Tierisch gutes Projekt abseits vom Dschungelcamp

Wir stammen bekanntlich vom Affen ab und sicherlich werden es auch viele Menschen affig finden, mehr als eine Milliarde Euro in ein Weltraum-Projekt zu stecken, doch ich bin fasziniert zu was wir „Affen der hohen Evolutionsstufe“ fähig sind.

Da wird 1985 ein Projekt gestartet und 2004 dann auch die dazugehörige Raumsonde namens „Rosetta“. Der Auftrag: ab August 2014 einen Kometen verfolgen und im November dann sogar einen Orbiter darauf landen zu lassen.

Ein scheinbar irrwitziges Projekt und kaum vorstellbar, dass das aus Darmstadt aus von der ESA gesteuert wird. Ist doch gerade diese Stadt dafür bekannt, häufig in den Pro-Kopf-Statistiken für KFZ-Unfälle ganz oben dabei zu sein.

Offensichtlich liegt dem Darmstädter das Fliegen mehr, als das Autofahren – oder vielleicht klappt das auch einfach besser, weil da oben keine Heppenheimer sowie Offenbacher den Verkehrsfluss stören.

Doch nun wieder zurück zur Ernsthaftigkeit:

Diese Sonde rast nun  seit dem 8. Juni 2011 mit 54000 Kilometer pro Stunde durch das Weltall und dies auf standby – weil so weit weg von der Sonne, die Sonnensegel nicht genügend Energie für den Betrieb laden können.

Heute um 11 Uhr soll sich dann die Sonde wieder aktivieren und die ersten Funkmeldungen so gegen 18:30 Uhr im Kontrollzentrum der ESA einlaufen.

Wenn es klappt, kann die Endphase des Projektes eingeläutet werden, wenn nicht – dann fliegt da recht flotter Weltraumschrott durch´s All.

Ich bin jedoch recht zuversichtlich, dass alles funktioniert – denn wenngleich auch sicherlich einige Sicherheits-Patches nicht eingespielt wurden, so dürften die Rechner unter dem recht stabilen  XP laufen und nicht mit dem einen Jahr später gefolgten Flopp namens Vista.

Die Raumsonde wacht auch noch rechtzeitig auf, bevor Micosoft im April den Support für XP einstellt. Also da können die Jung s in Redmond durchaus noch zur Rechenschaft gezogen werden, sollte da irgendein Treiber nicht mehr laufen, weil das Servicepack 3 fehlt.  😉

Das nenne ich Strategie und Planung in Perfektion!

Genau das ist auch der Grund, warum ich mich in meinem Blog heute diesem Thema widme:

Da derzeit die Medien sich lieber um die Primaten „der Wendler“ und „Larissa“ im Dschungelkamp kümmern, möchte ich erwähnen, dass wir Humanioden durchaus auch weniger affig sein können und wirklich starke Projekte auch abseits des australischen Dschungels durchführen.

Selbst wenn die Sonde nicht mehr aufwacht – oder die Verfolgung / Landung nicht funktioniert: diese Projekt verdient unsere (Be-)Achtung!

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