Das Kiki-Kaka-Koko-Land

Uns deutschen Bürgern wird schon einiges zugemutet! Da müssen wir uns im Laufe der letzten Jahre mit immer mehr Regierungsmodellen auseinandersetzten, die dann so schicke Namen haben, wie: Ampel oder Jamaika. Ich stelle mir gerade vor, wie sich beispielsweise 5 kleine Parteien eines Tages zusammentun und eine Regierung bilden. Die sind dann so bunt, dass der Begriff Bundestag wie eine hessisch ausgesprochene Variante von Tagung der Bunten klingt.

Auch an den Begriff GroKo haben wir uns gewöhnt, für große Koalition, und nun bekommt die gute alte KoKo (eigentlich einst einmal das Kürzel für Kostenkommission, also  einer Gruppierung, die für teuer Geld plant, wie Kosten in einem Unternehmen gespart werden können) eine neue Bedeutung: Kooperations-Koalition.

Keine festen Vereinbarungen im Vorfeld, sondern entschieden wird während der Legislaturperiode von Fall zu Fall und jede Partei kann wählen für was. Eigentlich also eine NoKo – normale Koalition!  Denn wieso im Vorfeld Dinge vereinbaren,  an die sich ohnehin hinterher niemand mehr hält?

Für die SPD sicherlich die beste Wahl, um den Machthunger einiger Parteigenossen zu befriedigen und den Kritikern an dem politischen Zulieferservice für die CDU beruhigend zu sagen: „Das ist keine GroKo und wir können in der KoKo nein sagen, wenn wir was Kaka finden!“

Im Grunde also nichts anderes als Mitregieren light!

Tja, wäre doch alles so einfach, wie die Entscheidungen, die Diäten zu erhöhen, dann würden wir dieses Gerangel nicht erleben. Da gibt es immer schnell Einigkeit über alle Farben hinweg. Eine RaffKo = Raffgierigen-Kommision – die wird es wohl niemals geben müssen.

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Überraschende Inhalte

Zu meinen Standard-Anektoden gehören die zwei nachfolgenden Szenarien, die tatsächlich so stattgefunden haben.

Da stehen vor mir zwei  Männer an dem Arbeitszeiterfassungsterminal (oder wie man im Volksmund sagt: Stechuhr) und der eine meint zum anderen:

„Ich habe schon 8 Minuten Überstunden gemacht!“

Vielleicht bin ich zu pedantisch veranlagt und finde zudem diesen nur minimal erhöhten Arbeitseinsatz keiner besonderen Erwähnung wert, doch genau genommen hat der Kollege 8 Überminuten oder  13,33 Prozent einer Überstunde erzielt.

Zeit- und Szenenwechsel:

Ich sitze in einem Lokal in Wolfsburg und an einem Frauenstammtisch direkt neben mir tauschen die anwesenden Damen lautstark Rezepte aus.

„Du musst mal Hühnerfrikassee mit Pute machen, Irene! Ich sage Dir: das ist das beste Hühnerfrikassee das ich je gegessen habe!“

Klar, mein bestes Schweineschnitzel ist auch das, aus Steakfleisch eines argentinischen Rindes!

Irene zeigte sich nicht so überrascht wie ich und sicherte der Freundin zu, ein Hühnerfrikassee aus Putenfleisch einmal kochen zu wollen. Ich dagegen bin nicht so experimentierfreudig und werde mein Putenfrikassee weiterhin mit Huhn anfertigen.

Wer nun meint, das Ganze sei nicht zu toppen, der irrt.

Preist doch die Werbung seit ein paar Tagen einen veggie Fleischsalat an. Genaugenommen also einen fleischlosen Fleischsalat und damit vergleichbar mit einem Kartoffelsalat ohne Kartoffeln.

Wir werden uns wohl an Produkte gewöhnen müssen, die ihrem Namen nicht entsprechen.

Also einem Fruchtjoghurt ohne Frucht, dem Fleischsalat ohne Fleisch oder dem Handkäs ohne Hände und dem Schwedensalat komplett ohne einem Nordeuropäer darin.

Mal sehen, mit welchen Ersatzstoffen sich unsere einst großen Parteien versehen werden, damit sie auf dem politischen Markt überleben. Da sind die einen auch kaum noch christlich, die anderen nur marginal sozial, der Grüne nur Lindgrün und der gelbe Demokrat alles andere als frei und auch die Alternative für Deutschland wird keine solche sein.