Stau Staunen meinerseits

Laut Statistik standen Autofahrer in Frankfurt im Jahre 2017 insgesamt 37 Stunden im Stau.

Wie genial wenig ist das denn?

Ich fahre nach Darmstadt zur Arbeit und mich kostet nur die Ein- und Ausfahrt jeden Tag mindestens 30 Minuten mehr, als bei freier Fahrt nötig wäre. In der Woche also 2,5 Stunden – ergibt bei 40 Arbeitswochen im Jahr rund 100 Stunden Stau, alleine innerhalb Darmstadts!

Dagegen wirkt Frankfurt wie ein Ort an dem es flutscht.  😉

Keine Ahnung, was die Statistiker da alles mit reingerechnet haben, dass es für Frankfurt so prima aussieht. Sind da auch die Autobesitzer mit eingerechnet, die zwar ein Auto haben, aber mit der Bahn zur Arbeit fahren und dadurch 0 Stunden im Jahr im Auto im Stau stehen?

Sind die Werte vielleicht versehentlich nur für die reine Parkplatzsuche genommen worden?

Hat man die Erhebung in zwei Wochen der hessischen Sommerferien vorgenommen und dann auf das Jahr hochgerechnet?

Ich muss unbedingt sehen, dass ich wieder in Frankfurt zu arbeiten beginne!

🙂

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Rettungs-Pfädchen

November: ein Monat in dem wenige Urlauber viel Verkehr produzieren. Die Tage bestehen fast nur aus Nacht und Dunkelheit. Regen, Schnee, Frost und Nebel sorgen für schlechte Sicht, schlechte Fahrbedingungen und … richtig…. schlechte Laune. Auf den Straßen prallen dann zornige Menschen auf die ängstlichen sowie ungeduldige Mentalitäten auf eine völlig entspannte Klientel; der Profi auf den Anfänger.

Kein Wunder also, dass vor lauter Staumeldungen kaum noch Musik bei den Verkehrsfunksendern zu hören ist und Spenglereien sowie Autolackierbetriebe Hochkonjunktur haben. Das Bilden einer Rettungsgasse wäre folglich fast permanent nötig.

Gleich vorweg: ich bin für Rettungsgassen und würde gerne über Video-Beweise die staatlichen Einnahmen durch entsprechende Bußgeldbescheide massiv erhöht sehen! Doch warum ist es ausgerechnet so schwer, hier in Deutschland diese Schneise für Polizei und Rettungsdienste frei zu halten?

Das liegt zum Teil an der Mentalität, denn während die Anständigen eine Gasse bilden, gibt es die Unanständigen, die sich daraus einen Vorteil verschaffen wollen. Es bietet doch so eine Rettungsgasse die tolle Möglichkeit, durch deren Nutzung  schneller voranzukommen, getreu dem Motto:  „Wenn ich also schon einen teuren geleasten Audi oder einen BMW fahre, dann sollte ich wertvolle Zeit nicht auf dem Autobahn-Parkplatz verbringen!“

Den braven Bürger wiederum lässt es die Wut hochsteigen: „Ich bin aufmerksam und ordentlich. Die andere Person nicht, aber dafür ist diese schneller daheim!“  Selbst wenn der Gassenbilder sich links orientiert hat, ist er in seinem Rechtsempfinden schwer getroffen. Ungerechtigkeit ist eben besonders doof, wenn man sich auf der Seite der Verlierer befindet.

Doch der größte Rettungsgassenbildungs-Verhinderer ist der Stau selbst!!  Gefühlte 99 Prozent meiner täglichen Autobahnstillstände sind nicht einem Unfall geschuldet, sondern weil man auf der gegenüberliegenden Fahrbahn was Interessantes beäugen möchte oder es ein Fahrzeug auf der Standspur zu begutachten gilt. Dazu dieses vermaledeite Reißverschluss-System, bei Auffahrten oder Fahrspurverengungen. Da vermute ich bei vielen Fahrzeugführern die Einstellung: „Dieser Reißverschluss hat nur einen Zahn – und der bin ich!“

Peinlich genug, dass sich die Staus meist aus unerklärlichem Grund auflösen und damit die Stauursache nicht erkennbar machen. Eine Rettungsgasse zu bilden, wo nichts zu retten geht und den Stauverursacher ohnehin nicht zu helfen ist, erzeugt einen extremen Überschuss an Lustmangel.

