Der feine kleine Unterschied

Wir Männer sind schon seltsame Wesen! Auf der einen Seite leiden wir meist in großem Stil, wenn uns ein Wehwechen plagt – auf der anderen Seite sind uns Arztbesuche so unangenehm, dass wir auf diese so lange verzichten, bis ein Wehweh aus dem -chen erwachsen ist.

Ganz besonders dann, wenn die Probleme in Bereichen auftreten, die maximal von einer fachkundigen Partnerin (respektive Partner) behandelt werden sollen und nicht von einem Doktor.

Kein Wunder also, dass ich einem Freund gestern mächtig Respekt zollte, als er mir im Vertrauen von seinem Leid in seinem Intimbereich berichtete und er sogar einen Arzt aufgesucht habe. Erleichterung stieg in mir auf, als ich erfuhr, dass erst einmal kein operativer Eingriff nötig sei. Keine Ahnung wie die Tabletten wissen, wo sie hin müssen, um zu wirken. Doch offensichtlich verstehen die Pillen ihr Handwerk.

Ein paar Stunden nach dem Outing dann die große Überraschung: das Männergeheimnis, das ich stolz mit mir getragen hatte, war längst keines mehr – dank weiblichem Informationsverhalten.

Die Damen der Grill-Runde unterhielten sich bereits angeregt darüber, dass eben der kranke Held alles andere als mutig sei und die Krankheit vermutlich längst ausgeheilt wäre, hätte „Er“ den Mut bewiesen und wegen „Ihm“ gleich einen Arzt aufgesucht.

Statt den armen Kerl einfach mal zu loben, wie tapfer und unter Schmerzen, er sich dem Selbstheilungsversuch gestellt hat.

Da sieht man es wieder einmal: Man(n) kann es den Frauen nicht Recht machen!

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Von Superweibern und Supermännern

Ein Radiosender behandelte gerade das Thema, warum sogenannte Superweiber – schön, klug, erfolgreich – so oft alleine bleiben.

Wieder steht die Meinung im Raume, dass wir Männer es nicht ertragen können, wenn eine Frau gleichgestellt oder erfolgreicher ist.

In meinen Augen ein Klischee!

Gut – es mag solche Typen geben – doch einige Dinge werden dabei außer Acht gelassen.

Erfolgreiche Frauen mussten meist mehr für diesen Erfolg kämpfen. Mit dem Herz einer Amazone, lässt sich dann Partnerschaft nicht so einfach führen, deren erfolgreiches Bestehen Toleranz sowie Anpassung voraussetzt.

Anders ausgedrückt: bei einer dominanten Frau fühlt sich ein Mann genauso unwohl, wie eine unterdrückte Frau gegenüber einem Alpha-Männchen.

Instinktiv sucht das Weibchen also nach einem ebenbürtigen oder sogar höher gestellten Partner. Denn auch mal Fallenlassen und keine Führungspersönlichkeit zu zeigen, ist wichtig für den seelischen Ausgleich.

Hier dezimiert eine Frau sich natürlich selbst und vor allem gravierend ihre Auswahl-Möglichkeiten.

Ebenso ein Kriterium: differierende Aufenthaltsorte!

Eine kluge, schöne sowie erfolgreiche Frau trifft man in der Regel selten in eher schlichten Lokalitäten und den finanziell nicht so gut dotierten Mann kaum in Schickeria-Örtlichkeiten.

Wieder ist die Chance gering, dass sich klassenübergreifend eine Paarung bildet.

Besser haben es da Männer, die so stark von sich selbst überzeugt sind, dass sie

a) nur für die aller-schönsten Weibchen eine Paarungsbereitschaft zeigen

und

b) auch notfalls über die (finanziellen) Verhältnisse leben – um eben an die Edel-Fräulein heranzukommen.

Unter den Typen hat dann SIE freie Auswahl und wundert sich anschließend, dass alle Männer gleich (blöde) Machos sind und mehr Schein als Sein dahinter steckt.

Anders ausgedrückt: den coolen tiefergelegten BWW-Fahrer mit Goldkettchen wird man eher selten auch am Herd kochend vorfinden, bevor er sich danach mit ihr über die menschliche Psyche oder die neuesten Möbeltrends von IKEA unterhält.

