Fischlein duck dich!

Karfreitag, ein Feiertag, der über alle Konfessionen hinweg ohne Meutern genutzt wird. Das ist auch gut so, denn stellt Euch Mal das folgende Szenario vor:

Der Moslem meutert, denn er will arbeiten, weil es für ihn nur Allah gibt und er den Todestag des christlichen Gottes nicht feiern möchte. Feiern mag allerdings die jüngere Generation und will deshalb auf den Tag ‚Sonderurlaub durch Todesfall‘ verzichten.

Ebenfalls guter Dinge ist auch der/die/das Mensch, dessen Fastenzeit sich dem Ende neigt. Nur noch heute durchstehen und dann darf es wieder Fleischtomaten wie auch Fruchtfleisch satt geben!

Selbst die Speisefische atmen auf, sollten sie auch noch den Karfreitag überleben. Die stehen nämlich gerade heute im Fokus des menschlichen Verzehrinteresses. Für die Kiementräger ist es unverständlich, warum ausgerechnet ihr Fleisch nicht als solches zählt.

Doch der entspannt futternden Gans rufen sie hämisch zu: „Friss du nur! Bald ist wieder Sankt Martin!“

Auch das mit Fischmehl gefütterte Hähnchen befindet sich in einer moralischen Verzehr-Grauzone. Kann es als Fisch gewertet werden, wenn es danach schmeckt?

So, ich wünsche Ihnen nun ein paar schöne sonnige Ostertage! Ich werde gleich eine Wurst verzehren und bevor nun kritisches Stirnrunzeln abgesagt ist: Ich nehme Wurst aus Mett, heute gibt’s natürlich keine Fleischwurst!“

Es grüßt herzlich

Ihr Freund der Fische

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Es reicht! Jetzt mache ich Wetter!

Viele Leser(innen) werden mir beipflichten, denn sie kennen das Problem. Wir leben zwar im Wohlstand, doch uns mangelt es uns vor allem an einem: an Platz!

Wir sind zwar auch eine Wegwerfgesellschaft, was sich immer wieder besonders arg an Autobahn-Ab- wie Auffahrten zeigt, doch in den heimischen Wänden erwacht unser Naturell, das uns einst zu Jägern und Sammlern werden ließ.

Ich bin ein Paradebeispiel dafür, denn was bei mir in der Altkleidersammlung landet, reicht wirklich nur noch dazu, zerschreddert als Dämmstoff zu dienen. Dies kann und will niemand mehr auftragen. Kein Wunder also, dass ich aus Platzmangel, in Sommermonaten, die winterliche Kleidung in den Keller auslagere und im Winter erfolgt die Aktion dann umgekehrt.

Ähnlich beim Wechsel der Bereifung am Auto, kann es theoretisch zum richtigen Zeitpunkt stattfinden. In der Realität starte ich die Aktion immer zu früh oder zu spät. Ja, ich bin der festen Überzeugung: das Wetter richtet sich absichtlich konträr zu meinen Aktivitäten aus.

So saß ich Sonntag vor einer Woche im Unterhemd draußen, genoss die warmen Frühlingstemperaturen und ärgerte mich ein wenig, dass die Sommer-T-Shirts noch im Keller liegen.

Diesen Sonntag habe ich ein neues Problem, denn meine winterlichen Jacken sowie Schuhwerk habe ich bereits eingelagert. Ich darf nun mit leichten Sommer-Slippern mit dem Hund beim Gassi an dem Ort vorbei, wo ich mich vor 7 Tagen sonnte:

Ich verspreche Ihnen: ich werde noch heute Abend sämtliche Wintersachen wieder aus dem Keller holen und die nächsten Tage auch nicht mehr tauschen! Wer Wintersport in heimischen Gefilden liebt sollte diese Chance dazu heute noch einmal nutzen.

Ich möchte, dass Sie und ich ein paar sonnige Ostertage erleben und uns lieber gegen UV-Strahlung eincremen müssen, statt Schnee zu schippen.

„Zieh dich warm an Petrus! Ich habe erkannt wie Du tickst und werde Deinen meteorologischen Schikanen mit List begegnen! Ich bin verheiratet und weiß daher bestens, wie man mit Launen umzugehen hat.“

Noch ein abschließender Hinweis in eigener Sache: Bitte sehen Sie von der Zusendung irgendwelcher Wetterwünsche ab. Ich kann diese ohnehin nur dann erfüllen, wenn sie sich mit den Meinigen decken.

🤣

Im Traum zur Traumfigur

Meine Holde ernährt sich gesund und sehr sportlich. Klar, dass sich das an ihrer Figur bemerkbar macht und noch klarer, dass ich neulich zu hören bekam: „Du könntest auch Mal was für deine Figur tun!“

Als Mann der Tat lasse ich mir das natürlich nicht zweimal sagen. Ich habe jetzt Urlaub und werde im Schlaf abnehmen!

