Für nen Apple und ´n (FB-)EI

Dass in Amerika ein schlecht frisierter Milliardär mit Pauken und Trump-peten auch die Vorwahlen in Nevada gewinnt, das quittieren wir mittlerweile mit einem Achselzucken.

Die Worte Flüchtlings- und Europakrise lassen uns genervt die Augen rollen. Wir wissen, dank Angela Merkel, dass uns jede Krise stärker macht. Selbst wenn es nur die Armut oder die Fremdenfeindlichkeit betrifft… so prophezeit die Kanzlerin den Bürgern doch damit die Wahrheit.

Wer auf wen in Syrien schießt, für wen die Waffenruhe gilt und ob sich daran überhaupt jemand halten kann oder will? Wir haben längst den Überblick verloren und nachdem nun auch Mercedes in Verdacht steht, falsche Schadstoffausstoß-Daten geliefert zu haben, reift der Entschluss in uns heran, dass beim Autokauf nur noch die Features des Entertainment-Package von Relevanz sind.

Wie erfrischend anders ist da der Kampf des Elektronik-Giganten Apple mit dem Spitzel-Koloss FBI.

Ist das nun cool, dass Apple nicht freiwillig das Iphone eines Kriminellen entsperrt?

Ist es uncool, dass unser Steinobst aus Amerika das überhaupt grundsätzlich tun kann?

Sind nicht alle Maßnahmen legitim, die zur Klärung eines Verbrechens dienen?

Wird man die Vorstände von Apple foltern, wenn Donald Trump die Wahlen in den USA gewinnt?

Ist das Ganze Apple-Geziere vielleicht ein faules Ei und nur ein geschickter Weg, was für das Marketing zu tun, gerade auch zu Zeiten, wo Samsung zu einem zweiten Gozilla heranwächst?

Lauter mächtig interessante Fragen!   😉

 

Werbeanzeigen

Ausartende Fantasien

Die absurdeste und damit lustigste Verschwörungstheorie zum Absturz der Germanwings-Maschine konnte ich am Freitag in Facebook lesen:

Schuld sind Gase, die in den A320 von Airbus gelangen und die Kanzlerin würde uns belügen, weil die Amerikaner schneller als wir meldeten, dass man eine Person und nicht der Flugzeughersteller schuld an dem Desaster war. Also sei alles abgesprochen sowie inszeniert.

Ob die Amerikaner auf legalem Wege zu den Informationen gekommen sind, mag man anzweifeln und sich fragen, wie die Presse an die Daten kam. Doch während es sicherlich im Interesse der europäischen Länder war, sich erst einmal abzustimmen, wie damit an die Öffentlichkeit und vor allem an die betroffenen Angehörigen gegangen werden soll, sieht das ‚big brother from the west‘ natürlich wesentlich entspannter.

Klar auch: Amerika ist Boeing und die haben natürlich ein ganz großes Interesse daran, die Konkurrenz Airbus zu schützen und wenn die hören, dass unsere Maschinen fliegende Gasstationen sind, erfinden die sofort einen Gegengrund. Getreu dem Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft, also schützen wir diese!

Welch ein Irrsinn!

Reicht es nicht, dass die Medien uns mit wilden Spekulationen vollmüllen, weil die damit ihr Geld verdienen?

Müssen wir auf den Zug aufspringen und hinter allem Volksverarschung vermuten und wenn der vermutlich Schuldige bereits tot ist, einen Schuldigen für dessen Schuld suchen?

Da wir in den nächsten Wochen noch genug über schwere Kindheiten, Depressionen, Verschleierungsthesen und Sicherheitsmängel lesen werden, verabschiede ich mich an dieser Stelle aus der Thematik.

Nicht, weil mir das Thema egal ist sondern weil ein solches Zerquatschen weder die Toten noch die Angehörigen verdient haben!

Mediale Wursteleien

Ist es nicht immer wieder erstaunlich?

Wir haben Kriege, Katastrophen, soziale Missstände und dergleichen, doch in den Medien diskutieren wir lieber darüber ob es sich bei dem Eurovision-Song-Contest-Gewinner-Mensch nun um einen sehr femininen Mann oder eine sehr maskuline Frau handelt.

Wer sich so so aufbrezelt, dass er wie ein geschlechtsloser Jesus-Darsteller aussieht, der möchte auffallen – und das gelingt offenbar bestens.

Dabei sagt schon der Künstler-Nachname, was es uns eigentlich sein sollte:  Wurst

Bild