So wird der Stau permanent und die Rettungsgasse leider ein Exot bleiben.

Wunder-bares Büttelborn

Es gibt die 7 großen Weltwunder und zu den kleineren, da gehört Büttelborn unbedingt dazu.

An jedem Werktagmorgen das gleiche Phänomen: bis zur Abfahrt Büttelborn läuft der Verkehr auf der Autobahn A60 Richtung Darmstadt sehr zähfließend. Doch obwohl nur wenige Fahrzeuge die Abfahrt nutzen und mindestens genauso viele wieder auffahren, geschieht hier eine wundersame Wendung:

Irgendein geheimnisvolles Phänomen löst den Stau auf.

Da werden immense Summen für die ESA oder die NASA ausgegeben, um mit kostspieligen Sonden die nur theoretisch nachgewiesene unsichtbare Energie zu entdecken und dabei könnte das völlig preisgünstig bei Büttelborn erforscht werden. Wie anders ist es zu erklären, dass sich Staus und damit förmlich Fahrzeuge immer an der gleichen Stelle in Luft aufzulösen scheinen?

Natürlich sind Bilder aus dem Weltraum irgendwie imposanter anzusehen, als solche, welche einen Blick auf die Büttelborner  Autobahnauf- und –abfahrten ermöglichen, doch wer weiß was sich alles ermöglichen lässt, wenn wir diese energetischen Ströme beherrschen.

Da stehen wir beispielweise in einer langen Schlange an einer Aldikasse und ein Druck auf den BBM (=Büttelbornminator) lässt diese Warteschlange auflösen.

Ehen müssen nicht mehr geschieden werden. Der lästig gewordene Partner wird einfach büttelbornmisiert.

Vielleicht gelingt es uns mit dieser noch unbekannten Energie, Strecken im Weltall zu überwinden und Planeten zu erreichen, die uns derzeit noch unerreichbar fern zu sein scheinen. Dann wird in jeder Kolonie das orange-rote Wappen von Büttelborn zum Andenken hängen.

Schier unerschöpfliche Möglichkeiten warten darauf entdeckt zu werden!

Also nicht wundern, wenn Sie demnächst bei Büttelborn seltsame Geräte stehen sehen. Das sind keine Radarfallen sondern Energie-Scanner.

 

 

Abartiger Verkehr

„Etwas mehr Verkehr wäre schön!“ Ein Wunsch an das Universum der ab einem gewissen Alter durchaus Sinn macht. Jedoch ist es wichtig, dass dieser richtig ausformuliert wird. Ich bekam den gleichlautenden Wunsch meiner Frau sofort nach den Feiertagen erfüllt; allerdings lediglich auf den Straßen. Diese sind wieder prall gefüllt und entschleunigen mein Leben mehr als mir lieb ist.

Es begeistern mich dann immer die Fahrer, die trotz Stau einen Sicherheitsabstand von 10 und mehr Autolängen halten, obwohl sich die Strecke schon fast zu einem überlangen Parkplatz gewandelt hat.

Klar, diese Klientel wird niemals einen Auffahrunfall erleben – zumindest keinen im Frontbereich. Weiterer Vorteil: das Reaktionsvermögen kann auf unter 20% reduziert werden und man kommt tiefenentspannt am Ziel an. Allerdings ist es der Fahrer dahinter mit Sicherheit nicht und einem Herzinfarkt näher als seinem Ziel.

Stellen Sie sich einmal 150 Fahrer mit einer solchen großzügigen Abstands-Mentalität vor. Man bräuchte kein anderes Fahrzeug mehr, um einen Stau von beispielsweise Wiesbaden nach Frankfurt zu produzieren.

Doch da dieser Typus sicherlich auch beim Verkehr größeren Abstand hält, wird er sich nicht häufig genug vermehren. Zumindest so lange nicht, wie eventuelle Wünsche von Partner oder Partnerin vom Universum falsch verstanden werden. Und damit schließt sich der Kreis.