Der feinsinnige Herr jedoch wird viel zu viel Bammel haben, um sich Chancen bei einer so schönen sowie erfolgreichen Frau auszumalen, der scheinbar die Herren-Welt zu Füßen liegt.

Gilette und die Gleichstellung von Frau und Mann

Sind Sie verheiratet? – Dann können Sie diesen Bericht lesen.

Sind Sie unverheiratet oder noch single? – Dann sollten Sie es unbedingt tun!

Vor Gott sind bekanntlich alle Menschen gleich – jedoch nur vor ihm.

Es gibt die Trennungen zwischen arm und reich – erfolgreich und nicht – gesund und krank – der Hautfarbe – des Aussehens – der Kraft sowie Größe – der Herkunft und … meist unbeachtet:  des Geschlechtes!

Dabei meine ich nicht die weiblichen Rechte am Arbeitsplatz – Frauenquote und gleiches Gehalt.

Hier bin ich der Ansicht, dass gleiche Fähigkeiten, Leistungen sowie Qualifikationen auch den gleichen Verdienst erfordern. Das jedoch generell unter Mitarbeitern und nicht nur geschlechts-spezifisch.

Es geht mir um das heimische Miteinander – die Linke sozusagen für uns Männer (wenn es für Frauen die Rechte sind)!

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen oder passiert?

Sie möchten irgendetwas erwerben, doch Ihre Partnerin/Gattin sieht darin keinen Bedarf und deshalb wird es nicht angeschafft – Punkt!  

Versuchen Sie doch umgekehrt einer Frau klar zu machen, dass sie kein neues Kleidungsstück kaufen muss, weil sie durchaus noch tragbares im Kleiderschrank hat. Bestenfalls werden Sie mit „Man merkt, dass du keine Ahnung hast!“ argumentativ abgeschmettert.

Hüten Sie sich nun davor, Nachweise erbringen zu wollen.

Öffnen Sie den prall gefüllten Schrank, dann wird Ihre Holde Ihnen beweisen können, dass die einen Artikel völlig aus der Mode oder durch zu vieles Waschen aus der Form gekommen sind – doch… noch viel häufiger … hören Sie: „Das passt mir doch schon lange nicht mehr!“

Ich werde das Gefühl nicht los, dass Frauen bewusst eine Zeit lang an Gewicht zunehmen, um sich neue Klamotten kaufen zu können und wenn sie dieser überdrüssig sind, dann nehmen sie wieder ab.

Nun würde der rationelle Mann denken: „Dann ziehe ich halt eben wieder das an, was ich vorher getragen habe!“  – Frau dagegen hat die alten Textilien bereits vor geraumer Zeit einem sozialen Zweck (=Altkleidersammlung) gestiftet.

Gäbe es nur uns Männer, dann gäbe es diese Institutionen sicherlich nicht, weil wir unsere Kleidung bis zum bitteren Ende auftragen würden und selbst dann reicht der Stoff noch zum Reinigen irgendwelcher Teile am Auto oder Motorrad. Das ist Umweltschutz in Reinform!

Ich könnte jetzt noch unzählige Beispiele bringen, dass die heimische Führungsetage üblicherweise weiblich besetzt ist – doch lassen wir das und konzentrieren uns auf das wesentliche: Warum ist das so?

Ich habe lange danach geforscht und die Gilette Rasierklingenwerbung hat mir die Lösung gebracht:

Wenn das Beste im Mann seine Bartwuchs ist – sorry, dann haben wir das Recht auf einen Führungsanspruch nicht verdient! Das reicht vielleicht, um Vorstand eines Weltkonzernes zu werden – doch für die private Regierungsfähigkeit ist das einfach nicht genug!

Das haben wir Jungs Jahrhunderte vernachlässigt und daher noch gewaltig viel nachzuholen.

Ich werde damit jetzt gleich anfangen und habe mir auch schon Notizen gemacht…. Wenn ich nur wüsste, wo ich die abgelegt habe….

„Scha-atz! – Kannst du mir sagen, wo ich das kleine graue Notizbuch abgelegt habe?“

„Ahh – da! Danke dir – wenn ich dich nicht hätte!“ ………