Bevor jetzt Männer denken, ich sei ein Pantoffelheld und weibliche Leser sich vorwurfsvoll an den eigenen Partner richten: „Da, siehst du? Nimm dir Mal ein Beispiel!“.

Ich mache genau das, was ich geschrieben haben: im Grunde, nichts!

Wissenschaftler haben festgestellt, dass wir Menschen auch beim Schlafen Kalorien verbrauchen und dazu eine Formel entwickelt. Man nehme das eigene Körpergewicht, minus 5 Kilo und das sind dann die stündlichen Kalorien, die verbrannt werden.

In meinem Fall bedeutet das:

73 Kilo minus 5 = 68 Kcal

Wenn ich 10 Stunden schlafe, habe ich demnach 680 Kalorien verbrannt, die ich dann ohne Reue, beim Mittagessen zuschlagen kann und nehme dabei immer noch die Menge des verschlafenen Frühstücks ab.

Genial!

Ein klein wenig ärgert es mich, dass ich so „leichte Knochen“ habe. Bei einem Gewicht von 120 Kilo, könnte ich sagenhafte 1150 Kalorien in meinem Bett verbrennen und muss dazu nicht einmal Sex haben.

Abnehmen kann so entspannend sein, wenn man weiß wie!

🧠

Glückspilz

Herzlichen Glückwunsch! Sie sind der millionenste Leser meines Blogs. Gewonnen haben Sie eine Blinddarmoperation für zwei Personen, in einem Krankhaus Ihrer Wahl.

Mal ehrlich: Sie sind natürlich kein Jubiläumsleser und selbst wenn, so gibt es bei mir maximal Erkenntnisse zu gewinnen. Auch ich habe übrigens in den letzten zwei Wochen schon dreimal im Internet einen Preis gewonnen, weil ich den milliardensten Klick bei der Google Suche vorgenommen hätte. Sie haben vielleicht auch solch eine Nachricht erhalten?

Eines ist doch klar: bei rund 2 Billionen Suchanfragen pro Jahr und ca. 64000 in der Sekunde, ist das Jubiläum der ersten Milliarden für Google schon eine Weile her und bei allen Datensammlern müsste bekannt sein, dass mein IQ über dem einer Salatgurke liegt und ich daher den Trick durchschaue.

So wie ich dauernd Mails bekomme, dass bei meinem Konto bei der Targobank Unstimmigkeiten vorliegen. Das stimmt in der Tat, denn ich habe dort kein Konto und würde ich eines haben und die Daten zur angeblichen Überprüfung übermitteln, wäre es sicherlich bald nicht mehr mir oder zumindest leer

😜

Wenn Zeit unter die Haut geht

Ab einem gewissen Alter sollte man eigentlich jährlich ein Screening seiner Haut durchführen, um eventuell entstehenden Krebs gleich im Anfangsstadium erkennen sowie bekämpfen zu können.

Ich bin seit Jahren damit überfällig, denn ich gehe lieber zu einem Zahnarzt, als für irgendeine Untersuchung einen Termin zu vereinbaren. Am Telefon vermitteln die Mitarbeiter(innen) mir stets ein Gefühl als wollte man mir sagen: „Musst Du jetzt auch noch mit einem Auftrag nerven?“

Ja, muss ich, denn das letzte Screening ist mindestens 7 Jahre her! Wurde nicht seitens Regierung vollmundig verkündet, dass der Bürger bald das Recht bekommt, innerhalb von wenigen Wochen einen Facharzttermin zu erhalten? Dass es derzeit noch „ein bisserl mehr sein kann“, wie an einer Wursttheke, darauf bin ich mental vorbereitet. Trotzdem: in solch extrem heiklen Situationen, lasse ich meine Gattin für mich aktiv werden. Das sind dann die guten Momente einer Ehe – zumindest aus meiner Sicht.

„Wann soll ich den denn machen?“, kam es erstaunlich freundlich zurück.

„Da ich jetzt die nächsten 4 Wochen Urlaub habe, gibt es meinerseits keine Einschränkung!“, meinte ich mit der festen Überzeugung, dass das eine machbare Aufgabe für den Hautarzt sein dürfte. „Hauptsache, ich kann noch dieses Jahr hin!“, fügte ich grinsend hinzu.

Ein paar Minuten später war dieser fröhliche Gesichtsausdruck einem der Fassungslosigkeit gewichen. Da ich schon ein paar Jahre verheiratet bin kenne ich meine Frau und wusste, dass das kein Aprilscherz war, was sie mir zu verkünden hatte.

