Neue Spritpreiserhöhung in Sicht:

Warum diese Aussage in der Überschrift?

In Mainschleuse bei Offenbach blockiert ein havariertes Schiff den Transport von Waren und Brennstoffen. Das wird die Versorgungsengpässe dramatisch erhöhen und die Mineralöl-Preise explodieren lassen.

Wir haben alle in diesen Tagen gelernt: der Spritpreis ist nicht nur vom Rohölpreis und den Zockereien an den Börsen abhängig, sondern extrem abhängig sind wir Endverbraucher davon, wie stark die Beladung der Tankschiffe sein kann. So ist der Preis für E10-Kraftstoff seit März 2018 (und Beginn der Trockenheit) um gut 20 Cent gestiegen. Der Rohölpreis für ein Barrel, nach einer temporären Erhöhung, liegt mittlerweile wieder ca. 2 Euro unter dem durchschnittlichen Märzpreis.

Ergo: die aktuelle Dürre ist schuld, dass wir aktuell so viel an den Tankstellen berappen müssen!

Ich werde jetzt einmal nachrechnen, in welchem Umfang sich das Niedrigwasser tatsächlich auf den Liter Rohöl preislich auswirkt:

1 Barrel Rohöl wiegt ca. 0,137 Tonnen und kostet aktuell ungefähr 55,66 Euro an den Börsen ab Rotterdam.

Ein normales Tankschiff lädt rund 2200 Tonnen Rohöl = 16000 Barrel = knapp 891.000 Euro. Bis beispielweise nach Basel entstehen ca. 500.000 Euro Frachtkosten. Damit kommen wir auf einen Barrel-Preis von knapp 87 Euro.

Können nur noch 30% wegen Niedrigwasser beladen werden – steigt der Barrelpreis (bei unverändert hohen Transportkosten) auf 92,60 an.

Ein Liter Rohöl generiert daher „normalen“ Frachtkosten von: 0,55 Cent

Ein Liter Rohöl kostet bei auf 30% reduzierter Niedrigwasser-Fracht: 0,58 Cent

Das bedeutet konkret: aktuell dürfte der Spritpreis für einen Liter Benzin maximal 4 Cent über dem Märzpreis liegen und würde damit den Reedereien keinerlei Verluste zuführen. Das Wetter in diesem Jahr trägt also nur einen geringen Anteil an dem mächtigen Preisanstieg. Es liefert nur ein gutes Schein-Argument, um sich am Endverbraucher bereichern zu können.

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Im Schneckentempo voran

Eine Schnecke brachte mich fast zu Fall“, das ist nicht etwa ein Buchtitel der Biographie eines Draufgängers sondern meine Aussage nach einem gestrigen Erlebnis.

Hier geht es um diese glitschigen Viecher, die einem gerne die Ernte, die Schuhe oder die gute Stimmung versauen.

Angeblich müsste es mehrere Wochen durchgehend regnen, bis sich die hessischen Weichei-Bäume von der langanhaltenden Trockenheit erholt haben würden. Sollen die sich mal ein Beispiel an den taffen spanischen Nacktschnecken nehmen. Kaum regnet es ein wenig, sind diese schmierigen Kreaturen wieder aufgetaucht und das in erstaunlichen Mengen. Ich muss gestern Abend wie ein Betrunkener gewirkt haben, auf meinem Fußweg zum Parkplatz, denn überall am Boden lauerten die tierischen Rutschfallen und machten ein normales gerades Gehen unmöglich.

Von wegen: Eine Schnecke ist langsam!

Mit einem beachtlichen Tempo schleimen sich diese Viecher über die Wiesen und Gassen.

Und bevor mir nun irgendwelche Leser(innen) rassistische Hintergedanken anhängen wollen: das könnte auch eine deutsche Nacktschnecke sein oder wo auch immer her: ich mag diese glibberigen Tiere nicht.

Ok – bei Nuss-, Zimt-, Mohn- oder Marzipanschnecken, da mache ich eine Ausnahme. Die können gerne auch vom spanischen Bäcker kommen.

Neue Geschäftsideen

Die derzeitige Trockenheit über Europa wirkt sich auch auf die deutschen Flüsse aus.

Beispielweise die Elbe: sie hat in einigen Regionen nur noch eine Tiefe von 75 Zentimetern und damit ist Feierabend für die Binnenschifffahrt.

Doch statt zu hadern, sollten die derzeit arbeitslosen Kapitäne sowie Matrosen die neuen Möglichkeiten erkennen, die sich aus dieser Krise ergeben!

* Wattwanderungen in der Elbe oder eine begleitete Durchquerung der solchen, bieten sich an.

* Nicht brot- sondern bootlose Schatzsuche in den diversen Flußbetten.

* Therapeutische Schlauchbootfahrten für Aqua-Phobiker, deren einzige Angst nun nur noch die sein muss, sich bei einem eventuellen Sturz am Grund des Flusses zu verletzen.

* Oder Herstellung und Vertrieb von Verbotsschildern mit der Aufschrift: „Nicht seitlich in den Fluß springen. Vorsicht: Aufschlaggefahr!