🙂

Verkehrsphänomene

Heute nehme ich mich des Themas „rätselhafte Phänomene“ an. Nein, es geht dabei nicht um Frauen, auch wenn das nahe liegt.

Haben Sie das nicht auch schon im Berufsverkehr auf den Autobahnen erlebt? Es staut sich, teilweise bis zum Stillstand und geht es wieder eine Weile zügig weiter, jedoch nur kurz bis zum nächsten Stillstand? Der Verkehr pumpt sich förmlich stoßweise voran?

Wirkt kurios, ist jedoch von banaler Ursache!

Auf die Autobahn auffahren mit 60 km/h und erst mal vor dem Beschleunigen die Lage sondieren, ist einer der Gründe.

Wenn dann gebremst wird, kommt Leben auf die Strecke.

Schnell noch nach links gezogen und in eine Lücke gequetscht, die einem fürs Parken zu eng wäre. Sollte diese Aktionen dazu geführt haben, dass auf der Überholspur der Verkehr zum Erliegen gekommen ist, rasch wieder auf die rechte Seite zurück, damit es da nicht wirklich zum Fluss kommt. Getreu dem Motto: wenn schon Stau, dann bitte für alle!

Falls trotz aller wilden Lenkmanöver der Stau sich auflöst, so bleiben Sie gelassen: Spätestens an der nächsten Abfahrt ist das wieder passé.  

Durch die verloren ein Zeit reiht man sich nämlich nicht am Ende der Reihe im Verzögerungsstreifen ein, sondern bleibt bis zum Schluß auf der regulären Autobahn. Ergibt sich keine Lücke, so wird zu Schritttempo gebremst und notfalls angehalten. Spätestens wenn sich hier ein Rückstau gebildet hat, erbarmt sich jemand und lässt den Autobahn-Parker rein.

Also kann sich der Stau auflösen, bis zum nächsten Hektiker.

Unfall-Separees

NRW beginnt und damit ist es nur noch eine Frage der Zeit bis andere Bundesländer nachziehen: zur Ausrüstung die mit zu Unfällen auf Autobahnen gekarrt werden, gehören fortan Sichtschutzwände.

Klingt irgendwie nach bescheuerter Geldverschwendung und ist es auch. Jedoch nicht die Anschaffung aus solches, sondern der Grund dafür!

Weil es mittlerweile schon zum Volkssport geworden ist, sich auf Youtube & Co. mit ungewöhnlichem Bildmaterial Bekanntheit verschaffen zu wollen, mutieren bei so solchen Geschehnissen auf den Straßen viele der üblichen Gaffer nun zu Bild – bzw. Videoproduzenten.

Damit werden die Staus auf den Gegenfahrbahnen bei Unfällen noch „stauiger“ und die Gefahr, dass durch Unachtsamkeit noch weitere Unfälle passieren, wächst immens.

Diese Sichtschutzwände sollen nun die Hobby-Reporter einbremsen und damit den Verkehr flüssig halten.

Gegner solcher Maßnahme werden natürlich argumentieren:

„Ich muss doch ohnehin langsam und vorsichtig fahren und ich darf zwar im Auto nicht telefonieren, doch vom Filmen oder Fotografieren steht da nichts!“

Vielleicht denkt sich auf der ein oder andere leicht respektive unverletzte Unfallteilnehmer:

„Mist, wie komme ich an der Trennwand vorbei, damit mich jemand sehen und filmen kann?“

Ich persönlich denke: Zwischen all den sinnlosen Ausgaben unseres Staates, ist diese Sichtschutzwand eine sinnvolle Investition, um pietätlosen Gaffern -passend zu deren Hirn- den Speicherchip leer zu lassen.

Und wer unbedingt gruseligen Aufnahmen veröffentlichen will, der soll sich an mich wenden. Ich liefere kostenfrei Bildmaterial von mir, morgens nach dem Aufstehen im Bad. Noch ein wenig Theaterblut und etwas Photoshop und das Ganze sieht mächtig gruselig aus. Klicks im Internet sind garantiert. 😉