„31. Oktober, um 17:15 Uhr. Früher ging es nicht!“

Sieben Monate des Jahres 2019 werden also vergehen, bis ich meinen Checkup erhalte. Keine Ahnung, ob ich bis dahin noch Haut habe. Was tun, wenn der Zahnarzt auch nur am letzten Tag im Oktober meine Kontrolluntersuchung vornehmen kann? Welchen Besuch verlege ich in die Vorweihnachtszeit?

Sollten Sie also erwägen, sich dieses Jahr auch noch einer Untersuchung zu unterziehen, dann bitte bis Mitte Mai einen Termin vereinbaren, sonst wird das erst 2020 wieder was.

Warum ich das Ganze nicht gestern gepostet habe?

Weil Sie es garantiert für einen Aprilscherz gehalten hätten!

It´s no bug – it´s a feature

Wenn man Auswertungen in den Medien brachte, wie viele Menschen Passworte, wie 12345 oder Hallo123 benutzen, dachte ich immer: „Wie machen die das? Stellen die eine Person in eine Fußgängerzone, die auf die Menschen zugehen und nach dem Kennwort fragen? Gibt es da womöglich eine Art Glückspiel, bei dem man das Kennwort per SMS weiterleitet und dafür 10.000 Euro gewinnen kann?“

Es geht viel leichter!

Einfach mal eine(n) Facebook-Mitarbeiter*in anrufen und dort freundlich anfragen. Die Person wirft dann mal schnell einen Blick in die Datenbanken und kann sofort sehen, wie viele Personen in Facebook sich beispielweise mit Schalke04 anmelden.

Spaß beiseite: natürlich macht das ein anständiger Mensch nicht. Weder dort anrufen, noch die Informationen preisgeben. Aber theoretisch wäre es machbar, denn rund 200.000 Mitarbeiter*innen könn(t)en die Kennworte in Klarsicht betrachten.

Wieso also kryptische Passworte verwenden, wie: MOfs1954iHMugzd5%deat ?

Natürlich kann man sich das Kennwort durch eine Eselsbrücke leicht merken: Meine Oma fährt seit 1954 im Hühnerstall Motorrad und gehört zu den 5% die es auch tun – aber die Tipperei ist schon sehr umständlich – liest sich zudem nicht schön in der Facebook-Datenbank.

Hacker wird zu einer aussterbenden Berufsgruppe mutieren, wie das Brecheisen oder der Dietrich seine Nützlichkeit verlieren würde, wenn alle Türen aufstehen.

Allen Nicht-Hackern wünsche ich ein schönes Wochenende – und wenn Ihr mal Euer Facebook-Kennwort vergessen habt. Einfach mal bei Zuckerbergs Leuten anrufen und nachfragen.

Früh- und andere linge

Frühlingsanfang: endlich wieder die Zeit, wo man morgens viel zu dünn eingekleidet ist und am Mittag viel zu dick. Es ist die Phase, wo sich die Meteorlogen noch öfter mit den Prognosen für die nächsten Tage irren, als zu den restlichen Jahreszeiten. Auf der anderen Seite liegen die Wetterexperten mit der Aussage: „Heute strichweise Regen“ fast immer richtig.

Plötzlich reißt der Himmel auf und die Sonne scheint. Sie überlegen sich, dass das nun der beste Zeitpunkt ist, um einmal mit dem Hund Gassi zu gehen. Das Haus kaum verlassen, erwischen Sie den Ort „strichweise“ – denn es schüttet wie aus Eimern. Hastig geht es nach Hause zurück und während Sie sich und das geliebte Tier trocknen, strahlt von draußen die Sonne durch das Fenster.

Tierisch grotesk wird es auch für einen eventuell vorhandenen Wetterfrosch, weil dieser sich im Glas auf seiner Leiter einen Wolf läuft. Es fuchst das Tier, dass das Gehopse eigentlich für die Katz ist und morgen in seinen Froschschenkeln Muskelkater herrscht.

Die Triebe an Büschen und Bäumen erwachen zum Leben. Viele Menschen tun es den Pflanzen nach und geben sich den sogenannten Frühlingsgefühlen hin. Alle 11 Minuten verliebt sich (nicht immer nur) ein Single im Frühjahr. Bei Parship in dieser Zeit vermutlich noch öfter wie sonst. Wenn das dann nicht auf Gegenliebe stößt, gibt es auch reichlich Frühlingskörbe, die verteilt werden.

Die Zahl der Suizide geht zurück und das ist gut so, gerade auch in englischsprachigen Gebieten. Dort heißt der Frühling „spring“ – und das könnte die ein oder andere Person falsch verstehen, die sich mit dem Thema Ableben beschäftigt.

Also dann… genießen Sie die aufregendste Jahreszeit des Jahres, die nächste Woche wieder winterlich sein kann oder schon ein vorgezogener Sommer.