Wunder der Natur

Ich hatte schon immer wieder Mal von dem Gerücht gehört, dass sich manche Likörsorten auf natürliche Weise herstellen lassen und nicht nur durch herkömmliche Destillation bzw. Brennerei.

Hier nun der Beweis und ein klares Indiz für die Klimaerwärmung, dass mittlerweile auch im Süden Europas heimische Kräuterschnapse in unseren Breitengraden wachsen können. Habe nämlich durch Zufall den seltenen Strauch mit italienischen Wurzeln entdeckt: den ficus ramazzoti

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Camping in „real nature“ (in 3D – hochauflösend – true colors – interaktiv)

Letztes Wochenende und dank Feier- und eines Brückentages zeitlich verdoppelt, verbrachten meine Frau und ich auf einem Wald-Campingplatz in der Nähe von Bad Mergentheim.

Das Wetter hätte besser sein können – aber auch schlechter. Das Essen war so hervorragend – traut man einer Campingplatz-Gastronomie nicht zu – doch dass es geht, zeigte die Schweizer Platzeigentümerin und Küchenchefin, Frau Andreolla.

Es gab allerdings noch viel mehr enorme Sinneseindrücke:

Vier Tage ohne Glotze und Handy wirklich nur zum telefonieren und mal eine Mail abrufen.

Keine Entzugserscheinungen – keine Sinnkrise – einfach nur Abstand vom Alltag.

Dazu diese Ruhe – und Wachwerden durch Vogelgezwitscher, das ist schon angenehm.

Immer wieder waren die Rufe des Kuckucks zu hören. Da ist nicht etwa der, der auf gepfändete Objekte geklebt wird und auch nicht jener, den man in Schwarzwälder Kuckucksuhren findet, sondern ein echter Vogel.

Verzückt standen wir vor einem Baum und hörten einem Specht bei der Futtersuche zu. Auch hier der Hinweis: es geht nicht um die Serie „Unser Lehrer Dr. Specht“ mit Robert Atzorn in der Hauptrolle, sondern ebenfalls um einen Vogel, der mit seinem Schnabel das Futter aus morschen Bäumen hackt.

Eine tote Blindschleiche (also kein gehbehinderter Mensch mit starker Sehschwäche, sondern ein Tier dass wie eine Schlange aussieht, aber so weit ich weiß eher eine beinlose Eidechse sein soll) die von einer Schnecke gefuttert wurde, so was sieht man auch nicht alle Tage.

Doch nicht nur die Tierwelt war fantastisch:

Es brauchte kein Schnuppern an einem Frauenparfum-Flakon, um den betörenden Duft von Maiglöckchen aufzunehmen. Einfach die Nase zum Boden halten und dort an den echten Blüten riechen.

Oder der Waldmeister – nein, kein ähnliches Getränk wieder der Jägermeister – doch der Geruch der zerrieben Blätter erinnerte an Wackelpudding, Eiscreme und mich Schnapsdrossel auch an Maibowle.

Die Blüten der kleinen Waldbeeren sind natürlich nicht so beeindruckend, wie das Gebrüll eines Braunbären. Mir war es allerdings lieber so, statt einem Braunbär, unzählige Waldbeersträucher zu entdecken.

Es wird also Zeit, dass das Duft-Internet entwickelt wird, dann könnte ich Ihnen ein paar Proben schicken.

Vielleicht geht es eines Tages sogar so elegant:

Handy an die Blüte halten und via Direktübertragung landet der Duft bei Euch – und den Leuten, die ich nicht so mag, denen hätte ich mal mein Smartphone an einen schönen Kuhfladen gehalten.

😉