich nur für die reine Parkplatzsuche genommen worden?

Hat man die Erhebung in zwei Wochen der hessischen Sommerferien vorgenommen und dann auf das Jahr hochgerechnet?

Ich muss unbedingt sehen, dass ich wieder in Frankfurt zu arbeiten beginne!

🙂